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Deutscher kassiert Busse in der Schweiz – und findet das wenig witzig



«Liebe Schweiz, ich weiss schon, du möchtest ernst genommen werden», schreibt Klaus Brinkbäumer auf Facebook, «aber manchmal fällt das schwer».

Ein Post des Chefredaktors des «Spiegel» sorgt seit gestern für Aufregung im Netz. Wie auf dem Bild, das Brinkbäumer veröffentlicht hat, zu sehen ist, fuhr er in der Schweiz zu schnell und muss nun dafür eine Busse bezahlen. Betrag: 37,38 Euro.

Statt der erlaubten 50 km/h fuhr er 54 km/h. Nach Abzug der Sicherheitsmarge macht dies noch 51 km/h. Ort der Übertretung: Zürich, Stampfenbachstrasse. 

Bild

Der Strafzettel der Zürcher Stadtpolizei. bild: facebook/klausbrinkbäumer

Die Reaktionen

Hatte sich Brinkbäumer erhofft, mit seinem Post einen Shitstorm gegen die Schweizer Behörden auszulösen, so irrte er sich. Denn die Facebook-User stellen sich grösstenteils auf die Seite der Zürcher Stadtpolizei. 

Ist doch eindeutig ... 50 km/h ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit... Ich würde mir wünschen, dass hier in Deutschland die Geschwindigkeitsübertretungen auch so konsequent bestraft würden. Wozu sonst gibt es eine Limitierung der Geschwindigkeit?

Facebook-User «Marino Blankenhagen»

Irgendwie sollte man schon nachdenken, bevor man so was postet. Spielen wir die Sache mal durch: bleibt nach Toleranzabzug 1 km/h übrig und man lässt dass trotzdem noch durchgehen, wird genau so was von jemanden gepostet, der 2 km/h zu schnell war, lässt man die zwei auch noch durchgehen postet der, der 3 km/h zu schnell war usw. usw. usw. – es geht dann immer um den einen km/h zu schnell – irgendwo muss halt eine Grenze gezogen werden.

Facebook-User «Jürgen Dreschler»

Auch Zürcher diskutieren mit: 

Lieber Klaus. Uns ist es egal was du von uns denkst. Wir können Flughäfen, rekordlange Tunnels und auch vieles andere innerhalb Budget und Frist bauen und brauchen uns kein bisschen vor Leuten zu verstecken, die nicht mal in der Lage sind sich an das Tempolimit zu halten ...

Facebook-User «Züri by bike»

Nur wenige schlagen sich auf die Seite von Brinkbäumer:

Am besten nicht bezahlen, und wenn sich die schweizerischen Behörden beschweren, sag ihnen: ich dachte, das war nur Spaß (oder Spass 😁).

Facebook-User «Hasan Abulaban»

(cma)

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