Schweiz
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epa08391577 A woman and child wearing masks walk in the African Village part of Guangzhou, Guangdong province, China, 29 April 2020. African Village also known as Little Africa in Guangzhou, where most of the African, Muslim and Uyghur communities live and work, reopened on 28 April 2020 after it was closed in January 2020 on the beginning of the coronavirus Covid-19 outbreak. Many foreigners and especially African community lately complained over racial discrimination by Guangzhou authorities, when they were denied access to hotels, public areas, subway etc. A man from Congo seen in the village says that he waits for his fourth coronavirus test which he was forced to do along with his children, and that the first two test results were never presented to him and the third was negative. Guangdong government rejects all the accusations regarding racism.  EPA/ALEX PLAVEVSKI

Kind und Mutter mit Gesichtsmaske: Bei rund 100 Kindern ist eine mysteriöse Krankheit aufgetreten. Bild: EPA

Drei Kinder in Genf von mysteriöser Krankheit befallen – rund 100 Fälle weltweit



Drei Kinder mit einer mysteriösen Entzündungskrankheit werden derzeit am Genfer Universitätsspital gepflegt. Ein möglicher Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird nicht ausgeschlossen. Eines von ihnen wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Delegierte des Bundes für die Corona-Pandemie, Daniel Koch, sprach am Mittwoch von einer Immunitätsreaktion als Folge einer Infektion mit dem Coronavirus. Das Virus löse einen Entzündungssturm im Körper aus, eine Überreaktion des Immunsystems, sagte der Genfer Kantonsarzt Jacques-André Romand.

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Der erste Fall trat im Genfer Universitätsspital am vergangenen 2. April auf, wie der Sprecher des zuständigen Gesundheitsdepartementes zu einem Bericht der Onlineportale von Le Matin und 20 Minutes sagte. Er geht davon aus, dass es ausserhalb von Genf in der Schweiz derzeit keine vergleichbaren Erkrankungen gebe. Im Kanton Genf sind bisher rund 20 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Das Krankheitsbild bei den Kindern gleiche jenem der sogenannten Kawasaki-Krankheit. Krankheitsfälle seien in verschiedenen Ländern festgestellt worden. Ein Teil der betroffenen Kinder sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, andere wiederum nicht.

Die Kinder hätten Magen-Darm-Probleme, Atemprobleme oder auch Probleme mit dem Herzen, wird Damien Bonnet, Chef der Herzpädiatrie am Necker-Spital in Paris, in einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP zitiert wird.

Fälle aus weiteren Ländern

Die Entzündungskrankheit tritt nicht nur in der Schweiz auf. In mindestens sechs Ländern wurden insgesamt bisher rund 100 Fälle registriert, wie The Guardian schreibt. In Grossbritannien sind demnach 19 Kinder betroffen, weitere Fälle meldeten Frankreich, Italien, Spanien und die USA.

Der Französische Gesundheitsminister, Olivier Veran, sagte am Mittwoch, dass landesweit mehr als zwölf Kinder mit einer Entzündung im Herzbereich gemeldet wurden. Es gebe noch nicht genügend Beweise, dass es einen direkten Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus gebe, aber man nehme die Fälle «sehr ernst».

Mark Gorelik, ein Spezialist, der am «Columbia University Medical Center» in New York arbeitet, sagt gegenüber Reuters, er glaube nicht, dass es die Kawasaki-Krankheit sei. Es handle sich eher um eine Reaktion des Immunsystems auf eine Infektion. «Aber wir finden gerade erst heraus, was hier passiert, wir stehen noch am Anfang.» (cma/sda)

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So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

Bundesrats-PK 29.04.2020

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blueberry muffin 30.04.2020 10:34
    Highlight Highlight Zum Glück öffnen wir die Schulen wieder - dann haben die Forscher mehr test exemplare.

    Auch gut, das Koch schon seit Anfang April davon wusste und nichts erwähnt.
  • Gubbe 30.04.2020 10:25
    Highlight Highlight Man sollte die Krankheit restlos untersuchen, bevor man eine grosse Kiste aufmacht.
    Auf dem Bild ist der Gang der Kleinen recht suverän.
    • Kruk 30.04.2020 12:35
      Highlight Highlight "Kind und Mutter mit Gesichtsmaske" wird wohl kaum eines der betroffenen Kinder sein.

