Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR GESTRIGEN STOERUNG IM AKW MUEHLENBERG, DIE ZU EINER ABSCHALTUNG DES REAKTORS FUEHRTE, AM MITTWOCH, 7. MAERZ 2018 - Das Kernkraftwerk Muehleberg an der Aare bei Bern am Donnerstag, 9. August 2012. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Auf ewig brandgefährlich – Wohin mit dem Abfall des AKW Mühleberg?

Das Kernkraftwerk Mühleberg wird zum letzten Mal nachgerüstet. Ende 2019 geht der Reaktor vom Netz. Die Debatte über seine atomaren Abfälle ist diese Woche neu entbrannt.

Samuel Schumacher / az Aargauer Zeitung



Im Reaktorgebäude riecht es nach Dill, ausgerechnet. Dabei sind Lebensmittel hier im atomaren Herzen des Kernkraftwerks Mühleberg strengstens verboten. Das 46 Meter hohe Gebäude gehört zu den bestbewachten Bauten der Schweiz. Wer hier hinein will, muss sich einer peniblen Sicherheitsprüfung unterziehen, diverse Schleusen passieren, sich bis auf die Unterwäsche ausziehen und einen speziellen weissen Anzug überstreifen.

Mitarbeiter des Kernkraftwerks Muehleberg in Schutzanzuegen diskutieren, am 29. August 2018 in Muehleberg. Das Kernkraftwerk befindet sich momentan in Revision. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Gelbe Schutzanzüge und Luftfiltermasken: Mitarbeitende des Kernkraftwerks Mühleberg bringen den Reaktor ein letztes Mal auf Hochtouren. Bild: KEYSTONE

Draussen patrouillieren Hunde auf dem Gelände. Meterhohe Stacheldrahtzäune umziehen das Kernkraftwerk. Und der Fotograf, der die letzte Journalisten-Tour durch Mühleberg mit seiner Kamera festhalten will, wird auf Schritt und Tritt von einer Kraftwerk-Mitarbeiterin verfolgt. Sie will sicherstellen, dass er ja keine heiklen Schilder oder Maschinenteile fotografiert.

Dieser Tage mischt sich ein vielsprachiges Stimmengewirr in das Brummen der Mühleberg-Generatoren. 350 Profis aus aller Welt helfen mit bei der allerletzten Revision des Kernkraftwerks. Anfang September wird der temporär abgeschaltete Reaktor ein letztes Mal hochgefahren. Im Dezember 2019 ist definitiv Schluss. Dann wird Mühleberg als erstes der fünf Schweizer Kernkraftwerke vom Netz genommen. Für immer. Das Revisionsfest, das die 350 Angestellten und die externen Revisions-Profis heute Abend feiern, ist das letzte seiner Art in Mühleberg.

Eine bedrückte Stimmung liegt über dem grauen Koloss in den Wäldern ausserhalb der Hauptstadt Bern. Seit 1972 summt das Kernkraftwerk hier vor sich hin und hat im Schnitt rund fünf Prozent des gesamten Strombedarfs der Schweiz produziert. Im Oktober 2013 aber kam das Todesurteil für den Kernreaktor: Die Betreiberin, das Berner Energieunternehmen BKW Energie AG, entschied, Mühleberg bis Ende 2019 abzuschalten.

Zu gross wären die nötigen Investitionen für den längerfristigen Betrieb gewesen, zu gross die Unsicherheiten wegen der tiefen Strompreise, zu gross der politische Druck. Denn spätestens seit der Bundesrat nach der atomaren Katastrophe in Fukushima 2011 entschieden hat, bis 2034 aus der Atomenergie auszusteigen, ist klar, dass die Kernreaktoren hierzulande keine Zukunft mehr haben.

25,4 MRD. Für AKW-Rückbau

Video: srf/SDA SRF

Was passiert mit Würenlingen?

Doch mit dem Lichterlöschen am 20. Dezember 2019 ist das Kapitel Mühleberg längst nicht abgeschlossen. Anders als ein Oldtimer, der nach 47 Jahren im Betrieb einfach verschrottet und eingestampft werden kann, bleiben die atomaren Überbleibsel des nuklearen Industriewerks aus den 70er- Jahren lange über den Dezember 2019 hinaus hochgefährlich. 16'000 Liter radioaktive Abfälle produziert das Kernkraftwerk jedes Jahr. Dazu kommen in den kommenden Jahren Tausende Tonnen radioaktiver Maschinenbestandteile und insgesamt 240 mit Uran angereicherte Brennstäbe. Der Rückbau des Kraftwerks dürfte rund 550 Millionen Franken kosten. Genau wie die Entsorgung wird auch er alleine vom Betreiberunternehmen finanziert.

