Schweiz
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Nuclear power plant Muehleberg in the canton of Berne, Switzerland, pictured on June 9, 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das Kernkraftwerk Muehleberg im Kanton Bern, aufgenommen am 9. Juni 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Zum ersten Mal kommt ein Schweizer AKW vom Netz – das musst du darüber wissen

Heute kommt es im Kanton Bern zu einem historischen Moment. Das Kernkraftwerk Mühleberg wird für immer abgeschaltet. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.



Was passiert heute Freitag?

Am 20. Dezember um 12.30 Uhr wird das Kernkraftwerk Mühleberg für immer abgeschaltet. Ein historisches Ereignis: Es ist das erste Schweizer Atomkraftwerk, das seinen Betrieb einstellt.

47 Jahre war das AKW am Netz. Für die Betreiberin, die BKW Energie AG, lohnt sich die Instandhaltung der Anlage aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr.

Nach einer Medienkonferenz am Freitagmorgen darf eingeladene Prominenz aus Wissenschaft, Industrie und Politik der Stilllegung ab 11.15 Uhr beiwohnen. Die Ausschaltung kann auf watson im Liveticker verfolgt werden. Die entscheidenden Handgriffe wird ein regulärer Mitarbeiter des AKWs durchführen: Um 12.30 Uhr wird er zwei rote Knöpfe drücken und damit den Reaktor ausschalten.

Am Abend gibt es neben dem Kernkraftwerk ein Anwohnerfest. Einladungen dafür wurden an 12'000 Haushalte in die Ortschaften um Mühleberg verschickt. Gleichzeitig feiern auch die AKW-Gegner ein «Nachglühfest» in der Berner Reitschule. Ab 19 Uhr gibt es Konzerte und DJs.

Warum kommt das AKW Mühleberg vom Netz?

Seit dem Reaktorunglück in Fukushima im März 2011 stieg der Druck auf Mühleberg stetig an. Damit das Kernkraftwerk hätte weiter betrieben werden können, wären umfassende Nachrüstungen nötig gewesen. Dies forderte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi Ende 2012.

Es hätte eine neue Kühlwasserversorgung und ein erdbebensicheres Kühlsystem für das Brennelementbecken und ein zusätzliches Nachwärmeabführ-System gebaut werden müssen – alles in allem eine teure Angelegenheit.

ARCHIVE --- VORSCHAU AUF DEN 20. DEZEMBER 2019: AKW MUEHLEBERG WIRD AUSSER BETRIEB GENOMMEN --- View into the fuel pool in the reactor of the Muehleberg nuclear power plant, on 29 August 2018 in Muehleberg. The nuclear power plant is currently under revision. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)..Blick in das Brennelementebecken im Reaktor des Kernkraftwerks Muehleberg, am 29. August 2018 in Muehleberg. Das Kernkraftwerk befindet sich momentan in Revision. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Blick in das Brennelementebecken im Reaktor des Kernkraftwerks Mühleberg. Bild: KEYSTONE

Zudem wuchs der politische Druck. 2012 verlangte eine kantonale Volksinitiative, dass das KKW Mühleberg sofort vom Netz zu nehmen sei. Zwar wurde dieser Vorstoss mit 66 Prozent Nein-Stimmen verworfen. Doch die Berner Regierung versprach daraufhin, Mühleberg «möglichst bald» und spätestens 2022 auszuschalten.

Am 30. Oktober 2013 erklärte die BKW in einer öffentlichen Mitteilung, dass sie das AKW Mühleberg per Ende 2019 schliessen wolle. Der Verzicht auf die Investitionen für einen Langzeitbetrieb reduziere das unternehmerische Risiko wesentlich. Für die restlichen sechs Betriebsjahre investierte die BKW rund 200 Millionen für die Instandhaltung.

Wie funktioniert die Stilllegung?

