Schweiz
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Bundesrat Alain Berset, rechts, diskutiert mit Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Guy Parmelin, am Ende einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Donnerstag, 16. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Sie hat das Sagen: Bundespräsidentin Sommaruga mit Gesundheitsminister Berset und Wirtschaftsminister Parmelin. Bild: KEYSTONE

So schlagen sich die Bundesräte in der Coronakrise

Die Landesregierung beweist bei der Bewältigung der Pandemie Führungsstärke. Die echte Bewährungsprobe steht allerdings erst an.

Lorenz Honegger, Doris Kleck, Henry Habegger, Lucien Fluri, Dominic Wirth / chmedia



Alain Berset, 48, SP: Der Krisenmanager

Bundesrat Alain Berset blickt aus einem Super Puma Helikopter der Schweizer Armee auf dem Flug von Bern-Belp ins Graubuenden, unterwegs zu einem Besuch im Kanton Graubuenden am Montag, 20. April 2020. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Als Gesundheitsminister ist Alain Berset die zentrale Figur. Die Fachleute des SP-Bundesrats – namentlich Daniel Koch – üben mit ihren Expertisen einen enormen Einfluss auf die Entscheidungen des Bundesrates aus. Berset konnte eine Mehrheit seiner Kollegen von einer schrittweisen Wiedereröffnung der Wirtschaft ab dem 27. April überzeugen. Trotz grossem Widerstand von bürgerlichen Parteien und Wirtschaftsverbänden. Sein Image als souveräner Krisenmanager kultiviert der Romand erfolgreich: In Onlineshops werden ­sogar T-Shirts mit seinem Konterfei verkauft.

Aber längst nicht alles im Departement Berset funktioniert so, wie es sollte. Dem Bundesamt für Gesundheit wollte es während Wochen nicht gelingen, zuverlässige und aktuelle Daten über Neuinfektionen und Todesfälle zu aggregieren. Dazu kamen die ausgesprochen widersprüchlichen Aussagen über die Wirksamkeit von Gesichtsmasken, die Ansteckungsgefahr des Coronavirus für Kinder und die Sortimentsbeschränkungen in den Lebensmittelläden. Aufgelaufen ist Berset im Bundesrat zudem mit dem Ansinnen, den Kindertagesstätten finanziell unter die Arme zu greifen. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, wie sich Bersets Rolle entwickelt und wie das Kollegium mit seiner Popularität umgeht.

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Ueli Maurer, 69, SVP: Der Skeptiker

Bundesrat Ueli Maurer spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 3. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Böse Zungen in der Bundesverwaltung vergleichen den Finanzminister mit US-Präsident Donald Trump: Der Zürcher Oberländer verharmlose die Pandemie. Tatsächlich zeigte sich Maurer von Beginn weg skeptisch über die einschneidenden Massnahmen des Bundes, vor allem gegen das Veranstaltungsverbot ab 1000 Personen wehrte er sich dem Vernehmen nach stark. Konsequenterweise setzt er sich im Bundesrat nun für raschere Lockerungen ein. In den Kommissionssitzungen stellt er sich aber kollegial hinter die Strategie des Bundesrates.

Lob erhielt Maurer für sein Programm zur Versorgung der Wirtschaft mit Bürgschaftskrediten im Umfang von bis zu 40 Milliarden Franken. Viele Unternehmen erhielten die Notkredite wenige Stunden nach der Beantragung, der Bund trägt die Ausfallrisiken fast vollständig, was laut Experten jedoch Missbräuche befeuern könnte.

Kommunikativ kommt Maurer in der Öffentlichkeit ähnlich gut an wie Kollege Berset. Er präsentiert sich als unkomplizierter Macher, neigt aber zu Übertreibungen. An einer sonntäglichen Telefonkonferenz mit den Banken waren nicht wie von Maurer kolportiert 300 Bankenvertreter am Telefon, sondern etwas mehr als 100.

