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Basler Polizei will sieben Tesla kaufen – für eine Million

The Tesla Model X car is introduced at the company's headquarters Tuesday, Sept. 29, 2015, in Fremont, Calif. Tesla's Model X — one of the only all-electric SUVs on the market — was official ...
Tesla Model X: Basler Polizei soll weltweit die erste sein, die Tesla fährt.Bild: AP/AP

Basler Polizei will sieben Tesla kaufen – für eine Million

Die Basler Polizei sorgt mit einem weltweiten Pilotprojekt für Aufsehen. Denn sie plant den Kauf von sieben Elektroautos der Marke Tesla. Die ersten Fahrzeuge sollen bereits dieses Jahr ausgeliefert werden.
16.03.2018, 12:2316.03.2018, 16:17
Jonas Hoskyn / bz Basel
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Die Basler Polizei plant den Kauf von sieben Alarmpikett-Fahrzeugen der Marke Tesla. Kostenpunkt für die Elektroautos: Rund eine Million Franken.

Dafür erhält der Kanton sieben Fahrzeuge des Model X. Der Crossover-SUV der amerikanischen Automarke verfügt über eine Reichweite von über 500 Kilometern.

Die Fahrzeuge bezieht die Basler Polizei über die holländische Sicherheitsfirma Force Pro, welche weltweit im Auftrag von Tesla deren Fahrzeuge für den Bereich Sicherheit modifiziert. Laut dem Verkaufsleiter liege der grosse Vorteil der Tesla-Fahrzeuge vor allem im Bereich Kommunikation.

«Ein konventionelles Fahrzeuge bringt die Polizisten von A nach B. Was die Basler Polizei jetzt kauft ist ein Laptop auf Rädern», sagt Theo Karafantis. Damit sei die Polizei auch für künftige Herausforderungen gerüstet, etwa bei der Bekämpfung von Drohnen.

Dazu kommt, dass sich das Fahrzeug auch künftig digital aufrüsten lässt. «Aber auch bei einem einfachen Verkehrsunfall wird es mit dem Bordcomputer viel einfacher sein, die Daten aufzuzeichnen», sagt Karafantis.

epa04957170 A undated handout picture made available by Tesla Motors 30 September 2015 showing the new Tesla X model. Electric car maker Tesla Motors launched its first sport-utility vehicle, the Mode ...
Bild: EPA/TESLA MOTORS / HANDOUT

Und auch nicht zu vergessen: Die Basler Polizei kann die neuen Einsatzfahrzeuge künftig gratis an den Schnellladestationen von Tesla betanken. (Update: Laut Teslas Super Charger Fair Use Policy wäre dies ohne Ausnahmeregelung für nach dem 15. Dezember 2017 gekaufte Tesla-Fahrzeuge nicht erlaubt.) Allerdings liegt der nächstgelegene Supercharger in Pratteln. 

Die ersten Fahrzeuge sollen bereits dieses Jahr ausgeliefert werden. Bereits als der geplante Kauf gestern im Kantonsblatt publiziert wurde, regte sich Widerstand.

So kritisierte die Basler SVP die Pläne von Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP): «Es ist nicht nachvollziehbar, dass für fast eine Million Franken Fahrzeuge angeschafft werden, welche im polizeilichen Alltag noch nicht erprobt sind, und auch sonst nicht gängig sind», sagt Grossrat Felix Wehrli, der selber als Detektiv bei der Kriminalpolizei arbeitet.

Jetzt auf

Tatsächlich gibt es zwar bereits einige Städte, die ein Tesla-Fahrzeug im Polizeialltag testen, «aber die Basler Polizei wird weltweit die erste sein, die so ein Model haben wird», sagt Karafantis.

(bzbasel.ch)

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48 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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NotWhatYouExpect
16.03.2018 12:43registriert April 2017
Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP): «Es ist nicht nachvollziehbar, dass für fast eine Million Franken Fahrzeuge angeschafft werden, welche im polizeilichen Alltag noch nicht erprobt sind, und auch sonst nicht gängig sind»

Wo kommen wir denn hin, wenn wir immer nur das machen, was andere schon seit X Jahren machen? Irgendwo muss man doch auch mal Risiken eingehen und etwas Neues ausprobieren.

Elektroautos für den Polizeieinsatz, warum nicht? Sehe da keine Probleme da sie eh nicht mit einer Ladung durch die ganze Schweiz fahren werden.
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Teslanaut
16.03.2018 13:41registriert Januar 2016
Sieht nach viel Geld aus - wenn man aber rechnet was ein vergleichbarer BMW in der Polizei-Version kostet, spart der Kanton Geld! Ganz zu Schweigen von der Ersparnis an Treibstoff/Service/Reparatur- und Versicherungskosten!
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Snowy
16.03.2018 13:08registriert April 2016
Vorbildlich die Basler Polizei!

Die Mehrkosten (Fahrzeugpreis) werden wegen dem geringen Verbrauch wohl nach 2-3 Jahren wieder reingespielt sein.

Die Leistung ist gross und zudem verpesten diese Fahrzeuge die Innenstädte nicht, und sind geräuscharm.
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