DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Marche-Blanche-Gründerin tritt wegen umstrittenem Hakenkreuz-Tweet aus der BDP aus

16.02.2016, 17:1816.02.2016, 17:30

Einen Tag nach dem umstrittenen Tweet des BDP-Präsidenten Martin Landolt vom Montag folgt die Quittung aus der Westschweiz: Die Gründerin der Organisation Marche Blanche, Christine Bussat, tritt aus der Partei aus.

Landolt hatte am Montag auf Twitter mit dem Bild eines Posters für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative geworben und dabei auf Nazi-Deutschland und die Apartheid in Südafrika verwiesen. Die Reaktionen fielen heftig aus.

Auch Christine Bussat goutierte diese Botschaft nicht. «Das war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat», sagte Bussat am Dienstag der Nachrichtenagentur SDA. Sie bestätigte damit einen Bericht des Westschweizer Radios- und Fernsehens (RTS).

Christine Bussat:&nbsp;«Das war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat».<br data-editable="remove">
Christine Bussat: «Das war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat».
Bild: KEYSTONE

Bussat tritt per sofort aus der BDP aus. «Dieses Plakat zeugt von schlechtem Geschmack und ist einfach dumm», hielt sie fest. Landolt habe einen abgrundtiefen Hass gegen die SVP, es handle sich um einen Kampf gegen eine Partei und nicht für eine Sache.

Sie begründet den Austritt auch mit Meinungsverschiedenheiten, gerade bei der Durchsetzungs-Initiative, welche sie gegen die Parole der BDP unterstützt. Einer anderen Partei will sich Bussat nicht anschliessen, sondern sich auf Volksinitiativen konzentrieren.

Grosserfolg mit Pädophilen-Initiative

Bussat galt noch vor den eidgenössischen Wahlen am 18. Oktober als Hoffnungsträgerin der BDP in der Westschweiz. Die populäre Gründerin von Marche Blanche konnte mit der Pädophilen-Initiative (2014) und der Vorlage zur Unverjährbarkeit pornographischer Straftaten mit Kindern (2008) bereits nationale Abstimmungserfolge feiern.

Deshalb wurde ihr zugetraut, für die BDP den ersten Nationalratssitz in der Romandie zu holen. Bei den Nationalratswahlen in der Waadt konnte sie die Erwartungen aber nicht erfüllen. (whr/sda)

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

43 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Hans Jürg
16.02.2016 17:28registriert Januar 2015
Die ist bei der SVP bestimmt besser aufgehoben...
8429
Melden
Zum Kommentar
avatar
hektor7
16.02.2016 17:28registriert August 2014
Definitiv kein Verlust...
7326
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tatwort
16.02.2016 20:01registriert Mai 2015
Ausgerechnet Bussat... da kämpft sie gegen Kinderpornographie, aber wenn jemand gegen die Durchsetzungsinitiative kämpft, welche ja genau Kinderpornographen schont, tritt sie aus. Wäre ich bösartig, würde ich ihr jetzt einen Seitenwechsel unterstellen...
5935
Melden
Zum Kommentar
43
25'134 neue Coronafälle ++ Im Spital: 290 ++ 13 neue Tote
Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
Zur Story