2370 Millionen Franken

hat das Betreiberunternehmen BKW Energie AG seit 1972 in die Nachrüstung des Kernkraftwerks Mühleberg investiert.

Der radioaktive Schrott wird im Zwischenlager im aargauischen Würenlingen (Zwilag) landen – so wie der gesamte radioaktive Abfall, der in der Schweiz produziert wird. Dort werden die Brennstäbe & Co. in riesigen Stahlbehältern gelagert, bis die Schweiz dereinst ein eigenes geologisches Tiefenlager haben wird, das die gefährlichen Hinterlassenschaften des atomaren Zeitalters auf immer verschluckt. Nach dem heutigen Zeitplan sollten die hochradioaktiven Abfälle bis im Jahr 2060 in ein Tiefenlager verschoben werden können.

Die Frage nach ebenjenem «Endlager» gibt im Aargau dieser Tage wieder zu reden. Grund dafür ist eine Interpellation der CVP im Grossen Rat. Die Mittepartei stellt dem Regierungsrat darin fünf Fragen. Unter anderem will sie wissen, was mit den atomaren Abfällen geschieht, falls die Suche nach einem Endlager-Standort scheitern sollte. «Würde die Standortsuche scheitern, würden die Abfälle weiterhin in Zwischenlagern gelagert», antwortet der Regierungsrat. Das Zwischenlager Würenlingen habe genügend Kapazität, um die in Zukunft anfallenden Abfälle aus allen Schweizer Kernkraftwerken einzulagern.

So sieht das AKW in Fukushima von innen aus

Video: srf/SDA SRF

Entschädigung für Image-Schaden

CVP-Grossrat Andreas Meier, der die Interpellation eingereicht hatte, findet, man hätte die Frage nach der Zukunft des Zwischenlagers schon viel früher stellen müssen, besonders im «speziell betroffenen» Kanton Aargau. «Die Beantwortung der Fragen regt die Regierung an, die Planung baldmöglichst weiterzuführen», sagt Meier. Insbesondere die Forderung nach einer Entschädigung für die Region Würenlingen, die das Risiko der Langzeitlagerung auf sich nähme, findet Meier dringend. «Der Kanton Aargau hat unerwünschte Auswirkungen beim Rückbau von Kernenergieanlagen zu erwarten.» Nebst negativen Auswirkungen auf den Verkehr bedeutete die Langzeitlagerung vor allem auch einen potenziellen Image-Schaden, befürchtet Meier, nebenamtliches Mitglied im Verwaltungsrat von Aargau Tourismus.

Zuständig für die Suche nach einem geeigneten Standort ist die «Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle» (Nagra). Zwischen 1982 und 1999 hat die Genossenschaft bereits an acht Standorten in der Nordschweiz gebohrt (siehe Karte). Vergangene Woche hat die Nagra vom Bund grünes Licht für drei weitere Sondierbohrungen erhalten. Sie untersucht den Boden unter Bülach, Trüllikon und Marthalen. Bis 2022 gibt die Nagra bekannt, für welche Standorte sie sogenannte Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau eines Tiefenlagers ausarbeiten will.

Bild

Bild: zvg az

Die Idee eines Tiefenlagers im Zürcher Weinland erregt in Marthalen die Gemüter. «Der Gemeinderat lehnt ein mögliches Tiefenlager im Weinland und insbesondere in der Gemeinde Marthalen unter anderem aus volkswirtschaftlichen Überlegungen, Sicherheitsaspekten und aufgrund des Gefahrenpotenzials für das grosse Grundwasservorkommen ab», sagt Gemeindepräsident Matthias Stutz. Die Testbohrungen der Nagra aber begrüsse man grundsätzlich. Nicht zuletzt, weil genaue Untersuchungen zeigen könnten, dass andere Standortregionen besser für ein Tiefenlager geeignet seien als das Zürcher Weinland.

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Video: srf

Grillplatz statt Kernreaktor

Zum Beispiel Bülach im Zürcher Unterland. Auch da schaut man den Nagra-Bohrungen aber mit gemischten Gefühlen entgegen. Stadtpräsident Mark Eberli sagt: «Sollte sich zeigen, dass unsere Region die sicherste für die Realisierung eines Tiefenlagers ist, ist zwingend eine Abgeltung für die Folgen zu bezahlen.» Leider sei eine entsprechende Abgeltung heute noch nicht gesetzlich verankert, obwohl das dringend nötig sei. «Ansonsten kann kaum mit dem Einverständnis der Bevölkerung und der Behörden zu einem Tiefenlager gerechnet werden.»