Im Sommer 2018 wurde der Kern des AKWs zum letzten Mal mit neuem Brennstoff beladen. Schon ab Anfang November dieses Jahres nahm die Leistung der Anlage langsam ab, weil sich der Brennstoff nach und nach aufbrauchte. Am Freitag werden langsam Steuerstäbe zwischen den Brennstoff gefahren, um die Leistung zu reduzieren. Um 12.30 Uhr drücken zwei Techniker im Kommandoraum zwei rote Knöpfe. Danach wird der Druck im Reaktor abgebaut und das AKW hört für immer auf, Strom zu produzieren.

Danach fällt die Reaktorwassertemperatur innerhalb von etwa sieben Stunden von 280 auf unter 100 Grad Celsius. Bis am 22. Dezember soll die Anlage vollständig heruntergefahren sein. Im neuen Jahr, ab dem 6. Januar 2020 beginnen die Rückbauarbeiten. Diese werden bis 2030 andauern. Das Areal Mühleberg kann erst ab 2034 wieder landwirtschaftlich oder industriell genutzt werden.

Der Rückbau soll 927 Millionen Franken kosten, die Entsorgung 1,4 Milliarden Franken.

Was passiert mit dem Material aus dem Rückbau?

Die Gesamtmasse des Kernkraftwerks Mühleberg beträgt rund 200'000 Tonnen. Etwa acht Prozent davon sind radioaktiv verunreinigt – der grösste Teil aber nur gering. Diese Materialien lassen sich nach einer speziellen Reinigung als normaler Bauschutt deponieren oder wiederverwerten. Übrig bleiben knapp zwei Prozent radioaktive Abfälle, die speziell entsorgt werden müssen.

Radioaktive Abfaelle werden gelagert, im ZWILAG Zwischenlager Wuerenlingen AG, aufgenommen am Mittwoch, 11. Juni 2014, bei Wuerenlingen. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

So sieht es im Zwischenlager in Würenlingen aus. Bild: KEYSTONE

Das Schweizer Entsorgungskonzept sieht dafür die Lagerung in tiefen Gesteinsschichten vor. Bis über einen Standort entschieden und das Tiefenlager betriebsbereit ist, werden die Abfälle im zentralen Zwischenlager in Würenlingen zwischengelagert.

Wird es zu Versorgungslücken im Stromnetz kommen?

Das AKW Mühleberg produzierte jedes Jahr rund 3000 Gigawattstunden Strom, das entspricht fünf Prozent des Schweizer Bedarfs. Mit der Abschaltung reduziert sich die Stromproduktion der BKW um einen Viertel. Laut dem Berner Energieunternehmen komme es dadurch aber nicht zu einer Versorgungslücke. Dank ihres Produktionsparks im In- und Ausland, dem Handelsgeschäft und ihrer europaweiten Vernetzung werde die BKW ihre Kunden weiterhin zuverlässig mit Strom beliefern.

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    Alle Leser-Kommentare
  • E7#9 20.12.2019 13:14
    Highlight Highlight Aus dem Artikel geht nicht genau hervor, wie viel radioaktives Material speziell entsorgt werden muss. Wovon bleiben 2% übrig? Sind es 2% der gesamten Entsorgungsmenge (das wären 4‘000 Tonnen) oder 2% des 8% grösstenteils gering radioaktiven Bauschutts (also 320 Tonnen)?
  • Lowend 20.12.2019 12:48
    Highlight Highlight Es ist vollbracht und mein Computer läuft noch immer. 😉

    Freude herrscht!🥂🍾
  • Mutbürgerin 20.12.2019 11:25
    Highlight Highlight Das ist aber clever. Wir schalten ein funktionierendes Kraftwerk ab und importieren Kohle und Atomstrom aus dem Ausland. Der Atommüll ist ja damit auch nicht weg. Green Logic.
    • trio 20.12.2019 14:57
      Highlight Highlight Willst du die immensen Kosten für den Weiterbetrieb zahlen? Schlussendlich ist es auch eine wirtschaftliche Frage. Sonst hätte die Anlage ja privat weiterbetrieben werden können.
      Ich persönlich investiere lieben in Solaranlagen.
  • Spartan117CH 20.12.2019 10:50
    Highlight Highlight Die Kostenrechung eines Atomkraftwerk
    - Bau
    - Betrieb
    - Rückbau
    - Lagerkosten Radioaktives Material (1 Mio. Jahre)

