Schweiz
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Absperrband vor einem Wohnblock in Zollikerberg, am Montag, 17. August 2020. In Zollikerberg ZH sind in einer Wohnung zwei tote Jugendliche aufgefunden worden. Was zum Tod der beiden 15-Jaehrigen fuehrte, ist noch unklar. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Am 17. August wurden in einer Wohnung in Zollikerberg zwei tote Teenager gefunden. Bild: keystone

Tote Teenager vom Zollikerberg: Forensiker finden Medikamenten-Mix im Blut



Bei den beiden Mitte August in Zollikerberg ZH verstorbenen 15-jährigen Jugendlichen soll bei der Obduktion ein Gemisch aus einem morphiumhaltigen Krebsmedikament und Xanax gefunden worden sein. Dies schreibt der Tages-Anzeiger mit Verweis auf gut unterrichtete Quellen. Die Staatsanwaltschaft habe sich jedoch noch nicht zum Fund geäussert.

Xanax ist ein Benzodiazepin und sei derzeit unter Jugendlichen so verbreitet wie noch nie. Dies sagen etwa Experten zur Zeitung. «Wir stellten in den letzten zwölf Monaten eine besorgniserregende Zunahme von Mischkonsum unter Jugendlichen fest», sagt etwa Elvira Tini von der Uniklinik.

Laut einer Studie ist der Medikamentenmissbrauch unter 15-Jährigen schon vor zwei Jahren deutlich angestiegen. Er hat sich zwischen den Jahren 2014 und 2018 beinahe verdoppelt, von 2,6 auf 4,5 Prozent. Fast ein Schüler pro Schulklasse hat demnach schon Medikamente genommen, um sich zu berauschen. Experten schätzen, dass es eher mehr sind, weil die Studie auf Selbstangaben beruht.

(amü)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Inspektor 05.09.2020 19:43
    Highlight Highlight Ich seh das Problem auch bei den Deutschrappern. Die glorifizieren Drogen wie Xanax und tidilin.. Die Jugend findet es cool und machen das nach...

  • Silphium 05.09.2020 11:19
    Highlight Highlight Das grundsätzliche Problem liegt in der Gesellschaft, da für viele Menschen Hypnotika (u.a. Benzodiazepine) keine Drogen sind. Benzos sind in der Gesellschaft akzeptiert, dies bei allen Altersklassen und das Wissen um die Abhängigkeit ist gering. Meine Oma war abhängig, die Mutter meines Ex-Freundes und ihre gutbetuchten Freundinnen ebenso und einige weitere, wesentlich jüngere Bekannte von mir. Man kann es sich bei jedem Wald- und Wiesen-Arzt verschreiben lassen, wenn man genug Fantasie und darstellerisches Können hat. In Fachkreisen ist das Problem seit Jahrzehnten bekannt.
    • trio 05.09.2020 11:28
      Highlight Highlight Es gibt auch keinen Unterschied zwischen Drogen und Medikamenten. Es wird endlich Zeit für Aufklärung anstatt Verbote!
    • Silphium 05.09.2020 12:02
      Highlight Highlight Psychoaktive Substanzen sind auf alle Fälle als Drogen zu werten, sofern sie nicht bei Personen mit entsprechenden, wirklichen Leiden unter ärztlicher Betreuung eingesetzt werden. Leider ist auch dort das Abhängigkeitspotenzial gross, die meisten meiner Bekannten sind durch eine wirkliche Erkrankung (z.B. Angststörungen) in die Sucht gerutscht. Ob man jetzt z.B. ein Wirkstoff wie Simeticon, der bei zu grosser Gasbildung im M-D-Trakt entblähend wirkt, ebenfalls als Droge im herkömmlichen Sinn bezeichnen möchte, sei jedem selbst überlassen...
    • trio 05.09.2020 16:27
      Highlight Highlight Eigentlich steht der Begriff Droge für getrocknete Teile von Pflanzen, Pilzen, Tieren oder Mikroorganismen, die zur Arzneimittelherstellung verwendet werden.
      Von der heutigen Bedeutung von Drogen sind die legalen (Alkohol, Nikotin, Medikamente etc.) für die meisten Todesopfer verantwortlich.
      Zum Vergleich: Deutschland illegale Drogen, 1'000 Tote; legale Tote 180'000 (Quelle Wikipedia: Drogentod)
      Die Lösung könnte meiner Meinung nach also sein, richtige Aufklärung über alle Drogen und ein Verbot damit Geld zu verdienen (und zu legalisieren natürlich).
  • landre 05.09.2020 10:33
    Highlight Highlight (Zu?) Viele Erwachsene in unserer Gesellschaft (die politisch oftmals sogar grundsätzlich gegen Drogen sind) schlucken psychotrope Medikamente fast so als wären es Zältli. Die Jugendlichen haben durch dieses Verhalten der Erwachsenen einen markant vereinfachten Zugang zu einem gigantischen Angebot in einem Drogenmarkt der an sich legal ist, aber eben vereinfacht zugänglich für nicht Befugte ist...
  • Robi14 05.09.2020 10:09
    Highlight Highlight Vielleicht sollten die Hausärzte mal aufhören jedem 100er Packungen als Reserve abzugeben.
  • HPOfficejet3650 05.09.2020 09:53
    Highlight Highlight Ich hoffe dieser Fall sensibilisiert die Jugendlichen und zeigt auch auf, dass noch viel viel mehr Aufklärung über Rauschmittel aller Art nötig sind.

