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Im Kanton Zürich werden heute doppelt so viele Kinder zu Hause unterrichtet als vor der Pandemie.
Im Kanton Zürich werden heute doppelt so viele Kinder zu Hause unterrichtet als vor der Pandemie.
Bild: keystone

Lieber zu Hause lernen: Homeschooling boomt wegen Corona

15.08.2021, 08:3615.08.2021, 12:43

Die Schweiz erlebt laut «NZZ am Sonntag» derzeit einen beispiellosen Boom an Homeschooling. Waren im Sommer 2019 schweizweit rund 2200 Kinder für den Unterricht daheim angemeldet, so sind es zum Schulbeginn 2021 knapp eineinhalb Mal so viele, nämlich rund 3200.

Die Gründe für das Homeschooling sind unterschiedlich. Die Corona-Pandemie dürfte ihre Spuren hinterlassen haben. Eine Mutter aus dem Kanton Aargau sagt gegenüber der Zeitung, sie habe ihre Kinder aus der Schule genommen, weil sie dort zu wenig gut geschützt seien. «Mit der neuen Delta-Variante ist es viel zu unsicher, wenn nur einmal pro Woche getestet wird», so die Mutter zur «NZZ am Sonntag». Hingegen eine Familie aus dem Tössstal im Kanton Zürich findet das Schutzkonzept an der Schule zu drastisch. Deshalb werden die Kinder fortan daheim unterrichtet.

Gemessen an einer Gesamtzahl von knapp einer Million schulpflichtigen Kindern sei der Anteil des Home-Schooling zwar immer noch sehr klein. Doch die Nachfrage wachse. Besonders stark sei die Zunahme im Kanton Zürich, wo sich die Zahl zwischen 2019 und 2021 von 250 auf 500 verdoppelt habe. In Bern würden die Behörden einen Zuwachs von 664 auf 934 verzeichnen. Zugenommen haben die Zahlen laut der Zeitung auch in den zwei bevöl­kerungsreichen Westschweizer Kantonen Waadt und Genf. Schweizweit würden nur Schwyz, Baselland, Freiburg und Glarus über die letzten zwei Jahre einen Rückgang verzeichnen. Dies seien alles Kantone, in denen es nur einzelne Fälle von Home-Schooling gebe und wo restriktive Regeln gelten würden.

(sda/sar)

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