    Würde mich interessieren.
    • rodolofo 20.12.2019 17:09
      Highlight Highlight In ca. 10'000 Jahren werden sie den Atommüll in die Sonne schiessen, wenn die Prognosen des ENSI stimmen.
  • GraveDigger 20.12.2019 09:59
    Highlight Highlight Für die Menge an Energie die AKW erzeugt ist der Abfall und Rohstoffverbrauch ja sehr bescheiden bei einer Laufzeit von 40 Jahren.
    Man müsste mal ausrechnen wie dies bei den erneuerbaren Energien aussieht, wahrscheinlich auch nicht besser eher viel höherer Rohstoffverbrauch. Immerhin strahlt das Zeugs nicht so und die Herstellung von Solarzellen und Batterien oder Windrädern kann ganz ökologisch in China gemacht werden. Dann bleibt der Dreck bei denen liegen... Atommüll muss ja die Schweiz selber entsorgen aber der Elektroschrott kann legal in Ghana als Entwicklungshilfe angeliefert werden
    • flo5 20.12.2019 11:20
      Highlight Highlight … tja wirklich sehr bescheidener Abfall dieser Atommüll 🙄
    • Magnum44 20.12.2019 13:35
      Highlight Highlight Dieser Müll ist so bescheiden, dass er nur ein paar tausend - Millionen Jahre lang gelagert werden muss. Aber was ist das schon im Vergleich zum Recyclen einer Batterie.
  • paule 20.12.2019 09:54
    Highlight Highlight Ich (pensionär) habe in meiner Schulzeit immer den "Helveticus" erhalten.
    Darin stand, dass die Kernenergie die Lösung aller Energieprobleme sein werde, selbst Flugzeuge würden damit fast unendlich weit fliegen können.
    Es war eine Euphorie und vor allem eine gewaltige Falscheinschätzung. Darum nicht schlechtreden, sondern jetzt das beste daraus machen.
    Es ist aber nicht gut, so gut gewartete Anlagen auszuschalten und aus dem Ausland schlechter Produzierten Strom zu beziehen, da muss noch etwas nachgedacht werden.
  • Saerd neute 20.12.2019 09:51
    Highlight Highlight Es gibt keinen Engpass in der Versorgung, wir werden mehr billigen Atomstrom aus Frankreich importieren.
    • Bündn0r 20.12.2019 11:27
      Highlight Highlight Oder Kohlestrom aus Deutschland...
    • rodolofo 20.12.2019 17:06
      Highlight Highlight Oder Solarstrom aus der Wüste!
      Wenn das Projekt "desertec" richtig vorwärts machen würde.
      Aber für diese, ECHTE "Hilfe für Afrika" lässt sich das eingemerkelte Europa verdächtig viel Zeit...
      Könnte es sein, dass da einige Lobbyisten mit viel Überredungskunst und überzeugenden Finanz-Argumenten kräftig Einfluss nehmen, damit die Energie-Wende nur vorgegaukelt werden muss und deshalb auch nie und nimmer gelingen wird...?
  • WID 20.12.2019 09:24
    Highlight Highlight 2% radioaktiv kontaminiert von 200'000 Tonnen sind ja nur 4000 Tonnen! Zum Glück haben wir hier in der Schweiz ja ein funktionierendes und sicheres Endlager!
  • THEOne 20.12.2019 09:13
    Highlight Highlight dann importieren wir halt wiedr mehr dreckstrom... aber hey, es wird nicht mehr hier produziert, heisst weniger co2 in der schweiz...