Guy Parmelin, 60, SVP: Der Betroffene

Bundesrat Guy Parmelin erlaeutert im Anschluss an die Bundesratssitzung die neusten Massnahmen zur Bewaeltigung der Krise um die Pandemie des Coronavirus COVID-19, am Mittwoch, 1. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Der Wirtschaftsminister ist von der Coronapandemie in seinem familiären Umfeld direkt betroffen. Mehrere seiner Verwandten haben sich mit dem Virus infiziert und sind wieder genesen. Wohl auch deshalb und aufgrund der höheren Ansteckungsraten in der Westschweiz trägt der Wirtschaftsminister den harten Kurs der SVP – und seines Bundesratskollegen Ueli Maurer – für eine möglichst rasche Öffnung aller Läden nicht mit. Es heisst, Parmelin fürchte eine zweite Ansteckungswelle, wie sie zurzeit Singapur erlebt.

Kritiker sagen, Parmelin habe die anrollende Wirtschaftskrise anfangs komplett unterschätzt. Sein Umfeld verneint dies: Dem SVP-Bundesrat sei viel daran gelegen, dass die Wirtschaft im Sog der Pandemiebewältigung nicht komplett abgewürgt wird. Er verantwortet unter anderem die Arbeitslosenversicherung, die sich mit einer historisch beispiellosen Flut an Kurzarbeitsanträgen konfrontiert sieht: Für 36 Prozent aller Schweizer Arbeitnehmer sind Gesuche eingegangen. Gerne hätte Parmelin betroffenen Unternehmen bei der Bezahlung der Geschäftsmieten unter die Arme gegriffen – doch seine Regierungskollegen wollten diese Frage nicht auch noch per Notrecht lösen. Nun soll das Parlament eine Lösung finden.

Als Retter der Wirtschaft wird Parmelin kaum wahrgenommen. Eine mögliche Erklärung ist, dass er nach der Bekanntgabe der Geschäftsschliessungen zunächst nicht öffentlich auftreten durfte, weil die wirtschaftlichen Stützungsmassnahmen noch nicht vorlagen. Nachteilig dürften sich auch sein Deutsch und die beschränkte Dossierkenntnis auswirken. Dennoch: Parmelin hat in der Krise an Statur gewonnen.

Simonetta Sommaruga, 59, SP: Die Eindringliche

Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Mittwoch, 8. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Die Bundespräsidentin sagte am 16. März bei der Ankündigung des schweizweiten Lockdown einen Satz, der vielen Menschen lange in Erinnerung bleiben dürfte. «Jetzt muss ein Ruck durch unser Land gehen!» Simonetta Sommaruga kommunizierte bei ihren bisherigen Auftritten in der Coronakrise klar und verständlich, bisweilen aber mit einer Eindringlichkeit, die lehrmeisterlich wirkte.

Anders als Alain Berset scheint der Bernerin die Rolle der pausenlos im Rampenlicht stehenden Krisenmanagerin nur bedingt zu liegen. Als Bundespräsidentin leitet sie sämtliche Sitzungen des Bundesrates. Als Medienministerin versuchte Sommaruga, ihre Regierungskollegen von einem Hilfspaket für die Medien zu überzeugen, scheiterte damit aber im ersten Anlauf. Bei der Geschwindigkeit der Lockerung der Massnahmen liegt Sommaruga auf Berset-Linie.

Viola Amherd, 57, CVP: Die Nüchterne

Swiss Federal councillor Viola Amherd briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, in Bern, Switzerland, Monday, March 16, 2020.(KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Sie ist nach ihrer Wahl in den Bundesrat nur widerwillig Verteidigungsministerin geworden, ihre Amtszeit wird dennoch in die Geschichte eingehen. Seit Mitte März verantwortet Viola Amherd das grösste Truppenaufgebot seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Armee hat 5000 Angehörige aufgeboten, um die Spitäler vor einer Überlastung wie in Norditalien zu bewahren und das Grenzwachtkorps zu unterstützen. Nicht alles lief rund. In den Medien gab es Berichte über Soldaten, die sich in den Kasernen langweilten. Amherd musste einräumen, dass einzelne Spitäler ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit schickten und die Armeeangehörigen als Gratispersonal einsetzten.