    • Nervus Rerum 30.04.2020 13:42
      Highlight Highlight Object Name:
      CHINA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
      Description:
      epa08391577 A woman and child wearing masks walk in the African Village part of Guangzhou, Guangdong province, China, 29 April 2020. African Village also known as Little Africa in Guangzhou, etc...
      => Es wird wohl ein Propagandafoto aus China sein.
  • Saraina 30.04.2020 10:11
    Highlight Highlight Was hat das Bild mit drei Kindern in Genf, und rund Hundert Kindern in Europa zu tun? Die Chinesen sind Krank? Muslime bringen Seuchen? Überhaupt nicht nachvollziehbar!
    • _Qwertzuiop_ 30.04.2020 11:45
      Highlight Highlight Kinder... es ist ein Kind...
    • Saraina 30.04.2020 12:27
      Highlight Highlight Ah, und es gibt keine Bilder von Kindern aus Europa, oder europäischen Eltern mit Kindern, die Mundschutz tragen? Tatsächlich sind die Medien voll von solchen Bildern, die spanische Eltern mit ihren Kindern zeigen, die nach wochenlangem Lockdown endlich wieder mal raus dürfen. Das Bild ist total unangemessen in dem Zusammenhang, und erinnert an Trumps „China-Virus“ Rhetorik.
    • _Qwertzuiop_ 30.04.2020 13:04
      Highlight Highlight Sorry aber das tönt recht rassistisch... es ist ein Kind mit Mundschutz. Ist doch vollkommen egal ob asiatisch afrikanisch oder europäisch?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • de meuron 30.04.2020 10:08
    Highlight Highlight Mir scheint dass jetzt Alles im Zusammenhang mit Corona steht. Nur mein Wein mit Zapfen nicht, dass ist immer noch meine Schuld 😱

    Ich hoffe sehr, im Falle einer zweiten Coronawelle, dass es nicht unsere Kinder mitreißt!
    • cdrom 30.04.2020 18:13
      Highlight Highlight Oooops. Du hast Corona. Der Wein ist ok. Aber die Coronaviren schlürfen die guten Geschmackstoffe weg. Übrig bleibt der Zapfengeschmack.
      Therapievorschlag. Einen Appenzeller trinken. Der hilft immer. ;)

      Und ich werd zur Sicherheit Bildschirm und Tastatur desinfizieren.
  • RedCloud 30.04.2020 10:07
    Highlight Highlight Die Wahrscheinlichkeit ist ja sehr hoch, dass dies im Zusammenhang mit Corona steht. Und dann noch die Meldung aus Deutschland (aktuelle Studie), dass Kinder genau so infektiös sind - in allen Alterskategorien - wie Erwachsene. Und die Infektiologen der Schweiz (NZZ-Artikel mit Ch. Berger vom Kispi) waren vorgestern noch der Ansicht, dass dies nicht der Fall sei.... Und wir öffnen Schulen am 11.5.? Versuchskaninchen Kinder und deren Eltern und Grosseltern? Mein Gott.
  • douglasflyer 30.04.2020 09:49
    Highlight Highlight Die Verbindung Corona-Virus wurde schon vor längerer Zeit untersucht im Zusammenhang mit dem HCoV-HKU1. Der Report „Association between a Novel Human Coronavirus and Kawasaki Disease„ ( JID 2005:191 )
    datiert vom März 2005 und betrachtet den Zeitraum von NOV 2001 bis MAI 2004. Der Bericht kommt zum Schluss, dass ein Zusammenhang zwischen dem HCoV-HKU1 und der Kawasaki-Erkrankung bei Kindern < 5 Jahre bestehe:

    „In conclusion, this case-control study suggests that there is an association between HCoV-NH infection and Kawasaki disease.“

