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bild: shutterstock

Isabell S. wird vom Ex verprügelt – als sie die Polizei anruft, wird es noch schlimmer

Opfer von häuslicher Gewalt zeigen ihre Peiniger nur selten an. Auch darum, weil es den Strafverfolgungsbehörden an Sensibilität mangelt. Das zeigt die Geschichte von Isabell Schneider*.



Als Isabell Schneider* von ihrem Tauchurlaub am Roten Meer nach Hause kommt, trifft sie beinahe der Schlag. Mitsamt dem ganzen Gepäck in der Hand steht sie im Gang des Mehrfamilienhauses und starrt ungläubig auf das Klingelschild der gegenüberliegenden Wohnung. Da steht der Name ihres Ex-Partners.

Jener Mann, der Schneider über Wochen und Monate gestalkt, überwacht, sexuell genötigt und psychisch fertig gemacht hatte. Jener Mann, von dem sie sich fünf Monate vorher getrennt hat. Jener Mann ist nun, während sie sich in Ägypten eine Auszeit gönnte, zwar endlich ausgezogen, wie er es ihr versprochen hatte, doch nicht etwa weit weg, sondern in die Wohnung just vis-a-vis.

Schneider kann fortan das Haus nicht mehr verlassen, ohne dass ihr Ex es mitkriegt. Ständig versucht er, Nähe zu schaffen, irgendwie an sie ranzukommen. Noch immer ist er im Besitz ihres Wohnungsschlüssels. Unter dem Vorwand, den gemeinsamen Hund zu holen oder abzugeben, geht er nach wie vor bei ihr ein und aus, wie es ihm passt.

Rund eine Woche nach seinem Umzug in die Wohnung gegenüber eskaliert die Situation. Nach einem Streit wirft Schneider ihm all die Sachen, die er noch immer bei ihr lagert, in seine Wohnung. Und verlangt, dass er ihr endlich ihren Wohnungsschlüssel zurückgibt. Er rastet komplett aus, gibt ihr eine Ohrfeige und sagt: «Ich mach dich kaputt.» Sie spuckt ihm ins Gesicht, dann prügelt er auf sie ein. Mit der Faust schlägt der knapp fünfzig Kilogramm schwerere Mann sie aufs Ohr, auf die Schläfe und in den Nacken.

Die eigenen vier Wände sind für Frauen der gefährlichste Ort in der Schweiz. Doch nur selten zeigen sie nach einem Übergriff die Täter bei der Polizei an.

Schneiders Kollegin, die gerade zu Besuch ist und alles beobachtet, schafft es irgendwie, den Ex wegzustossen. Nachdem er von ihr ablässt, bricht Schneider zusammen. Schneider ist in Panik. «Ich hatte Todesangst», sagt sie. Sie weiss, dass ihr ehemaliger Partner einen Waffenschein und entsprechend Waffen und Munition besitzt. In dem Moment hätte sie ihm alles zugetraut. Sie ruft auf dem örtlichen Polizeiposten an – ein Schritt, den sie im Nachhinein bereuen wird. Mit der Anzeige bei der Polizei gerät Schneider in eine sich immer weiterdrehende Abwärtsspirale aus Wut, Unverständnis, Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Für Frauen ist das eigene Zuhause der gefährlichste Ort

Jede zweite Woche wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Jede Woche erfolgt ein Tötungsversuch. 18'522 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt registrierte die Schweizer Polizei allein im vergangenen Jahr. In rund 70 Prozent der Fälle waren Frauen die Opfer und in 75 Prozent Männer die Täter. Die eigenen vier Wände sind für Frauen der gefährlichste Ort in der Schweiz. Doch nur selten zeigen sie nach einem Übergriff die Täter bei der Polizei an. Aus der Forschung weiss man, dass gerade Mal ein Fünftel der Opfer von häuslicher Gewalt Anzeige erstattet.

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«Kein Wunder», sagt Isabell Schneider heute. Fast zwei Jahre sind seit der Prügelattacke ihres Ex-Partners vergangen. Hätte sie gewusst, was auf sie zukommt, hätte sie nach dem Vorfall kaum zum Hörer gegriffen. Nach ihrem Anruf erscheinen die Beamten bei ihr zu Hause. Danach durchsuchen sie die Wohnung des Ex-Partners, finden bei ihm ein nicht fachgerecht gesichertes Sturmgewehr und Munition. Neben weiteren registrierten Waffen stellen sie auch einen illegalen Schalldämpfer sicher.

«Da sass ich, grün und blau geschlagen, war müde, hatte Schmerzen und fühlte mich stehen gelassen und erniedrigt.»

Isabell Schneider

Um Anzeige zu erstatten, wird Schneider auf dem Polizeiposten befragt. Sie will nun endlich alles erzählen. Wie sich die Gewalt über die Jahre langsam in ihre Beziehung eingeschlichen hatte, wie ihr Ex-Partner begonnen hatte, ihr nachzuspüren, an ihrem Arbeitsort auftauchte, immer eifersüchtiger wurde, ihr den Kontakt zu ihrem besten Freund verbot. Wie er sie immer öfters zum Sex zwang, obwohl sie nicht wollte. Wie er sich hinter sie in die Dusche schlich, um sie von hinten zu penetrieren. Wie er ihr mehrmals nachts, als sie schon schlief, die Hose auszog und versuchte, in sie einzudringen. Sie will erzählen, warum sie trotzdem so lange blieb und nicht weg konnte. Wie es ihr nun wie Schuppen von den Augen fällt.

Doch der Polizist ist kurz angebunden und würgt sie ab. Sie soll ihre Aussage auf den Vorfall der häuslichen Gewalt beschränken. Alles andere sei Beigemüse und könne sie dann der Staatsanwaltschaft erzählen. Aber hierhin gehöre das nicht. «Ich fühlte mich verhöhnt und nicht ernst genommen. Der Polizist verhielt sich mir gegenüber komplett unempathisch. Er sagte mir: Aber sie haben sich doch mal gemocht.» Nach ihrer Aussage muss Schneider im dunklen Eingangsbereich des Polizeipostens warten. Drei Stunden lang. «Da sass ich, grün und blau geschlagen, war müde, hatte Schmerzen und fühlte mich stehen gelassen und erniedrigt.»

Nach der Anzeige beginnt der eigentliche Albtraum

Nach Hause kann Schneider nach dem Vorfall nicht. Immerhin erlässt die Polizei ein Kontakt- und Annäherungsverbot für zwei Wochen. Doch ihr Ex ist nach wie vor ihr direkter Nachbar. Für sie ist klar, sie muss weg. Sie packt über Nacht ihre Sachen und kommt in einer geheimen Wohnung unter, die ihr nicht etwa durch die Polizei, sondern durch ihren Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. An Normalität ist nicht zu denken, sie leidet unter Panikattacken, ihr Hausarzt schreibt sie krank und verordnet eine Psychotherapie. Obwohl sie nun zumindest räumlich eine Distanz zu ihrem Ex geschaffen hat, setzt er ihr weiter zu.

Wenige Tage nach der Prügel-Attacke erhält sie einen Anruf: Ihr Hund sei entführt worden. Sie hatte das Tier vorübergehend bei ihrem besten Freund untergebracht, weil sie zwischen Arzt- und Anwaltsterminen hin- und herfahren musste. Plötzlich sei ein fremder Mann bei ihrem besten Freund aufgetaucht und habe verlangt, dass er ihm den Hund gebe. Der Freund sei eingeschüchtert gewesen und habe darum getan, was von ihm verlangt wurde.

Schneider ist am Boden zerstört. Sie sucht Hilfe bei der Polizei und Gerichtsbehörden. Jedoch vergeblich. Sie setzt sich in ihr Auto, fährt quer durch die Schweiz und findet ihren Hund schliesslich zufällig im alten Pferdestall ihres Ex-Partners im Elsass. Doch damit nicht genug. Plötzlich erhält sie Nachrichten von Männern, die sich erkundigen, wieviel sie für Sex verlange. Schnell findet Schneider heraus, dass ihre Handynummer auf einer Website für Kleinanzeigen in einem Erotikinserat aufgeschaltet wurde.

Für Schneider wird das Ganze zu einem nicht enden wollenden Albtraum. Ihr Ex belästigt Freunde und Familie, beschimpft und bedroht sie in Einvernahmen und streitet alles ab. Sie hat sich inzwischen einen Anwalt genommen. Mit seiner Hilfe reicht sie nebst Körperverletzung, Drohung und Tätlichkeit auch Anzeige wegen Diebstahl, Betrug, Verleumdung, übler Nachrede, sexueller Belästigung und Missbrauch ein.

«Oft werden die Aussagen der Opfer als nicht genügend glaubhaft gewertet.»

Pia Allemann, Co-Leiterin der Zürcher Beratungsstelle für Frauen (BIF)

Doch immer wieder hat sie das Gefühl, gegen eine Wand zu reden. «Von der Polizei fühlte ich mich missverstanden und der ermittelnde Staatsanwalt ignorierte mich.» Sie will sich Gehör verschaffen und stellt Beweisantrag um Beweisantrag. Ihr wichtigstes Anliegen ist simpel: Sie will angehört werden und ihre komplette Aussage platzieren können. Doch auf eine Einladung der Staatsanwaltschaft wartet sie bis heute.

Polizei und Staatsanwaltschaft müssen geschult werden

Bei der Ausgestaltung eines Verfahrens hat die Staatsanwaltschaft einen gewissen Freiraum. Ein Opfer muss nicht zwingend zusätzlich von dem Staatsanwalt einvernommen werden. Dieser kann direkt einen Strafbefehl erlassen, wenn der Fall in seinen Augen ausreichend geklärt und der Täter geständig ist. Dieser Freiraum und die unterschiedlich hohe Sensibilität von Polizisten und Staatsanwälten trägt massgeblich zum Verlauf des Bewältigungsprozesses von Opfern bei. Häufig haben Opfer von häuslicher Gewalt Mühe mit dem Strafverfahren.

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Das hört Pia Allemann bei ihrer täglichen Arbeit immer wieder. Sie ist Co-Leiterin der Zürcher Beratungsstelle für Frauen (BIF). «Oft werden die Aussagen der Opfer als nicht genügend glaubhaft gewertet. Zum Beispiel, wenn eine Frau Anzeige erstattet, nachdem sie von ihrem Partner verprügelt wurde und später berichtet, dass es früher auch schon zu sexuellen Übergriffen gekommen ist.» Das werde dann so interpretiert, dass die Frau dem Mann nun einfach noch eine sexuelle Nötigung nachschieben wolle. Aus Rache. «Dabei ist es vielmehr so, dass es eben oft Zeit und Vertrauen braucht, bis ein Opfer ein Sexualdelikt zur Anzeige bringen kann und nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt», sagt sie.

Je sensibilisierter ein Polizist oder ein Staatsanwalt im Bereich Trauma und Traumafolgestörung sei, umso einfacher sei es für ein Opfer und umso verwertbarer dessen Aussagen für das Strafverfahren, sagt Allemann. Doch wie intensiv Polizisten und Staatsanwälte auf das Thema geschult werden, sei sehr unterschiedlich. Im Kanton Zürich wurden Staatsanwälte im vergangenen Jahr verpflichtet, an einem Weiterbildungstag in diesem Bereich teilzunehmen. «Das ist sicher mal ein Anfang. Solche Schulungen braucht es aber regelmässig und flächendeckend.»

Dass sich Opfer von häuslicher Gewalt so selten an die Polizei wenden, hat mehrere Gründe. Einerseits liegt es daran, dass sie mit dem Täter emotional verbunden bleiben und im Grunde nicht wollen, dass er verurteilt wird. Andererseits mangelt es am Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörde. Ein weiterer Punkt führt Allemann an: «In meinen Augen liegt es auch an dem Schweizer Strafrecht selbst, dass ein Opfer sich während eines Verfahrens unwohl fühlt. Exemplarisch sieht man das bei Sexualdelikten. Ein Opfer muss sich rechtfertigen, ob es dem Täter klar genug gemacht hat, dass es den Übergriff nicht wollte. Das suggeriert immer eine Mitschuld.»

«Das verschlimmert am Ende das, was mir mein Ex angetan hat.»