Trotz einzelner Rückschläge hofft Amherds Umfeld, dass der Pandemieeinsatz der Armee bei der anstehenden Abstimmung über den Kauf neuer Kampfjets den nötigen Schub gibt. Armeekreise plädieren für einen möglichst baldigen Urnengang am 27. September.

Karin Keller-Sutter, 56, FDP: Nebendarstellerin

Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Donnerstag, 9. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Sie gilt als eines der führungsstärksten Bundesratsmitglieder, spielt in der ­Coronakrise als Justizministerin funktionsbedingt eine wichtige, aber wenig spektakuläre Rolle. FDP-­Bundesrätin Karin Keller-Sutter sorgt dafür, dass das Justiz- und das Asylsystem auch in der Krise funktionieren. Ihr Departement erarbeitete Massnahmen zur Verhinderung einer Konkurswelle bei kleinen und mittelgrossen Betrieben. Keller-Sutter trägt die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und auch die Lockerungsstrategie des ­Bundesrates voll mit, im Unterschied zu ihrem freisinnigen Parteikollegen ­Ignazio Cassis.

Sie verfolgt die Devise: Lockern, sobald es verantwortbar ist. Sie will eine zweite Welle verhindern, weil das für die Moral der Menschen schlecht wäre. Als Wirtstochter setzt sie sich dafür ein, dass die Gastrobranche und auch die Grossveranstalter eine Perspektive bekommen. Keller-Sutter stellte im Bundesrat auch den Antrag, dass die Sortimentsbeschränkungen für Gross­verteiler aufrechterhalten bleiben, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Ignazio Cassis, 59, FDP: Der Aussenseiter

Bundesrat Ignazio Cassis waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 3. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Als Arzt und Präventivmediziner wäre Ignazio Cassis prädestiniert, um in der Coronakrise im Bundesrat eine tonangebende Rolle zu spielen. Das tut er aber nicht. Auch zu Zeiten der Pandemie wird der Tessiner seine Aussenseiterrolle nicht los. Als Aussenminister war er bis jetzt primär mit der Repatriierung von festsitzenden Schweizer Touristen im Ausland beschäftigt. Zu Beginn der Coronakrise setzte er sich dafür ein, dass italienische Grenzgänger weiter in die Schweiz einreisen ­dürfen.

Den bürgerlichen Kollegen im Bundesrat stiess dem Vernehmen nach sauer auf, dass sich Cassis zu Beginn der Pandemie kaum für die wirtschaftlichen Folgen interessierte und dann an der Bundesratssitzung vom 22. April überraschend eine Kehrtwende vollzog: Die Tamedia-Zeitungen berichteten, er habe alle Läden per 27. April wieder öffnen wollen, sei aber mit einer zu sechs Stimmen unterlegen.

In seinem Departement bestreitet man diese Darstellung. Die Bundesräte hätten gar nicht abgestimmt – ausserdem habe Cassis die Öffnung erst auf den 4. Mai angepeilt.

