Schweiz
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epa06086448 (FILE) - A file picture dated 06 March 2003 shows airplanes of Swiss International Air Lines, EasyJet and Austrian Airlines, park at the airport in Zurich, Switzerland. Easyjet announced 14 July 2017 the budget airlines has earlier this year applied to Austro Control in Austria for an Air Operator Certificate (AOC) and to Austria's Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology (bmvit) for an airline operating licence. Easyjet says the procedure will allow it to set up a new airline, easyJet Europe, which will have its headquarters in Vienna. The company said the move will enable easyJet to continue to operate flights both across Europe and domestically within European countries after the UK has left the EU.  EPA/STEFFEN SCHMIDT *** Local Caption *** 00254218

Easyjet kündigte an, umgerechnet rund 30 Millionen Euro zur Kompensation aller Flüge auszugeben. Bild: EPA/KEYSTONE

So viel Prozent des Gewinns müssten Airlines zur eigenen CO2-Kompensation ausgeben

Die Airlines Europas sehen sich zu Unrecht als Klimasünder an den Pranger gestellt – und bangen immer mehr um ihre Geschäftsgrundlage.



Fast einen ganzen Tag lang beschäftigte der Klimaschutz in dieser Woche die Europa-Konferenz des internationalen Luftfahrtverbandes IATA in Berlin. Dabei mangelte es nicht an Bekenntnissen zu CO2-neutralem Luftverkehr. Doch die Branche fordert dafür mehr Unterstützung von der deutschen Regierung und der EU.

«Nicht das Fliegen ist der Feind, CO2 ist der Feind», betonte etwa IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Lufthansa-Chef Carsten Spohr, derzeit Vorsitzender des IATA-Lenkungsgremiums, beklagte, die Branche habe sich in den vergangenen Monaten zu sehr in die Defensive drängen lassen. Seit Jahren sei es nicht gelungen, herüberzubringen, wie sehr sich die Airlines schon um die Reduktion des Klimagases beim Fliegen bemühten.

«Nicht das Fliegen ist der Feind, CO2 ist der Feind.»

Alexandre de Juniac, IATA-Generaldirektor

Schliesslich habe sich der CO2-Ausstoss pro Passagier in den letzten 30 Jahren allein schon durch die Anschaffung verbrauchsärmerer Flugzeuge fast halbiert. Spohr erinnerte daran, wie wichtig der Luftverkehr für die globale Wirtschaft als Transportmittel von Menschen und Gütern sei: «Wir vom Luftverkehr sind die Guten der Globalisierung», schwor er die versammelten Branchenvertreter auf einen Abwehrkampf ein.

CO2-Ziele wackeln

Doch die Airlines haben nicht nur ein Imageproblem. «Wir haben schon vor der jetzt heftigen Diskussion hart daran gearbeitet, dass wir eines Tages CO2-neutral sind», erklärte Martin Gauss, Chef der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic. «Der öffentliche Druck, der jetzt entsteht, fordert, wir müssten das morgen machen – und das geht technologisch nicht.»

Alexandre de Juniac Director General and CEO of the International Air Transport Association (IATA), right, speaks next to Anthony Concil, Vice President IATA, during an IATA Global Media Day in Geneva, Switzerland, Thursday, December 8, 2016. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Alexandre de Juniac (rechts) CEO der IATA an einer Konferenz in Genf. Bild: KEYSTONE

Die Branche hat sich schon vor einigen Jahren vorgenommen, bis 2050 die Emissionen auf die Hälfte des Niveaus von 2005 zu senken. Sie nimmt ausserdem am europäischen CO2-Emissionshandel teil, was ebenfalls den Ausstoss dämpfen soll. Ihr Erfolg – stetiges, durch Preiskampf angeheiztes Wachstum des Flugverkehrs – erschwert das Erreichen der Ziele. Nach Prognose der IATA wird sich der globale Luftverkehr in den nächsten zwei Jahrzehnten verdoppeln.

«Der öffentliche Druck, der jetzt entsteht, fordert, wir müssten das morgen machen – und das geht technologisch nicht.»

Martin Gauss, CEO Air Baltic

Und nicht nur öffentliche Proteste setzen die Unternehmen unter Druck. Auch ihre Investoren fragen immer schärfer, was sie zur Klimaneutralität unternehmen, um ein härteres Durchgreifen der Gesetzgeber zu vermeiden. «Die Industrie ist mit vielen Gesprächen darüber mit der Finanzcommunity konfrontiert», erklärte IATA-Chefökonom Brian Pierce.

