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E-Autos in der Schweiz: Eine Marke fuhr im August allen davon

Mercedes GLC: teuer und in der Schweiz beliebt.
Mercedes GLC: teuer und in der Schweiz beliebt.bild: mercedes

E-Autos in der Schweiz: Eine Marke zeigte im August allen die Rücklichter

Stromer gewinnen weiter Marktanteile. Doch die beliebtesten Modelle gehören fast durchgehend zum mittleren und gehobenen Preissegment. Dafür gibt es mehrere Gründe.
01.09.2026, 10:0801.09.2026, 11:09

Im August wurden über 4700 E-Autos neu zugelassen, 43 Prozent mehr als im August vor einem Jahr. Vollelektrische E-Autos (BEV) erreichten laut dem Elektromobilitätsverband Swiss eMobility einen Anteil von 30,1 Prozent an den Pkw-Neuzulassungen – das war der höchste Wert im laufenden Jahr. Seit Anfang 2026 kamen kumuliert über 37'000 vollelektrische Personenwagen auf Schweizer Strassen. Damit ist seit Anfang Jahr exakt jeder vierte eingelöste Neuwagen ein Stromer.

Bei den einzelnen Modellen führten im August, wie zuletzt fast in jedem Monat, zwei Elektro-SUVs von Skoda (Elroq und Enyaq) die Rangliste an. Rang drei ging an Mercedes' neuen Luxus-Stromer GLC, der ab rund 70'000 Franken zu haben ist.

Elektroauto

Die hierzulande beliebten Elektroautos von VW (ID-Modelle) sowie Teslas Model Y und Model 3 haben es im August nicht in die Top 10 geschafft. Dafür taucht BYD aus China neuerdings weit vorn in der Statistik auf. Dies nicht mit einem günstigen E-Auto, sondern mit dem mindestens 50'000 Franken teuren Sealion 7 (unser Testbericht).

Unter den zehn beliebtesten E-Autos im August findet sich mit dem Renault 5 nur ein Kleinwagen.

Beliebteste Elektroautos im August 2026

Inzwischen sind E-Autos für unter 25'000 und teils unter 20'000 Franken im Handel, bloss will die fast niemand.

Rang 1 im Juli: Skoda Elroq

Skoda Elroq
Den Elroq gibt es ab 37'300 Franken.Bild: Skoda

Rang 2: Skoda Enyaq

epa13002225 The new Skoda Enyaq during the police presentation of their new electric vehicles and other sustainability initiatives in Lelystad, The Netherlands, 29 May 2026. EPA/EMIEL MUIJDERMAN
Der Skoda Enyaq ist ab rund 53'000 Franken verfügbar.Bild: keystone

Rang 3: Mercedes-Benz GLC

epa12360519 Mercedes world premiere of the GLC in Munich, Germany, 07 September 2025. The International Motor Show Germany IAA Mobility 2025 takes place in Munich from 09 to 14 September 2025, featuri ...
Ab rund 70'000 Franken gibt es einen neuen GLC.Bild: keystone

Rang 4: BMW iX3

Mit dem iX3 und der "Neuen Klasse" schlägt BMW ein neues Kapitel auf.
BMW möchte für den iX3 mindesten 74'000 Franken.Bild: BMW

Rang 5: Volvo EX30

2024 Yellow Volvo EX30 Battery Electric SUV Parked 2024 Yellow Volvo EX30, a battery electric subcompact crossover SUV manufactured by Volvo Cars, parked at the dealership. Salo, FI. June 22, 2024. Co ...
Volvos EX30 gibt es ab gut 38'000 Franken.Bild: www.imago-images.de

Rang 6: BMW iX1

Den BMW iX1 gibt es ab rund 52'000 Franken.
Den BMW iX1 gibt es ab rund 52'000 Franken.bild: bmw

Rang 7: Mercedes-Benz CLA

This photo provided by Mercedes-Benz shows the 2027 CLA 250+. The electric version of the new CLA is the least expensive car Edmunds has tested that has more than 400 miles of real-world range. (Court ...
Mercedes verlangt für den CLA mindestens 57'400 Franken.Bild: keystone