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85Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • NathanBiel 26.04.2020 22:46
    Highlight Highlight Der Bundesrat ist blind den anderen Regierungen gefolgt und hatte zu keiner Zeit den Mut die Lockdown Massnahmen nur auf die Risikogruppen zu beschränken und fährt so die Wirtschaft, wie alle anderen Regierungen, an die Wand. Innerhalb dieses grundlegenden Fehlentscheides agiert der Bundesrat aber umsichtig und stringent. Aber er hätte jederzeit die Möglichkeit den Kurs zu korrigieren und die Risikogruppen zu isolieren und den Rest wieder zum normalen Leben zurückkehren zu lassen.
    • Tschabalito 27.04.2020 06:18
      Highlight Highlight Ond dwertschaft esch ja alles wow 👍
  • KOHL 25.04.2020 17:15
    Highlight Highlight Ernsthafte Frage: Kann mir jemand die Logik hinter der SVP-Argumentation das man keine zweite Welle fürchtet erklären? Das ist doch keine poltische sondern eine rein wissenschaftliche Frage und mit den jetztigen medizinischen Möglichkeiten so sicher wie das Amen in der Kirche.
  • Patho 25.04.2020 17:11
    Highlight Highlight Ich bin glücklich, lebe ich in einem Land, in welchem man der Regierung vertrauen kann, alle grossen politschischen Meinungen in der Entscheidungsfindung involviert sind und nicht zuletzt niemand den "starken Mann" spielen will/muss... So können vernünftige, ausgewogene Entscheidungen getroffen werden und man hat als Bürger trotzdem nicht das Gefühl bevormundet zu werden, da jeder noch eine gewisse Verantwortung hat. Es läuft nicht alles perfekt, aber im Vergleich zu anderen Ländern läufts eigentlich ziemlich gut.
  • Black Cat in a Sink 25.04.2020 14:56
    Highlight Highlight Cassis gehört entlassen, Parmelin verwarnt und Maurer mindestens ermahnt. Wäre es nämlich nach ihnen Drei gegangen, wäre es nicht zu Lockdown gekommen. Die Folgen einer solchen Haltung sind bekannt.
    • Charlie84 25.04.2020 18:23
      Highlight Highlight Was sagst du zu Schweden?
    • Nuscheltier 25.04.2020 18:51
      Highlight Highlight Und wenn Maurer in der SP wäre, würfest Du ihn über den Klee loben... Ich kann dieses Parteidenken echt nicht mehr hören.
    • Shlomo 26.04.2020 08:50
      Highlight Highlight Dieses Schweden?
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plan B 25.04.2020 14:25
    Highlight Highlight Möchte da auch noch meinen Senf dazugeben.

    Mich hat das Meiteinander der Bundesräte überzeugt. Es ist gut, dass nicht jeder die selbe Meinung in einer Krise hat. Aber das Entschiedene müssen sie zusammen stützen und das haben sie Erfolgreich gemacht.

    Ich bemängle nur die unklare Kommunikation für die Öffnung. Aber auch das ist nicht so einfach wie man denkt.

    Hut ab an ALLE!
    • Lowend 25.04.2020 16:38
      Highlight Highlight Die Kommunikation über den Ausstieg ist nur darum sehr unklar, weil die bürgerlichen Regierungsparteien versucht haben, den Bundesrat vor sich her zu treiben, wie sie es seit Jahrzehnten machen.

      Darum musste der Bundesrat dauernd Missverständnisse korrigieren, die nur darum auftraten, weil sich vor allem die grösste Regierungspartei in dieser Krisensituation komplett verantwortungslos verhält und immer wieder versucht, die Bevölkerung gegen den Bundesrat und seine Entscheide aufzuhetzen.

      Drum mein Dank an alle Menschen, die nicht auf diese defätistische Strategie hereinfallen!
    • Plan B 25.04.2020 17:56
      Highlight Highlight Nein, nach de PK hatte ich null Ahnung ob meine Kinder wieder zu meinen Eltern dürfen.

      Die Kommunikation war nicht gut,
      was aber menschlich ist in einer solchen Krise.

