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Umweltschützer stellen sich gegen den Energie-Mantelerlass

Umweltschützer stellen sich gegen den Energie-Mantelerlass

16.04.2024, 13:0016.04.2024, 12:21
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Die Fondation Franz Weber und das sogenannte Naturkomitee haben an einer Pressekonferenz am Dienstag ihre Abstimmungskampagne gegen das Stromgesetz lanciert. Das Gesetz führe zu einer Zerstörung der Landschaft und schwäche die demokratischen Rechte.

Die Energiewende solle nicht zu Lasten der Natur und der Demokratie gehen, sagten die Gegner der Vorlage. Das Stromgesetz, welches auch bekannt ist als «Mantelerlass», erleichtere die Rodung von Wäldern, ermögliche die Verwüstung von Landschaften und die Vernichtung geschützter Biotope. Die Souveränität des Volkes der Kantonen und Gemeinden werde ebenso eingeschränkt.

Vera Weber, Praesidentin der Fondation Franz Weber, rechts, reicht zusammen mit Gleichgesinnten bei der Bundeskanzlei Unterschriften fuer ein Referendumg gegen den sogenannten Mantelerlass ein, am Don ...
Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber beim Einreichen der Unterschriften für ein Referendum gegen den Mantelerlass, 18. Januar 2024.Bild: keystone
Vera Weber, Praesidentin der Fondation Franz Weber, Mitte, reicht mit Gleichgesinnten bei der Bundeskanzlei Unterschriften fuer ein Referendum gegen den sogenannten Mantelerlass ein, am Donnerstag, 18 ...
Bild: keystone

Laut dem Nein-Komitee gibt es Alternativen, um die Energiewende zu vollziehen und die Stromversorgungssicherheit zu gewährleisten. Dazu müsse zunächst Energie gespart und das Potenzial von Solaranlagen auf bestehenden Gebäuden und Infrastruktur genutzt werden.

Mit dem Energie-Mantelerlass soll die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gefördert, die Versorgungssicherheit erhöht und der Stromverbrauch gesenkt werden. (sda)

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56 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Geri Gagarin
16.04.2024 13:25registriert Februar 2023
Landschaftsschutz ist einfach kein Argument gegen die Zerstörung unseres Planeten. Und hochalpine Solaranlagen oder Windräder stellen keine ernsthafte Bedrohung für die Umwelt dar PUNKT... Da sind Restwassermengen von Stauseen oder die 2 Millionen Katzen in der Schweiz die grössere Bedrohung für die Biodiversität.

Und wenn man im Zürcher Weinland ein paar Bäume im Wald fällt für eine Anschuss Strasse zu einem Windrad dann ist das auch kein Raubbau an der Natur.

Einige (nein Viele) haben einfach den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt.
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Schlaf
16.04.2024 13:09registriert Oktober 2019
Was für Vereine das sind, ist mir schleierhaft!

Laut dem Nein-Komitee gibt es Alternativen, um die Energiewende zu vollziehen und die Stromversorgungssicherheit zu gewährleisten. Dazu müsse zunächst Energie gespart und das Potenzial von Solaranlagen auf bestehenden Gebäuden und Infrastruktur genutzt werden.

Wo soll Energie gespart werden?
Wo soll das Potenzial von bestehenden Solaranlagen besser ausgenutzt werden?

Worthülsen, als ob sie von einer bekannten Partei stammen könnten.
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Schampar
16.04.2024 15:23registriert Dezember 2023
Wird das Stromgesetz nicht angenommen, droht Wildwuchs. Denn das Gesetz fordert, dass die Kantone Zonen definieren, die sich vorzugsweise für Erneuerbare eignen. Nur dort sollen Erneuerbare zugebaut werden. Der Rest bleibt verschont.

Zudem gibt es mit dem Gesetz eine Solarpflicht für Dachflächen ab 300 m2. So wird Solar v.a im Siedlungsgebiet gebaut, was wiederum Freiflächenanlagen verhindert.

Wer Natur und Landschaft schützen will, stimmt für die Vorlage.
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