Huhn-Ei-Problem mit Ökosprit

Doch der Weg zum CO2-neutralen Fliegen ist noch weit. Neben der Erneuerung der Flotte sollen Programme zur CO2-Kompensation einen Beitrag bringen. Dabei bezahlen die Passagiere oder die Airlines selbst Geld, mit dem dann eine CO2-Reduktion durch andere Projekte – wie Aufforstung oder der Austausch von Kohleöfen in Entwicklungsländern – finanziert wird.

30 Millionen zur Kompensation

Um ihre CO2-Emissionen komplett zu kompensieren, müssten die sechs grössten Airlines in Europa nach einer Berechnung von Bernstein Research 15 Prozent ihres Gewinns oder rund eine Milliarde Euro ausgeben. Eine von ihnen – Easyjet - kündigte jetzt an, umgerechnet rund 30 Millionen Euro zur Kompensation aller Flüge auszugeben.

Auch die Lufthansa will den Obulus zum Klimaschutz fördern, indem die Option prominenter beim Buchen vorgeschlagen wird. Denn bisher zahlen weniger als ein Prozent der Kunden den Beitrag. Mit dem von vielen UNO-Staaten beschlossenen System «CORSIA» soll der Mechanismus ab 2021 global eingeführt werden.

Der VCS hat vor Bundesgericht in Sachen Parkplätze am Flughafen Zürich einen Teilsieg errungen. (Archivbild)

15 Prozent des Gewinns müssten die verschiedenen Airlines zur CO2-Kompensation ausgeben. Bild: KEYSTONE

Da elektrisches, emissionsfreies Fliegen von schweren Jets als ganz ferne Zukunftsmusik gilt, wäre der grösste Hebel der Umstieg auf synthetische oder regenerative Kraftstoffe. Damit liessen sich die Emissionen um 80 bis 90 Prozent verringern. Doch bisher wird der Ökotreibstoff kaum produziert, weil er fünf Mal so viel kostet wie Kerosin.

Und er wird nicht billiger, so lange die Nachfrage nicht gross genug ist. Um dieses Huhn-Ei-Problem zu lösen, hatten Unternehmen, Bund und Länder auf einem Luftfahrtgipfel im Herbst in Leipzig vereinbart, einen Fahrplan zu erarbeiten. Das Ziel ist, die Herstellung von CO2-bindendem Kraftstoff aus Strom (Power-to-Liquid) in industriellem Massstab aufzubauen.

Einheitlicher Luftraum als Ziel

Die deutsche Regierung will sich jetzt für eine europaweite Besteuerung einsetzen, damit die in Deutschland startenden Airlines – vor allem die Lufthansa – nicht benachteiligt werden.

Zudem hat sich Berlin vorgenommen, unter seiner EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte nächsten Jahres ein dickes Brett zu bohren: den «Single European Sky» endlich in die Tat umzusetzen, nachdem das seit Inkrafttreten vor 15 Jahren nicht gelang. Kern des Projekts ist eine Reform der Flugsicherung, durch die es möglich wäre, in Europa auf dem kürzesten Weg von A nach B zu fliegen und Verspätungen zu vermeiden.

Das alleine würde nach Einschätzung der Airlines zehn Prozent CO2-Emissionen durch geringeren Kerosinverbrauch bringen. Gespannt warten sie jetzt, ob die neue EU-Kommission unter ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen diese Themen in den versprochenen «Green Deal» für Europa mit aufnimmt. (sda/awp/reu)

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sherlock_Holmes 24.11.2019 22:25
    Highlight Highlight Der Link zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR (vgl. Kommentar von Auric) ist sehr empfehlenswert.

    In informativen, gut verständlichen Dossiers erfährt man vieles über Fakten und Forschung zu umweltrelevanten Themen.

    Es ist ein weiter Weg zu einem nachhaltigen Leben, der aber nur gemeinsam von Forschung, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bewältigt werden kann.

    Ob wir die Ziele erreichen, oder scheitern liegt an uns allen.
  • M.Corleone 24.11.2019 19:35
    Highlight Highlight "CO2 ist der Feind." Echt jetzt? - Ojee Ojee Ojee...
    Benutzer Bild
  • landre 24.11.2019 15:30
    Highlight Highlight Heute markant CO2, morgen möglicherweise H2O und übermorgen können wir uns finanzwirtschaftlich um so mehr im Periodensystem der Elemente austoben.