      Man kann nicht alles der SVP in die Schuhe schieben. ;)
  • CogitoErgoSum 25.04.2020 13:41
    Highlight Highlight Die zweite Welle scheint so gut wie sicher. Nur schon die Bekanntgabe der teilweisen Öffnung verleitet offensichtlich und gut sichtbar viele Leute bereits dazu, die Sicherheitsempfehlungen in den Wind zu blasen. Was reitet eigentlich die SVP, dass die Öffnung zu früh gefordert wird.
    • NathanBiel 26.04.2020 22:51
      Highlight Highlight Der Fakt das nur eine ganz kleine Risikogruppe gefährdet ist. Ü80, übergewichtg mit Folge Diabete und Kreislauferkrankungen. Alle anderen habe ein extrem kleines Risiko an Cororna zu sterben.
  • tinu77 25.04.2020 13:20
    Highlight Highlight Parmelin hat an Statur gewonnen heisst es da. Genau, er konnte sich von gar keiner auf ein ganz wenig steigern. Das ändert nichts an der Tatsache, dass er hochgradig inkompetent und völlig überfordert ist in diesem Amt und als Wirschaftsminister im speziellen und als Bundesrat im Allgemeinen eine absolute Fehlbesetzung ist.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.04.2020 14:11
      Highlight Highlight Kann man von den anderen sechs auch +/- so sagen.
    • Coffeetime ☕ 25.04.2020 14:53
      Highlight Highlight Tinu und Anti Lasst euch wählen, und dann sehen wir, ob ihr es wirklich besser macht... aber ihr werdet wohl dass nie hinkriegen, weil wahrscheinlich das Amt dann doch zu kompliziert ist.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.04.2020 15:16
      Highlight Highlight Coffeetime: Man lässt sich nicht wählen, man wird gewählt. Der Politmob ist so eine Gesellschaft für sich, da gehst nicht einfach mal so rein und lässt dich wählen. Weil's nicht klappt. Bei Wahlen spielen Absprachen, Interessensabwägung, Zugeständnisse die zentrale Rolle. Nicht zuletzt gehört auch eine Portion Öffentlichkeitsgeilheit gehört dazu.

      Die Drahtzieher stehen im Hintergrund, ungewählt und mit potenziertem Gewicht, wenn's um Entscheidungen geht. Vorne stehen die Hampelleute, die den Kopf hinhalten.

      Kompromisse sind eben nie die beste Lösung, sondern eben nur Kompromisse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Guido Zeh 25.04.2020 13:16
    Highlight Highlight Hätte kaum geglaubt, dass man das einmal sagen müsste: Wir können froh sein, dass man Parmelin im Bundesrat hat und nicht den Zuger Aeschi, SVP-Fraktionschef, der sich nun als Lockdownsuperöffner, Schützer von Hauseigentümern (Öffnung der Gasthäuser und Läden, auch gegen deren Willen) und Bundesratkritiker (nur Linke?) profiliert.
  • elco 25.04.2020 12:59
    Highlight Highlight Die Höhe der Arbeitslosigkeit und die zu erwartende schwere Wirtschaftskrise zeigt: unsere Regierung hat alles falsch gemacht. Sie sind blind den anderen Länder hinterhergerannt. Beim Versuch den Fehler zu korrigieren (Lockdown-Exit) sind sie viel zu zögerlich.
    Urteil: absolut ungenügend.
    • Guido Zeh 25.04.2020 13:48
      Highlight Highlight ...Das würde ja bedeuten, dass alle umliegenden Länder auch alles und noch viel mehr falsch gemacht haben: Nur dann fragt man sich: Mit wem will die Schweizer Wirtschaft Geschäfte machen, wenn alle andere sich (zu-) sperren???
    • elco 25.04.2020 14:06
      Highlight Highlight @Guido Zeh, ja das bedeutet es, natürlich. Und nein, es macht es dadurch nicht besser.
    • Hierundjetzt 25.04.2020 14:53
      Highlight Highlight 195 Länder machen es falsch findet Elco.

