DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Alain Berset erlaeutert im Anschluss an die Bundesratssitzung die neusten Massnahmen zur Bewaeltigung der Krise um die Pandemie des Coronavirus COVID-19, am Mittwoch, 17. Februar 2021 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Jungparteien wenden sich mit offenem Brief an den Bundesrat. Bild: keystone/watson

Nach Krawallen: Mitte-Links-Jugend will Mitsprache bei Corona-Entscheiden



Angesichts der Coronavirus-Pandemie und der Krawalle in St. Gallen haben fünf Schweizer Jungparteien am Montag in einem offenen Brief vom Bundesrat «dringend Perspektiven» gefordert. Die Allianz verlangte mehr Mitspracherechte für Junge im Krisenmanagement.

Die Spitzen der Jungparteien von Mitte, Grünliberalen, EVP, SP und den Grünen möchten einen Austausch mit dem Bundesrat, wie es in dem am Montag im Internet veröffentlichten Schreiben hiess. Unter anderem sollen Jugendliche bei mit einer Impfung verknüpften Lockerungsmassnahmen nicht diskriminiert werden. Für Junge mit psychischen Problemen brauche es zudem ein ausreichendes Hilfsangebot.

Die Jungparteien machten sich dafür stark, dass an den Ausbildungsstätten umgehend wieder Präsenzunterricht stattfinden kann. Möglich machen sollen das eine rigorose Teststrategie und entsprechende Schutzkonzepte. Dank Coronatests und Kontaktverfolgung sollten zudem für Jugendliche neue Lockerungen erwogen werden, sobald diese epidemiologisch vertretbar seien.

Parteien verurteilten Gewalt

«Unsere Generation braucht dringend wieder Perspektiven», hiess es im Brief. Immer mehr Jugendliche fühlten sich nicht mehr verstanden. Die steigende Zahl der jungen Menschen mit schweren psychischen Problemen hätten bereite grosse Sorgen.

Hintergrund der Forderungen sind die Ausschreitungen in St. Gallen am Freitagabend. Dabei griffen gewaltbereite Jugendliche Polizisten mit Flaschen, Knallkörpern und einem Molotowcocktail an. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Gummischrot und Reizgas. Zwei Menschen wurden verletzt. Im Nachgang wies die Polizei über 500 Personen vorübergehend aus der Stadt weg.

Die Jungparteien verurteilten die Gewalt. Sie schrieben, dass in den Berichten über das Ereignis jedoch die Stimmen all jener Jugendlichen untergehen würden, die sich seit über einem Jahr an die behördlichen Regeln wegen der Coronavirus-Pandemie hielten.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Coronavirus: Was du wissen musst

Corona-Schnelltest nimmt plötzlich unangenehme Wendung

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Corona-Data: Schweiz lässt sich weniger häufig testen – 8,9 % vollständig geimpft

Die Datenerfassung und Ausgabe durch die Kantone oder das Bundesamt für Gesundheit hinken den aktuellen Entwicklungen stets einige Tage hinten nach. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns nicht auf einen Wert verlassen, sondern uns alle wichtigen Kennzahlen im Verlauf anschauen.

Die bekannteste Zahl des Bundes ist wohl diejenige der Neuansteckungen, die sogenannte Fallzahl. Sie gibt an, wie viele Neumeldungen von Covid-Infektionen beim BAG eingegangen sind. Hierbei gilt zu beachten, dass die …

Artikel lesen
Link zum Artikel