Schweiz
EU

Bundesrat will an zwei EU-Verteidigungsprojekten teilnehmen

Bundesrat will an zwei EU-Verteidigungsprojekten teilnehmen – das sind sie

21.08.2024, 14:37
Mehr «Schweiz»

Die Schweiz soll an den Projekten «Military Mobility» und «Cyber Ranges Federation» der EU zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Verteidigungsfähigkeit teilnehmen. So will es der Bundesrat. Ziel sei es, die Fähigkeiten der Streitkräfte zu erweitern und deren Interoperabilität zu erhöhen.

Die Landesregierung hat die Teilnahme an den zwei Projekten am Mittwoch genehmigt. Diese wurden im Rahmen der Permanent Structured Cooperation (Pesco) lanciert. Die Verteidigungsinitiative wurde 2017 von der EU ins Leben gerufen. Dies mit dem Ziel, die einzelnen Streitkräfte der EU-Staaten kompatibler zu machen. Heute nehmen 26 von 27 EU-Mitgliedsstaaten an über 60 Projekten der Pesco teil.

Auch Drittstaaten wie die Schweiz dürfen unter gewissen Voraussetzungen an Pesco-Projekten teilnehmen – etwa, wenn sie zu «einem erheblichen Mehrwert für das Projekt» beitragen, wie es im entsprechenden Beschluss der EU-Staaten heisst.

Bessere Mobilität und Cybersicherheit

Das Projekt «Military Mobility» zielt darauf ab, die militärische Mobilität auf europäischem Territorium zu vereinfachen. Dadurch können Gesuche für grenzüberschreitende Transporte künftig binnen weniger Tage bearbeitet und genehmigt werden.

Das Projekt «Cyber Ranges Federation» wiederum bezweckt, die Zusammenarbeit im Bereich der Cyberverteidigung zu verbessern. Die Computer-Simulationsumgebungen mehrerer Länder sollen dabei für eine realistischere Übungsumgebung verbunden werden.

Die Beteiligung der Schweiz an den beiden Projekten sei Ausdruck einer Intensivierung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU, wie sie der Bundesrat unter anderem im Bericht zur Vertiefung der internationalen Kooperation der Armee von 2024 anstrebe, hiess es. Bereits vor rund zwei Jahren äusserte die Schweiz ihr Interesse, an Pesco teilzunehmen. Die Teilnahme muss noch den beteiligten Staaten und dem Rat der Europäischen Union zur Genehmigung unterbreitet werden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Schweizer Karten
1 / 20
Schweizer Karten
Die Schweiz im Mittelpunkt der Welt: Albrecht von Bonstettens Karte von 1479, die die Rigi statt wie damals üblich Jerusalem ins Zentrum stellt, ist die älteste bekannte Karte der Region, die heute die Schweiz ist. (Karte: Bibliothèque nationale de France, Paris)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Divisionär Daniel Keller zum Armee-Einsatz auf dem Bürgenstock
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
    Polizei findet schwer verletzten Mann bei Stadtzürcher Schulhaus

    Am Donnerstagnachmittag hat die Zürcher Stadtpolizei einen Mann beim Schulhaus Auhof im Kreis 12 schwer verletzt aufgefunden. Die Polizei geht von einem Delikt aus.

    Zur Story