      Mol, ein seeehr gesundes Selbstvertrauen hast Du 🧐
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sherlock_Holmes 25.04.2020 12:57
    Highlight Highlight Naturgemäss wird aus der öffentlich medialen Perspektive nur ein Teil der Persönlichkeiten der BR sichtbar, zumal hinter den Kulissen der Bundesämter ein mindestens so wesentlicher Stab und unzählige Mitarbeiter*innen eine ebenso enorme Arbeit leisten.

    Dennoch prägen die BR ihre Departemente. Sie sind letztlich das Aushängeschild und tragen die Verantwortung.

    Konstruktive Kritik ist wichtig und z.T. auch berechtigt.
    All jenen, welche sich nun damit in den Vordergrund stellen, sei gesagt, dass es immer leichter ist, zu urteilen als zu entscheiden.

    In dem Sinne gehe ich einig mit dem Bericht.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.04.2020 14:14
      Highlight Highlight Zu viele Köche verderben den Brei. Altes Sprichwort. Hat in diesem Zusammenhang durchaus seine Gültigkeit.
    • Pakart 25.04.2020 15:39
      Highlight Highlight @Antinatalist: sehnst du dich nach einem “Führer“?
    • Magnum 25.04.2020 17:24
      Highlight Highlight Ein Volk, ein Wille, ein Führer: Tönt schon ein bisschen danach, auch wenn es wohl nur ein weiterer Tritt gegen des Schienbein von BAG-Koch war, der seinen Ruhestand wegen der pandemie-bedingten Notlage ausgestellt hat und Sonderschichten schiebt.
  • smoking gun 25.04.2020 12:56
    Highlight Highlight Eine Bewertung der Arbeit unserer Bundesräte lässt sich wohl erst vornehmen, wenn die Corona-Krise retrospektiv beurteilt werden kann. Zu vieles ist jetzt noch unklar. Was ist, wenn es heissen wird: „And the winner is - Sweden!“

    Das können wir jetzt noch nicht beurteilen, aber wenn dem so sein sollte, dann sieht der Bundesrat alt aus. Sollte das schwedische Corona-Krisenmanagement doch noch in einem Desaster enden, hat der Bundesrat vieles richtig gemacht.
    • Kruk 25.04.2020 14:37
      Highlight Highlight Hast du mal geschaut wie es der Wirtschaft in Schweden aktuell so geht?


      Die verlieren gleich doppelt...
    • smoking gun 25.04.2020 15:04
      Highlight Highlight @Kruk: Nein, hab ich nicht. Sags du mir doch bitte. Und beschränke dich auf die Folgen der Corona-Pandemie, weil wir über das diskutieren und nicht über defizitäre Bergwerke oder Missmanagement in der Rentierzucht.

    • Magnum 25.04.2020 15:12
      Highlight Highlight Das Argument Schweden altert aktuell nicht gut: 25% mehr Tote bei 10'000 weniger bestätigten Ansteckungen, dazu die Diskussion, den Sonderweg nun zu verlassen - die Chancen stehen mE nicht hoch, dass irgendjemand in einem Jahr sagen wird: «Ach. hätten wir doch so wie Schweden gehandelt.»
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 25.04.2020 12:46
    Highlight Highlight Ignazio Cassis, 59, FDP: Der Aussenseiter

    Ich äussere mich selten bis nie zu Bundesrat Cassis. Dennoch eine kleine Anmerkung :

    Zu Beginn der Pandemie interessierte er sich kaum für die wirtschaftlichen Folgen. Dann, wie von der Tarantel gestochen, wollte er schlegellawegge alle Läden per 27. April wieder öffnen.

