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watson-Reporter Adrian Müller testet den neuen Lime-Scooter. bild: watson

Lime ist nach der Unfallserie zurück – doch wie gut ist das neue E-Trotti?



Lime ist zurück. Seit Mittwochmorgen stehen in Zürich 250 Elektro-Trottis des US-Unternehmens zur Ausleihe bereit. Nebst Bird, Circ, Tier und Voi sind es mit Lime nun fünf verschiedene E-Scooter-Anbieter, die in den grösseren Schweizer Städten um die Gunst der Passanten buhlen.

Nach einer kurzen Testfahrt stellt watson-Reporter Adrian Müller fest, dass sich bei dem neuen E-Scooter einiges geändert hat. Neu kann nun vorne beim Lenker und hinten mit dem Fuss gebremst werden, was sich zunächst etwas ungewohnt anfühlt. Auf einem Bildschirm wird die Fahrgeschwindigkeit und der Akkustand angezeigt. Mangelhaft findet unser Reporter die Gesamterscheinung des E-Scooters. «Es ist weniger stabil als das Trotti von Circ», bilanziert er.

Das neue Lime-Trotti im watson-Test

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Video: watson

Lime gelangte schon im Sommer vor einem Jahr mit einer E-Scooter-Flotte in die Schweiz. Schnell zeigte sich: Die Scooter sind ein Erfolg. Lime war damals noch der einzige Anbieter in der Schweiz. Einen Monat nach dem Launch verdoppelte das Unternehmen seine Flotte in Zürich und expandierte nach Basel.

Doch dann ging es mit Lime bergab. Nicht nur bekam das Unternehmen Konkurrenz von anderen Verleihern. In mehreren Fällen führten Software-Probleme zu Unfällen mitten auf der Strasse. Ein Basler Arzt brach sich den linken Ellbogen, nachdem sein Lime-Scooter während Fahrt die Bremse blockierte. Bei einem anderen Fall kugelte sich ein Mann in Zürich die Schulter aus, ebenfalls weil sein Scooter abrupt bremste. Lime reagierte auf die Unfälle und zog im Januar dieses Jahres sämtliche Fahrzeuge aus dem Verkehr.

Zum Vergleich: Der Scooter von Circ

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Video: watson

Mit einer neuen Generation von Lime E-Scootern will es das Unternehmen jetzt noch einmal wissen. Estuardo Escobar, Geschäftsführer von Lime Schweiz, schreibt in einer Mitteilung: «Wir haben uns die notwendige Zeit genommen, um den Neustart vorzubereiten und waren dabei im engen Austausch mit den Behörden». Bei den neuen Trottinette sei die Sicherheit, Langlebigkeit und das Fahrerlebnis verbessert.

Escobar ist überzeugt, dass das Problem von letztem Jahr behoben ist. Nach der Unfall-Serie habe Lime einen Fehler in der Firmware der Trottinett-Flotte entdeckt. «Zur Lösung haben wir eine Reihe von Updates für die Firmware entwickelt, die inzwischen auf allen E-Trottinettes installiert wurden», so Escobar. Seither seien ihm weltweit keine bestätigten Fälle von übermässigem Bremsen bekannt. Die Geräte wurden durch eine anerkannte, unabhängige von der Stadt Zürich benannte Schweizer Prüfstelle gemäss den geltenden Vorschriften für die Betriebssicherheit erfolgreich zertifiziert und sind nun offiziell seitens der Stadt Zürich bewilligt.»

Fraglich ist, ob sich Lime den Platz im umkämpften Scooter-Markt zurückzuerobern kann. Denn als sich das Unternehmen Anfang dieses Jahres zurückziehen musste, füllte der deutsche Anbieter Circ im April die frei gewordene Lücke aus. Die Verleihfirma ist inzwischen in Zürich, Basel, Zug und Winterthur aktiv.

Vor Kurzem gab die SBB zudem bekannt, dass sie mit Circ eine Partnerschaft eingehen wolle. Das Ausleihen von E-Scootern soll bald mit dem Swiss Pass möglich sein. Lime-Verantwortlicher Escobar blickt nüchtern auf den umstrittenen Markt: «E-Scooter sind heute bestens integriert in die Mobilität der Stadtbevölkerung und die Nachfrage ist gross. Da ist es klar, dass verschiedene Urban Mobility Anbieter ihre Dienstleistungen anbieten wollen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Goldjunge Krater 05.09.2019 05:37
    Highlight Highlight Wie man nur in Zeiten des Klimawandel solche Beiträge veröffentlichen kann...?!?!

    Die Herstellung und vor allem die Entsorgung dieser Akkus ist sowas von Umweltschädlich! Dazu noch die Energie für das Aufladen..!!!

    Wozu finanziere ich euch eigentlich den ÖV?!?! Nehmt das Tram, das Velo oder geht zu Fuss!!!
  • karl_e 04.09.2019 23:24
    Highlight Highlight Diese Trotti sind genau so überflüssig und störend wie ein Kropf.
  • Idrisi 04.09.2019 22:26
    Highlight Highlight Integration in den Swisspass wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Funktioniert ja auch mit Mobility. Finde ein Smartphone als Schlüssel unpraktisch.
  • Milf Lover 04.09.2019 20:38
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Pet R. Pan 05.09.2019 08:58
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 04.09.2019 20:18
    Highlight Highlight Oh mein Gott, dieses Trotti kommt ja nicht aus dem Paradies. Und wer benutzt es? Menschen! Klar werden Unfälle passieren, wie sie auch Fussgängern, Velofahrern und Autofahrern passieren.
    Also flennt nicht herum, bitte.
    • HartinderHard 04.09.2019 20:59
      Highlight Highlight Nun ja, wenn sich bei voller Fahrt das Schloss aktiviert handelt es sich einfach um ein unsicheres Produkt, dass so nie auf den Markt hätte kommen dürfen. Eine solche Fehlfunktion sollte durch mehrere Sicherheitsmechanismen verhindert werden. Würden in diesem Fall Gesetze zur Produktsicherheit konsequent umgesetzt werden, könnte es durchaus sein dass jemand in den Knast geht... Unfälle passieren auch mit sicheren Produkten, sie sind einfach wesentlich weniger wahrscheinlich und das macht den grossen Unterschied. Schliesslich gits ja auch Crashtests, Luftraumkontrolle etc

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