    und für die dies nicht gerafft haben:
    /* sarkasmus off*/
    • rodolofo 20.12.2019 17:01
      Highlight Highlight Wir können ja Wind- und Solarstrom importieren!
      Ist dann halt etwas teurer (kurzfristig).
  • landre 20.12.2019 09:00
    Highlight Highlight "Der Rückbau soll 927 Millionen Franken kosten, die Entsorgung 1,4 Milliarden Franken."
    (Summa summarum also ca. 2+ Mia.)
    Wer übernimmt eigentlich diese Kosten?
    • THEOne 20.12.2019 09:11
      Highlight Highlight ja sicher nicht die bkw....
    • Maubro_ 20.12.2019 09:26
      Highlight Highlight rate mal.
    • jeffo56 20.12.2019 09:46
      Highlight Highlight FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen
      zitat AKW zahlen schon lange für stilllegung rückbau und entsorgung. alles andere ist gelogen. PUNKT
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pius C. Bünzli 20.12.2019 08:53
    Highlight Highlight Wer bezahlt das ganze? Etwas mehr Info über den STENFO wäre super.
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 20.12.2019 08:44
    Highlight Highlight Mühleberg ist das erste Schweizer AKW welches ohne Störfall ausser Betrieb geht. Das AKW Lucens hat 1968 ebenfalls Strom geliefert bevor im Januar 1969 die Explosion das Ende war https://de.m.wikipedia.org/wiki/Reaktor_Lucens
  • rodolofo 20.12.2019 08:32
    Highlight Highlight Die AKW-Lobby mit ihrem politischen Kopf, Wasserfallen (FDP), gibt sich noch lange nicht geschlagen!
    Mit 5G-Techologie, Bitcoin-Geldsystem, E-Autos, Robotern, Internet-Streaming und so weiter "Stromfresser" geschaffen, die auf der Angebotsseite, auf der Kohle- und Gaskraftwerke wegen des CO2-Ausstosses fossiler Energien so gut wie tabu geworden sind, nach neuen AKW's SCHREIEN!
    Wie soll ausreichende Bandenergie zukünftig möglich sein, ohne Atomkraftwerke?
    Die Herausforderung wäre wohl zu schaffen, übersteigt aber die träge funktionierende Demokratie, so dass die Versuchung gross sein wird...
  • PeteZahad 20.12.2019 08:14
    Highlight Highlight "Dank ihres Produktionsparks im In- und Ausland, dem Handelsgeschäft und ihrer europaweiten Vernetzung werde die BKW ihre Kunden weiterhin zuverlässig mit Strom beliefern".

    Aus dem Handelsgeschäft unter anderem Strom aus Kohle und Atomstrom aus Frankreich.
  • Asmodeus 20.12.2019 08:11
    Highlight Highlight Kleine Frage zur Formulierung.


    Fällt die Temperatur des Beckens innerhalb von 7 Stunden von 280 auf -100 oder auf weniger als 100° Celsius?


    Und es ist extrem krass. Ein GEORDNETER und GEPLANTER Shutdown sorgt dafür, dass das Areal für mindestens 15 Jahre nicht mehr genutzt werden kann.

