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Fühlen sich ungerecht behandelt: M.R. (links) und sein Kollege bei der Festnahme. Bild: TeleM1

Nachdem die Aargauer Polizei gegen FCZ-Fans vorging, klagt ein Vater an: «Mein Sohn wurde wie ein Verbrecher abgeführt»

Hat die Polizei bei ihrem Grosseinsatz in Aarau gegen FCZ-Fans auch Unbeteiligte festgenommen? Mehrere Meldungen von empörten Vätern, deren Söhne vorübergehend in Gewahrsam genommen wurden, erreichten die Redaktion heute.

27.04.15, 19:37 28.04.15, 09:20

Remo Hess / aargauer Zeitung



Ein Artikel der

Rund 300 FC Zürich-Fans wurden am Samstag von der Aargauer Kantonspolizei vorübergehend festgenommen. Einer von ihnen ist der 16-jährige M.R.* aus Küttigen. Sein Stiefvater D.E. schildert der AZ die Situation folgendermassen: Zusammen mit einem Freund sei sein Sohn am Nachmittag zum Einkaufen in die Stadt. Als sie sich beim Bahnhof im Bereich der Bushaltestellen aufhielten, habe sie die Polizei angehalten und kontrolliert. «Obwohl sie mehrfach betonten, dass sie weder FC Aarau- noch FC Zürich-Fans seien, sind sie von der Polizei mit Handschellen auf dem Rücken abgeführt worden», erklärt der Stiefvater. Anschliessend seien die Minderjährigen mit dem Kastenwagen abtransportiert und über vier Stunden in Polizeigewahrsam festgehalten worden. Und zwar zusammen mit rund 80 (erwachsenen) Personen in einem Raum.

«Obwohl sie mehrfach betonten, dass sie weder FC Aarau- noch FC Zürich-Fans seien, sind sie von der Polizei mit Handschellen auf dem Rücken abgeführt worden.»

Stiefvater des Verhafteten D.E.

«Jedes vernünftige Mass gesprengt»

«Ich finde das ungeheuerlich!», sagt D.E*. zum Verhalten der Polizei – wobei er explizit unterstreicht, dass er ein hartes Vorgehen gegen Fussball-Chaoten und Hooligans begrüsse. Doch der Einsatz vom Samstag habe «jedes vernünftige Mass» gesprengt. D.E.: «Das ist totale Willkür». Er vermutet, dass die beiden Teenager alleine wegen ihrer Kleidung – Trainerhose und Turnschuhe – mitgenommen wurden.

Aarau: FCA-FCZ

Am Ende ihres unfreiwilligen Aufenthaltes hätten sie eine Wegweisungs-Verfügung unterschreiben müssen, worin die Polizei festhält, dass sie «den Fans des FC Zürich zuzuordnen» seien. Die Wegweisung galt weiter bis um 24 Uhr und für den Raum Aarau.

«Ich frage mich, wo das noch hinführt, eine Vor-Ort-Personenkontrolle hätte doch gereicht.»

Vater des Verhafteten M.V.

D.E. hat bereits beim Polizeikommando interveniert und sich schriftlich beschwert. «Ich erwarte mindestens eine Erklärung und/oder eine Entschuldigung». Sein Sohn beginne im Sommer eine KV-Lehre und könne solch «rufschädigende Publicity» überhaupt nicht gebrauchen. Dies vor allem auch, weil er in der Region wohne und die Festnahme von zahlreichen Personen mit ihren Handys festgehalten wurde und wohlmöglich schon die Runde in sozialen Netzwerken mache.

Verdächtig wegen Tattoo?

Ähnlich klingt die Geschichte von M.W.*, dessen Sohn in Aarau auf den Zug nach Baden wartete. Wie ein Krimineller sei er in Handschellen abgeführt worden, empört sich der Vater. Er sei gerade vom Tätowierer gekommen – der ganze Unterarm war noch in Folie eingepackt. Ein Polizist habe offenbar durch die Tätowierung das Verdachtsmoment bestätigt gesehen. Nach der Festnahme habe sein Sohn sechs Stunden in Polizeigewahrsam verbringen müssen, so M.W. Vor der Entlassung musste er die Wegweisungs-Verfügung unterschreiben. Der Vater gibt zu Protokoll: «Ich frage mich, wo das noch hinführt, eine Vor-Ort-Personenkontrolle hätte doch gereicht.»

«Sind wir so weit, dass sich die Polizei alles erlauben kann?» Und er gibt die Antwort gleich selbst: «Nein, dies wird sicherlich in unserem Fall ein rechtliches Nachspiel haben.»