Isabell Schneider

Schneider, die heute 37 Jahre alt ist, wünscht sich mehr Sensibilität. Von den Polizisten und von der Staatsanwaltschaft. «Meiner psychischen Gesundheit hätte es gut getan, wenn von Anfang an der Eindruck erweckt worden wäre, dass man sich um mich kümmert, dass man mich ernst nimmt.» Die Tatsache, dass ihr jegliche Möglichkeit, sich zu äussern, über anderthalb Jahre verwehrt geblieben sei, erwecke bei Schneider ein grosses Ungerechtigkeitsgefühl. «Das verschlimmert am Ende das, was mir mein Ex angetan hat.»

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Partner von Schneider liegt inzwischen vor, wurde jedoch vom Gericht zur Nachbesserung in mehreren Punkten zurückgewiesen.

*Name der Redaktion bekannt.

Opferhilfe

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294Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Buceador 22.04.2020 10:09
    Highlight Highlight Unglaublich, diese Geschichte. Aber bei winzigen Verkehrsdelikten oder beispielsweise 3 km/h zu viel sind die lieben Beamten sofort mit vollem Elan zur Stelle- ich könnte k.tzen!
  • Zinfandel 22.04.2020 08:46
    Highlight Highlight Unglaublich, wie dilettantisch die Polizei ist - kann ich nur bestätigen. Ich rief die Polizei nachdem ich einen Nachbarn auf seine Frau einprügeln sah. Sie kamen über 30 Min. später mit lauter Sirene und Blaulicht, der Typ (Täter) hatte die Frau eingeschüchtert und sie offenbar gezwungen zu sagen, es sei alles i.O. (obwohl ich durchs Fenster genau sah, wie er auf sie einschlug!!!). Die Polizei kam danach zu mir in die Wohnung und befragte mich, als ob ich schuldig wäre und machte mir Vorwürfe - nie wieder. Ich hoffe sehr, der armen Frau wird endlich geholfen!! Was für ein Albtraum :(
    • Asmodeus 22.04.2020 11:34
      Highlight Highlight "Nie wieder".

      Genau das ist das Problem. Manche Polizisten behandeln einen wie Dreck wenn man sie um Unterstützung ruft.

      Als Ergebnis lässt man Verbrechen geschehen. Man will ja keinen Stress mit der Polizei.

      In etwa so hilfreich wie Ärzte die sich beschweren warum jemand der krank ist sie bei der Arbeit stört.
  • Steibocktschingg 22.04.2020 02:57
    Highlight Highlight Ich bin einfach nur sprachlos darüber, was für Defizite es in diesem Bereichnoch gibt bei uns.
  • Hugo Hugentobler 22.04.2020 00:10
    Highlight Highlight Offenbar können oder wollen viele hier nicht verstehen, dass die Polizei nur im Rahmen des Gesetzes handeln kann. Die Polizei kann ohne Gerichtsurteil niemanden aus seiner Wohnung verweisen (abgesehen von kurzer Dauer), die Polizei kann auch nicht ohne das eindeutig gerichtlich feststeht wem der Hund gehört, den Hund im Elsass holen. Die Polizei kann der Dame auch keine Wohnung zur Verfügung stellen, wenn dann organisiert die KESB einen Platz.

    Das einzige was der Polizei hier allenfalls anzukreiden ist, ist das empathielose Verhalten. Für alles andere, ist nicht die Polizei zuständig!
  • Einhorn2.0 21.04.2020 22:32
    Highlight Highlight Die Polizei: Dein Freund und Helfer?

    Ich erwarte, wenn ich eine Anzeige zu schlimmen Sachverhalten betreffend meine Privat- und Intimsphäre mache, dass ich von der Polizei mit Sachverstand und Empathie behandelt werde.

    Ich sitze dann dort als Mensch in meiner ganzen Verletzlichkeit. Nein, es sind keine therapeutischen Gespräche von der Polizei zu erwarten, aber zuhören muss sein. Wie ein Sachverhalt erstellt und insbesondere bei Drohungen der nötige künftige Schutz meiner physischen, psychischen und sexuellen Integrität gewährleistet werden kann, wenn nicht zugehört wird, bleibt fraglich.
  • Torro991 21.04.2020 22:31
    Highlight Highlight Häusliche Gewalt ist verabscheungswürdig. Trotzdem scheint mir der Sachverhalt in dieser konkreten Angelegenheit nicht auf der Hand zu liegen. Die Bekannte des mutmaßlichen Opfers könnte befangen sein. Trotzdem ist deren Parforceleistung, wie,sie den mutmaßlichen Täter weggeschupst hat beeindruckend, angesichts des Körpergewichts des mutmaßlichen Täters.
    • Asmodeus 22.04.2020 00:09
      Highlight Highlight Ex-Freund, bist du's?
    • Mijasma 22.04.2020 00:55
      Highlight Highlight Hmm, vielleicht helfen einem die mutmasslichen grünen und blauen Flecken um den Sachverhalt auf der Hand zu finden?
    • RicoH 22.04.2020 09:15
      Highlight Highlight Auch du hörst ihr nicht zu – genau wie die Polizei es nicht getan hat. Warum stellst du den Sachverhalt, inklusive der Aussage ihrer Freundin, in Zweifel?
      Für deine Einstellung zum Opfer solltest du dich schämen – typischer Täterschützer...
  • El Vals del Obrero 21.04.2020 21:55
    Highlight Highlight Teilweise werden in den Kommentaren verschiedene Ebenen betrachtet:

    Es fordert ja niemand, dass die Polizei grundsätzlich für die Frau Partei ergreifen soll. Die unmittelbarste formelle Aufgabe bezüglich der Anzeige ist wohl tatsächlich, diese für die Staatsanwaltschaft entgegen zu nehmen.

    Gleichzeitig kann es je nach Situation aber trotzdem einen kurzfristigen Notschutz ohne Vorverurteilung brauchen.

    Und unabhängig davon sicher etwas Empathie, und wenn das nicht geht, wenigstens professionelle Distanz. Und zumindest Verweis auf weitere Dienste, die helfen könnten.
  • Asmodeus 21.04.2020 21:41
    Highlight Highlight Eine Frage muss einfach auch gestellt werden. Wieviele Incels arbeiten bei Polizei und Staatsanwaltschaft?
    Wieviele sexistischen Dudebros laufen da rum?

    Ich fürchte zuviele.
  • Corahund 21.04.2020 20:34
    Highlight Highlight Warum musste die Frau bei der Polizei 3 Stunden auf einem Flur warten? Ich kann dies fast nicht glauben. Und; die Version des Mannes wäre auch noch interessant. Versteht mich nicht falsch. MA nach ist die Frau das Opfer, ich beschönige nichts. Aber der Mann ist ja auch betroffen und seine Aussagen wären auch zu prüfen.
    • Asmodeus 22.04.2020 00:08
      Highlight Highlight "ich will nichts relativieren aber warum fragt niemand den Mann wie er sich fühlt?"
  • honesty_is_the_key 21.04.2020 18:59
    Highlight Highlight 1/2
    Ich will mir nicht anmassen über Polizei und Staatsanwaltschaft zu urteilen, denn deren Job ist bestimmt nicht immer einfach und oft gibt es wohl zwei Seiten zu einer Geschichte.

    Ich als Mensch sage einfach:
    Was Isabell erleiden musste ist absolut grauenhaft. Die Gewalt von ihrem Expartner, aber auch sehr schlimm, was sie erleiden musste bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Wenn ein Mensch in so einer verzweifelten Situation ist, und statt Hilfe zu bekommen, noch so fertig gemacht wird - einfach nur schrecklich.
    • honesty_is_the_key 21.04.2020 23:54
      Highlight Highlight 2/2
      Dass ein Opfer (egal ob Frau oder Mann) nicht besser behandelt und geschützt wird, und es sogar dazu führt dass sich das Opfer wünscht NICHT die Polizei involviert zu haben, finde ich sehr traurig. Ich glaube an unser Rechtsystem, aber ich denke in diesem Bereich ist noch etwas Luft nach oben.
  • Bruno Wüthrich 21.04.2020 18:58
    Highlight Highlight Was mir immer wieder auffällt:

    Wie die Arbeit einer Berufsgruppe zu machen ist, wissen alle, mit Ausnahme eben dieser Berufsgruppe.

    Das heisst: Wenn du wissen willst, wie die Polizei ihre Arbeit zu erledigen hat, frage, wen du willst. Aber nicht jemand von der Polizei.
    Wenn du wissen willst, wie jemand von der KESB ihre Arbeit zu erledigen hat, frage alle. Nur nicht jemand von der KESB.
    Wenn du wissen willst, was ein Bundesrat... usw. usw.

    Das lässt sich beliebig fortsetzen.

    Die Welt ist voller Experten. Doch alle arbeiten ausgerechnet in der Branche, von der sie nichts verstehen.
    • Mijasma 22.04.2020 01:01
      Highlight Highlight Ja genau, man sollte nur die Polizei selber über ihre eigenen Arbeit urteilen lassen. Und wenn dann die Polizisten finden, dass die anderen Polizisten ihre Arbeit gut gemacht haben sollen alle anderen schweigen.

      Auch nur die Politiker sollten sagen dürfen ob die Pilitiker ihre Arbeit gut gemacht haben.

      Auch nur Mitarbeiter der KESB dürfen ihre eigene Arbeit kritisieren oder für Gut befinden alle anderen sollen Schweigen.

      Finde den Fehler

    • Bruno Wüthrich 22.04.2020 12:11
      Highlight Highlight Da ist kein Fehler

      Ich weiss nicht, was du von Beruf bist. Aber es ist völlig klar, dass ich viel besser weiss als du, wie du diesen am besten ausführst.

      Der Grund ist simpel: Als Vertreter deiner Berufsgruppe hast du schlicht und ergreifend am wenigsten Ahnung von deinem Beruf.

      Tröstlich ist aber, dass du dich dafür in jeder anderen Branche besser auskennst als deren Vertreter.

      Übrigens: Ich will damit nur auf diesen Umstand hinweisen. Ich fordere ja nicht, dass sich daran etwas ändern soll oder muss.
  • Emil22 21.04.2020 14:48
    Highlight Highlight Finde noch schwierig die Grenze zu ziehen, wo die Polizeiarbeit aufhört und wo eine Betreuung durch eine andere Stelle - das können ja auch private Vertrauenspersonen sein oder eben Betreuungsangebote sein - anfängt. Die allgemeintgültige Faustregel wird es nicht geben. Der Situation angemessen handeln dürfte das richtige sein.
    • Vergugt 21.04.2020 19:52
      Highlight Highlight Und, Emil, findest du laut obigem Bericht war die Reaktion der Polizei und anderen Stellen angemessen?
    • So oder so 21.04.2020 19:57
      Highlight Highlight "Finde noch schwierig die Grenze zu ziehen, wo die Polizeiarbeit aufhört und wo eine Betreuung durch eine andere Stelle"

      Also wenn sie ein Paar Enten von der Strasse holen können oder ein Verirrter Biber zum Fluss Begleiten Strahlen die Polizisten um die Wette und der Kommandant muss des Twittern und 20sek. bringt ein Toller Bericht über die Tierretter.
    • Emil22 22.04.2020 08:52
      Highlight Highlight @Vergugt Ich masse mir nicht an, aufgrund eines Zeitungsberichts darüber ein abschliessendes Urteil zu erlauben.
  • Hoci 21.04.2020 14:18
    Highlight Highlight Immerhin darf ich sagen, da wo ich wohne greift die Polizei bei Gewalt gegen Frau und Kind sensibel, rigoros und super durch. Danke. Fühlt sich sicher an.
    • Fandall 21.04.2020 15:02
      Highlight Highlight Ich hoffe sie greift bei Gewalt durch, egal gegen wen.
  • Hoci 21.04.2020 14:17
    Highlight Highlight Wundert mich nicht. In der Schweiz leben wir nach wie vor in einer raping Gesellschaft, wo Frau auch wenn sie nicht will für Sex herhalten soll, Vergewaltigungsopfer werden standardmässig als Lügnerinnen bezeichnet o. sind selber Schuld, auch Gewalt+Drohung von Männern gegenüber Frauen wird nicht als das Bewertet was sie ist. Hinzu kommt eine latente Frauenfeindlichkeit +ein "Halt die Klappe du Nestbeschmutzer, gibt Schlimmeres".
    Viele Männer sind kulturell bedingt so, einige latent, eine ganze Anzahl M+F kann/will sich das nicht vorstellen wahr haben. Inkl. Polizei, Staatsanw. Selbst Frauen..
    • Enemy№1 21.04.2020 15:46
      Highlight Highlight Soso, in einer Raping-Gesellschaft leben wir. Du zeichnest somit ein Bild, dass praktisch jeder Mann einfach so Frauen vergewaltigt, weil er gerade lustig ist. Aber sonst noch alles klar bei dir? Fenster öffnen und frische Luft schnappen ist auch in Zeiten von Corona durchaus erlaubt. Nur so als Tipp.
    • Knety 21.04.2020 18:14
      Highlight Highlight In was für einer kranken Bubble lebst denn du?
  • Luthiena 21.04.2020 14:14
    Highlight Highlight Unser komplettes Rechtssystem ist veraltet und müsse von Grund auf erneuert werden.