Noch bleibt ein bisschen Zeit für die Klärung dieser Fragen. Erst einmal feiern die Mitarbeiter in Mühleberg heute Abend ausgiebig die Revision, trotz der «Endzeitstimmung», die in den Worten eines Angestellten zuweilen auf dem Mühleberg-Gelände zu spüren sei. 2034 soll der Rückbau des Berner Atomkraftwerkes abgeschlossen sein. Bis dahin behalten alle 350 Mitarbeiter ihre Stelle, auch wenn das Job-Profil in der Rückbauphase bei einigen angepasst werden muss. Danach kann das Areal umgenutzt werden. Zum Beispiel als Grillplatz, meint ein Mitarbeiter. In den nächsten 15 Monaten aber brennen hier noch einmal wesentlich ungeniessbarere Dinge als Cervelats und Veggieburger. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • hutzleputz 30.08.2018 13:51
    Highlight Highlight Wo ist das Problem ? Glaubt man diesen ganzen Beiträgen in den Blogs zum Thema Atom, dann gibt es da doch eine Menge Befürworter. Ich würde jetzt diesen Atommüll in handliche 5 KG packchen verpacken und es jedem Befürworter zusenden. Der kann es dann in seinem Keller verstecken, im Garten vergraben oder unter das Bett schieben.
  • Bynaus 30.08.2018 10:27
    Highlight Highlight "mit Uran angereichert" - das ist ein etwas irreführender Ausdruck. Natürlich ist im Brennstab viel Uran drin (es gibt wohl kaum etwas anderes, was so viel Uran enthält). Aber "angereichert" und "Uran" werden normalerweise zusammen im Ausdruck "angereichertes Uran" verwendet, dort meint man aber, dass der Anteil des spaltbaren Uran-235 Isotops höher ist als in natürlichem Uran. Ohne diese "isotopische" Anreicherung würde die Kernspaltung (in dem Typ KKW, den wir in der Schweiz nutzen) nicht funktionieren.
  • Bynaus 30.08.2018 08:22
    Highlight Highlight Das KKW Mühleberg haben wir mit neuen Erneuerbaren praktisch ersetzt. Nun gilt es, das gleiche mit Beznau zu tun. Ich bezweifle allerdings, dass dies gelingen wird. Erneuerbare als Thema sind seit der Debatte zum Energiegesetz irgendwie gegessen. Ich befürchte, wenn es so weitergeht, werden die KKWs schliesslich v.a. durch Gaskraftwerke ersetzt... und DEREN Abfälle (CO2) haben auch Folgen für 100000 Jahre...
  • walsi 30.08.2018 08:13
    Highlight Highlight Es ist ein Irrglaube man könne einfach ein tiefes Loch graben, alles rein schmeissen und dann vergessen. Das funktioniert nicht. Diese radioaktiven Abfälle werden noch ein paar 1000 Generationen beschäftigen.

    Die Abfälle anders zu gebrauchen funktioniert nicht, auch wenn die Techniken dazu existieren. Weil das betreiben von AKW grundsätzlich viel zu gefährlich ist. Was bei einem GAU passiert haben wir in der Vergangenheit schon öfters gelehrt.
    • max_bruppbacher 30.08.2018 09:26
      Highlight Highlight Es ist auch ein Irrglaube das Entsorgungskonzept umfasse ein tiefes Loch indieses man alles reinschmeisst und gut ist..
      Da wird international verknüpfte Forschung auf top level gemacht.. das ist nicht einfach ein Bagger, gelbe Fässer rein und gut ist..
    • walsi 30.08.2018 11:59
      Highlight Highlight @max: Schon vergessen, in Deutschland hat man das schon gemacht. Es ist grandios gescheitert.

      https://www.tagesschau.de/inland/asse-atomlager-101.html
    • max_bruppbacher 30.08.2018 16:31
      Highlight Highlight @walsi ja das war und ist eine Sauerei, das hat aber nichts mit denPländender Nagra zu tun
    Weitere Antworten anzeigen
  • franky_fix 30.08.2018 07:31
    Highlight Highlight In die Keller der Atombeführworter.
  • lilie 30.08.2018 07:30
    Highlight Highlight Irgendwie kapier ich das Ganze nicht. Seit Jahrzehnten wird an der Problematik der Atommüll-Entsorgung herumgebastelt, und noch immer ist keine Lösung da.

    Die Zwischen- und Endlagerung ist hochproblematisch, da der Atommüll über mehrere 100'000 Jahre strahlen wird.

