Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04225211 Federal chairwoman of the Alliance '90/The Greens Simone Peter (L-R), frontrunners for the European election Sven Giegold and Rebecca Harms and the chairman Cem Oezdemir celebrate the first projections during the election night of the European election 2014 in Berlin, Germany, 25 May 2014. The European elections will form a new European Parliament, whose 751 members will help set laws in the European Union for five years to come. About 400 million people in the 28-country bloc are eligible to vote.  EPA/MAJA HITIJ

Sven Giegold von den Grünen in Deutschland.  Bild: EPA/DPA

Schweizer Steueramt stellt Namen ausländischer Bankkunden ins Netz – deutschen Politikern geht das zu weit



Der deutsche Grünen-Finanzexperte Sven Giegold sieht in der Veröffentlichung der Namen verdächtiger Bankkunden durch die Schweizer Steuerbehörden einen Verstoss gegen Bürgerrechte.

«Das geht einen Schritt zu weit», sagte der Europa-Abgeordnete der Berliner Zeitung am Dienstag. Schliesslich seien die Betroffenen nicht verurteilt, betonte Giegold. 

Umfrage

Ist es in Ordnung, dass die Schweizer Steuerbehörden die Namen verdächtiger ausländischer Bankkunden im Internet veröffentlichen?

  • Abstimmen

614 Votes zu: Ist es in Ordnung, dass die Schweizer Steuerbehörden die Namen verdächtiger ausländischer Bankkunden im Internet veröffentlichen?

  • 35%Unbedingt. Das ist der einzige Weg.
  • 44%Nein, damit werden Bürgerrechte mit Füssen getreten.
  • 21%Das ist mir total egal.

Schweizer veröffentlichen Namen im Internet

«Die Schweiz sollte die ausländischen Behörden korrekt und vollständig informieren, statt auf diese Weise in die Bürgerrechte einzugreifen.» Die Schweizer Steuerverwaltung veröffentlicht die Namen verdächtiger ausländischer Bankkunden im Internet. 

ZUM THEMA

Den Deutschen geht die Schweizer Praxis zu weit. Bild: KEYSTONE

Nach einem Bericht der Schweizer «Sonntagszeitung» wird die Behörde von Amtshilfegesuchen der Steuerfahnder in diesen Ländern überhäuft. Man wolle die Betroffenen neuerdings auf diesem Wege darüber in Kenntnis setzen.

Die Finanzminister der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betonten am Montag, eine Nennung einzelner Steuerpflichtiger sei nicht mit dem Steuergeheimnis zu vereinbaren. Anders als in der Schweiz sollen in Deutschland die Namen von möglichen Steuersündern geheim bleiben. (feb/sda/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy 26.05.2015 09:39
    Highlight Highlight Süss, haben wir plötzlich angst selbst auf der Liste zu sein? Herrlich 😂
  • Wilhelm Dingo 26.05.2015 08:33
    Highlight Highlight Lasst uns doch CDs verkaufen und die Einnahmen dem Staat zugute kommen. So zahlt der deutsche Steuerzahler Steuern in der Schweiz! Und illegal sind wir dann alle, aber das ist ja egal.
  • cassio77 26.05.2015 08:07
    Highlight Highlight Die Geister, die sie riefen.... und nun schieben sie den Schwarzen Peter uns Schweizern zu, weil sie bemerken, wie ungemütlich die Lage für sie, ihre Ämter und Pfründchen selbst wird.
  • The oder ich 26.05.2015 07:58
    Highlight Highlight Das kommt halt davon, wenn man mit der Kavallerie droht.
  • Roger Gruber 26.05.2015 07:56
    Highlight Highlight Da haben wohl einige weiche Knie bekommen in der Erwartung, ihren eigenen Namen auf einer öffentlichen Liste zu finden..
  • Lil'Ecko 26.05.2015 07:10
    Highlight Highlight Und was war dann das mit der Steuer CD anno dazumal😉
  • Yolo 26.05.2015 06:50
    Highlight Highlight Um eins drauf zusetzen müsste Sven Giegold nur noch die Steuer-CD in der Hand halten und nach Luft fächern.
  • Bowell 26.05.2015 04:52
    Highlight Highlight Dann können wir ja bei der bewährten Praxis bleiben und CDs verkaufen...

Korruptionsskandal um Implantate: Haben Schweizer Firmen einen deutschen Arzt bestochen?

Die Osnabrücker Staatsanwaltschaft hat gegen zwei Unternehmen der Medizintechnikbranche mit Sitz in der Schweiz Anklage wegen Korruptionsverdachts erhoben. Die Firmen werden beschuldigt, dem deutschen Chirurgen Hamid Afshar-Möller Provisionen für den Einsatz ihrer Implantate gezahlt zu haben, wie der Tages-Anzeiger berichtet.

So soll Afshar-Möller von der im Kanton St.Gallen ansässigen Firma Icotec AG von 2011 bis 2016 insgesamt 128'000 Euro erhalten haben, damit er ausschliesslich …

Artikel lesen
Link to Article