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Ein Plakat fotografiert bei einem Besuch des SBB Bahnhofs Bern, waehrend der Corona-Krise, am Montag, 11. Mai 2020, in Bern. Sommarugas Besuch erfolgt anlaesslich der Lockerungsmassnahmen im oeffentlichen Verkehr. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Coronamassnahmen im ersten Halbjahr 2020 sollen 35'000 Todesfälle verhindert haben, schreibt die «NZZ am Sonntag». Bild: KEYSTONE

35'000 Tote weniger dank Coronamassnahmen – das schreiben die Sonntagszeitungen



Kantone sollen regelmässige Tests durchführen

Das Bundesamt für Gesundheit fordert in einem Verordnungsentwurf die Kantone auf, regelmässige Tests in Altersheimen, Schulen und Unternehmen durchzuführen. Der Bundesrat wird sich am Mittwoch mit dem Entwurf beschäftigen. Wird die Vorlage angenommen, vollzieht der Bund eine Wende in der Corona-Strategie, wie der «SonntagsBlick» schreibt. Das Vorbild ist der Kanton Graubünden, der ab kommenden Mittwoch solche Tests breitflächig durchführt. Geplant sind 20'000 Test pro Woche. Das Ziel ist es, aus der Lockdown-Spirale auszusteigen. Wenn es gelänge, 30 Prozent der mobilen Bevölkerung regelmässig zu testen, so könnten die Positivitätsrate und der R-Wert nachhaltig tief gehalten werden. Die Kantone dürften diese Neuordnung laut GDK-Präsident Lukas Engelberger mittragen.

Coronamassnahmen sollen rund 35'000 Todesfälle verhindert haben

Zwei Doktoranden der Università della Svizzera Italiana haben in einem Modell errechnet, dass sich die Ausbreitungsrate des Coronavirus als Folge von freiwilligen Verhaltensanpassungen und des Lockdowns verändert hat. Demnach hat der Lockdown im ersten Halbjahr 2020 in der Schweiz rund 35'000 Todesfälle verhindert, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Den volkswirtschaftlichen Schaden, der dadurch vermieden wurde, beziffern die Forscher mit mindestens 100 Milliarden Franken. Das ist mehr als doppelt soviel wie die Mehrausgaben auf Bundesebene im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie. Die Berechnung beruht auf der Annahme, dass einem Menschenleben ein durchschnittlicher Wert von 6,7 Millionen Franken zugeordnet werden kann.

Caritas baut Hilfe für Schweizer Bevölkerung massiv aus

In der Schweiz gibt es 21 Caritas-Märkte, die Lebensmittel günstiger verkaufen. (Archiv)

In der Schweiz gibt es 21 Caritas-Märkte, die Lebensmittel günstiger verkaufen. Bild: sda

Die Hilfsorganisation Caritas Schweiz hat ihre Unterstützung für die Linderung der Armut in Coronazeiten stark ausgebaut. Insgesamt hat die Organisation 12,2 Millionen Franken dafür eingesetzt – auch mit Gelder der Glückskette. Gegenüber der «SonntagsZeitung» sagte Caritas-Sprecher Stefan Gribi, es handle sich um die grösste Hilfsaktion für die Schweizer Bevölkerung in der Geschichte der Caritas. Unter anderem bietet das Hilfswerk in seinen 21 Märkten vergünstigte Lebensmittel an. Ausserdem haben bis Ende 2020 die Caritas-Märkte eine halbe Million Schutzmasken kostenlos abgegeben. Schon vor der Pandemie waren 660'000 Menschen in der Schweiz von Armut betroffen. Die Coronakrise hat die Lage massiv verschärft.

Impfung eines südafrikanischen Milliardärs wird als Einzelfall eingestuft

MALELANE, SOUTH AFRICA - NOVEMBER 26:  Johann Rupert in action during a pro-am event ahead of the Alfred Dunhill Championship at Leopard Creek Country Golf Club on November 26, 2019 in Malelane, South Africa. (Photo by Jan Kruger/Getty Images)

Richemont-Präsident Johann Rupert (70) beim Golfspielen in in Malelane, Südafrika. Bild: Getty Images Europe

Die Impfung des südafrikanischen Millionärs Johann Rupert gegen Covid-19 im Kanton Thurgau hat in der Schweiz vielerorts für Unverständnis gesorgt. Wie Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren, gegenüber dem «SonntagsBlick» sagte, sei die Empörung nachvollziehbar. Für die Impfkampagne sei entscheidend, dass Vertrauen der Bevölkerung zu schützen und sicherzustellen, dass die Prioritätenfolge bei den Impfungen eingehalten werde. Die politischen Verantwortungsträger seien dafür verantwortlich, dass die Impfregeln eingehalten würden. Die Impfung Ruperts im Thurgau sei jedoch wohl ein Einzelfall.

Corona lässt häusliche Gewalt ansteigen

Die seit knapp einem Jahr dauernde Corona-Krise lässt die Fälle von häuslicher Gewalt in die Höhe schnellen. Allein im Kanton Aargau nahmen die Interventionen laut der Kantonspolizei im letzten Jahr um 12 Prozent zu, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Auch in Bern und Zürich seien die Fallzahlen gestiegen. Zugenommen haben auch die Anfragen bei der Jugendberatung. Eine wachsende Zahl von Jugendlichen will wegen Streitereien mit den Eltern von Zuhause ausziehen. Jugendpsychologen führen die Not der Teenager auf teilweise prekäre Wohn- und Familiensituationen zurück, die sich während der Corona-Pandemie noch verschlechtert hätten.