Vater Andrea Werner  

Ein dritter Fall: Sein Sohn sei auf dem Weg an eine Geburtstagsparty gewesen und von den Einsatzkräften im Bahnhof Aarau festgenommen worden, schreibt Online-User Andreas Werner. Wie ein «Schwerverbrecher» sei er behandelt, über drei Stunden festgehalten und danach ohne Begründung mit einer Wegweisungs-Verfügung entlassen wurde. Der Vater stellt die Frage: «Sind wir so weit, dass sich die Polizei alles erlauben kann?» Und er gibt die Antwort gleich selbst: «Nein, dies wird sicherlich in unserem Fall ein rechtliches Nachspiel haben.»

Kapo: «Wer sich ungerecht behandelt fühlt, soll sich melden»

Die Einzelfälle kann Kapo-Mediensprecher Roland Pfister nicht kommentieren. Allgemein sagt er: «Der Auftrag der Polizei am Samstag war, öffentliche Ruhe und Ordnung zu gewährleisten. Die konkrete Entscheidung, welche Personen mitgenommen werden, lag dabei im Ermessen der Einsatzkräfte vor Ort.» Und: «Bei einem Einsatz dieser Grössenordnung ist es unmöglich, den Hintergrund jedes Einzelnen vollumfänglich abzuklären. Falls sich jemand aber ungerecht behandelt fühlt, appelliere ich an die betreffenden Personen, sich bei der Kantonspolizei Aargau zu melden.»