    Eine blödsinnige Situation.

    Also entweder macht man Schluss damit, oder man findet einen Weg, die Brennstäbe aufzubereiten. Denn auch mit den radioaktiven Materialien ist es doch gleich wie mit dem Erdöl: Irgendwann sind die Vorräte erschöpft.

    Nachhaltigkeit wäre auch hier gefragt.
    • Bynaus 30.08.2018 08:09
      Highlight Highlight Wenn man Schluss damit macht, geht der existierende Abfall auch nicht weg. Nach meiner Meinung gibt es deshalb nur eine ethisch vertretbare Lösung: die Abfälle (nuklear) verbrennen, unter Energiegewinn. Das geht zweifellos, und das weiss man seit Jahrzehnten. In Kanada wurde gerade der Bau eines entsprechenden Prototypen in Auftrag gegeben. Ich hoffe, dass sich die Vernunft durchsetzt, bevor das Endlager "gefunden" ist.
    • lilie 30.08.2018 08:28
      Highlight Highlight @Bynaus: Nein, der existierende Müll geht nicht weg. Aber warum kann man ihn nicht durch "Rückverdünnung" wieder unschädlich machen?

      Hast du einen Link über die Anlage in Kanada? Ich habe nichts gefunden.

      In DE wird schon lange Atommüll verbrannt. Allerdings handelt es sich dabei um schwachstrahlenden Müll, der von Putzlappen, Arbeitsanzügen etc. stammt. Das Volumen dieser Abfälle machen 90% des Volumens von Atommüll aus und kann durch die Verbrennung massiv reduziert werden. Strahlen tut es aber deswegen immer noch.

      http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/Verbrennung_von_Atommüll
    • max_bruppbacher 30.08.2018 09:27
      Highlight Highlight In derSchweiz wird der mittel und schwach aktive Abfall schon lange verbrannt und verglast.. Das Zwilag war sogar die erste Anlag Weltweit
      http://www.zwilag.ch/de/plasma-anlage-_content---1--1047.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 30.08.2018 07:07
    Highlight Highlight Wichtig ist einfach, dass die Abfälle rückholbar sind. Einige Designs der Generation-IV-Kraftwerke können diese radioaktiven Abfälle als Brennstoff benutzen. Damit würden sie zu einem grossen Teil verbaucht werden können.
    Zudem hat die Schweiz nicht den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, sondern schreibt vor dass zukünftige Kraftwerke inhärent sicher sein müssen. Also nicht mehr von aktiver Kühlung usw. abhängig. Damit wäre die Generation IV hier zu lande nutzbar.
    China nimmt voraussichtlich noch dieses Jahr den ersten derartigen Reaktor in Betrieb.
    • remim 30.08.2018 07:41
      Highlight Highlight Die Kernreaktor Generation IV dürfen wir gerne überspringen und dann wieder bei der Kernfusionsreaktor Generation I einsteigen.
    • leu84 30.08.2018 07:51
      Highlight Highlight Es gibt ein paar Vorteile. Es gibt viel mehr Thorium als Uran in der Erdkruste. Man kann radioaktive Reststoffe verwenden und deren Zerfallzeit deutlich reduzieren. Bei Thorium ist diese Zeit etwa bei 1000 Jahre statt 100000. Es braucht keinen Druckwasserreaktor, das bei einem GAU radioaktive Stoffe in die Atmosphäre schleudert. Aus Thorium lässt keine Bombe basteln. Das war in den 50/60er der Grund, weshalb man deren Interesse verlor und auf Uran/Plutonium setzte. Auch die Schweiz. Man soll solche Kraftwerke nur übergangsmässig bauen um den Uranbestand zu reduzieren.
    • Ökonometriker 30.08.2018 08:02
      Highlight Highlight @remim: das heisst wir sollten weitere 70 Jahre die Umwelt verpesten bis Kernfusion wirtschaftlich möglich ist?
      @leu84: es gibt auch weitere Vorteile, z.B. die hohen erreichbaren Temperaturen von Kugelhaufenreaktoren. Die Wärme kann dann direkt zum Gewinnen von Wasserstoff oder synthetischem Benzin genutzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zyniker haben es leichter 30.08.2018 06:52
    Highlight Highlight Also... Ich würde "Endlager" ja dort bauen wo es schlicht keine Rolle spielt... In alten Uran-Bergwerken, Tschernobyl, etc. Und das "offen" mit paar MA zur überwachung der "Killerroboter" im inneren. Die paar Hanseln auf Staatskosten mehr oder weniger ist irrelevant und die Gefahr für die Umwelt strebt gegen null, weil eh schon für "immer" verseucht.
  • Raffaele Merminod 30.08.2018 06:24
    Highlight Highlight Und wie sicher ist das Zwischenlager?
    • Bowell 30.08.2018 06:57
      Highlight Highlight Schau es Dir doch einfach mal an. Es gibt geführte Touren.
    • walsi 30.08.2018 08:15
      Highlight Highlight @Bowell: Genau, an so einer Tour wird mir der Betreiber sicherlich erzählen wie unsicher das eigentlich ist.
    • max_bruppbacher 30.08.2018 09:28
      Highlight Highlight Das Zwilag ist so sicher wie es geht.. aber nur solang wie unsere gesellschaft funktioniert..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 30.08.2018 06:15
    Highlight Highlight Das Konzept der "Endlagerung" ist für einen guten Teil der sogenannten Abfälle sehr fragwürdig. Die ausgebrannten Brennstäbe beinhalten noch 97% der nutzbaren Energie. Die Technologie, diese zu nutzen - und damit sowohl die Menge als auch die Langlebigkeit der Strahlung auf einen Bruchteil zu reduzieren existiert.