    Lasst die Finger von bewusstseinsverändernden Substanzen, wenn ihr sie nicht braucht!! Vor allem in diesem Alter. 😔
    • landre 05.09.2020 10:57
      Highlight Highlight Bei psychotropen Medikamenten ist es aber aus verschiedenen Gründen anders als bei den "klassischen Drogen"...
      Bzw, eine sachlich haltbare "Aufklärung" kann bei Jugendlichen sehr schnell einmal zu einer "Perfektionierung" im (Miss-) Brauch von diesen Medikamenten führen...

      Das Problem liegt bei uns Erwachsenen, nicht bei den fähigen aber eben unbefugten Jugendlichen...
  • Ehrenmann 05.09.2020 09:52
    Highlight Highlight Aiii.. RIP.
    Habe gester gerade noch eine Reportage über Tilidin geschaut. Auch in Bezug auf Rap.
    War sehr interessant und erschreckend. Auch dort war die Gruppe der 15-19 jährigen sehr prominent vertreten...
    Play Icon
    • SeboZh 05.09.2020 19:06
      Highlight Highlight Anders erträgt man solche Musik wohl auch nicht 🤷‍♂️
    • Miracoolix 06.09.2020 07:20
      Highlight Highlight Ooh Musikbashing, sehr innovativ und noch nie da gewesen, gratuliere!!!
  • Imfall 05.09.2020 08:43
    Highlight Highlight die sollten besser wieder kiffen...
    • Inspektor 05.09.2020 11:13
      Highlight Highlight Das ist leider heutzutage auch nicht mehr sicher...
    • SeboZh 05.09.2020 14:14
      Highlight Highlight 1. Mal zimlich unangebracht wenn zwei junge Menschen starben
      2. Really? Hast du das mit den synthetischen Cannabionoiden bereits vergessen?
    • Pümpernüssler 05.09.2020 20:59
      Highlight Highlight @sebozh deswegen kauft man beim dealer des vertrauens und nicht iwo auf der strasse.
  • Shlomo 05.09.2020 08:21
    Highlight Highlight Kleine Kritik zum Titel, wenn die Medikamente und deren Metaboliten in den Leichen gefunden wurden, sien die Leute welche diese gefunden haben Pathologen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 05.09.2020 10:15
      Highlight Highlight Naja, forensische Pathologen.
      Kann man als Forensiker so wie auch als Pathologen bezeichnen.
      Der genaueste Beschrieb wäre halt forensische Pathologen.
    • Gigle 05.09.2020 11:59
      Highlight Highlight Nein, das stimmt nicht. Im Institut für Rechtsmedizin der UZH arbeiten Rechtsmediziner, das ist nicht das gleiche wie ein Pathologe. Abgesehen davon werden toxikologische Analysen in der pharmakologischen & toxikologischen Abteilung des IRMZ gemacht, also wurden die Substanzen von MA der Pharmakologie/Toxikologie (welche keine Ärzte sind, also weder Pathologen noch Rechtsmediziner) gefunden. Das nennt man dan Tüpflischeisserei.
    • Ueli der Knecht 05.09.2020 12:32
      Highlight Highlight "Sowohl Pathologen als auch Rechtsmediziner stören sich daran, wenn in Fernsehkrimis und im allgemeinen Sprachgebrauch stets nur von „Pathologen“ bzw. „Pathologie“ die Rede ist, es sich aber im Allgemeinen um einen Rechtsmediziner handelt. Der geläufige Irrtum erklärt sich aus einer Fehlübersetzung: Im amerikanischen Sprachgebrauch entspricht der Rechtsmediziner dem forensic pathologist."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Pathologie

