Schweiz
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Ein Auto-Wrack steht in der Mitte der Badnenerstrasse in Zuerich am Samstag, 4. juni  2005. Die Zuercher Polizei macht in ihrer neusten Verkehrssicherheitskampagne Raser eindruecklich auf die Folgen ihrers Tuns aufmerksam. Als

Raser sollen weniger streng bestraft werden, fordern Bürgerliche. Bild: KEYSTONE

Zwei Jahre nach der Einführung wollen Bürgerliche das Raser-Gesetz wieder aufheben

Seit 2013 werden Raser in der Schweiz härter bestraft – zu hart, finden nun einige Politiker.



Wer die Höchstgeschwindigkeit krass überschreitet, muss mit mindestens einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Ausweisentzug rechnen. Ausserdem kann die Polizei das Auto konfiszieren. Seit 2013 gilt diese Regelung. Sie wurde im Rahmen des Verkehrssicherheitspakets Via sicura vom Parlament beschlossen.

Nationalrat Regazzi Fabio, CVP-TI

Fabio Regazzi (CVP) findet das jetzige Gesetz zu streng. Bild: freshfocus

Diese Woche hat nun der Tessiner CVP-Nationalrat Fabio Regazzi eine parlamentarische Initiative eingereicht, die das Raser-Gesetz verwässern soll, schreibt der «Tages-Anzeiger». So sollen grobe Geschwindigkeitsübertretungen nicht mehr zwingend als Raserdelikt gelten. Auch das minimale Strafmass von einem Jahr soll aufgehoben und die Mindestdauer des Ausweisentzuges auf ein halbes Jahr gesenkt werden. 

Regazzi zufolge ist das Parlament zu weit gegangen. Die jetzige Regelung sei unverhältnismässig. Sie könne beispielsweise dazu führen, dass jemand seine Arbeitsstelle verliert, weil er auf sein Fahrzeug verzichten muss. Der Vorstoss wurde von 37 Ratsmitglieder aus allen bürgerlichen Parteien – SVP, FDP, CVP und BDP – unterzeichnet. (pru)

Soll das Raser-Gesetz gelockert werden?