*Namen der Redaktion bekannt

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Azoth 28.04.2015 12:12
    Highlight wie steht es mit der Aufsichtspflicht? Der/die Erziehungsberechtigte hätte ihren minderjährigen Sohn nicht nach Aarau ziehen lassen dürfen, da sie mit Auseinandersetzung mit der Polizei oder anderen Gruppierungen rechnen mussten. Mit gegangen, mit gefangen!
    3 26 Melden
    • wolkenesser 28.04.2015 13:26
      Highlight Wenn alle so denken würden, will ich nicht wissen wohin das uns führt. Was ist mit unserer liberalen Gesellschaft? Ich will in der Zukunft nicht meinen Kindern erzählen müssen, sie sollen sich vor der Polizei in Acht nehmen, weil diese sie einfach grundlos festnimmt! Ich will nicht erzählen müssen, dass sie nicht demonstrieren dürfen, wenn ihnen etwas nicht passt, weil sie sonst in der Gefahr sind im Krankenhaus zu landen, auch wenn sie nichts getan habe!
      13 0 Melden
    • wolkenesser 28.04.2015 13:40
      Highlight PS: Ich rede generell über Polizei gewalt und hab auch schon selbst gesehen, dass Unschuldige schlussendlich darunter leiden mussten.
      8 0 Melden
  • Frau Bissig 28.04.2015 10:43
    Highlight Wer hätte gedacht,dass es so ein " Gschtürm " gibt wegen dem Ganzen. Falls ich der Polizei angehören würde,käme für mich nicht infrage,jemanden aufgrund von Äusserlichkeiten,Aussehen,Kleidung,usw. abzuführen in Handschellen ( das war zu extrem-oder war es Beschäftigung für die Polizei ? )-ich selber würde höchstenfalls jemanden Verdächtigen an Ort und Stelle ( z.B. Bahnhof ) kontrollieren-( so,wie ich es ab und zu beobachte am Bahnhof der Nachbargemeine )-aber nicht abführen. Das war aus meiner Sicht schon eher " Schickane ". :-/
    17 0 Melden
  • wild83 28.04.2015 09:12
    Highlight Ich war selber mal in so eine Situation geraten. Ich wollte schauen was am Bahnhof los ist, und warum es so viele Polizisten hat. Dann kam ein Polizist und wies mich vom geschehen weg. ich wollte aber noch schauen. dann gab es eine letzte Ermahnung sonst werde ich mitgenommen. ich bin dann gegangen.
    Und bei diesen fällen kann ich mir nicht vorstellen, das diejenigen ganz so unschuldig waren und so einfach mitgenommen wurden. ich denke eher das sie sich in die vorderste reihe stellten um besser zuzuschauen. oder das eine oder andere nicht angepasste wort an die Polizei richtete.
    3 31 Melden
    • wolkenesser 28.04.2015 13:37
      Highlight Bitte hör auf so in einem schwarz-weiss Muster zu denken. Polizisten sind nicht immer unschuldig und sicher alles andere als heilig. Es braucht immer 2 zum Streiten, Gewalt erzeugt Gegengewalt und Feuer bekämpft man nicht mit Feuer. Aggressionen sind immer auf beiden Seiten vorhanden. Es spielt keine Rolle ob jemand einen Polizisten körperlich verletzt oder ob ein friedlicher Demonstrant zusammengeschlagen wird. In diesem Beispiel bin ich der Meinung, dass es sehr wahrscheinlich so passiert ist wie im Artikel beschrieben. Ich war nicht dort und kann mir darum nicht sicher sein, aber es hört sich alles sehr plausibel an.
      5 1 Melden
    • Gantii 28.04.2015 15:51
      Highlight Die Polizei hat kein Recht mir zu sagen wo ich mich aufzuhalten habe. Ausgenommen sind natürlich Privatgrundstücke oder aber ein Einsatzort (Unfall, Überfall). Auch dürfen Sie dich nicht mitnehmen ohne Grund und solange Sie die Beamten von einem ausreichenden Abstand (andere Strassenseite o.Ä.) beobachten können Sie auch nicht mit behinderung usw. argumentieren. Grundsätzlich gilt: Glaube NIEMALS der Polizei - Lass dich IMMER über deine Rechte aufklären. Falls die Polizei etwas sagt - erst rechtliche Lage klären!
      7 2 Melden
  • pun 27.04.2015 23:28
    Highlight Nicht nur katastrophal daneben gegriffen bei den Befehlsvergaben, nein, der Polizeichef steht nicht mal selbst hin und lässt seinen Sprecher die Verantwortung flux an die PolizistInnen im Einsatz delegieren: "Die konkrete Entscheidung, welche Personen mitgenommen werden, lag dabei im Ermessen der Einsatzkräfte vor Ort."
    Als ob PolizistInnen besonders viel Spass dran hätten, unbeteiligte Teenies einzuknasten.
    Die entlarvende Antwort gibt der Sprecher dann auch gleich selbst:
    "Bei einem Einsatz dieser Grössenordnung ist es unmöglich, den Hintergrund jedes Einzelnen vollumfänglich abzuklären."
    31 1 Melden
    • manhunt 28.04.2015 10:19
      Highlight bin ich voll bei dir. nur beim spass, ja beim spass kann ich dir leider nicht zustimmen. denn der spassfaktor der machtausübung, auf wen auch immer, scheint bei schweizer polizisten recht gross zu sein.
      14 1 Melden
    • Gantii 28.04.2015 15:53
      Highlight naja, gibt leider genug Polizisten die eben doch Spass an solchen Polizeischikanen haben!
      6 0 Melden
  • So en Ueli 27.04.2015 22:58
    Highlight Was soll das Theater? Das gibt es nun, dass man zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Wegen solchen Peanuts lohnt es sich nicht so eine riesen Geschichte daraus zu machen. Shit happens würde ich hier sagen. Für den Frieden goutiere ich solche "Kollateralschäden". Und alle anderen Festgenommenen welche sich als "Fans" betrachten sind an ihrer Festnahme selber Schuld. Den Anweisung der Polizei sind Folge zu leisten. Aber das verstehen nur Menschen die Respekt haben.
    3 64 Melden
