DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Superspreader» in Zürcher Club – bislang 5 Ansteckungen, 300 Gäste müssen in Quarantäne

Ein junger Mann hat im «Flamingo Club» mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsdirektion rät, vorsichtig zu sein.



Im Kanton Zürich ist es zum ersten sogenannten «Superspreader-Event» gekommen. Ein Mann, der am 21. Juni in einem Club in Zürich zu Gast war, wurde positiv auf Covid-19 getestet. Fünf weitere Personen, die mit ihm im Club waren, entwickelten daraufhin Symptome.

Auch diese Personen wurden positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Samstagabend mitteilte. Der Fall sei dem kantonsärztlichen Dienst am Abend des 26. Juni 2020 gemeldet worden. Dieser habe daraufhin so rasch wie möglich mit dem Betreiber des Flamingo Clubs Kontakt aufgenommen.

Kontaktdaten der Gäste erfasst

Der Clubbetreiber habe sich vorbildlich verhalten, er konnte den Contact-Tracern des Kantons Zürich eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher des Clubs überreichen.

Dank der Kontaktliste konnte das Contact-Tracing-Team die Gäste des Clubs am Samstag über die notwendige Quarantäne informieren, wie es weiter heisst. Für die knapp 300 Gäste und Angestellten des Clubs, die am besagten Abend anwesend waren, ordnete der kantonsärztliche Dienst eine zehntägige Quarantäne an, damit soll die Infektionskette unterbrochen werden.

Dieser Vorfall zeige, wie wichtig es sei, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und die Eigenverantwortung wahrzunehmen, heisst es. Nur schon bei leichten Symptomen gelte es, konsequent Zuhause zu bleiben.

Was raten die Behörden?

Die Gesundheitsdirektion bittet die Zürcher Bevölkerung und die Gäste von ausserhalb, die sich dieses Wochenende an Events aufhalten, vorsichtig zu sein und Menschenansammlungen zu meiden. Sollte der Abstand nicht eingehalten werden können, wird empfohlen, eine Maske zu tragen.

Im Falle weiterer Superspreader-Events müssen Clubschliessungen in Betracht gezogen werden, wie es weiter heisst.

Was sind Superspreader?

Superspreader sind sogenannte Superverbreiter des Virus, weil sie in einer hochansteckenden Phase mit vielen anderen Leuten in Kontakt kommen und sie unbemerkt anstecken. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind dies erkrankte Personen, die aus unbekannten Gründen sehr ansteckend sind.

«Leider hat der Kanton Zürich den ersten Superspreader-Event zu verzeichnen. Ein Mann, der am 21. Juni 2020 in einem Club in Zürich zu Gast war, wurde am 25. Juni 2020 positiv auf COVID-19 getestet. Fünf weitere Personen, die mit ihm im Club waren, entwickelten daraufhin Symptome und wurden ebenfalls positiv getestet. Der Fall wurde dem Kantonsärztlichen Dienst am Abend des 26. Juni 2020 gemeldet.»

quelle: gd.zh.ch

Der Flamingo Club ist an der Limmatstrasse 65 in Zürich. Auf der Club-Website steht nichts zum Vorfall.

Zuletzt hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz wieder zugenommen. Binnen eines Tages wurden 69 neue Fälle bekannt, etwa drei Mal mehr als zu Wochenbeginn.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

23 verrückt-kreative Wege, wie sich Leute vor Corona zu schützen versuchen

Warum die Swiss-Covid-App ohne GPS-Ortung funktioniert

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Keine Reisen und vielleicht sogar eine Kündigung? Was Impfverweigerern drohen könnte

In der Schweiz werden Stimmen lauter, welche Privilegien für Geimpfte fordern. Ist dies mit dem Grundrecht vereinbar? Eine Analyse.

In der Schweiz wird es keine Impfpflicht geben. Das hat der Bundesrat bereits einige Male klargemacht. Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen will, dem ist dies also freigestellt. Die Zeichen verdichten sich jedoch, wonach Impfverweigerern schon bald das Leben schwer gemacht werden könnte.

So berichtete der «Blick» zum Beispiel, dass der Bundesrat beschlossen hat, geimpften Personen gewisse Freiheiten wiederzugeben. Sie sollen wieder in Clubs, Beizen, zu Konzerten und ins Fitnessstudio …

Artikel lesen
Link zum Artikel