DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Einreise in die Schweiz ab Montag umständlicher und auch teurer.
Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Einreise in die Schweiz ab Montag umständlicher und auch teurer.
Bild: shutterstock/keystone/watson

Die Einreise in die Schweiz wird komplizierter: 15 Dinge, die du dazu wissen musst

Der Bundesrat hat das Grenzregime verschärft. Wer weder geimpft noch von Covid-19 genesen ist, für den wird die Einreise in die Schweiz umständlicher. Die wichtigsten Antworten.
19.09.2021, 06:42

Ich bin geimpft, muss ich überhaupt weiterlesen?

Wir würden es dir natürlich empfehlen. Von den neuen Regelungen bist du aber nur in einem Punkt betroffen: Du musst neu das Einreiseformular («Passenger Locator Form», PLF) ausfüllen. Aber ansonsten dürfen Personen frei in die Schweiz einreisen, wenn sie mit einem in der Schweiz oder von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff oder mit einem auf der WHO-Liste aufgeführten Impfstoff geimpft sind.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Und für den Rest?

Alle nicht-geimpften und nicht-genesenen Personen müssen zusätzlich zum ausgefüllten Einreiseformular beim Grenzübertritt in die Schweiz einen gültigen Testnachweis mit sich führen. Akzeptiert werden sowohl Antigen-Schnelltests wie auch PCR-Tests. Können die geforderten Testnachweise nicht erbracht werden, verhängt die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) Ordnungsbussen in der Höhe von 200 Schweizer Franken.

Aber es gibt bestimmt noch Ausnahmen, oder?

Ja, für zwei Gruppen:

  1. Grenzgängerinnen und Grenzgänger sind von der Pflicht befreit, das Einreiseformular auszufüllen.
  2. Personen, die in Grenzgebieten leben, werden bei einem Grenzübertritt von der Erfassung der Kontaktdaten wie auch von der Testpflicht ausgenommen.

Aber die Kinder?

Für die gilt die Testpflicht nicht. Sie gilt ab dem Alter von 16 Jahren. Kinder unter 16 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

Welche Art von Test ist vorzuweisen?

Für den Nachweis eines negativen Tests bei der Einreise in die Schweiz werden sowohl durch geschulte Personen durchgeführte Antigen-Schnelltests wie auch PCR-Einzel- oder Pooltests akzeptiert. Die Tests vor der Einreise sind prinzipiell selbst zu bezahlen.

Für den zweiten Test ist ein Nachweis eines Testzertifikates für mindestens einen der Tage 4–7 nach Einreise erforderlich. Auch dieser zweite Test ist selbst zu bezahlen. Das Testresultat ist dem zuständigen Kanton mitzuteilen. Selbsttests sind als Nachweis nicht zulässig.

Warum wird ein zweiter Test verlangt, und wer trägt die Kosten?

Da einreisende Personen sich auch kurz vor der Einreise anstecken und zu diesem Zeitpunkt in der Inkubationszeit noch negativ getestet werden können, ist ein zweiter Test am Tag 4–7 erforderlich. Tests, die zu Testzertifikaten führen, sind für Personen ab 16 Jahren ab dem 1. Oktober selbst zu bezahlen. Ausnahmen gelten für Teilnehmende an repetitiven Tests, insofern dabei Testzertifikate ausgestellt werden, sowie für Personen, die mit einem ärztlichen Attest nachweisen können, dass sie nicht vollständig geimpft werden können.

Was geschieht mit einer ungeimpften und nicht genesenen Person, die ohne negativen Test an die Grenze kommt?

In diesem Fall wird eine Ordnungsbusse ausgesprochen. Die Höhe der Busse liegt bei 200 Schweizer Franken. Zwar wird die Einreise nicht verweigert, die betroffene Person wird jedoch aufgefordert, sich zeitnah testen zu lassen.

Ordnungsbussen werden auch verhängt, wenn die nicht-genesene oder nicht-geimpfte Person vier bis sieben Tage nach ihrer Einreise in die Schweiz das Testergebnis nicht dem Kanton meldet.

Wer muss kontrollieren, ob ein Test durchgeführt wurde?

Die Grenzkontrollbehörden sind für die stichprobenartige Kontrolle bei der Einreise in die Schweiz verantwortlich. Die Kontrollen werden nicht systematisch, sondern risikobasiert durchgeführt. Sie werden situativ und risikobasiert erhöht.