    Man will sich nicht vorstellen was im Falle eines Unfalls betroffen wäre und für wie lange.
  • dis_Mami_het_gseit 20.12.2019 08:06
    Highlight Highlight Die Schweiz wird damit klar sicherer. Danke und weiter so.
  • Toni.Stark 20.12.2019 07:52
    Highlight Highlight Noch haben wir keine Alternative, obwohl die ganze Zeit kolportiert. Kauft Kerzen, dann habt ihr Licht, wenn der Strom fehlt!
  • Aurum 20.12.2019 07:52
    Highlight Highlight Rund 2% müssen speziell entsorgt werden. Was nach wenig klingt sind eigentlich 4'000 Tonnen :)
    • tagomago 20.12.2019 08:23
      Highlight Highlight Unter die Haube nach Tschernobyl?
    • dä dingsbums 20.12.2019 09:11
      Highlight Highlight Das ist aber auch einfach:
      24'000 Jahre stehen lassen und schon sind es nur noch 2'000 Tonnen.
  • amberli 20.12.2019 07:50
    Highlight Highlight Kommt es von Netz oder geht es von Netz? 🤔
    • dä dingsbums 20.12.2019 13:22
      Highlight Highlight Schrödingers Kernkraftwerk, es kommt und geht vom Netz!
  • luegeLose 20.12.2019 07:47
    Highlight Highlight Das BKW importiert also Strom aus dem Ausland, um die Versorungslücke zu schliessen? Gibt es keine anderen Alternativen? Wasser, Wind, Sonne?
    • nukular 20.12.2019 10:12
      Highlight Highlight naja, die grünen sind ja immer dagegen .. siehe heute: abstimmung zur lockerung der regelungen für die stromproduktion mit wasserkraft.. wurde zwar angenommen, aber die grünen waren wieder einmal dagegen.. da fragt man sich...
    • MarGo 20.12.2019 11:32
      Highlight Highlight Lockerung der Umweltschutzauflagen... und die Grünen sind dagegen...?
      Unglaublich!! Wie können die es wagen, weiterhin auf Umweltschutz zu setzen, wenn wir doch Wasserkraftwerke brauchen...
    • nukular 20.12.2019 11:55
      Highlight Highlight @MarGo, ähm warum sollte man die umweltschutzauflagen nicht lockern zugunsten grüner energie?.. die grünen fordern und fordern, wollen aber keine kompromisse eingehen.. man kann nicht alles haben.. es wird immer irgendwo was "leiden" müssen oder sollen wir ohne eine fläche zu beanspruchen strom erzeugen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • oliversum 20.12.2019 07:46
    Highlight Highlight "Versorgungslücke" ist übrigens ein Wort aus der Axpo-PR-Abteilung. Es gibt per Definition keine Versorgungslücke.
  • thierry_haas 20.12.2019 07:45
    Highlight Highlight Interessant wäre hier noch eine detaillierte Auflistung woher genau die 2.5 Milliarden für die Stilllegung kommen werden...
  • nuhresideeli 20.12.2019 07:39
    Highlight Highlight Super Sache!
    Bin gespannt wie viel der Steuerzahler noch für den Abbau, Einlagerung berappen muss.
    Die knapp 4'000 Tonnen müssen ja auch noch irgendwo eingelagert werden.
  • Michael Mettler 20.12.2019 07:35
    Highlight Highlight Dachte immer das geht nicht ohne diese AKWs...
  • Remo Robbiani 20.12.2019 07:32
    Highlight Highlight Finde ich sehr spannend. Wenn aber der Rückbau 900 Millionen und die Entsorgung 1.4 milliarden kosten, wieviel hätte dann die Aufrüstung gekostet die "sich nicht gelohnt hätte"?🤔
    • trio 20.12.2019 15:10
      Highlight Highlight Spätesten 2023 wär sowieso Schluss gewesen. Und die Kosten für den Rückbau bleiben ja gleich.
    • Remo Robbiani 20.12.2019 17:35
      Highlight Highlight Achsoo danke für die Info👍
  • Miikee 20.12.2019 07:10
    Highlight Highlight Endlich!
    Jetzt. Förderung von Solar bei Privaten und bei Firmen. Haben einfach noch zuviele Freie Plätze auf unseren Dächern.
    Mit dem Überschuss durch den Tag entweder Wasser hochpumpen für die Wasserkraftwerke. Oder Power to Gas oder Methanol herstellen oder Wasserstoff herstellen oder oder oder.