    Es stellt sich die Frage: Abfall oder Rohstoff?
    • Domino 30.08.2018 06:43
      Highlight Highlight Finde ich genauso. Z.B in einem Flüssigsalzreaktor kann ein Grossteil der Abfälle weiter verwendet werden.
    • Raffaele Merminod 30.08.2018 06:58
      Highlight Highlight "Die Technologie, diese zu nutzen ... ...existiert."
      Erzähl mal!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili 30.08.2018 06:06
    Highlight Highlight Da von „Entsorgung“ und „Endlager“ zu schreiben, ist eine Dummheit und Frechheit sondergleichen!
    Eine geordnete Deponie geht nur über Zwischenlager, die Regelmässig gewartet oder ersetzt werden. Da reichen 550 Mio. nie und nimmer und wir Steuerzahler bezahlen Schlussendlich die Zeche.
    • Chääschueche 30.08.2018 07:11
      Highlight Highlight Wir sprechen hier von 550 Mio. für den Unterhalt welcher das Mühleberg bezahlen wird. Die restlichen Kraftwerke werden natürlich auch soviel Bezahlen. Der Bau des Endlagers ist in diesen 550 Mio. nicht eingerechnet.

    • Flixo 30.08.2018 07:14
      Highlight Highlight Genau, das Konzept von „verlochen und vergessen“ erinnert mich eher an die 19nn-er Jahre: Irgend ein Prozess wird es in den nächsten 500‘000 Jahren nämlich schon schaffen, das Verscharte (und Vergessene) radioaktive Material wieder in unsere Biozone zu transportieren. Es gibt aus meiner Sicht nur die aktive Betreuung inkl. Wahrung des Zugriffes an der Erdoberfläche.
    • Wilhelm Dingo 30.08.2018 07:24
      Highlight Highlight @Chili: ja und es ist noch schlimmer. Niemand weiss wie es in der Schweiz in 50.100 oder 300 Jahren aussieht. Der Müll wird aber noch viel länger gefährlich sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • X-Ray 30.08.2018 05:51
    Highlight Highlight Die Frage wegen dem Abfall, wäre ganz einfach. All die jene die billig Atomstrom einkaufen sollen doch dies in ihrem Keller nehmen, da sie nie die Kosten dafür gezahlt haben was der Atomstrom wirklich kostet. Weil dann würden alle nach grünem Strom schreien und die leidige Diskussion wäre vorbei.
    • Toerpe Zwerg 30.08.2018 06:10
      Highlight Highlight Passender Name.
    • Lienat 30.08.2018 06:15
      Highlight Highlight Klappt leider nicht ganz. In sagen wir mal 100 Jahren wird der letzte Atomstromkonsument die Erde verlassen haben. Das ist dann aber nur etwa ein Promille der Zeit, die für die Endlagerung notwendig ist.
    • Trompete 30.08.2018 07:06
      Highlight Highlight Glaubst du wirklich, die Schweiz könnte ihren derzeitigen Strombedarf mit ökologischem Strom decken? Ist dir bewusst, dass die Nachfrage nach Ökostrom schon heute höher ist als die Produktion von eben jenem in der Schweiz?

      Die AKW's sollten, aus meiner Sicht, früher oder später geschlossen werden. Wenn die Alternative jedoch so aussieht, dass man von einem AKW Land Strom bezieht um den eigenen Bedarf zu decken, macht das Ganze keinen Sinn und man muss eben länger zuwarten.
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