      Die Rechtsmedizin ist ein Untergebiet der Forensik. Insofern passt Forensiker schon, Rechtsmediziner wäre passender, aber vielleicht zu lang für eine Schlagzeile.
  • Chrisbe 05.09.2020 08:18
    Highlight Highlight Möchte nicht mit der heutigen Jugend tauschen.
    Druck, druck und nochmals druck, da ist der Wunsch sich zu betäuben und dem zu entfliehen naheliegend.
    • djohhny 05.09.2020 11:11
      Highlight Highlight Der Rausch ist so alt wie die Menschheit
    • SJ_California 05.09.2020 11:20
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass die Jugendlichen heute mehr Druck haben als damals als ich ein Teenager war. Im Gegenteil, in unserem Land mit politischer und wirtschaftlicher Sicherheit und Freiheit wie es nur selten vorkommt auf diesem Planeten. Dass es unter den Eltern ein paar schwarze Schafe gibt ist unbestritten, aber die gab es schon immer.
    • Pümpernüssler 05.09.2020 21:01
      Highlight Highlight @sj_california damals gab es kein social media wie heute.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 05.09.2020 08:08
    Highlight Highlight Das belegt, dass auch nicht verbotene - sprich ganz legale - Substanzen in die Hände von Kids gelangt. Damit ist eines der stärksten "Argumente" der Legalisierungsbefürworter direkt weggebrochen.
    Sie hätten direkt auch nur kiffen können. Aber scheinbar war's nicht das, wonach sie suchten. Insofern ist eine Legalisierung genau das falsche Signal. Und jeder, der schon was anderes als THC genommen hat, weiss, dass man jede Substanz bekommt, wenn man nur will. Ganz abgesehen davon lässt sich der Schwarzmarkt so nicht kontrollieren. Im Gegenteil, das öffnet nur Tür und Tor für andere Rauschmittel.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 05.09.2020 10:13
      Highlight Highlight Legalisierung UND Aufklärung muss das Ziel sein.

      Und nun, sei Mal wirklich gnadenlos ehrlich zu dir und der ganzen Welt: Hat die Prohibition der letzten hundert Jahre es geschafft, dass die Gesellschaft drogenfrei ist?
    • Keller Baron 05.09.2020 10:19
      Highlight Highlight Ein einziger Fall soll dir dass aufzeigen oder wie? Ich bin mir ziemlich sicher das du noch nie selber konsumiert hast, oder liege ich da falsch?

      Du kannst es selber auf den Strassen und bei Dealern testen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen. Es ist um ein vielfaches schwieriger an Rezeptpflichtige Medikamente zu kommen, als zu verschieden Illegaler Substanzen, und das sogar in großen Mengen!
      Von da her kann ich deine Sichtweise in keinerlei Hinsicht nachvollziehen oder Teilen.
    • dä dingsbums 05.09.2020 10:31
      Highlight Highlight Ein bisschen Wirr. Was willst Du nun genau sagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 05.09.2020 07:54
    Highlight Highlight Exakt DIE Kombination, die zwangsläufig zu einer Atemdepression führt.
    Es wird einfach endlich Zeit, dass man wirklich richtig anfängt, richtig über Drogen zu informieren.
    Man kann nicht verhindern, dass Menschen Drogen konsumieren. Deshalb sollte man in der Oberstufe ein entsprechendes Fach einführen, in dem objektiv über die Wirkungen UND auch die Risiken aufgeklärt wird.
    • dä dingsbums 05.09.2020 10:35
      Highlight Highlight Gibt es das nicht mehr?

      Wir haben in den 90ern ausführlich über Drogen gesprochen in der Oberstufe.

      Xanax gab es damals zwar noch nicht, aber Heroin, Crack, Alkohol und Hasch wurden behandelt.
    • aber emmm! 05.09.2020 10:35
      Highlight Highlight Wir hatten damals in der 2. Oberstufe umfangreiche Aufklärung bezüglich Drogen (und Geschlechtskrankheiten). Das war 1996. Ich habe den Eindruck, dass heute vieles an Info-Beschaffung den Teens selbst überlassen wird. Aber vielleicht liege ich auch falsch 🤷🏻‍♀️
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 05.09.2020 10:47
      Highlight Highlight Diese "Aufklärung" basierte meistens auf dem Grundsatz "Drogen sind böse" und hatte relativ wenig mit objektiver Aufklärung zu tun.
      Es ging da hauptsächlich darum, den Jugendlichen Angst vor den Drogen zu machen.

      Bei uns wurde beispielsweise gesagt, dass jeder, der anfängt zu kiffen, nach spätestens drei Jahren an einer Überdosis Heroin stirbt.

      Es braucht eine objektive und rein wissenschaftliche Aufklärung.

      Übrigens, Xanax, respektive Alprazolam, gab es schon damals. Nur wurde damals die Abhängigkeit von medizinischen Substanzen als etwas vollkommen anderes betrachtet und tot geschwiegen.
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