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    Alle Leser-Kommentare
  • achso 28.03.2015 12:47
    Highlight Highlight Herr Regazzi, was soll das jetzt ? Wenn Sie sich unbedingt profilieren wollen suchen Sie sich Bitte (!) ein anderes Thema aus. Die Hinterbliebenen der Opfer werden es Ihnen danken.
  • sleeper 21.03.2015 15:32
    Highlight Highlight Es ist der klassische Kampf zwischen Mobilitäts- und Sicherheitslobby. Nur dass die Mobilitätslobby in der Schweiz keine Chance hat. Regazzi wird mit seinem Vorhaben ziemlich sicher scheitern. Persönlich habe ich kein Problem mit dem neuen Raser-Gesetz von Via Sicura, obwohl ich mich auch zur Mobilitätsseite zählen würde und auch jemand bin der sich nicht immer ganz präzise an die Höchstgeschwindigkeit hält. Aber mit dem bestehend Gesetz, werde ja nur jene hart bestraft, welche wirklich unverantwortlich schnell fahren. Wer Ausserorts über 160 fährt, hats nicht anders verdient...
  • Lowend 21.03.2015 14:14
    Highlight Highlight Kuscheljustiz für Blocher. - Wen wundert's bei diesem verantwortungslosen Populisten-Pack!
    • Angelo C. 21.03.2015 15:01
      Highlight Highlight Hast du den Artikel nicht richtig inhaliert? Hier geht es nicht primär um deinen langjährigen Busenfreund, sondern die effektiven Initianten sind die Tessiner CVP, ausgehend von Filippo Lombardi und offen kommuniziert durch seinen Spezi und Parteifreund Fabio Regazzi. Auch wenn Blocher zwar zu den Bürgerlichen gehört, ist bei seinem Naturell nicht davon auszugehen, dass gerade er gerne das Rasen verteidigen oder gar propagieren würde. Es ist demnach nicht davon auszugehen, dass ihn die CVP im Vorfeld ihrer Demarche dazu interviewt hat. Aber wenn es dir das Weekend aufwertet, darfst du das natürlich trotzdem so sehen ;-)!
    • Lowend 21.03.2015 15:22
      Highlight Highlight Das ist eben jetzt der "Bürgerliche" Schulter- bzw. Kurzschluss.
    • Lowend 21.03.2015 15:29
      Highlight Highlight PS: Wenn sie bei "Blocher", welches ein altes Deutschschweizer Wort für "Raser" ist und auch bei "Populisten-Pack" gleich an die Hassgenossen denken, Herr Angelo C., dann ist dass echt ihr Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Willy D. 21.03.2015 13:33
    Highlight Highlight Ich habe 1957, mit 18 Jahren begonnen Auto zu fahren. Seit jener Zeit bin ich 1 (ein) Mal wegen zu schnellem Fahren gebüsst worden. Ich war in Thalwil mit 67 km/h unterwegs. Damals galt noch v max 60 km/h innerorts. Es geht also, trotz "flüssiger" Fahrweise, auch ohne Bussen, man muss nur konzentriert unterwegs sein. Heutzutage sowieso...
  • Rostic 21.03.2015 12:48
    Highlight Highlight Rasen macht Spass und deshalb soll es auch erlaubt sein! Alles was Spass macht soll auch erlaubt sein. Wegg mit all dem dummen Verboten, und wegg mit Tempolimits die schon lange nichts mehr mit Verkehrssicherheit zu tun haben. Jeder soll selber entscheiden wie schnell er fahren soll damit niemand zu Schaden kommt.
    • guido85 21.03.2015 15:10
      Highlight Highlight Das ist nun mal wirklich eine gute Grundlage für eine Staatstheorie, freu mich schon, dein Buch zu lesen wenn du mal gross bist.
    • Hackphresse 21.03.2015 15:30
      Highlight Highlight Zeug vor Autos werfen macht noch viel mehr Spass und sollte deshalb auch erlaubt sein! Ich entscheide schliesslich selber was sicher ist. Ihr sitzt ja in einem sicheren Auto, darum machts euch ja auch sicher nichts aus, wenn euch mal etwas den Unterboden aufschlitzt oder die Reifen zum platzen bringt! ; )
    • Miicha 21.03.2015 15:33
      Highlight Highlight Ja genau und weg mit der dummen Rechtschreibung, wer braucht das schon...
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  • Angelo C. 21.03.2015 12:03
    Highlight Highlight Irgendwie scheint es bezeichnend, dass dieser Vorstoss ausgerechnet von der Tessiner CVP und einem Freund des dortigen Ständerates Filippo Lombardi kommt. Man erinnert sich, dass Lombardi in den vergangenen Jahren gleich mehrfach der Ausweis wegen rasens und anderen hochkarätigen Verkehrsdelikten entzogen werden musste. Jetzt dieses Gesetz wegen Partikularinteressen oder weil ein Stände- oder Regierungsrat auf einem Moped eine schlechte Falle macht, das relativ neue Gesetz bereits wieder zu kippen, halte ich für einen schweren Überriss. Kommt hinzu, dass die Geschwindigkeitslimiten um den Tatbestand des Rasens zu erfüllen eigentlich erstaunlich grosszügig bemessen sind, wie man nachlesen kann. Meines Erachtens ist also eine Abkehr vom jetzt geltenden Gesetz ebenso unsinnig wie lässlich.
  • MasterPain 21.03.2015 10:26
    Highlight Highlight Wenn jemand beruflich auf sein Fahrzeug oder die Fahrerlaubnis angewiesen ist, sollte er erst recht nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sein. In diesen Fällen habe ich dann sogar speziell wenig Mitleid.
  • Adonis 21.03.2015 10:24
    Highlight Highlight Gäbe es die Autopartei noch, müsste man nur das Gesicht des Präsidenten anschauen. Sah damals aus wie eine verbeulte VW- Türe
    • Mafi 21.03.2015 11:49
      Highlight Highlight "Mein Auto fährt auch ohne Wald" :D
  • Tobi-wan 21.03.2015 10:12
    Highlight Highlight Als Raser gilt man z.B. wenn man innerorts mit 100!!! anstatt 50km/h unterwegs ist. Und das soll streng sein? Wenn solch jemand sein Auto verliert und er deswegen arbeitslos wird, muss er sich nicht wundern. Eine solche Person hat auf der Strasse sowieso nichts zu suchen.
    • Mafi 21.03.2015 11:51
      Highlight Highlight @Christian Grey dies mach bei genauerem hinschauen mehr Sinn. Die Energie, welche bei einem Crash freigesetzt wird, verdoppelt sich mit doppelter Geschwindigkeit nicht, sondern Quadriert sich.
    • kobL 21.03.2015 16:19
      Highlight Highlight Ausserorts sind nicht nur Autofahrer unterwegs, sondern auch Fussgänger, Velofahrer, Landwirtschaftliche Fahrzeuge usw. Zudem verliert man den Fahrausweis schon ab 45 km/h in einer 30er Zone. Ausserdem geht es um die Geschwindigkeitsübertretung gegenüber der erlaubten Geschwindigkeit, nicht wie viel man relativ zur erlaubten Geschwindigkeit zu schnell gefahren ist. Dann sind es 40 km/h Differenz in der 30er Zone, 50 km/h Innerorts, 60 km/h Ausserorts und 80 km/h auf der Autobahn. Immer noch zu hoch meiner Meinung nach.

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