    In Bezug auf Klima, Umwelt und Gesundheit sind Baustellen wie zum Beispiel PM10, PM2.5, >0,1 µm, so wie viele anderen künstlichen Formen mindestens so relevant für diese, die nächste und die folgenden Generationen. Aber eben, leider lebt Populismus nur durch pseudo Vereinfachungen.
  • GraveDigger 24.11.2019 14:38
    Highlight Highlight Zum Glück rettet Geld die Welt..
    Wir wären ja verloren wenn es das nicht täte, es bindet CO2 und Essen kann man es auch. Es stiftet Frieden auf dieser Welt und schafft Gerechtigkeit.
    Und ohne Geld müsste ja auch noch Bill Gates verhungern.
  • Chrigi-B 24.11.2019 14:12
    Highlight Highlight Co2 Kompensation - der neue Ablasshandel

  • w'ever 24.11.2019 14:08
    Highlight Highlight mit der CO2 kompensation wird eigentlich nur geld von a nach b geschoben. dem klima hilft dieses geld herzlich wenig
    • bbelser 24.11.2019 15:06
      Highlight Highlight Mich ärgert so ein uninformierter Quatsch. Die Kompensation fördert und ergreift Massnahmen zur Bindung oder Reduktion von CO2 in Projekten weltweit: effiziente Kocher, Regenwaldschutz, Aufforstung, Renaturierung von Mooren und vieles mehr hier in der Schweiz und international. Internationale Projekte reduzieren dabei nicht nur Treibhausgas-​Emissionen, sondern fördern die soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung in den jeweiligen Regionen. Das hilft v.a. den Menschen, denen der Klimawandel jetzt schon ordentlich weh tut.
    • w'ever 24.11.2019 15:59
      Highlight Highlight @bbsler
      du schreibst es ja selber. "effiziente Kocher, Regenwaldschutz, Aufforstung, Renaturierung von Mooren und vieles mehr".
      es wird also geld von a nach b geschoben.
      das einzige das fliegen grüner macht, ist verzicht!
    • rburri68 24.11.2019 17:43
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Wer glaubt, der Flugverkehr, Fleischkonsum, Autofahren, etc. werde in den nächsten Jahren Signifikant abnehmen, ist einfach zu gutgläubisch. Die Lösung für den Klimawandel wird vor allem die Technologie sein. Alternative Antriebsstoffe, CO2 bindung, etc. Und genau in dem Bereich braucht es Geld zum Forschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruuslii 24.11.2019 13:22
    Highlight Highlight noch was zu kompensationspolitik.

    ich hab mir die politiker ohrfeigen-kompensation überlegt.
    mit der darf man einen politiker seiner wahl ohrfeigen. die ohrfeige wird dadurch kompensiert, dass in einem drittweltland ein armer mensch dafür bezahlt wird, seinem kollegen, den er eigentlich verhauen wollte, dem eine ohrfeige weniger als gewollt gibt.
    damit ist die ohrfeige an den politiker kompensiert und legal und ein armer mensch hat auch noch profitiert 😄
  • Bruuslii 24.11.2019 13:15
    Highlight Highlight "Die Branche hat sich schon vor einigen Jahren vorgenommen, bis 2050 die Emissionen auf die Hälfte des Niveaus von 2005 zu senken."

    aber hoffentlich total und nicht relativ (pro passagier)!
    • Magnum44 24.11.2019 15:19
      Highlight Highlight Natürlich nicht.
    • Bruuslii 25.11.2019 13:56
      Highlight Highlight magnum44, hast wohl leider recht 😒.

      @watson: gibts eine quelle dazu?
  • Hzwo 24.11.2019 13:04
    Highlight Highlight «Der öffentliche Druck, der jetzt entsteht, fordert, wir müssten das morgen machen – und das geht technologisch nicht.»
    Nicht ganz richtig. Ein Wasserstoffflugzeug ist zwar noch teurer in Produktion und Betrieb, aber die Technologie existiert schon lange.
    • Supermonkey 24.11.2019 13:15
      Highlight Highlight Ja diese technologie ist vorallem lustig wenn ein Pilot die Landung verkackt und das Flugzeug in Flughafennähe hochgeht...
    • LarsBoom 24.11.2019 13:33
      Highlight Highlight Ja aber nicht für den kommerziellen Luftverkehr. Rolls Royce und Airbus sehen einen Einsatz im Regionslverkehr für 2030 als möglich.
    • Auric 24.11.2019 14:22
      Highlight Highlight Du bist doch Klimaschützer??