Rang 8: BYD Sealion

Der Sealion 7 des chinesischen Herstellers BYD kostet in der Schweiz in der günstigsten Version (Comfort) aktuell 50'000 Franken.
Der Sealion 7 des chinesischen Herstellers BYD kostet in der Schweiz in der günstigsten Version (Comfort) aktuell 50'000 Franken.bild: watson

Rang 9: Renault 5

Elektroauto Renault 5: Das E-Auto kostet in der Schweiz 25'000 Franken.
Den kleinen Renault 5 gibt es in der Schweiz ab 27'500 Franken.Bild: watson

Rang 10: Kia EV3

Elektroauto: Der Kia EV3 im Test
Kias EV3 kostet mindestens 33'000 Franken.bild: kia

Warum grosse und teure E-Autos dominieren

Die beliebtesten E-Autos gehören fast durchgehend zum mittleren und gehobenen Preissegment. Das erstaunt nicht: Neuwagen werden zum grossen Teil von Firmenkunden oder Besserverdienenden angeschafft und die haben kaum Bedarf an Kleinwagen. Firmenwagen sollen repräsentieren und langstreckentauglich sein. Gutverdienende wiederum greifen zu Modellen mit mehr Leistung, Komfort und Ausstattung. Günstigere Kleinwagen machen daher nur einen sehr geringen Teil der Neuzulassungen aus.

Die Statistik spricht eine klare Sprache: Klassische Kleinwagen wie Hyundai Inster und Renault Twingo schaffen es nur knapp unter die 20 beliebtesten Stromer des Monats August. Noch weniger Kunden finden die Budget-Stromer von Citroën, Fiat sowie der chinesischen Hersteller BYD und Leapmotor.

Das schwache Abschneiden kleiner und günstiger E-Autos bedeutet, dass in den kommenden Jahren nur wenig gebrauchte Elektro-Kleinwagen auf den Occasionsmarkt kommen werden. Dies wäre eine wichtige Voraussetzung, um Elektroautos in allen Bevölkerungsschichten zu etablieren.

Anders gesagt: Sehr günstige Einsteiger-E-Autos werden auf dem Schweizer Occasionsmarkt wohl auch in den nächsten Jahren Mangelware bleiben.

Immerhin gelangen mittlerweile zahlreiche noch junge E-Autos im mittleren Preissegment auf den Occasionsmarkt. Auch dies hilft, die Elektromobilität in die breite Bevölkerung zu bringen. Denn insgesamt ist der Schweizer Occasionsmarkt viel grösser als der Markt für Neuwagen. Auf jeden verkauften Neuwagen dürften inzwischen rund drei Gebrauchtwagen kommen.

(oli)

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insert_brain_here
01.09.2026 10:50registriert Oktober 2019
Für die Eigenheimbesitzer lohnt es sich nunmal noch stärker auf ein E-Auto umzusteigen, damit haben sie die Solaranlage gleich noch schneller amortisiert. Wohlhabende Menschen kaufen daher tendenziell eher elektrisch und können auch mehr Geld für ein teureres Fahrzeug ausgeben.
Umgekehrt wohnen Menschen mit geringem Einkommen in älteren Häusern zur Miete und ihnen steht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weder zu Hause noch beim Arbeitgeber eine Ladeinfrastruktur zur Verfügung.
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iudex
01.09.2026 10:57registriert April 2020
Absurd, dass überhaupt noch Verbrenner verkauft werden.
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goschi
01.09.2026 10:30registriert Januar 2014
Wie muss ich mir eigentlich die Entscheidung von Autokäufer:innen vorstellen?
"oh, wegen dem krieg wurde das benzin plötzlich extrem teurer, oh solche Krisen kommen immer häufiger, ach egal... Hauptsache Verbrenner!"?

Okay...
Wenn ein BMW iX3 und ein MB GLC, beides Autos die idR mit der üblichen Ausstattung wohl jenseits der 70K liegen, in den Top5 liegen, scheint der Preis auch fürs Benzin vermutlich kein Hindernis zu sein.
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