    Zudem müsste man wohl die Personen welche diese Jobs ausführen auch nach Empathie und Moralvorstellungen prüfen und nicht nur das Gedächtnis...

    Somit würde man auch der Korruption entgegenwirken.

    Aber das ist natürlich nur meine eigene Meinung.
  • Hierundjetzt 21.04.2020 14:04
    Highlight Highlight Zum Einordnen, die Polizei hat sich korrekt verhalten. Warum? Die Polizei ist nicht dazu da Partei zu ergreifen aufgrund 1 Aussage, sondern so gut es geht die Gefährdung zu minimieren.

    Recht spricht der Richter, nicht der Polizist. Kurzen Moment an die Blitzer, es geht ums einordnen, nicht um den geschilderten Sachverhalt.

    Ich gebe zudem zu bedenken, dass in Grossstädten wie Zürich, Basel oder Genf die Polizei eine eigene sensibilisierte Abteilung für häusliche Gewalt hat

    In einer normalen kleinen Gemeinde ist das nicht der Fall, noch sind die Gemeindeangestellten für dies ausgebildet
    • DieFeuerlilie 21.04.2020 15:45
      Highlight Highlight Das mag alles sein, Hierundjetzt, aber das Mindeste müsste sein, dass die Polizei das Opfer an helfende Stellen verweist, ihm/ihr Hilfe anbietet.

      Und leider lässt deine Argumentation bei mir das Gefühl aufkommen, dass du das Verhalten des Polizisten im geschilderten Fall für richtig und angemessen hältst.
      Und das ist definitiv nicht so!
    • SJ_California 21.04.2020 18:56
      Highlight Highlight Der Polizist hätte sie zumindest anhören können und das Gespräch nicht auf den Hausfriedensbruch beschränken sollen.
    • Mijasma 22.04.2020 01:07
      Highlight Highlight Die Polizei darf keine Partei ergreifen, dass ist richtig.

      Das befreit sie aber nicht davon einem Opfer Empatie und Fürsorge entgegen zu bringen solange es in ihrer Obhut ist.

  • Der müde Joe 21.04.2020 13:52
    Highlight Highlight Und dann wundern sich die Behörden, wenn ein Opfer irgendwann zu Selbstjustiz greift!😏

    Und dann wird es heissen: «diese Vorfälle waren uns nicht bekannt!»
    Kunststück! Wenn man nicht hinhört, ihr Gehirnakrobaten!🤬

    Sorry! So Sache mached mi huere hässig!😠
  • Töfflifahrer 21.04.2020 13:23
    Highlight Highlight Ich nenne das Verhalten der Polizei und Staatsanwaltschaft hier schon nicht mehr unterlassen Hilfeleistung, das ist ja schon fast als Beihilfe zu werden.
    Eigentlich gehören diese zusammen mit dem Ex vor Gericht!
    • Hierundjetzt 21.04.2020 16:08
      Highlight Highlight Fassen wir zusammen, die Polizei kam, nahm dem Typ die Waffe weg und sprach ein Kontaktverbot aus. Wo ganz genau, ist hier unterlassene Hilfestellung?

      Seriös: konnte die Klägerin objektiv beweisen, dass mehr als nur Drohungen vorlagen?

      Nein. Und das ist das tragische an der gesamten Story. Es strht im schlimmsten Fall Aussage gegen Aussage. Und: es ist ein Zivilprozess. Nicht ein Strafprozess. Der Richter entscheidet aufgrund der Glaubwürdigkeit der Personen.

      Leider nicht Hollywood.

      Alles sehr unschön ich weis.😑
    • MirjSun 22.04.2020 00:33
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: das ist ein Strafverfahren und hat rein gar nichts mit Hollywood sondern mit dem schweizer Rechtssystem zu tun! Sobald es Zeugen und Arztberichte, welche die Verletzungen einwandfrei dokumentieren gibt ist eine seriöse Aufarbeitung durch die betreffenden Behörden unumgänglich ..da geht es um Fakten und weit mehr als nur Aussagen.

      Genau so werden solche Fälle leider weiter bagatellisiert...traurig, aber nicht zu ändern
    • Mijasma 22.04.2020 01:13
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      Fassen wir zusammen.

      Wenn die Klägerin grün und blau geschlagen ist könnte eventuell sogar die Polizei etwas mehr feststellen als nur die Aussagen der Parteien.

      Es sei den sie schaut bewusst weg, nimmt das Opfer nicht ernst oder ist halt doch Parteiisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 21.04.2020 13:20
    Highlight Highlight Dass man als hilfsbedürftiges Opfer so auf Kaltschnäuzigkeit und Desinteresse stosst ist ja tragisch...

    Da bräuchte es allenfalls eine Überprüfung und Neuinterpretation des Jobs von Polizisten. Oder geeignete Fachleute die solche Delikte aufnehmen...
  • Rethinking 21.04.2020 13:09
    Highlight Highlight „Jede zweite Woche wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.“

    Sind das Zahlen für die Schweiz? Das ist ja immens!

    Unsere oberflächlich „perfekte“ Gesellschaft, scheint echt kaputt zu sein...
    • Enemy№1 21.04.2020 17:47
      Highlight Highlight Interessant... Ich habe die Statistiken vom BfS (2019, Tötungsdelikte) angeschaut.

      Tötungsdelikte gesamt: 209
      137 männlich / 72 weiblich:

      Tötungsdelikte häuslich: 79
      32 männlich / 47 weiblich
      davon vollendet:
      10 männlich / 19 weiblich


      Keine Ahnung wie die auf das Zitat kommen... Was aber sicher korrekt wäre:
      - Mehrheit der getöteten Menschen: männlich
      - 40% der betroffenen Personen von häuslichen Tötungsdelikten: männlich
      - Mehrheit der getöteten Menschen im häuslichen Bereich: weiblich

      Was das Zitat sagen will: Männer gehen wie die Wilden auf Frauen los. Die Zahlen sagen was anderes...

    • bebby 21.04.2020 19:29
      Highlight Highlight Da sind ca 25 Tote/Jahr. Jedes Jahr sterben ca 200 im Strassenverkehr. Beides sehr schlimm aber relativ zu anderen Ländern immer noch deutlich besser. In der Schweiz finden die meisten Morde in der Familie statt, weil es weniger Verbrechen ausserhalb gibt.
  • YvesM 21.04.2020 12:58
    Highlight Highlight Würde es nicht Sinn machen, für solche Fälle eine spezialisierte Einheit zu haben? Ev. auch mit Frauen besetzt...
  • Enzian034 21.04.2020 12:49
    Highlight Highlight Ein regelrechtes Armutszeugnis unsere Polizei und viel zu laschen Gesetzen!
  • skisandtrail 21.04.2020 12:41
    Highlight Highlight Dann muss ich der Polizei ein Kränzchen winden. Hatte auch mal einen netten Stalker mit bis zu Todesdrohungen (glücklicherweise im Ausland wohnhaft, so war der Zugang für ihn persönlich nicht immer so einfach). Als ich mit dem Ex zusammenzog hat sich verschlimmert, habs der dortigen Polizei gemeldet - inkl. Nachrichten und alles.
    Im gesetzlichen Rahmen konnten sie nichts machen (ohne Anzeige meinerseits), habens jedoch ernst genommen und fuhren jeweils täglich mehrmals am Haus vorbei, riefen regelmässig an wie der Stand der Dinge sei. VIELEN DANK!
  • DemonCore 21.04.2020 12:32
    Highlight Highlight Mehrfach selber gehört: Wir sind nur das Pikett, wegen xy kommen wir nicht. Einmal war es Tierquälerei, einmal Tätlichkeit im Strassenverkehr. Als meine Freundin von einem Taxifahrer sexuell belästigt wurde, verlangte man von der traumatisierten Frau, dass sie zwei Tage später am Morgen früh nochmal vorbei komme für die Aussage. Jetzt sei es zu spät.

    Ein anderes mal hat sich eine Kantonspolizistin praktisch geweigert eine Anzeige wegen Gefährdung des Luftverkehrs (Laserblendung) entgegenzunehmen.

    Die Arbeitsauffassung vieler Schweizer Polizeien ist unterirdisch.
    • Fandall 21.04.2020 15:09
      Highlight Highlight "wegen xy kommen wir nicht": Personalmangel oder Arbeitsverweigerung?
      Wäre schön wenn man da mal ein Statement der Polizei oder der dafür zuständigen politischen Behörde was hören würde.
  • HiCh 21.04.2020 12:24
    Highlight Highlight Ich beziehe mich hier auf die Intervention durch die Polizei. Um die hohen Erwartungen des Opfers zu erfüllen, bräuchte es meines Erachtens ganz einfach mehr Polizisten. Man darf nicht vergessen, dass dies kaum der einzige Fall in der Nacht gewesen sein kann. Die Polizei muss nach wie vor noch in der Lage sein, auf weitere Ereignisse reagieren zu können.
    So muss man in Kauf nehmen, dass die Polizei halt Prioritäten setzt.
    • Hoci 21.04.2020 14:26
      Highlight Highlight Sorry, nein. Egal was verbal vorgefallen ist, oder man (gezwungenermassen) noch Sex hatte, zusammen wohnte...es berechtigt nicht zu körperlicher Gewalt, Mobbing, Stalking, fertig machen usw.
      Kommt so eine Anzeige MUSS umgehend und massiv durchgegriffen werden.
      Das sind sehr ernste, oft tödliche Attacken, wichtiger als Diebstahl Raub. Es liegt mitnichten an zu wenig Polizisten, sondern am Verharmlosen nicht wollen.
      Daran dass Gewalt von Mönnern an Frauen als Streit verharmlost wird. Dabei geht die unterschiedliche Körperstärke verloren, mit der oft genug gedroht wird.
    • HiCh 21.04.2020 14:54
      Highlight Highlight Wichtiger als Diebstahl und Raub? Wenn du also überfallen wirst, würdest du es verstehen, wenn niemand kommt, weil die Polizisten mit einer Anzeige besetzt sind, welche einen Vorfall vor zwei Jahren abhandelt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass du so viel Verständnis aufbringen kannst.
      Keine Diskussion, dass man solche Anschuldigungen nicht auf die leichte Schulter nehmen soll. Jedoch muss man verstehen, dass die Polizei, jetzt nur so als Beispiel, an einem frühen Samstagmorgen nicht gleich alle Hebel in Bewegung setzen kann.
    • Mijasma 22.04.2020 01:20
      Highlight Highlight @HiCh

      Da gebe ich ihnen Recht. Die Polizeikorps der Schweiz sind unterbesetzt. Sie bekommen immer viel zu wenig Stellen bewilligt. Es muss gespart werden. Raten sie mal von wem.
  • T13 21.04.2020 12:02
    Highlight Highlight "der knapp fünfzig Kilogramm schwerere Mann"

    Ist das ein Fehler oder wie muss man sich den Typen vorstellen?
    Ein 1.80m grosser Überlauch oder ein 1.40m grosser Zwerg?
    🤔
    • SaraSera 21.04.2020 14:01
      Highlight Highlight @T13: Er ist knapp fünfzig Kilogramm schwerer als sie.
    • T13 21.04.2020 14:25
      Highlight Highlight 😂 Oha sorry verlesen 🤦‍♂️
      Asche auf mein Haupt. 🙇‍♂️