  • Coach Cpt. Blaze 27.04.2015 21:58
    Highlight Leider bei weitem nicht die einzigen! Wo sind wir gelandet? Ja das frage ich mich auch. Dass ein grösseres Polizeiaufgebot "nötig" war kann man noch einigermassen nachvollziehen. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Jedoch das Vorgehen der Polizei erschreckt mich. Total unbeteiligte (Teenager, Familienväter, Durchreisende etc.) werden grundlos mehrere Stunden wie Tiere eingesperrt. Und zu Guter Letzt tischt man den friedlichen Fans irgendwelche strafrechtliche Konsequenzen auf, welche in diesem Fall einfach keine Tatbestandsmerkmale aufweisen. Schlimm!
    68 23 Melden
  • Der Tom 27.04.2015 21:46
    Highlight Die Polizei hat die Fans darum gebeten nicht zu kommen. Wer trotzdem geht ist selber Schuld. Diesen Vater am besten auch gleich verhaften.
    30 122 Melden
    • Coach Cpt. Blaze 27.04.2015 21:54
      Highlight Ironie?
      Sie wissen schon, dass es sich bei diesem Bericht um Personen handelt, welche reingarüberhauptnichts mit Fussball am Hut haben!?
      92 10 Melden
    • Orlando Wenzinger 27.04.2015 22:18
      Highlight Für ein solche Aussage sollte man dich verhaften. Egal ob Fan oder nicht, es sollte wohl trotzdem noch erlaubt seine sich in dieser Stadt zu bewegen. Es ist nur ein kleiner Teil gewaltbereit und diese reisen an solche Spiele gar nicht erst an.
      63 12 Melden
    • Der Tom 27.04.2015 23:13
      Highlight Ja die hätten vielleicht Pech und das ist mehr als ärgerlich. Vielleicht ist es aber eine Ausrede. Die Polizei ist doch ganz offensichtlich überfordert und muss so handeln. Von mir aus soll die Polizei mal für 10 Wochen Pause machen. Es wäre ein interessantes Experiment.
      3 24 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Marcelvonah 27.04.2015 21:36
    Highlight Herr Hofmann, im Nachhinein ist es das beste und zwingendste wenn Sie sofort zurücktreten. Was Ihre Truppe, sorry Ihre Möchtegern-Rambos am Samstag geleistet haben ist unter aller
    83 23 Melden
  • Amboss 27.04.2015 21:35
    Highlight Och jöö. Es Dösli Mitleid.
    Mein Gott, wenn es jemand nicht ertragen kann, von der Polizei kontrolliert zu werden:
    Ich glaube, Aarau existiert das ganze Jahr, ganz sicher bin ich mir aber auch nicht
    Wieso können diese Typen nicht in den 8754h im Jahr nach Aarau gehen, in denen KEIN FCZ-Match mit angekündigtem Polizei-Grosdaufgebot stattfindet?
    Aber nein, diese Typen sind immer dann vor Ort. wenn's Rambazamba gibt, und wenn sie dann kontrolliert werden, weinen sie wie kleine Mädchen
    31 111 Melden
    • Rüdiger Schreit 27.04.2015 22:04
      Highlight Zwischen einer Kontrolle und einer Verhaftung besteht ein ziemlicher Unterschied... Denk einmal darüber nach.
      64 7 Melden
    • 2sel 27.04.2015 22:14
      Highlight Ich wünsche Ihnen, dass Sie mal als Unbeteiligter in so eine Situation kommen. Dann mach ich ein "Mitleids Dösli" für Sie auf...
      55 14 Melden
    • poga 28.04.2015 06:39
      Highlight Jetzt wurde den Leuten doch tatsächlich ein paar Stunden Igre Kebens gestohlen obwohl sie noch nie nur eine Sekunde vergeuded haben. Und das alles im Namen der Sicherheit. Sind wir den schon soweit dass die Sicherheit mehr wert ist als das Faustrecht? Es kann doch nicht sein das Sich Polizisten vorsorglich schützen!!!
      5 25 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • 2sel 27.04.2015 20:52
    Highlight Sorry eddie_dee3, aber dein Kommentar ist völliger Schwachsinn.
    Die Polizei ist nicht Opfer, sondern Täter. Die Polizei hat ein Machtmonopol, dessen sollte sie sich bewusst sein und dementsprechend zurückhaltend agieren. So wie es hier aber ausgesehen hat, kennt die Polizei nicht mal ihre eigene Arbeitsgrundlage, sprich die schweizerischen Gesetzte. Und zum Schluss kommen noch hilflose Aussagen ("Im Nachhinein ist man immer schlauer", danke und 5 Fr. ins Phrasenschwein) vom verantwortlichen Ober-Polizisten. Das Vertrauen in die Polizei wird dadurch sicher nicht gestärkt.
    72 29 Melden
  • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 27.04.2015 20:05
    Highlight Die Polizei sind immer immer die Opfer. Wenn sie nichts getan hätten, oder zu wenig Polizisten aufgeboten hätten, würden wir jetzte lesen, dass sie die Situation unterschätzt haben. Jetzt in diesem Fall haben sie halt vorgesorgt und halt ein wenig übertrieben und schon kommen alle und kritisieren. Die Polizei kann machen was sie will, schlussendlich gibt es immer Kritik. Ich finde, dass man sich in die Situation hineinversetzen sollte und sich bewusst ist, dass solche Entscheidungen sehr schwierig sind.
    Und nein, bin kein Polizist :-)
    40 107 Melden
    • Oberon 27.04.2015 20:21
      Highlight Ich glaube schon das hier die meisten diesen Fall differenziert betrachten können.

      Die Entscheidung der Schliessung vom Gästesektors war ja eigentlich der Auslöser vom ganzen.
      Dann noch die grenzfälligen Verhaftungen, bzw. Freiheitsberaubungen, aus so einer Nummer kommste nicht so schnell raus.

      Irgendjemand wird sicher noch die Geldkeule schwingen und da kann ich nur sagen lieber meine Steuern an unsere Polizisten geben als irgend einem Abzocker in Afrika oder sonstwas.
      46 23 Melden

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