    Guckst du Bild..
    Benutzer Bild
  • Was wir glauben zu wissen 25.04.2020 12:46
    Highlight Highlight Ich erinnere mich an die Kindergartenzeit. Wir spielten oft „Lehrerlis“. Ob es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die Arbeit des Bundesrates oberlehrerhaft durch Journalisten bewerten zu lassen, bezweifle ich eher. Nach der Pandemie (hoffentlich bald!) Ist es aber sicher nötig, eine schonungslose Analyse und Kritik vorzunehmen. Allerdings wünsche ich mir dann dringend auch eine ebensolche für die Arbeit der Journalisten in der Schweizer Presse. Ich denke da an die vielen völlig unbedarften Fragen der Medienleute an den täglichen Medienkonferenzen des Bundes
  • Inflatio 25.04.2020 12:40
    Highlight Highlight Fairerweise sollte man auch erwähnen, dass dahinter ein grosser Stab an Mitarbeitenden steht, welche mit ihrem Expertenwissen den BR berät und unterstützt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.04.2020 14:16
      Highlight Highlight "Expertenwissen". 😂
    • Hierundjetzt 25.04.2020 14:48
      Highlight Highlight Antinatalist: ich weis als Bankangestellter schwer vorstellbar. Aber zum BAG kommst Du nur mit entsprechender Ausbildung im Fachgebiet

      Bei der UBS oder der konkursiten Sarasin klappts bereits als Ethnologe, Historiker oder Chemiker. Hauptsache Uni. Ob von Guadalajara oder sonstwo, egal.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.04.2020 15:17
      Highlight Highlight Da muss beim Koch einiges falsch gelaufen sein.
  • Coffeetime ☕ 25.04.2020 12:31
    Highlight Highlight Ich glaube, es wäre an der Zeit, etwas weniger BR Bashing und Corona Artikel zu machen. Es gäbe wirklich noch vieles Andere aus der Welt, worüber es sich lohnt, zu berichten.
    • tinu77 25.04.2020 13:21
      Highlight Highlight Zum Beispiel?
    • Lowend 25.04.2020 13:44
      Highlight Highlight Katzenvideos! Ganz wie früher...

      It's Coffeetime:
      Play Icon
    • Coffeetime ☕ 25.04.2020 14:49
      Highlight Highlight Tinu77... um bei den Seuchen zu bleiben: Schweinepest oder der Pilz, der die Bananen befällt. Im Bereich der schlechten Nachrichten: Lage der Flüchtlinge in Griechenland, oder anderswo, wie fühlen sich die Menschen in Ungarn, etc. Oder auch Positives: Tiere in der Stadt, wie sich die Lage der Brandgebiete in Australien entwickelt, wie neue Geschäftsideen durch Corona entwickelt werden, es gibt viele Themen ... 🤷🏻‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 25.04.2020 12:30
    Highlight Highlight Sehr gute Zusammenfassung ausser einem kleinen Detail, dass nicht stimmt. Die Idee für die Kredite, die BR Maurer so gerne für sich beanspruchen würde, kam meines Wissens nach nicht von ihm oder aus seinem Departement, sondern von den Banken und wurde auch von den Bankiers an ihn herangetragen. Er nickte die Entscheidung der Banken dann quasi nur noch ab und verkündete sie. Das Geschäft lief also eher so, wie es in der Schweiz üblich und gut eingespielt ist.
  • knight 25.04.2020 12:28
    Highlight Highlight hat cassis eigentlich kurzarbeit?
    oder ist er in selbstisolation?
  • Fischra 25.04.2020 12:19
    Highlight Highlight Unsere Regierung macht das sehr gut. Ich bin froh das es so ist. Klar findet man überall etwas zu bemängeln. Aber uns gehts soweit ja nicht schlecht.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.04.2020 14:09
      Highlight Highlight Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
    • Magnum 25.04.2020 17:37
      Highlight Highlight Man sollte genauso wenig vor dem Abend zum Totalverriss in demagogischer Manier schreiten.
  • Toerpe Zwerg 25.04.2020 12:14
    Highlight Highlight Der einzige, der uneingeschränkt überzeugt, ist Maurer. Berset brilliert als Wanderprediger und Untertan von Koch. Sommaruga macht ausser Schwatzen nichts. Cassis who? Amherd ist entschuldigt. Parmelin hat an Maurer abgetreten. Und KKS - wo ist die?
    • Platon 25.04.2020 12:51
      Highlight Highlight @Toerpe
      Maurer hat einfach den mit Abstand dankbarsten Job. Bei Negativzinsen für genügend Liquidität zu sorgen ist jetzt wirklich keine Kunst! Für Maurer dürfte es aber auch erst jetzt kritisch werden. Die Leute verschulden zu lassen ist leicht gemacht, Lösungen für die Kleinen fehlen leider noch völlig, Stichwort A-Fonds-perdu-Beiträge. Da muss er jetzt den Tatbeweis erbringen, ich bin gespannt!
    • Hierundjetzt 25.04.2020 13:06
      Highlight Highlight 😴😴😴