      Naja bleibt trotzdem ein Arsch
  • Boulderer 21.04.2020 11:53
    Highlight Highlight Einmal mehr zeigt sich, dass unsere "Ordnungshüter" lieber die für sie einfachen Fälle wie zu schnelles Fahren oder kiffende Jugendliche verfolgen, statt sich um Ordnung in unserer Gesellschaft zu sorgen. Beschämend.
    • HiCh 21.04.2020 14:03
      Highlight Highlight Genau. Du hast es erfasst. Der Spruch wird am Stammtisch jeweils der Brüller sein.
  • BerthaPhilipPayne 21.04.2020 11:49
    Highlight Highlight Ein einseitiger Bericht. Es wäre noch interessant, zu genau diesem Fall die Darstellung des Polizisten, Staatsanwaltes und Freundes zu hören. Dran bleiben watson!
    • Enzian034 21.04.2020 12:51
      Highlight Highlight Ich kann ihnen sagen was die Polizei und die Staatsanwaltschaft dazu sagt: Nichts! Es ist ein laufendes Verfahren.
  • Clank 21.04.2020 11:47
    Highlight Highlight Was genau ist jetzt die Kritik an der Polizei und der Justiz? Dass sie zu wenig "sensibel" ist?
    Sorry aber es ist nicht ihre Aufgabe aufgrund einer einseitigen Erzählung Partei zu ergreifen. Sie müssen neutral bleiben. So funktioniert das System und das ist gut so. Die Unschuldsvermutung gilt immer noch. Wer als Opfer psychische Unterstützung in Form von Empathie und Vertrauen braucht, holt sich die bei Familien, Freuden oder Anlaufstellen.
    Ich verstehe nicht, wie ihr euch das vorstellt? Soll der Polizist Verbündeter, Psychotherapeut und Richter zugleich sein?
    • Osti 21.04.2020 12:19
      Highlight Highlight Ja aber dann sollen sie auch nicht so Aussagen wie: „ Sie mochten sich ja mal“ machen und auch neutral bleiben...
      und ein wenig Empathie würde nicht schaden... der ganzen Menschheit nicht!
    • muesli87 21.04.2020 13:27
      Highlight Highlight Das frag ich mich auch... obwohl ich mich sehr wohl in die verschiedenen Situation hineinversetzen kann und beide Parteien versuche zu verstehen, muss ich als Polizistin objektiv bleiben...
    • IZO 21.04.2020 13:50
      Highlight Highlight Genau, zuerst Abklären und nicht im vorherein Bagatelisieren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • So oder so 21.04.2020 11:32
    Highlight Highlight "Sie packt über Nacht ihre Sachen und kommt in einer geheimen Wohnung unter, die ihr nicht etwa durch die Polizei, sondern durch ihren Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird"

    Daumen ganz weit nach oben für solch ein Arbeitgeber !
    • Hoci 21.04.2020 15:29
      Highlight Highlight Hinzu kommt, dass er sie nicht auf due sex. Nötigung angesprochen hat, an Opferfachstellen verwiesen hat + empfohlen hat eine Anzeige aufzugeben.
      Hier zeigt sich erneut, dass wir in einer Raping Kultur leben. Dass sie genötigt +vergewaltigt wurde, wird einfach beiseite gewischt, interessiert nicht?? Sie wird noch nicht Mal aufgeklärt, was zu tun ist, damit der Fall (bei einem anderen Mal) sicher zur Verurteilung führt.
      Akzeptierte Raping Kultur, durch ein lächerliches Sexualstrafgesetz+ Polizei geschützt, von Männern +einigen Frauen inkl. Polizei als Kavaliersdelikt angesehen. Merksch öppis.
    • So oder so 21.04.2020 19:53
      Highlight Highlight Akzeptierte Raping Kultur - Nö, das ist übertrieben. Mir ist sicher nicht das gleiche Passiert doch in diese Richtung und Leide auch immer noch darunter. Ich wurde, weil ich es Leider mal erwähnt habe von einer Frau aus der Firma gemobbt - man kann kein Verständnis erwarten. Und als Mann schon gar keine Wohnung vom Arbeitgeber.
  • leu84 21.04.2020 11:31
    Highlight Highlight Jeder Hund oder jedes Pferd sind im Recht besser geschützt als Menschen die Gewalttaten in den eigenen vier Wänden erleiden. Egal ob physischer oder psychischer Natur. Man darf nicht warten bis irgendwann ein Bundesgerichtsurteil zu diesem Thema fällt. Es wäre Sache der gesetzgebende Gewalt sich darum zu kümmern und in den Polizeischulen dies ein Thema sein muss. Gewalt an Kinder, Mann oder Frau muss ein Thema sein. Es sollten auch Falschaussagen streng gebüsst werden.
    • HiCh 21.04.2020 12:27
      Highlight Highlight In welcher Welt werden Tiere besser geschützt als die Menschen? Hast du dich mal mit der Rechtssprechung in solchen Fällen auseinandergesetzt?
    • muesli87 21.04.2020 13:24
      Highlight Highlight Polizisten anzulügen ist eben nicht strafbar...
  • ChiliForever 21.04.2020 11:29
    Highlight Highlight Das Problem ist halt, daß Polizisten nicht nur den einen Fall zu bearbeiten haben, mit dem gerade jemand vor ihnen steht. Das ist in solchen Fällen besonders tragisch, aber es läßt sich auch nicht ändern, weder einfach so noch auf Dauer. Wir können auch nicht Polizisten bevorraten, die sich dann ganz intensiv um einen solchen Fall kümmern, wenn er passiert und sonst die Füße hochlegen.
    Ich weiß, daß ist für die Opfer nicht schön, gerade auch nicht für Opfer häuslicher Gewalt. Aber das muß einem vorher schon klar sein, wenn man zur Polizei geht.
    • auloniella 21.04.2020 12:01
      Highlight Highlight Aha alles so bleiben wie es ist. Das System kann sich aber auch ändern siehe Artikel. Schon nur das frühere Taten einfach ignoriert werden ist nicht akzeptabel. Nicht nur rechtlich sondern im Bezug auf Empathie. Da braucht es nicht viel schon eine leicht andere Wortwahl kann helfen.

      Alles nur mit zuwenig Ressourcenweg zu erklären ist zu einfach.

      Ist ja auch praktisch für Menschen wie dich. Man kann nichts machen sorry. Zurück in die heile Welt. Bis es dir oder jemand der dir lieb ist passiert. Denk mal drüber nach.

    • Bibilieli 21.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Auch wenn man viel Arbeit hat, sollte man seine "Kunden" nie herablassend behandeln. Was in der Privatwirtschaft offensichtlich ist, wird im öffentlichen Sektor leider nicht immer so gelebt. Die Polizei lebt von Steuergeldern. Wenn die geschilderten Umstände als "Problem" und als "nicht schön" bezeichnet werden, ist offensichtlich Handlungsbedarf gegeben. Somit stellt sich eigentlich nur die Frage, wie man die Situation verbessern kann. Es wäre schon ein massiver Fortschritt, wenn die Polizei in solchen Fällen etwas empathischer reagieren und psychologische Unterstützung bieten würde.
    • Hoci 21.04.2020 15:44
      Highlight Highlight Auch du bahatellisierst, weil du dem Fall niedrige Prioritöt zuordnest. Anschwinemd ist auch fpr dich Vergewaltigung, Nötigung, massive körperliche Gewalt und Stalking mit sehr grosser Chance auf schlkmmeres inkl. Mord von niedriger Prioritöt.
      Ist ja nur ne Frau gell.
      Lieber Diebstahl und Autodieben nachjagen....
      Fragt sich noch jemand?
      Gewalt und Vergewaltigung, ?massives Stalking und körperliche Gewalt gegen Frauen ist wie die Kommentare viel zu gut zeigen mehr als akzeptiert, gelten unter Männern als Kavaliersdelikt, sind normal.
      Sollte jedem zu denken geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 21.04.2020 11:04
    Highlight Highlight Ich bin schockiert wie tief die Justizia gesunken ist, ein Mensch kann einen Menschen schlagen, Vergewaltigen und das Leben so zerstören das es so weit kommen muss und man ins Ausland muss um Ruhe zu haben. Nein man lässt solche Menschen noch so weit gehen das Sie neben an einziehen oder in der Nähe, man lässt Sie das Umfeld bedrohen und Rufschädigen. Man lässt Sie schlagen und verfolgen, man lässt Sie so weit gehen das Sie eine Waffe auf Sie richtitet und Sie töten um dann erst zu reagieren. Was läuft schief? Wann aht das ein Ende und wann wird endlich das Gesetz geändert? Ich bin schockiert.
    • f44 21.04.2020 11:52
      Highlight Highlight *dass, *dass, *dass...
    • regen 21.04.2020 12:03
      Highlight Highlight ihr kommentar verunsichert mich. instrumentalisieren sie diese gewaltgeschichte für ein allgemeines justizbashing und wäre somit beliebig auswechselbar oder geht sie ihnen tatsächlich, wie mir, unter die haut?
    • dan2016 21.04.2020 12:40
      Highlight Highlight Justizia? Ich verstehe ja die Emotionalität. Aber irgendwelche Fakten sollten ganz entfernt auch noch eine Rolle spielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 21.04.2020 11:02
    Highlight Highlight Es wäre vielleicht ein Anfang, wenn Frauen in so einem Fall von allem Anfang an von einer Polizistin und nicht von einem Polizisten befragt würden.
    • Andy 21.04.2020 11:51
      Highlight Highlight Auch ein Polizist muss das können. Zudem gibts ja vermutlich auch den umgekehrten Fall, dass ein Mann betroffen ist, für den das Problem weiter besteht (bzw. weil er Mann ist noch viel weniger ernst in diesem Kontext genommen wird).
    • HiCh 21.04.2020 11:57
      Highlight Highlight Wieso?
    • MahatmaBamby 21.04.2020 12:00
      Highlight Highlight Dass darf keine Rolle spielen ob jemand von einer Polizistin oder einem Polizist befragt wird! Die Damen und vorallem die Herren müssen entsprechend geschult und für solche Vorfälle sensibilisert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • beaetel 21.04.2020 11:02
    Highlight Highlight Was kann man von Juristen und Polizisten anderes erwarten. Die einen machen ein Studium, wo sie sich angewöhnen hinter einer abstrakten Sprache zu verstecken. Die anderen lernen befehlen und Befehle zu befolgen, unangenehme Zeitgenossen zu überwältigen, festzunehmen und sind bei allen Einsätzen darauf vorbereitet, dass es um Leben oder Tod gehen kann. Die einen müssen stark sein, die andern geschickt im Worte verdrehen. Was wollen solche Leute mit verletzlichen, geschwächten Menschen anfangen, wenn sie selber Zeit ihres Lebens kernten, ja nie Schwäche zeigen ...
  • Atavar 21.04.2020 11:01
    Highlight Highlight Ich würde mir wünschen, dass die gefährdeten Personen temporär an einem anderen Ort untergebracht werden könnten. Denke dabei nicht an Frauenhäuser - sondern unauffällige Orte in nicht unmittelbarer Umgebung.

    Mag für die gefährdete Person sehr unangenehm sein, ist aber:
    - einfacher, als den "Gefährder" ohne Urteil wegzusperren
    - eine Massnahme, die Zeit schafft um akute Bedrohungslagen zu entschärfen
    - ein wirksamerer Schutz als ein Kontaktverbot

    Dazu Prepaid-Handy für die nötigen Kontakte, inkl. Anbietersperre der Nummern "des Gefährders".

    Eine Beweislastumkehr ist eine schlechte Idee!
    • who cares? 21.04.2020 11:32
      Highlight Highlight Wer fordert Beweislastumkehr? Man kann auch anders die Schuld beweisen, ohne dem Opfer Mitschuld zu unterstellen. Bräuchte halt etwas Emphatie bei der Befragung.
  • UriStier 21.04.2020 11:01
    Highlight Highlight Hach ja das kenn ich. Der kann ja froh sein das ich nicht neben an wohne. Ansonsten wäre ich da eingeschritten.
    Denn auch als Nachbar sollte, wenn man was hört einschreiten, sei dies nun die Polizei anrufen oder Persönlich. Solche schwachmaten Brüder machen wütend.
    Wenn ein Mann seine Frau verprügelt dann sehe ich rot, und selbst wenn ich aufs Maul bekomme, einschreiten werde ich immer.
    • Max Cherry 21.04.2020 11:51
      Highlight Highlight Krasser Typ.
    • maendel 21.04.2020 14:40
      Highlight Highlight Supertyp! Was machst du eigentlich wenn die Frau dem Mann Gewalt antut?
    • UriStier 21.04.2020 20:56
      Highlight Highlight @ maendel, egal wer wenn schlägt man sollte nicht wegschauen. Ist eine Frage des Charakters
  • Kilgray 21.04.2020 11:00
    Highlight Highlight Der Täter gehört verurteilt, keine Frage. Andererseits gibt es genügend Männer, die ihre Frau nie schlagen würden. Ich frage mich deshalb, warum sich so viele Frauen auf das Risiko „Bad Boy“ als Partner einlassen. Normalerweise haben Frauen feine Antennen, wenn es um Sozialkompetenz geht; warum sie sich wider besseren Wissens mit solchen Prügel-Machos einlassen, bleibt mir ein Rätsel.
    • Wandervogel 21.04.2020 11:26
      Highlight Highlight Ich denke, dass diese Männer zu Beginn einer Beziehung sehr charmant und auch liebenswürdig sein können und sich erst nach Wochen/Monaten zum Gewalttäter verwandeln. Es ist also ein schleichender Prozess und man wird sich dem wohl erst bewusst, was einem angetan wurde, wenn es zu spät, resp. wenn man zu abhängig geworden ist. Viele solcher Täter wissen eben, wie man solche Opfer findet, die man abhängig machen kann. Von aussen mag es daher nicht verständlich sein, warum man nicht eher aussteigt. Das darf man aber einem Opfer nie nie vorwerfen.
    • who cares? 21.04.2020 11:35
      Highlight Highlight Jaja, frau hätte es besser wissen müssen, blabla. Häufig sind solche Männer Meister der Manipulation. Das versteht man kaum, wenn man noch nie selbst in der Lage war.
    • Andy 21.04.2020 11:54
      Highlight Highlight @Kilgray: Bezüglich BadBoy-Fetisch. Da gibts genügend Forschung warum das so ist. Oft ist es die Illusion "sich mit dem Bösen verbünden, dann bin ich selber nicht betroffen". Sonst dürfte es Evolutionsbiologische Gründe haben, warum eher der "Chad" genommen wird, als der Beta.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrRewdnegri . 21.04.2020 10:56
    Highlight Highlight Als Polizist habe ich auch mit solchen Anzeigen zu tun. Für uns ist es nicht mit der Einvernahme getan. Wir müssen auch umgehend Rapporte schreiben, GSG Verfügungen ausfüllen respektive schreiben. Die Verhaftung des Täters organisieren, die dann teilweise andere für uns übernehmen.
    Für den Polizisten, der die Anzeige entgegen nimmt bedeutet es 6 Stunden intensive Arbeit. Kommt eben dazu, dass ein Opfer auch traumatisiert ist und die Aussage immer wieder auf das Wesentliche gelenkt werden muss. Wir müssen uns auf das aktuell Vorgefallene beschränken, sonst passiert gleichentags nichts mehr.
    • Relativ Subjektiv 21.04.2020 11:35
      Highlight Highlight Kann ich so nicht unterschreiben. Es gilt klar alle Umstände zu erfassen, schon nur zur Abgrenzung des Sachverhalts oder ob es sich um ein Antrags- oder Offizialdelikt handelt. Auch wenn man manchal die Einvernahme etwas lenken muss, kann man trotzdem auf das Opfer eingehen. Wenn man dafür keine Zeit hat, läuft organisatorisch etwas falsch...
    • who cares? 21.04.2020 11:37
      Highlight Highlight Wow 6h Arbeit? Ihr werdet ja auch dafür bezahlt!
      Die Polizei ist zum Schutz der Bürger da. Dazu gehören auch traumatisierte Bürgerinnen. Wem die zu lästig sind, ist vielleicht im falschen Job.
    • Deleted93 21.04.2020 12:10
      Highlight Highlight Du kannst dich ja schon auf das aktuell vorgefallene beschränken, aber auch erklären wieso und warum. Dann noch ein bisschen Empathie an den Tag legen, dem Opfer aufzeigen was es für wege gibt die Ganze Geschichte aufzuarbeiten. Habt ja wohl Standardisierte Prozesse für Opfer von häusslicher Gewalt. Aber einfach mal abkanzeln ist nicht grad die beste Strategie oder dann der falsche Job für den Herrn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruefe 21.04.2020 10:40
    Highlight Highlight Die Justiz und Polizeibehörden müssen ganz klar besser geschult werden. Mir kam aber bei der Lektüre des Artikels auch in den Sinn dass der soziale Druck auf den Peiniger vielleicht auch etwas ist das fehlt. Schauen die Leute einfach weg wenn sie erfahren das ihr Kollege / Sohn / Freund so einen irren Terror abzieht mit dem Wohnungswechsel? Haben solche Spinner überhaupt Freunde, die ihn auch in die Schranken weisen? Die Idee dass man so etwas "in der Beziehung" regeln kann funktioniert nicht.
    • Hoci 21.04.2020 16:12
      Highlight Highlight Wir hatten das in der Famile (Opfer). Die meisten schauen weg. Es wird als Ausraster, etwas zwischen den beiden abgetan.
      Man will weiterhin Kontakt mit dem ansonsten netten Täter. Viele wollen kekne Konseauenzen ziehen.müssen, sind egoistisch, ignorieren was dem Opfer angetan wird. Wie extrem traumatisierend selbst minder schwere Fälle sind, nicht zuletzt wegen fehlendem Schutz und Empathie auch von Familienmitglieder/Bekannten, wird verdrängt.
      Immerhin hat die Frau über Wochen Tdesangst, denn man weiss nie weit der Mann geht. Leider gibts genug Beispiele, die im Krankenhaus oder Sarg enden.
  • Hinterm Mond, wärmts sich bestens 21.04.2020 10:27
    Highlight Highlight ...und es gibt immer noch Männer die über die Benachteiligung des Mannes jammern, weil sie Alimente zahlen müssen!
    • Evan 21.04.2020 11:31
      Highlight Highlight Eine Ungerechtigkeit schliesst die andere nicht aus.
    • Andy 21.04.2020 11:58
      Highlight Highlight @Hintrm... Typischer Whataboutism. Das hat nunmal absolut nichts miteinander zu tun.

      Du hast eine sehr abstruse Logik. Weil es einige Männer gibt welche Missbrauch ausüben, sollen praktisch alles Männer mit etwas ganz anderem bestraft werden.

      Schon grotesk, was 3rd Wave Feminismus mittlerweile für Kreise zieht. Wie verstrahlt kann man eigentlich sein?

      Natürlich braucht es aber Behörden welche sowas sehr ernst nehmen und Betroffene - Frauen + Männer - schützen und nicht zu faul sind für Papierkram.
  • Wendy Testaburger 21.04.2020 10:24
    Highlight Highlight Nach monatelangem Stalking, Übergriffen, Psychoterror wurde mir von einer Polizistin(!) gesagt, dass ich selber schuld sei wenn ich mich mit "so einem"(Ausländer) einlasse. Da ich ein Zufallsopfer war, ist diese Aussage doppelt verletzend gewesen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 21.04.2020 11:45
      Highlight Highlight Bitte was?!😳
      Was für ein inkompetentes Arschloch von einem Polizisten hast du da erwischt?
      Ein Armutszeugnis für unsere Polizei und ein Schlag ins Gesicht jedes anständig arbeitenden Polizisten.

      Ist die Geschichte vorbei und hast du wieder Ruhe?
    • Wendy Testaburger 21.04.2020 12:34
      Highlight Highlight PolizistIN.
      PTBS und eine Angsterkrankung, aber immerhin ist der Stalker weg.
    • vincenzo2 21.04.2020 13:26
      Highlight Highlight Genau das ist das Problem, es sind keine Einzelfälle! Es ist ein strukturelles Problem unabhängig von Ethnie, Herkunft etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiro Striked 21.04.2020 10:23
    Highlight Highlight Es ist eine Bodenlose Schande für jeden Polizisten, jeden Staatsanwalt, und jeden Richter, wie sicher Gewalttäter zuhause immernoch sind.

    Aber ich kenne es bei mir im Haus. In der Wohnung über mir, er prügelt sie halb tot, Polizei kommt, sie traut sich nix zu sagen, Polizei klingelt bei mir, ich sage was los ist, Polizei sagt "tjo kann man nix machen, solange sie nichts sagt", aber ich darf mich gerne wieder melden bei einer weiteren "Ruhestörung"...
    • Andy 21.04.2020 11:59
      Highlight Highlight Finde es auf jeden Fall super, das du zumindest versuchst etwas zu unternehmen. Genau das habe ich auch erlebt - in der Wohnung unter mir.
    • muesli87 21.04.2020 13:19
      Highlight Highlight Tja, dann sollte wohl die Politik geändert werden wenn wir als Polizei keine Handhabung haben?!
    • Kiro Striked 21.04.2020 14:11
      Highlight Highlight @muesli87
      Absolut richtig. Da muss sich politisch wirklich etwas ändern.

      Dennoch sollte es hier auf Basis von schwerer Nötigung und anderem sicherlich schon jetzt eine Grundlage geben, etwas mehr machen zu können.

      Die Polizisten haben am wenigsten Schuld dran, jedoch ist es krass, dass es halt einfach so ein "akzeptierter Fakt" ist.

      Einer Bekannten hat ein Polizist, nachdem sie Ihren Ex angezeigt, auch gefragt "Ach und urplötzlich stört es sie, wenn er sie etwas gröber anpackt?". (Er hat ihr damals ja auch nur 3 Zähne Rausgeschlagen, grob wären dann 5 Zähne.) Ihr Anwalt war stinkesauer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitz Gordon 21.04.2020 10:22
    Highlight Highlight Sorry Leute, aber emotionale Erstversorgung ist nun mal nicht Sache der Polizei. Zudem kennen wir hier nur die eine Sicht, wie sich der Polizist in diesem konkreten Fall verhalten hat. Opfer suchen häufig Verbündete für ihre Sache. Das ist NICHT Sache der Polizei, dafür gibt es andere Anlaufstellen.
    • muesli87 21.04.2020 13:17
      Highlight Highlight Kann ich nur unterschreiben! Wir dürfen nicht parteiisch sein... und um langfristig zu Helfen gibt es extra Opferhilfestellen und Psychologen die Helfen, traumatische Erlebnisse aufzuarbeiten, das ist nicht Sache der Polizei...
    • maude 21.04.2020 13:40
      Highlight Highlight Naja aber sorry...schon rein menschlich weckt ein Mensch in Not Gefühle in mir. IPolizisten die verkrampft einen auf abgegrenzt und distanziert tun helfen keinem, auch sich selber nicht(schon so oft erlebt). Lieber gute Strategien lernen, wie man sich abgrenzen aber dennoch menschlich warm bleiben kann, dafür muss man noch nicht mal die Befragung usw. ändern. Oder seh ich das kreuzfalsch?
    • Vertigo 21.04.2020 14:36
      Highlight Highlight Da haben wir dann aber irgendwie ein grundsätzliches Problem im System. Die Polizei sind ja schließlich in der Regel die ersten, die mit Opfern von Gewalttaten o.ä. zu tun haben, und das auch nicht erst seit gestern. Da ist noch nie jemand auf die Idee gekommen, es könnte sinnvoll sein, mit Psychologen oder Opferhilfestellen zusammen zu arbeiten? Muss ja nicht die gleiche Person sein die dann die Ermittlungen durchführt. Man kann auch nicht von einer Person, die gerade Gewalt erfahren hat, verlangen daran zu denken erst „Verbündete“ zu kontaktieren vor dem Gang zur Polizei
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unicron 21.04.2020 10:21
    Highlight Highlight Echt ein Armutszeugnis für ein Land wie die Schweiz...
  • uicked 21.04.2020 10:18
    Highlight Highlight Also ich musste schon ein Wenig lachen, als ich lass der ist 50kg schwer.
    Der Typ ist 50kg und schüchtert die ganze Familie ein? Den hätte man doch einfach auch mal richtig verprügeln können.

    Also es ist Schrecklich und darf logischerweise nie passieren, aber hier hätte man getrost auch zu Selbstjustiz greifen können und den Wicht grün und blau prügeln können, ev. noch ein Bein oder Armbruch.
    • SaraSera 21.04.2020 11:13
      Highlight Highlight @uicked: 50kg schwerer. genau lesen, bitte.
    • uicked 21.04.2020 11:32
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • tantemagda 21.04.2020 10:11
    Highlight Highlight Zu diesem Thema gibt es auf Netflix eine Serie nach wahrer Begebenheit: Unbelievable.
    Kann ich durchaus empfehlen, da sie sehr gut das Problem aufzeigt, das heute noch weltweit herrscht.

    Mir fährt teilweise ins Mark, wie gerade Polizisten, die doch für den Schutz der Bevölkerung einstehen sollten, solche Delikte nicht ernst nehmen oder herunterspielen. Das muss sich unbedingt ändern! Natürlich sind das nicht alle, aber mit Sicherheit zu viel. 😓
    • thelastpanda 21.04.2020 21:10
      Highlight Highlight Ja, die ist mir auch in den Sinn gekommen beim Kommentare lesen. Fand ich sehr gut gemacht und ist mir richtig unter die Haut gegangen. Vor allem auch kann man gut sehen, was für einen riesigen Unterschied es für ein Opfer macht, wie es direkt nach der Tat von der Polizei behandelt wird. Fand die Unterschiede zwischen den beiden Tems von Polizisten sehr spannend. Sollte zur Zwangs"lektüre" für Polizisten etc. werden.
  • Fandall 21.04.2020 10:09
    Highlight Highlight Dass die Polizei unempathisch reagiert hat, kann das mit dem Personalmangel und der ständigen Exponierung zu Gewalttaten und Leid der Polizisten zu tun haben? (habe schon Ähnliches von befreundeten Polizisten gehört) Ist natürlich keine Entschuldigung aber eine mögliche Erklärung.
    Ein Lösungsansatz für solche Fälle wäre vielleicht auch, wenn die weiblichen Mitglieder der Polizei hierfür einbezogen werden könnten, da sie sich eher mit der Situation der Opfer solcher häuslicher Gewalt identifizieren können. Was meint ihr?
    • Andy 21.04.2020 12:02
      Highlight Highlight Die Polizei sagt immer "Personalmangel" - das ist u.A. auch pure Strategie, um Mittel im Jahresbudget zugesprochen zu bekommen.

      Man könnte auch anders priorisieren, statt immer nach mehr Ressourcen zu schreien.

      Für Frauen würde u.U. weibliches Personal helfen, für Männer jedoch nicht. Daher kann das nicht die Lösung sein.
    • Fandall 21.04.2020 15:36
      Highlight Highlight Wie oben von einem Polizisten beschrieben, pro Anzeige stundenlange Büroarbeit...
      Also indirekt schon Personalmangel. Dazu wächst die Bevölkerung jedes Jahr.
  • Ritiker K. 21.04.2020 10:08
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht hat die Polizei ein massives Rekrutierungsproblem. Mehrere Berichte in den Medien haben auf die mangelnden (schriftlichen) Deutschkenntnisse potentieller BewerberInnen für die Polizeischule in verschiedenen Kantonen hingewiesen. Dazu kommt das von mir aus gesehen absolut unsinnige Kriterium, dass die KandidatInnen in den meisten Kantonen einen Schweizer Pass haben müssen. Auch hat dieser Beruf nicht sehr attraktive Arbeitszeiten und Löhne.
    Da erstaunt es mich nicht, dass bei einigen PolizistInnen die Sozialkompetenzen eher mangelhaft sind. Die müssen nehmen, was sie bekommen.
    • wintergrün 21.04.2020 12:26
      Highlight Highlight Denke das ist auch ein Führungsproblem. Die Chefetage hält häusliche Gewalt halt für nicht so wichtig, der einzelne Mitarbeiter wird für speziellen Einsatz auf dem Gebiet nicht belohnt.
      Daher ist politischer Druck wichtig.
  • Fandall 21.04.2020 10:06
    Highlight Highlight Dass bei diesem Herrn nicht vorsorglich alle Waffen eingezogen wurden kann ich nicht verstehen. Offensichtlich ist er nicht reif genug, Konflikt gewaltlos zu lösen und deshalb meiner Ansicht nach kein vertrauenswürdiger Waffenbesitzer, auch wenn er ihr nicht mit Waffengewalt gedroht hat.
    • Asmodeus 21.04.2020 22:06
      Highlight Highlight Ein illegaler Schalldämpfer ist in meinen Augen Beweis genug für eine geplante Straftat und sollte Einzug aller Waffen, des Waffenscheins und eine psychologische Prüfung zur Folge haben.
    • Fandall 22.04.2020 09:06
      Highlight Highlight Das ist halt eine Unterstellung. Er kriegt sicher eine Busse für den Gesetzesverstoss. Aber ein vorsorgliche Einzug der Waffen ist sicher angebracht, bis er zeigen kann dass er seine Aggressionen kontrollieren kann.

      Es gibt keinen Waffenschein in der Schweiz, nur Erwerbsscheine und Sonderbewilligungen zum Kauf von Waffen. Eine Waffentragbewilligung schliesse ich bei dem Herrn mal aus, denn da sind noch höhere Anforderungen und eine triftige Begründung zur Beantragung notwendig.
  • muesli87 21.04.2020 10:05
    Highlight Highlight Teil 5
    Unsere Arbeit hat damit zu tun, beide Seiten anzuhören und das strafrechtlich relevante aufzunehmen. Wir sind nicht die Richter, wir entscheiden nicht, wer jetzt der bessere Mensch ist! Ansonsten würden wir unseren Job nicht gut machen...
    Anzeige erstatten kann jeder und es werden alle angehört, doch die Probleme lösen sich dann doch nicht in Luft auf! Was sich manche Leute vorstellen...
    • Knallereule 21.04.2020 13:40
      Highlight Highlight @muesli87: ...jmt ;) Nicht ärgern... Die meisten hier wissen gar nicht was die Möglichkeiten der Polizei sind. Die denken, es gäbe sichere Wohnungen und man könne beschuldigte Personen beliebig lange wegsperren und die Opfer so schützen, dass sie unauffindbar sind. Dass manche Opfer sogar selber die für sie geschaffenen Schutzmassnahmen sabotieren, kommt in ihrem Weltbild nicht vor...
    • Garp 21.04.2020 14:04
      Highlight Highlight Dass ihr nicht die Richter seid, weiss jeder. Man kann trotzdem etwas Empathie zeigen. Hinter der kühlen Saxhlichkeit kann man sich auch bequem verschanzen.

      Und klar gehen viele Opfer wieder zurück, weil es sich oft um Abhängigkeitsbeziehungen handelt. Das ist dann auch nicht Euer Ding das zu beurteilen. Ihr wisst nie, wann ihr ein Opfer vor Euch habt, das den Ausstieg schafft. Darum behandelt jedes Opfer so als ob es das schafft und helft.
      Ein Tee, ein warmes Wort, eine warme Decke, einen Psychologen beiziehen, wären auch Möglichkeiten, statt nur kühle Sachlichkeit.
    • Peter Miese 21.04.2020 20:04
      Highlight Highlight Vielleicht ist das heute anders, aber als mich damals vor gut 25 Jahren deine Kollegen mehrmals wegen so brisanten Delikten wie Kiffen oder Skaten reingenommen hatten, da spielten sie jeweils gut und gerne die Richter 🤷‍♂️
  • muesli87 21.04.2020 09:55
    Highlight Highlight Teil 3
    Wie die Polizei in dem Artikel nun als Sündenbock hingestellt wird, damit habe ich extremste Mühe! Wir sind in Notfällen da, schreiten ein und machen alles was möglich und nötig ist! Die wichtigste Änderung allerdings muss klar vom Opfer (egal ob w oder m) her kommen, die müssen wollen und den Schlussstrich ziehen. Und wenn wir dann mitbekommen, dass trotz Fernhaltung oder Frauenhaus oder was ich immer sich die Paare wieder treffen, frage ich mich schon manchmal, weshalb wir das alles immer wieder machen. doch dann gibt es eben auch die „positiven“ Fälle, weshalb wir unseren Job machen!
    • Don Harrison 21.04.2020 12:20
      Highlight Highlight Guten Tag. Müesli ;)

      Sehr gern verstehe ich, dass es nicht einfach ist, in jeder Situation die richtige Entscheidung zu treffen. Ob das Opfer die Wahrheit sagt oder nicht, ist schwierig abzuwägen. Jedoch wenn eine Frau grün und blau geschlagen sich an die Blauen "Helfer" wendet, sollte sie doch ein bisschen mehr Schutz bekommen.

      Was wäre wenn man sich anderswo Hilfe sucht. ? Es gibt div. andere möglichkeiten.....
    • Geo1 21.04.2020 12:30
      Highlight Highlight Ich finde es schlimmer, wenn ein Ex-Partner seine Frau erschiesst und im Nachhinein herauskommt, dass dies bei genauerem Hinsehen seitens der Behörden hätte vermieden werden können, als wenn sich ein Opfer, aus welchen Gründen auch immer, ihrem Peiniger wieder an den Hals wirft. Auch wenn es frustrierend sein kann: Wenn es um Menschenleben geht, ist Vorsicht tausendmal besser als Nachsicht.
    • Bruno Wüthrich 21.04.2020 16:29
      Highlight Highlight @ Geo1

      Das ist alles gut und recht. Aber wenn eine Behörde unterbesetzt ist und mit dem Lösen der Fälle kaum nachkommt (nachkommen kann), so ist sie - wie muesli schreibt - darauf angewiesen, dass die Opfer mitarbeiten.

      Man muss beim Artikel nicht weit lesen um zu erkennen, dass auch das Opfer nicht eben zielstrebig gehandelt hat. Der Ex lebte noch monatelang in ihrer Wohnung, obwohl er sie gestalkt, geschlagen und sexuell genötigt hat. Und packte dann wohl die Gelegenheit, als irgendwann die Wohnung gegenüber frei wurde.

      Das ist doch abstrus!
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  • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 21.04.2020 09:55
    Highlight Highlight füchterliche sache... wünsche ich wirklich niemandem.

    eine sache wurde hier jedoch nicht berücksichtigt. die heillose unterbesetzung der justiz, sowohl bei der polizei als auch bei der staatsanwaltschaft. Es ist einfach zu wenig personal vorhanden um solche verfahren sauber aufzuarbeiten.

    aus eigener erfahrung weiss ich, eine strafanzeige wegen betrug einreichen bis zur ergebnis dauert ca. 1/2 jahr (zh).

    insbesondere bei sexuellen übergriffen darf es einfach nicht sein, dass ein verfahren, aufgrund der komplexität, mehrere jahre dauert.
  • Bruno Wüthrich 21.04.2020 09:55
    Highlight Highlight Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich dafür zu interessieren, was betroffene Frauen, die sich trauen, Anzeige zu erstatten, zu erzählen haben. Unverzeihlich, wenn dann bei den Behörden Interesse und Sensibilität völlig fehlen.

    In einem Rechtsstaat muss mutmasslichen Tätern jede Straftat nachgewiesen werden. Dabei sollten die Strafverfolgungsbehörden wirklich alles dafür tun, die Täter zu überführen. Zudem sind betroffene Frauen während des Ermittlungsverfahrens zu schützen. Beides scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein. Fehlte hier der Ehrgeiz und die seriöse Berufsauffassung?
  • muesli87 21.04.2020 09:49
    Highlight Highlight Teil 2
    Logisch, dass wir da teilweise auch konkret nachfragen, ob es denn wirklich so geschehen ist. Auch stellt sich im Laufe der Ermittlungen oft heraus, dass beide Parteien provoziert, zugeschlagen etc. haben. Was heisst das strafrechtlich?! Es gibt für beide eine Busse, das Problem ist dann allerdings auch nicht gelöst. Wir sind nicht die Problemlöser, das müssen die Parteien schon selbst machen und sich die entsprechenden Hilfestellungen bei den Opferhilfen holen. Bloss weil wir eine Fernhaltung aussprechen, ist nach zwei Wochen noch lange nicht alles wieder gut...
    • wintergrün 21.04.2020 10:12
      Highlight Highlight Von der Polizei erwarte ich als Bürger eine realistische Einschätzung der Gefahrensituation, d. h. muss Die Frau mit einem Mord rechnen und sollte sofort verschwinden oder gibt es weniger einschneidende Lösungen.
      Klar sind die Betroffenen oft emotional bei einer Trennung aber die Polizei sollte bei der Sicherheit beraten. Dafür ist sie da.
      Schließlich kann nicht jeder Bürger so einfach mit einer eskalierenden Gewalt Situation umgehen und ist darin auch nicht geschult.
      Dies ist in diesem Fall ganz offensichtlich nicht professionell geschehen.
    • Maria Cardinale Lopez 21.04.2020 10:16
      Highlight Highlight Macht einfach Euren Job. Andere müssen den auch machen.
      Jeder Mensch hat ein Recht in Not richtig behandelt zu werden.
      Das interessiert diese Person nicht ob die andere Person vorhin jemanden angelogen hat oder nicht. Stellen Sie sich die Situation der leidenden Person vor. Diese braucht hilfe und nicht Ablehnung
      Das ist euer Job, sonst machen Sie besser etwas anderes.
    • Geo1 21.04.2020 10:38
      Highlight Highlight Strafrechtlich heisst das, dass der Tatbestand seriös aufgearbeitet werden muss, um der Gerechtigkeit genüge zu tun. Dafür sind Einvernahmen von Opfer und Täter durch geschultes Personal von Staatsanwaltschaft und Polizei notwendig. Ich kann nachvollziehen, dass man sich als Polizistin im ersten Moment überfordert fühlt. Aber man darf erwarten, dass bei der Tataufnahme das Verfahren korrekt aufgegleist und das potentielle Opfer nicht demoralisiert wird. Wenn ich Ihren Kommentar lese, kriege ich den Eindruck, dass die Verantwortung auf das Opfer abgeschoben wird.
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  • iudex 21.04.2020 09:46
    Highlight Highlight Ware noch interessant, was die Staatsanwaltschaft zu diesem Fall sagen würde. Vermutlich klingt die Geschichte dann ein wenig anders.
    • wintergrün 21.04.2020 10:07
      Highlight Highlight Die darf sich gerne äußern- ich würde da aber nicht zu viel erwarten wenn sie schon die Anklage Schrift nachbessern muss.
    • iudex 21.04.2020 11:17
      Highlight Highlight Es gibt gefühlt 1000 Gründe, wieso eine Anklageschrift zurückgewiesen werden kann. Ohne weitere Hinweise können daraus 0 Schlüsse gezogen werden.
  • muesli87 21.04.2020 09:44
    Highlight Highlight So, dann oute ich mich mal als jemand der Gegenseite. als Polizistin im Kanton Bern kann ich sagen, dass wir ausreichend geschult und sensibilisiert auf Themen wie Häusliche Gewalt sind und was da alles so zusammenkommt. Leider muss ich auch aus Erfahrung sagen, dass wir so oft angelogen werden! Und zwar von Opfer wie auch Täter. zudem wird dann oft von uns erwartet, ein über Jahre entstandenes Problem in wenigen Stunden mit einer Anzeigenaufnahme zu lösen. wie oft denkt ihr denn, dass es dann am Schluss doch wieder heisst „aber ich liebe ihn/sie doch und will ihn/sie wiederhaben“... Teil 1
    • homo sapiens melior 21.04.2020 10:38
      Highlight Highlight Muss man deswegen eine Frau mit Prügelspuren stundenlang in einem öden Raum sitzen lassen und ihr das Gefühl vermitteln, sie sei nur eine lästige Wichtigtuerin?
    • HiCh 21.04.2020 12:04
      Highlight Highlight Wieviel laufen nach der Anzeigeerstattung händchenhaltend wieder raus oder ziehen die Anzeige später wieder zurück...
    • dan2016 21.04.2020 12:47
      Highlight Highlight @Numelch. Vielleicht macht es einfach grundsätzlich Sinn, verschiedene Standpunkte zur Beurteilung einzunehmen? Ich weiss, damit sind wir in unserer Emotionalität oft überfordert. muesli87 hat sich die Mühe gemacht, die Sichtweise darzulegen. Und da kommst Du als Schiedsrichter und wischt das 5 Worten weg. SACKSCHWACH.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChillDaHood 21.04.2020 09:41
    Highlight Highlight Es ist extrem stossend, wie Opfer durch die Mühlen der Justiz gedreht werden, um zu Gerechtigkeit zu kommen. Hier müsste geschulteres Personal eingesetzt werden (etwas wie Care Teams). Das würde psychologisch besser vorgehen, zukünftige Gewalt eher verhindern und in meinen Augen auch eher erkennen, was wirkliche Anschuldigungen sind und was eher nicht.

    Dazu ist es in meinen Augen nötig, dass Stalking besser geahndet wird und Opfer davon aus der (wortwörtlichen) Schusslinie genommen werden.
    • bonpris 21.04.2020 10:05
      Highlight Highlight Es ist kann nicht die Aufgabe einer freien Demokratie sein, künftige Verbrechen verhindern zu wollen. Denn dies liefe auf die Errichtung einer totalitären Diktatur hinaus nach dem Muster von Nordkorea oder China.

    • ChillDaHood 21.04.2020 11:15
      Highlight Highlight Öhm bonpris, mit Verlaub, aber da bin ich diametral anderer Meinung.

      Weswegen gibt es deiner Ansicht nach eine Verwahrung?
    • bonpris 21.04.2020 11:52
      Highlight Highlight @ChillDaHood

      Die Verwahrung gibt es, weil die Schweizer dem herrschenden Zeitgeist des Risikominimierungswahns ein grosses Stück ihrer Rechtsstaatlichkeit leichtfertig geopfert haben und so ihre eigene Verfassung brachen, indem sie die Verwahrunsinitiative annahmen.

      Ich hoffe sehr, dass die Schweizer diesen Fehler wieder ausmerzen werden.

      Zur Erinnerung:

      Nach geltendem Recht darf jemand nur für Taten bestraft werden, die er begangen hat und die ihm ZWEIFELSFREI nachgewiesen werden konnten.

      Das schliesst die Bestraftung künftiger Taten zwingend aus. Die Verwahrung ist gesetzeswidrig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knallereule 21.04.2020 09:39
    Highlight Highlight Nach diesem Artikel könnte man als betroffene Person auf die Idee kommen, sich niemandem anzuvertrauen, was fatal wäre. Nicht alle Polizisten sind so, nicht alle Fälle laufen so. Der Artikel ist meiner Meinung nach weder neutral noch auf die Fakten beschränkt. Bevor man sich über das System ärgert, sollte man es auch verstehen.
    • Mahakala 21.04.2020 09:59
      Highlight Highlight Nein, man sollte sich als Bürger ohne Vorkenntnis, sogar als Analphabet, vorbehaltlos an die Judikative wenden können. Denn die Judikative ist für die Bürger da und nicht umgekehrt.
    • Linus Luchs 21.04.2020 10:53
      Highlight Highlight @Knallereule: Die Autorin schildert das Erleben des Opfers. Mit der Anmerkung "weder neutral noch auf die Fakten beschränkt" wird das Opfer erneut nicht ernst genommen. Mit genau dieser Haltung machen Polizei und Staatsanwaltschaft das Opfer gleich nochmals zum Opfer.

      Und wie soll man das "System" verstehen? Was bringt es dem Opfer, wenn es weiss, andere Polizisten hätten empathisch reagiert? Es sind immer die einzelnen Menschen, die ein "System" umsetzen. Sie tragen die Verantwortung, auch in niederen Chargen. "Niemand hat das Recht zu gehorchen", um es mit Hannah Arendt zu sagen.
    • bonpris 21.04.2020 15:31
      Highlight Highlight Hannah Arendt schrieb das wohl auf, nachdem sie schlechtes Zeug geraucht hatte.

      Gehorsam gegenüber dem Staat ist selbstverständlich eine gesetzliche Pflicht, kein gesetzlicher Anspruch. Und das ist recht so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rundumeli 21.04.2020 09:34
    Highlight Highlight dass in einem solchen fall eine polizistIN die befragung durchführt, sollte eigentlich selbstverständlich sein.
    • John Steam in the snail hole 21.04.2020 09:52
      Highlight Highlight Warum? Weil Frauen bessere Menschen sind und Männer sich ja eh nicht in andere Personen versetzen können weil sie empathielos sind? Du bist Teil vom Problem.
    • ChillDaHood 21.04.2020 10:00
      Highlight Highlight Lukas - ich verstehe, was dir sauer aufstösst. Aber die einfach Antwort ist nicht, dass ein Polizist oder eine Polizistin besser ist, sondern, dass es für das Opfer leichter ist, nicht mit einem Mann darüber zu reden, wenn es darum geht. Vielleicht wäre es schon gelöst, wenn man dem Opfer die Wahl lässt, ob es lieber mit einem Mann oder einer Frau reden möchte. Das ist wohl sehr subjektiv und es geht da darum, psychischen Schmerz zu vermeiden. Der Aufwand wäre wohl vertretbar...
    • bonpris 21.04.2020 10:02
      Highlight Highlight Eine fürchterlich sexistische Forderung, absolut nicht zeitgemäss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bonpris 21.04.2020 09:33
    Highlight Highlight Ganz egal ob die Aussage wahr ist oder nicht wahr ist, die Polizei hat sich so zu verhalten, als seien die Aussagen erst noch zu beweisen.

    Denn das Gesetz ist in einem Punkt klar: Der Angeklagte gilt solange als unschuldig, bis seine Schuld vor einem Gericht bewiesen wurde.

    Es ist klar, dass das Opfer eines Verbrechens die Schuld des Angeklagten für erwiesen hält. Aber das Urteil des Opfers zählt nicht.

    Es zählt einzig das Urteil des Gerichts.
    Und genau das ist der Kern des Rechtsstaates.

    Das müssen alle akzeptieren - auch die Opfer häuslicher Gewalt.
    • wintergrün 21.04.2020 10:15
      Highlight Highlight Sie sollte aber nicht ewig zuwarten wenn von Gewalttaten die Rede ist.
    • bonpris 21.04.2020 11:28
      Highlight Highlight @wintergrün

      Doch.

      Die Justiz hat lediglich die Aufgabe, geschehene Untaten zu ahnden und für Sühne zu sorgen.

      Und das hat einen einfachen, guten Grund:

      Jeder kann beliebig lange für ein hypothetisches, künftiges Verbrechen eingekerkert werden, weil jeder hypothetisch irgend ein Verbrechen begehen wird.

      Dabei kann niemand nachweisen, dass dadurch tatsächlich ein Verbrechen verhindert wird. Es gibt ja keine Beweise für eine künftige Tat. Wie auch? Die Tat geschah ja gar nie und hinterliess darum nie Spuren.

      Du siehst: es ist absurd, künftige Verbrechen verhindern zu wollen.
    • wintergrün 21.04.2020 11:41
      Highlight Highlight @bonprix
      Also Deiner Meinung nach sollte die Polizei in aller Ruhe den nächsten Mord abwarten und das Opfer einfach nicht so dumm tun.
      Beeindruckendes Rechsverständnis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antaxas 21.04.2020 09:32
    Highlight Highlight Ist es nicht sache des Gerichtes zu entscheiden ob eine Aussage des opfers glaubwürdig ist oder nicht?

    Wieso soll die polizei entscheiden können was relevant ist oder was nicht, Die sollten doch objektiv dokumentieren und nicht subjektiv?

    Habe ich was falsch verstanden? Ist die polizei nicht die exekutive und das gericht die judikative?

    Geht ja mal gar nicht, dass aussagen nicht ernst genommen werden, vorallem wenn der mutmassliche täter noch illegale waffenteile besitzte...... Reggt mi uf so züüg!
    • ChillDaHood 21.04.2020 09:55
      Highlight Highlight Ich stelle mir "objektiv dokumentieren" in so einem Fall schwierig vor. Denn ehrlicherweise braucht es wohl schon Einfühlungsvermögen. Ebenso ist es für das Opfer extrem wichtig, Schutz und Vertrauen zu spüren. Wenn ich mir einen knallharten Cop mit einem Fragekatalog vorstelle, den er runterrattert, während das Opfer einen Seelenstrip nach Vergewaltigung/sexueller Nötigung/Stalking/Ausnutzung/tätlichem Angriff machen soll, kommt das für mich einer weiteren Tortur gleich. Was darauf rausläuft, dass Opfer nicht anzeigen. Und das kann nciht das Ziel sein!
    • wintergrün 21.04.2020 10:16
      Highlight Highlight Die Polizei muss sich um die Beweislage kümmern, also nach Waffen suchen und mit Hilfe des Vorstrafenregisters und Zeugenaussagen die Gewaltbereitschaft abklären.
    • TJ Müller 21.04.2020 11:32
      Highlight Highlight Hahaha, die Polizei und objektiv. In einem Comic vieleicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helios 21.04.2020 09:26
    Highlight Highlight Vielleicht wäre es sinnvoller, Spezialisten innerhalb der Behörden zu bilden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine eintägige Weiterbildung auch nur annähernd etwas bringt.
    • bonpris 21.04.2020 14:30
      Highlight Highlight Die haben wir schon: die Polizisten.
    • Helios 21.04.2020 17:37
      Highlight Highlight Polizisten sind in der Regel Generalisten.
    • bonpris 22.04.2020 10:58
      Highlight Highlight @Helios
      Aha, Polizisten können also auch malen, tapezieren, Züge führen, Zahnprotesen anfertigen, etc., etc.

      Jeder Spezialist, ist in seinem Fach ein Generalist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caerulea 21.04.2020 09:24
    Highlight Highlight ... Schrecklich was sie da durchgemacht hat. Man müsste wirklich abklären weshalb die Polizisten sich so verhalten haben?
    Zu wenig Zeit? Schlicht keine Emphatie? Oder Vorurteile gegenüber Frauen?
    Der Umgang mit Opfern sollte ja eigendlich geschult worden sein oder nicht?
    Und einen Fall als ganzes zu verstehen mit allen Facetten gehört doch so viel ich weiss auch zu ihren Aufgaben? Wie könnten sie sonst eine allfällige Verleugnung ihrerseits aufdecken? (davor scheinen ja gewisse Männer Angst zu haben)
    Scheinen schlechte Arbeit geleisted zu haben in diesem Fall!
    • bonpris 21.04.2020 10:00
      Highlight Highlight Polizisten werden in ihrem Berufsalltag ganz besonders häufig angelogen - nicht nur, aber eben auch von Opfern, die Anzeige erstatten.
    • Knallereule 21.04.2020 13:23
      Highlight Highlight @bonpris: I feel you...
    • Caerulea 21.04.2020 20:03
      Highlight Highlight @bonpris das werden sie sicherlich, aber bei einem geprügelten Opfer mit Zeugen?
      Viele Indizien haben für eine sehr ungesunde Beziehung gesprochen.
      (nach nebenan gezogen z. B.)
      Könnte man schon bisschen Ernst nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LalaLama 21.04.2020 09:23
    Highlight Highlight Warum glaubt man den Frauen nicht? Ich versteh das einfach nicht. Und es ist verdammt nochmal der Polizei ihre Pflicht alles aufzunehmen was zur Anzeige gebracht wird. Und das Gericht soll sich gefälligst an das Gesetz halten. Dieses ist genau für solche Fälle gemacht. Da gibt es kein Wenn und Aber.

    Keine Frau erstattet zum Spass Anzeige. Weder bei häuslicher Gewalt noch bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung.

    Liebe Frau 'Schneider', es tut mir unendlich leid was Ihnen passiert ist. Und auch wie sich die Behörden verhalten haben. Das darf einfach mehr sein.

    • Fruchtzwerg 21.04.2020 09:37
      Highlight Highlight Ich (als Mann) vermute mal, dass diese Frauen leider sehr oft bei männlichen Polizisten Anzeige erstatten müssen und nicht ernst genommen werden.
      In Anbetracht der Anzahl dieser Fälle wäre es längst Zeit für spezielle Abteilungen der Polizei, die sich nur darum kümmern.
    • ChillDaHood 21.04.2020 09:45
      Highlight Highlight Es geht imho nicht darum den Frauen zu glauben. Sondern den Opfern, wenn sie etwas zur Anzeige bringen. Ihnen Verständnis und Hilfe zukommen zu lassen. Das geht in meinen Augen, auch ohne den Täter oder die Täterin bis zur Abklärung der Faktenlage vorzuverurteilen.
    • Dr no 21.04.2020 09:48
      Highlight Highlight Lalalama: "Keine Frau erstattet zum Spass Anzeige." Zum SPass nicht, aber um ihre Anliegen durchzusetzen, Z.B. im Scheidungsverfahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • insert_brain_here 21.04.2020 09:18
    Highlight Highlight Falls sich jemand nach dem Lesen dieses Artikels wundert warum dieser unwürdige Zustand bis heute anhält: Einfach ein paar Stunden warten und sich über einige abstruse Gedankenvorgänge wundern die sich hier im Kommentarbereich offenbaren werden.
    • who cares? 21.04.2020 09:30
      Highlight Highlight Bald heisst es
      "aber Männer sind auch Opfer von häuslicher Gewalt, warum geht es hier um eine Frau?!"
      "Frauen missbrauchen aber oftmals psychisch!"
      "Hallo, Unschuldsvermutung?!"
      "Warum hat sie ihn nicht einfach verlassen?!"
    • Super8 21.04.2020 11:34
      Highlight Highlight Ich sehe bei 85 Kommentaren praktisch keinen, der deine Vorahnung bestätigt. Im Gegenteil. Vielleicht solltest du dein schlechtes Männerbild mal hinterfragen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 21.04.2020 12:19
      Highlight Highlight Männer sind durchaus auch davon betroffen.
      Aber das ist Stoff für einen anderen Artikel.

      Und die Unschuldsvermutung ist bei häuslicher Gewalt ein zweischneidiges Schwert.
      Ich hatte gute Freundinnen die von ihren Partnern zusamengeschlagen und vergewaltigt wurden.

      Ich habe aber auch einen extrem guten Freund, der von seiner Partnerin systematisch fertig gemacht wurde, geschlagen und mit Gegenständen angegriffen wurde.
      Bei meinen guten Freundinnen fiel es lange nicht auf, weil sie der Überzeugung waren, es werde besser.
      Bei meinem geschätzten Freund nie, weil er aus Scham geschwiegen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rosas Velo 21.04.2020 09:13
    Highlight Highlight Danke für diesen wichtigen Text! Tipp für Netflix-Abonennt*innen: unbelievable
    • wintergrün 21.04.2020 10:23
      Highlight Highlight Oder propublika:
      An unbelievable story of rape
    • wintergrün 21.04.2020 10:25
      Highlight Highlight Zeigt übrigens sehr schön warum Polizeiarbeit so wichtig ist : die Anzeige hat das Opfer gestellt gegen unbekannt aber die Beweise lieferte die Polizei.
      Nur gibt es auch faule und unfähige polizeistellen.
  • Kong 21.04.2020 09:13
    Highlight Highlight Aufgrund meines Umfelds durfte ich einige Beispiele (von geringerem Mass wie in diesem Bericht) miterleben. Ich bin nicht verwundert. Mit Anzeigen stört man Polizisten nur und kriegt das zu spüren. Mein negativen persönlichen Erfahrungen sind hoffentlich Ausnahmen, sonst haben wir bei der Exekutive grossen Nachholbedarf. Ich darf an dieser Stelle eine Tochter zitieren, die nach einem Erlebnis sagte: „gell Papi, wenn man ein Problem hat, hilft einem die Polizei auch nicht“ .... traurig, da fehlten mir die Worte.
    • ChillDaHood 21.04.2020 09:47
      Highlight Highlight Nun - ich habe gute Kollegen und Kolleginnen bei der Polizei. Die machen in meinen Augen mehrheitlich schon einen guten Job. Aber wenn es auf harte Waffengewalt rausläuft, holt man Spezialisten. Wenn es auf psychologische Ausnahmesituationen herausläuft, dann müsste nauch dort Spezialisten her.

      my5cents
    • Andy 21.04.2020 12:08
      Highlight Highlight Meine eigenen Erfahrungen mögen nicht repräsentativ sein, aber ich verstehe die Schlussfolgerung deiner Tochter.

      Wenn ich sehe, mit welcher Demotivation mir schon beim Versuch einer Anzeige hinsichtlich geklautem Geldbeutel entgegengehalten wurde, will ich mir nicht vorstellen, wie schlimm das im Artikel angesprochene Erlebnis war.

      Ich bin sicher es gibt sehr gute Polizisten und diese haben meinen vollen Respekt. Aber immer nur nach mehr Ressourcen zu schreien, statt anders zu priorisieren, ist sicher der falsche Weg.
    • Caerulea 21.04.2020 20:10
      Highlight Highlight Als ich eine Anzeige wegen eines Spanners einreichte haben sie auch versucht mich abzuwimmeln am Schalter... Die Polizisten die auf meinen Anruf her kamen waren aber in beiden Fällen top!
      (findet man eh nicht, nutzlos, etc. Mag ja sein aber FALLS man ihn erwischt soll er auch bestraft werden können oder nicht??)
  • Padcat 21.04.2020 09:08
    Highlight Highlight Dass Opfer solcher Delikte immer noch so kämpfen müssen für ihr Recht ist eine Frechheit
    • bonpris 21.04.2020 09:20
      Highlight Highlight Die Opfer müssen nicht um Ihr Recht kämpfen. Das haben sie längst. Steht alles in Gesetzesbüchern geschrieben.
      Nur sollte man als Bürger die Gesetzesbücher gelesen haben, bevor man sich über fehlende Rechte beschwert.
    • ands 21.04.2020 10:24
      Highlight Highlight @ bonpris: Welche Rechte einem zustehen, steht in den Gesetzbüchern. Leider erhält man als Opfer nicht alle diese Rechte, sondern muss über Jahre und mit Anwalt darum kämpfen.
    • wintergrün 21.04.2020 10:27
      Highlight Highlight Bonpris
      Du solltest Dich in Papiertiger umbenennen ;-)
      Die Opfer wollen keine Rechte auf Papier die wollen Sicherheit in der Realität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einstürzende_Altbauten * 21.04.2020 09:05
    Highlight Highlight Es macht mich wütend und traurig, wie die Polizei teilweise immer noch so unsensibel mit diesen Themen (häusliche Gewalt, sexuelle Uebergriffe etc.) umgehen, fehlt da Schulung, Sensibilisierung, Zeit? Unverständlich für mich.

    Es tut mir leid für jeden Menschen, der so etwas erleben muss und sich selbst so wenig wahr- und ernstgenommen fühlt.

    • bonpris 21.04.2020 09:25
      Highlight Highlight Professionelle Polizeiarbeit heisst, sich unparteiisch zu verhalten und sich nicht emotional involvieren zu lassen. Ein Polizist hält sich an die Fakten. Bei einer Zeugenanhörung heisst das: Tatsache ist lediglich, dass der Zeuge diese oder jene Aussage gemacht hat. Wie glaubwürdig die Zeugenaussage ist, das hat die Polizei nicht zu beurteilen. Das liegt ausschliesslich in der Zuständigkeit des Gerichtes.

      Das mag für emotionslabile Opfer von Vergehen herzlos erscheinen. Aber ein Rechtsstaat kann anders nicht aufrecht erhalten bleiben. Das muss so sein.
    • Relativ Subjektiv 21.04.2020 10:00
      Highlight Highlight bonpris: Und dennoch kann man als Polizist auf die emotionale Verfassung des Gegenüber eingehen. Im Kanton Bern ist diese klar Bestandteil der Einschätzung der Gesamtsituation. Gemütszustände sind ebenfalls „Beweisstücke“. Auch angebliche vergangene Ereignisse sind so gut wie möglich zu erfassen. Auch wenn es meistens bei Aussagen darüber bleibt, weil keine Sachbeweise mehr vorhanden sind. Solche Aussagen sind essenziell und das Bezeichnen dieser als Beigemüse dilettantisch. Es schleckt keine Geiss weg, dass in diesem Fall die Arbeit des Polizisten besser gemacht hätte werden können.
    • insert_brain_here 21.04.2020 10:13
      Highlight Highlight @bonpris: Seltsame Vorstellung von Polizeiarbeit. Ist dir schonmal der Gedanke gekommen, dass es durchaus möglich ist einem Menschen zuzuhören, ihm sicheren Raum zu geben, sich in ihn hineinzuführen OHNE dabei automatisch einen anderen Menschen zu verurteilen? Wenn dass was du sagst stimmt braucht es gar keine Polizisten mehr, da würde ja ein Onlineformular reichen in das jeder seine Aussage eintippt, das Gerichts arbeitet die dann brav ab und verurteilt ggf. Wenn Aussage gegen Aussage steht muss sich das Opfer halt weiter verprügeln lassen bis es Beweise vorlegen kann.
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