      Dann überlege Dir was Deine Vorschlag (H2 Flugzeug) und
      https://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-6632/10891_read-24729/
      zusammenpassen.
      blöde Chemie
      Aber man könnte Flugis auch mit Stickstoffbasierenden Treibstoffen antreiben, Hydrazin als Beispiel (Tipp: ist saugiftig, aber macht kein pöses CO2)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sherlock_Holmes 24.11.2019 12:58
    Highlight Highlight Nicht nur die Geschichte der Luftfahrt macht deutlich, dass der enorme technische Fortschritt vor allem durch fast unüberwindbare aber unabdingbare Erfordernisse geprägt ist.

    Nebst der Dynamik von «weiter, schneller, höher, grösser, sicherer und letztlich sparsamer, umweltfreundlicher» haben Kriege und Krisen – auch Unglücke – dazu beigetragen.

    Wir stehen nicht vor der ersten und letzten – aber existentiellsten – Herausforderung:

    Sind wir nebst dem technischen Fortschritt auch bereit zu verzichten, damit kommende Generationen nicht nur über- sondern weiterhin auf dieser Erde leben können?

    • Mügäli 24.11.2019 13:50
      Highlight Highlight @Sherlock_Holmes - eine treffende letzte Frage, die Antwort darauf kennst Du sicher, NEIN! Wir Erkennen zwar aber Handeln nicht danach. CO2 zu kompensieren ist eines der Beispiele, das zeigt, die Anderen sollen verzichten wir kaufen uns mit Geld der Verantwortung frei ..
  • Butschina 24.11.2019 12:49
    Highlight Highlight Naja, auch wenn das CO2 pro Fluggast in den letzten 30 Jahren halbiert wurde hat das nicht viel geholfen. Das Fliegen wird immer günstiger. Dadurch fliegen wir viel mehr. Die Passagierzahlen sind stark zunehmend. Was zu einer Erhöhung des CO2 Ausstosses führt. Kompensationszahlungen alleine lösen das Problem nicht. Der weniger schädliche Treibstoff muss gefördert werden. Solange er jedoch 5x teurer ist, interessiert sich niemand dafür. Dass die Umstellung nicht von Heute auf Morgen geht ist klar. Aber solange die Flugpreise sinken pasdiert genau nichts was der Natur nachhaltig hilft.
  • Auric 24.11.2019 12:41
    Highlight Highlight So ein Quatsch.

    Die würden das auf den Ticketpreis umlegen und selbstverständlich keinerlei Gewinn daran einbüssen.

    Welcher Ahungslose kommt den auf so Vorstellungen?
    • Allion88 25.11.2019 09:25
      Highlight Highlight und wie viele leute würden freiwillig bei der doppelt so teuren airline fliegen?

      genau, niemand. 99% der leute sind so lange grün, bis es den eigenen geldbeutel tangiert.
  • Hackphresse 24.11.2019 12:08
    Highlight Highlight Wie funktioniert eigentlich diese Kompensation?
    Zum Beispiel bei myclimate. Gibt es Artikel die deren Projekte genauer unter die Lupe nehmen?
    • Blaubar 24.11.2019 12:40
      Highlight Highlight Gute Frage. Soviel Bäume kann man ja gar nicht pflanzen.
    • Pachyderm 24.11.2019 12:59
      Highlight Highlight Ungefähr so wie wenn du jemand verprügelst, ihm dann aber die Arztrechnung bezahlst.
    • ursus3000 24.11.2019 13:27
      Highlight Highlight natürlich mit dem Flux-Kompensator
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vergugt 24.11.2019 12:07
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sehr einseitiger und viel zu unkritischer Bericht. Dass die Airlines überhaupt das Problem anerkennen und darüber sprechen ist ein guter erster Schritt, aber damit hat sich's dann auch schon. Die Massnahmen reichen nicht Mal ansatzweise, CORSIA beispielsweise wird von WissenschaftlerInnen als de facto nutzlos bezeichnet (https://newclimate.org/2019/11/05/offset-credit-supply-potential-for-corsia/).
  • Le French 24.11.2019 11:50
    Highlight Highlight Milliardäre wie Soros verdienen sich mit diesem CO2 Emissionshandel eine goldige Nase und niemand fragt sich, wieviel Prozent der Einnahmen auch wirklich der Umwelt zu Gute kommen. Ich vermute, dass keine 40% auch wirklich dort ankommen, wo sie sollten. Der Grossteil landet in den Taschen von Soros & Co. Diese Kompensationszahlungen sind ein Witz!
  • Donspliff 24.11.2019 11:41
    Highlight Highlight Verstehe die logick hiter dieser. Sogenannten Kompensation nicht!

    Gutes gewissen kaufen ? Aber dreck bleibt trotzdem in der luft?

    Sinn?

Die (fast) einzige Schweizerin auf Palau: «Wenn es an etwas nicht fehlt, dann an Autos»

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