      Toerpe: nein.

      Auch als Hardcore der SVP, lass es gut sein. Alle *zusammen* machen einen sehr guten Job.

      Einzelleistungen gibt es in einer Kollegialbehörde nicht
    • CogitoErgoSum 25.04.2020 13:44
      Highlight Highlight Ist wohl eine Frage Ihrer eigenen Perspektive. Vermutlich stehen Sie politisch sehr rechts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turicum04 25.04.2020 12:08
    Highlight Highlight Die beiden SP Bundesräte sind für mich die Helden in der Coronazeit: überlegen, zielgerecht, ohne Fehler! Die anderen denken ausschliesslich an die Wirtschaft und an ihre Dividenden und nicht an die (schwachen) Menschen, wie Arbeitnehmer und Sozialhilfeempfänger.
    • Raembe 25.04.2020 12:43
      Highlight Highlight Der Bundesrat ist ein kollektiv und trifft seine Entscheidungen gemeinsam. Einzelne in einer Krise über Andere zu stellen, halte ich speziell jetzt für falsch.
    • Dani S 25.04.2020 13:01
      Highlight Highlight Turicum04: Persönliche Eindrücke und Vermutungen, resp. Unterstellungen. Als Richter wäre das ein stümperhaftes Urteil.
    • michiOW 25.04.2020 16:26
      Highlight Highlight @Turicum
      Was für eine Frechheit, dass sich der Finanzminister und der Wirtschaftsminister vor allem über die Wirtschaft Gedanken machen, nicht so wie der Gesundheitsminister, der sich vor allem um die Gesundheit der Leute schert. Auch dass sich die Verteidigungsministerin um die Armee kümmert und der Aussenminister nicht nur um innere Sngelegenheiten ist unhaltbar.
  • humbi 25.04.2020 12:08
    Highlight Highlight Eine sehr sachliche und nicht zu persönliche Analyse, was z.Z. leider untypisch ist für watson. Dennoch, wieso muss man als Medienunternehmen in einer solchen Zeit die Führung unseres Landes bewerten?
    Schürt Einheit und Solidarität, im Nachhinein wird genug Zeit für Kritik sein.
    • Guido Zeh 25.04.2020 13:55
      Highlight Highlight Aber, dass Desinfektionsmitteljunkie und Lyin' King DT und Herdenimmunitäts-BJ selber Trottel sind, kann man nur noch schlecht leugnen.
    • humbi 25.04.2020 14:44
      Highlight Highlight Fair enough Astrogator.
      Den BR mit Trump zu vergleichen ist zwar weit hergeholt meiner Ansicht nach, dennoch seh ich dein Argument.
      Einen Trump zu kritisieren und zu korrigieren, weil er Leute dazu bestärkt, bewaffnete Proteste zu führen oder die Sache verharmlost, rettet jedoch Leben. Einer Bundesrätin vorzuwerfen, ihr liege das Rampenlicht nicht besonders wohl eher nicht. Das kann rückblickend analysiert und ausgewertet werden, ist im Moment aber völlig irrelevant und unnötige Kritik, welche zu Vertrauensverlust führen kann, welcher zur Nichtbefolgung lebensrettender Massnahmen führt.

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