    Probleme gelöst und wir können endlich alle Rote Knöpfe drücken bei unseren AKWs!
  • Penguin 20.12.2019 07:06
    Highlight Highlight ‚Nur’ 4’000 Tonnen radioaktive Abfälle...
  • wasihrnichtsagt 20.12.2019 07:05
    Highlight Highlight Weiter so! Danke
    • Der Rückbauer 20.12.2019 08:12
      Highlight Highlight Auch für die BKW ein "Gewinn": Der Betrieb war defizitär.
    • Z.enox 20.12.2019 08:15
      Highlight Highlight Und dann? Wie willst du den ganzen Strom herstellen? Import aus dem Ausland. Bravo
  • Ueli der Knecht 20.12.2019 07:04
    Highlight Highlight "Damit das Kernkraftwerk hätte weiter betrieben werden können, wären umfassende Nachrüstungen nötig gewesen. Dies forderte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi Ende 2012."

    Mit anderen Worten: Das ENSI bemerkte endlich nach 40 Jahren riskantem Betrieb, dass ein Reaktorunfall wie Fukushima auch in Mühleberg passieren könnte, wenn das Stauwehr vom Wohlensee bricht (nebst Erdbeben zB. auch wegen Flugzeugabsturz oder eines kriegerischen/terroristischen Akts).

    Einer solchen Flutwelle könnten auch die anderen AKWs Gösgen, Beznau und Leibstadt nicht standhalten. Die bleiben riskant.
    • Ich hol jetzt das Schwein 20.12.2019 11:56
      Highlight Highlight Woher sollen denn die Flutwellen in Gösgen, Beznau und Leibstadt kommen? Der Bielersee ist kein Stausee. Und der Rheinfall kann auch eher weniger brechen...
      Auch Flugzeugabstürze wären für KKWs, aufgrund des Kuppelbaus, kein Problem, wenn es nicht gerade ein Kampfjet wäre, der im richtigen Winkel frontal in die Aussenmauer des Reaktordruckgebäudes fliegen würde. Nicht mal da ist sicher, ob der überhaupt durchkäme.
    • Ueli der Knecht 20.12.2019 12:46
      Highlight Highlight Was passiert zB. wenn der Sihlsee bricht, oder die Grimselstaumauer, oder beides gleichzeitig, Ich hol jetzt das Schwein? Mit gleichzeitigem 250mm Niederschlag? Das weiss man nicht so genau.

      Die Wahrscheinlichkeit ist zwar sehr gering, aber alle diese AKWs stehen direkt neben den Abflusskanälen. Sollten also Rhein und Aare mal von Flutwellen betroffen sein, dann sind diese AKWs gefährdet.

      Beim AKW Mühleberg war die Gefährdung konkreter. Daher musste es auch abgstellt werden. Die anderen AKWs bekamen keine zusätzliche Sicherheitsauflagen. Daher könnte dort Fukushima passieren.
    • Ueli der Knecht 20.12.2019 12:53
      Highlight Highlight "Auch Flugzeugabstürze wären für KKWs, aufgrund des Kuppelbaus, kein Problem,"

      Das Stauwehr vom Wohlensee könnte einen Flugzeugabsturz nicht unbeschadet überstehen. Auch ist das Stauwehr zuwenig geschützt vor terroristischen und kriegerischen Akten. In allen diesen Fällen wäre eine Katastrophe wie in Fukushima auch in Mühleberg sehr wahrscheinlich.

