Constantin will einen Hilfsfonds einrichten – der Kanton könnte ihm zuvorkommen
Der FC Sion ist durch seinen Präsidenten Christian Constantin auf die Idee gekommen, einen «Solidaritätsfonds» zu gründen, um den Familien der Opfer des schrecklichen Brandes zu Silvester zu helfen, bei dem in Crans-Montana 40 Menschen ums Leben kamen und 116 verletzt wurden.
«Dieser Fonds, der vom FC Sion und seinen Partnern getragen wird», war Gegenstand eines Chartaentwurfs, von dem watson eine Kopie erhalten hat. In Artikel 1 heisst es:
Artikel 3 befasst sich mit den konkreten Massnahmen des Fonds:
Es wird darauf hingewiesen, dass „die Beihilfen befristet sind und weder eine Rente noch einen erworbenen Anspruch darstellen“.
Der Fonds soll von April 2026 bis Ende 2028 aktiv sein, «möglicherweise schon ab Februar 2026», präzisiert Christian Constantin gegenüber Watson und bestätigt damit die Existenz dieses Solidaritätsfondsprojekts. Die Beitragszahler des Fonds müssten sich verpflichten, zwischen 2026 und 2028 drei Tranchen à 20'000 Franken zu zahlen, also insgesamt 60'000 Franken.
Schirmherrschaft des Roten Kreuzes?
Dieses Projekt könnte jedoch einem Hilfsfonds weichen, den der Kanton laut Christian Constantin einrichten möchte.
Der Präsident des FC Sion fügt hinzu:
Laut Christian Constantin «wäre es kontraproduktiv, die Initiativen zu vervielfachen. Dennoch könnte der FC Sion zu einem kantonalen Fonds beitragen».
Reynard bestätigt, aber der Staatsrat wird entscheiden
Am Sonntag erklärte der Präsident der Walliser Regierung, Mathias Reynard, in den 19:30 Uhr-Nachrichten von RTS, dass er über die Einrichtung eines kantonalen Hilfsfonds für die Opfer nachdenke. Die Entscheidung könnte noch diese Woche fallen, «aber das muss der Staatsrat als Ganzes entscheiden», sagte er.
Als Familie von Opfern, die zusammen mit vielen anderen Anspruch auf diese Hilfe hat, nennt Christian Constantin den Fall einer Walliser Familie, deren zwei Kinder bei dem Brand der Constellation verletzt wurden und derzeit in einem Spital in der Ostschweiz behandelt werden.
Nach Informationen von watson ist das ursprünglich vom FC Sion eingeleitete Vorgehen nicht das Einzige im Wallis. Eine Gruppe von Einwohnern von Crans-Montana soll dieselbe Idee gehabt haben.
Spezialspiel am Mittwoch im Tourbillon
Am Mittwoch empfängt der FC Sion Winterthur zu einem Super-League-Spiel. Bei dieser Gelegenheit wird eine Gedenkfeier für die Opfer des Dramas von Crans-Montana stattfinden, erinnert Christian Constantin und gibt einige Details zur Organisation bekannt:
