Das ist bis jetzt über den verstorbenen mutmasslichen Täter von Kerzers bekannt
Ein mutmasslich psychisch instabiler Mann um die 60 Jahre hat am Dienstagabend wohl den verheerenden Brand in einem Postauto in Kerzers FR ausgelöst. Beim Feuer im Bus kamen sechs Personen ums Leben, fünf weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Mann hat laut Behörden vorsätzlich gehandelt, einen Terrorakt schliessen sie aber aus.
Die Polizei geht davon aus, dass der aus dem Kanton Bern stammende Schweizer unter den Todesopfern ist, kann es aber noch nicht mit abschliessender Sicherheit sagen. Die Identifikation der Opfer steht noch aus, wie der Kommandant der Freiburger Kantonspolizei, Philippe Allain, am Mittwoch vor den Medien in Granges-Paccot sagte. Sie sollte in den nächsten Stunden vorliegen.
Nach ersten Erkenntnissen steht für die Polizei die These einer vorsätzlichen Brandstiftung im Zentrum. Der Mann soll sich selber im Bus angezündet haben, bevor das Feuer sich auf das ganze Fahrzeug ausbreitete. Er sei von seiner Familie als vermisst gemeldet worden.
Generalstaatsanwalt Raphael Bourquin beschrieb den Mann als sozial isoliert, psychisch instabil und deshalb «eher dem Gesundheitssystem bekannt als der Strafjustiz».
Der Berner Polizei bekannt
Der Mann war der Berner Kantonspolizei im Zusammenhang mit Betäubungsmittelmissbrauch bekannt, wie sie eine Meldung der CH-Media-Blätter auf Anfrage bestätigte. Er hatte sich offenbar in einem Spital im Kanton Bern aufgehalten. Dieses meldete ihn am frühen Dienstagnachmittag als vermisst.
Die Polizei leitete nach eigenen Angaben sofort eine Suche ein. Die Polizei stand auch in Kontakt mit Bezugspersonen beziehungsweise Angehörigen, um Hinweise auf eine mögliche Selbst- oder Fremdgefährdung zu erhalten. Solche Hinweise habe es aber zum gestrigen Zeitpunkt nicht gegeben. Den Mann konnte die Polizei nicht ausfindig machen. (sda)