Kanton St.Gallen hat höchste Übersterblichkeit bei 65+

St.Gallen ist der Kanton mit der höchsten Übersterblichkeit bei den über 65-Jährigen in der zweiten Welle. Das berichten die Westschweizer «Le Matin Dimanche» und die «SonntagsZeitung» auf Basis von Daten des Bundesamtes für Statistik. Zwischen dem 19. Oktober 2020 und dem 10. Januar 2021 gab es im Kanton St.Gallen einen Anstieg von 89 Prozent. Das waren 737 Todesfälle mehr als in normalen Zeiten. Dahinter folgen die Kantone Tessin (+76 Prozent, 522 Todesfälle) und Freiburg (+73 Prozent, 317 Todesfälle). In Basel-Stadt lag die Übersterblichkeit sechs Mal tiefer als in St.Gallen. Ausschlaggebend dafür waren laut dem Bericht auch politische Gründe. So habe St.Gallen lange mit drastischen Massnahmen zugewartet. Auch Infektiologen hätten sich skeptisch geäussert. (sda)

Immer mehr Frauen in Verwaltungsräten

Der Anteil von Frauen in Verwaltungsräten steigt. Spätestens in drei Jahren dürfte nach Informationen der «NZZ am Sonntag» die Marke von 30 Prozent erreicht werden. Das schätzt der Headhunter Guido Schilling auf Basis einer Datenanalyse. Bei den 200 grossen börsenkotierten Unternehmen, die bis 2026 das neue Gesetz erfüllen müssen, fehlen laut Schillings Berechnungen derzeit noch 114 Verwaltungsrätinnen. Dieses Drittel sei eine wichtige psychologische Grösse auf dem Weg zu tatsächlicher Parität. Frauen hatten laut dem emeritierten St.Galler Professor für Personalmanagement Martin Hilb noch nie so gute Chancen, Verwaltungsrätinnen zu werden, wie in den nächsten fünf Jahren.

SVP-Präsident Chiesa und Berset haben sich ausgesprochen

Staenderat Marco Chiesa, Parteipraesident SVP Schweiz, SVP-TI, spricht am Delegiertenversammlung die Schweizerische Volkspartei der Schweiz (SVP Schweiz), am Samstag, 24. Oktober 2020, in Bern. Mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen und zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten findet die Delegiertenversammlung digital statt. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SVP-Präsident Marco Chiesa. Bild: keystone

Nach den heftigen Vorwürfen der SVP an die Adresse von Bundesrat Alain Berset haben sich SVP-Präsident Marco Chiesa und Berset an einen Tisch gesetzt und ihre Differenzen besprochen. Es sei ein sehr aufrichtiges Gespräch zwischen einem Bundesrat und einem Parteipräsidenten gewesen, die nicht die gleiche Meinung hätten, sagte Chiesa gegenüber dem «SonntagsBlick». Wenige Tage zuvor hatte SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi Berset in der Gesundheitskommission frontal angegriffen. Aeschi warf Berset vor, der Bundesrat übergehe das Parlament. Für die SVP habe Berset im mehrheitlich bürgerlichen Bundesrat zu viel Einfluss. Der SP-Bundesrat lege die Anträge seines Departements häufig erst sehr spät auf den Tisch.

SIX-Präsident warnt vor Spaltung der Schweizer Wirtschaft

Der Präsident der Schweizer Börse (SIX), Thomas Wellauer, warnt vor einer Spaltung der Schweizer Wirtschaft. In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte Wellauer, die Vehemenz der Diskussionen und die Unterschiedlichkeit der Interessen habe in letzter Zeit stark zugenommen. Das mache ihm grosse Sorgen. Wellauer, der auch im Vorstand von Economiesuisse sitzt, hielt fest, dass es in der Wirtschaft immer weniger gelinge, sich auszutauschen und Kompromisse zu finden. Als kleines Land bestehe das Erfolgsrezept der Schweiz gerade darin, dass sie eine so diverse Wirtschaft habe. Es wäre verhängnisvoll, wenn ein Keil zwischen verschiedenen Branchen und Unternehmen getrieben würde, sagte Wellauer weiter.

Migros erhöht die Löhne nicht so stark wie Coop und Volg

Das Personal der Migros bei den letzten Vorbereitungen anlaesslich der Wiedereroeffnung des Hertizentrums mit 17 Geschaeften, am Donnerstag, 15. Oktober 2020, in Zug. Im Kanton Zug besteht seit letzten Samstag eine Maskenpflicht in Geschaeften und fuer das Personal von Restaurants. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: keystone

Die Migros zeigt sich laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» bei Lohnerhöhungen knauserig. Während Coop und die Fenaco-Landi-Gruppe mit ihren Volg-Läden die Lohnsumme für 2021 um jeweils 1 Prozent erhöht hätten, seien es bei der Migros je nach Genossenschaft nur 0,2 bis 0,5 Prozent. Darüber hinaus böten Coop und Fenaco Hand zu einer generellen Lohnerhöhung für Saläre bis zu einer Höhe von 4700 Franken brutto. Coop zahle 40 Franken. Bei Fenaco seien es 50 Franken. Die Migros habe auf der anderen Seite die Bezüge ausschliesslich auf individueller Basis erhöht. Bereits die letzten vier Lohnabschlüssen seien bei der Migros schlechter ausgefallen als bei Coop, zitiert die «SonntagsZeitung» Anne Rubin, die bei der Gewerkschaft Unia für den Detailhandel zuständig ist.

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