      In diesem Sinne hatten wir mit Mühleberg einfach nur Glück. Im Nachhinein wissen wir, dass die Sicherheit in Mühleberg entgegen den Betreuerung der Verantwortlichen nicht ausreichte, und wir 47 Jahre einem enormen Risiko ausgesetzt waren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aliminator 20.12.2019 07:00
    Highlight Highlight „Dank ihres Produktionsparks im In- und Ausland, dem Handelsgeschäft und ihrer europaweiten Vernetzung werde die BKW ihre Kunden weiterhin zuverlässig mit Strom beliefern.„
    So so... und aus was wird denn dieser Strom produziert? 🤔
    Alleine Frankreich hat mehr als 58 AKWs...
    • THEOne 20.12.2019 09:07
      Highlight Highlight und bald 3 weitere
    • fuegy 20.12.2019 09:14
      Highlight Highlight Frankreich produziert Strom auch CO2 neutraler als z.B. Deutschland. AKW abstellen aber dafür Gas und Kohle, weil Wind und Solar einfach nicht genug und nicht konstant Leistung bringen, ist alles andere als Zukunftssichernd...
    • WID 20.12.2019 09:26
      Highlight Highlight @Aliminator: leider wahr, darum Energiewende sofort!
  • johnnyenglish 20.12.2019 06:58
    Highlight Highlight Wichtig: zwei rote Knöpfe.
    • Fip 20.12.2019 09:25
      Highlight Highlight Der Mitarbeiter hat ja sehr wahrscheinlich auch zwei Daumen!
    • Moelal 20.12.2019 09:35
      Highlight Highlight Genau Trump hat nur einen, das geht gar nicht
    • GraveDigger 20.12.2019 09:41
      Highlight Highlight Trump hat aber den grösseren roten Knopf..
  • Auric 20.12.2019 06:15
    Highlight Highlight Wir werden es ja sehen, was diese KKW Abschaltung zusätzlich zu dem Deutschen Energiewendewahnsinn für Auswirkungen haben wird, die nächste Dunkelflaute kommt bestimmt, dann noch ein paar cm Schnee, ein Eisregen und wir werden in die Steinzeit zurückversetzt.
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    • Calvin Whatison 20.12.2019 08:43
      Highlight Highlight Seien Sie nicht so gnadenlos ehrlich. Dass will man nicht hören, sehen und lesen. 😂😂😂
    • WID 20.12.2019 09:27
      Highlight Highlight @Auric: ja, wenn wir nicht endlich und subito ernst machen mit durchdachten, ökologisch besseren Konzepten. Die Technologien gibt es, aber der Wille diese auch zu finanzieren fehlt.
    • JohnDoe1937 20.12.2019 09:36
      Highlight Highlight Ok Boomer.
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  • Carry62 20.12.2019 05:49
    Highlight Highlight Es wird nicht zu Stromlücken kommen? Verfolgt doch ein paar Tage auf Swissgrid unseren Im- und Export... meistens importieren wir mehr Strom als wir exportieren... jetzt schon... und Mühleberg läuft noch...
    Was kümmert „Euch“ der deutsche Kohlestrom... „Ihr“ fahrt Tesla und habt beim Versorger grünen Strom bestellt/bezahlt 🙄
    • drüber Nachgedacht 20.12.2019 09:03
      Highlight Highlight Deutschland hat keine Stauseen, und in den letzten Jahren mehrere AKWs abgestellt.
      Deutschland hat trotzdem 47% ihres Stromes dieses Jahr CO2 neutral produziert.

      Dann sollten wir in der Schweiz,mit 10% der Einwohner von Deutschland und der Topologie, wo 60% des Stroms aus Wasserkraft kommt, dies wohl auch schaffen...

      Aber solange von rechtsbürgerlicher Seite alles unternommen wird, damit keine PV Anlagen gefördert werden wird es schwierig.
    • Oigen 20.12.2019 09:25
      Highlight Highlight Dann sollte man halt nicht alle kkws am selben fluss bsuen, dann können die auch im Sommer produzieren.

      Oder man könnte sich an Sicherheitsvorschriften halten, dann muss man nicht notfallabschaltungen machen und permanent warten.

      Oder man gibt den franzosen, grünen, linken oder sonst wem die schuld, nur nicht uns selber, wir sind ja unfehlbar
    • Gummibär 20.12.2019 09:33
      Highlight Highlight "wir" haben schon vor Jahren wo immer möglich auf Energie-Selbstversorgung umgestellt und brauchen heute noch ca. 15% des Stromverbrauchs von 2009.
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Munitionslager im Berner Mitholz wird geräumt: Bewohner müssen Dorf für 10 Jahre verlassen

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