    Könnte ja bei dem SARS-CoV-2 ähnlich sein...
  • Blubber 30.04.2020 08:24
    Highlight Highlight Das wirft jetzt bei mir etliche Fragezeichen auf. Gibts da noch mehr Infos dazu? Wurden sie wieder gesund? Hoffentlich sind die Kinder nicht doch stärker betroffen als angenommen oder tragen dann Schäden davon, die wir jetzt nicht bemerken. Klar, vielleicht ist es auch was anderes 🤷‍♀️
  • Mavericks Marvelous 30.04.2020 08:22
    • cdrom 30.04.2020 11:02
      Highlight Highlight @Mavericks Marvelous
      Schon dumm dass Kinder Corona so locker wegstecken.
      Nun wird halt auf anderem Weg versucht die Panik zu schüren.
    • Mavericks Marvelous 30.04.2020 19:37
      Highlight Highlight Wir sind doch gottenfroh, dass Kinder nicht zu Risikogruppe gehören. Wir wollen doch weiterhin aufmerksam bleiben, und andere Gefahren frühzeitig erkennen 😉 keine Panik, bitte keine Angst ☺️ nur Fakten
  • Rocket 30.04.2020 08:17
    Highlight Highlight Die Experten, Virologen, Politiker wiedersprechen sich entweder selbst, oder Gegenseitig. Ist soweit auch kein Problem, solange man sich nicht als Messias hinstellt. Schauen wir mal was mit den überlebenden in 20 Jahren passiert, da die Schäden lebenslang bleiben. Schauen wir mal was mit den Kinder passiert. Das Kawasaki Syndrom hat sich in den letzen 4 Woche dermassen bei Kindern gesteigert, dass sie den Fallzahlen von 3 Jahren entsprechen. Aber eben wie der BR sagt....schauen wir mal.
  • Robba 30.04.2020 00:54
    Highlight Highlight Covid fängt gerade erst an.
    In Japan startet eine 2. Welle.
    Das Virus mutiert.
    Kinder nicht in Kindergarten und Schule.
    Wacht auf ihr wenigen Europäer.
    • cdrom 30.04.2020 10:57
      Highlight Highlight Die Coronasaison endet in der Regel Ende April.
      Das Virus wird sich erst im Winter wieder bemerkbar machen.
      Allerdings gilt zu bedenken dass die Anzahl infizierter sich mit der Anzahl Tests steuern lassen.
      Bekanntlich sollen jetzt auch Personen mit leichten Symptomen getestet werden. Wenn die Zahlen nicht steigen, werden anschliessend auch gesunde getestet. Bis man ein gewisses Level Neuinfektionen erreicht.
    • _Qwertzuiop_ 30.04.2020 11:48
      Highlight Highlight @cdrom
      Man weiss momentan noch nicht, wie der Sommer sich auf das Virus auswirkt. Ich hoffe wirklich sie haben recht, die Chancen stehen allerdings eher schlecht dass es einfach so bis im Winter verschwindet...
    • Varanasi 30.04.2020 12:27
      Highlight Highlight @cdrom
      Ach, schön wäre es.
      Und wie erklärst du dir dann die hohen Fallzahlen an einem Ort wie Manaus?
      Bist du Virologe?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Terraner 30.04.2020 00:46
    Highlight Highlight Schulöffnungen: Ein Experiment mit unseren Kindern, ich hoffe wirklich dass endet nicht wie das Experiment in der Lombardei, wo man covid19 Erkrankte in Altersheime gebracht hat, weil die Spitäler voll waren. Kinder konnten bei der ersten Welle gar nicht der Treiber der Epidemie sein, die Einschleppungen erfolgten hauptsächlich durch Skiurlauber welche im Ausland Party gefeiert haben. Die erste Welle wurde dann sehr rasch durch harte Massnahmen unterbrochen. Unter anderem mit Schulschliessungen. Jetzt wo das Virus bei uns zirkuliert, können andere Vektoren die Verbreitung wieder antreiben.
  • bcZcity 29.04.2020 22:47
    Highlight Highlight Aktuell ist man wohl schneller nervös als auch schon, aber man sollte nichts unterschätzen. Wer hat ganz am Anfang den Corona Ausbruch in China nicht belächelt....

    Zum Glück beginnt die Schule bald wieder, oder? ^^
    • Robba 30.04.2020 00:55
      Highlight Highlight Die Menschen haben es noch immer nicht verstanden.
    • Miau Piau 30.04.2020 08:02
      Highlight Highlight Laut Drosten ist der Viral load bei Kindern gleich hoch wie bei Erwachsenen. Kinder haben bis jetzt eventuell v.a. wegen dem Lockdown keine zentrale Rolle gespielt.

      Ich verstehe die intransparente Kommunikation des Bundesrates nicht. Wenn man die Schulen unbedingt öffnen will soll man ehrlich kommunizieren, dass das mit einem Risiko verbunden ist, aber man nun mal so das Land öffnen will. Zu behaupten Kinder seien nicht ansteckend oder keine Treiber der Pandemie ist im besten Fall nicht bewiesen und im schlimmsten Fall völlig inkorrekt.
    • genauleser 30.04.2020 12:44
      Highlight Highlight Miau Piau: Intransparent nicht unbedingt, eher "wird von laufend von neuen Erkenntnissen überholt".
      Ich möchte den Job momentan also nicht...

      Gleichzeitig haben wir in der CH aktuell keine Kindersterblichkeit, das sollte generell nicht vergessen werden.
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