Zudem sind die Kantone angehalten, stichprobenartige Kontrollen durchzuführen. Die eingereisten Personen müssen ihr zweites Testresultat auf einer Internetseite der entsprechenden kantonsärztlichen Dienste zusammen mit der Bestätigung des PLF angeben.

Was passiert, wenn eine Person ohne ausgefülltes PLF in die Schweiz einreisen will?

In diesem Fall kann eine Ordnungsbusse in der Höhe von 100 Franken verhängt werden. Für den Fall, dass im Formular nicht wahrheitsgetreue Angaben gemacht werden, kann es zu einem ordentlichen Strafverfahren kommen.

Was geschieht, falls sich doch einmal eine positiv getestete Person an der Grenze befindet?

Einer in der Schweiz niederlassungsberechtigten Person kann die Einreise selbstverständlich nicht verweigert werden. Sie muss sich in diesem Fall aber auf direktem Weg in Isolation begeben und sich innerhalb von zwei Tagen beim kantonsärztlichen Dienst melden.

Welche Impfstoffe berechtigen zu einem Covid-Zertifikat?

Wie im angrenzenden Ausland soll der Zugang zum Covid-Zertifikat nicht auf sämtliche WHO-Impfstoffe ausgedehnt werden. Nur in Ausnahmefällen kann eine Person ein Covid-Zertifikat erhalten, wenn sie mit einem nur auf der WHO-Liste geführten Impfstoff geimpft ist. Dies betrifft zum Beispiel rückkehrende Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, in der Schweiz berufstätige EU-Drittstaatsangehörige, Mitarbeitende von internationalen Organisationen und akkreditiertes diplomatisches Personal, Studentinnen und Studenten, Fachkräfte.

Welche Regeln gelten nur für die Einreise in die Schweiz?

Personen, die mit einem in der Schweiz oder von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff oder mit einem auf der WHO-Liste aufgeführten Impfstoff geimpft sind, müssen bei der Einreise keinen Test nachweisen. Wer mit anderen Impfstoffen geimpft ist, muss für die Einreise in die Schweiz einen Test durchführen lassen.

Gibt es Länder, bei denen eine Quarantäne auch mit einem Test obligatorisch wird?

Zurzeit werden auf der Risikoländerliste des BAG keine Länder aufgeführt. In diesem Sinne gibt es derzeit keine Quarantänepflicht nach einer Einreise in die Schweiz. Die Risikoländerliste als solche kann nach wie vor weitergeführt werden. Sobald wieder besorgniserregende Varianten auftauchen, können auch wieder Staaten auf der Liste aufgeführt werden. Bei Einreise aus diesen Staaten kann dann gegebenenfalls wieder eine Quarantäne im Anschluss an die Einreise verpflichtend werden.

Bleibt die Risikoliste des Staatssekretariats für Migration bestehen? Was bedeutet das für mich?

Die Risikoliste des SEM regelt, wer unter welchen Umständen in die Schweiz einreisen darf.

Was machen Touristinnen und Touristen aus einem Drittland, die mit einem von der EMA nicht zugelassenen Impfstoff geimpft sind?

Diese Personen müssen sich für den Zugang zu zertifikatspflichtigen Bereichen testen lassen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Coronavirus: Verordnung 17.09.2021 zur Einreise

1 / 22
Coronavirus: Verordnung 17.09.2021 zur Einreise
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Diese Situationen kennen wir alle, seit Maskenpflicht herrscht

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mehr als nur erschöpft: Ist diese chronische Krankheit die Erklärung von Long Covid?

Jacqueline R. ist 22 Jahre alt und seit drei Jahren konstant erschöpft, ihre Gedanken benebelt, die Verdauung durcheinander. Dahinter liegt eine Krankheit, die kaum bekannt ist. Wegen Long Covid ändert das gerade.

Im Vorgarten des Einfamilienhauses in Horw spriessen die ersten Blumen. Drinnen liegt Jacqueline R. im Bett. Rotes T-Shirt, FFP2-Maske, lockiges Haar, dünne Arme. Ehemalige Studentin Gesundheitswissenschaften und Technologie in Lausanne.

Seit eineinhalb Jahren verbringt sie Tag und Nacht im Bett. Steht nur auf, um aufs WC zu gehen. An guten Tagen geht sie eine Viertelstunde nach draussen, kann eine Weile Hörbuch hören, sich mit der Familie unterhalten oder mit Freunden chatten. An schlechten …

Artikel lesen
Link zum Artikel