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Schweiz
Geheimdienste

Bundesanwaltschaft stellt Strafverfahren gegen Crypto AG ein

Bundesanwaltschaft stellt Strafverfahren gegen Crypto AG ein

21.12.2020, 10:15
epa08215893 The headquarters of Crypto AG, 13 February 2020, in Steinhausen, Switzerland. The Swiss government ordered an inquiry after revelations Crypto AG was owned by US and German intelligence. E ...
Bild: EPA

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat das Strafverfahren gegen die Crypto AG wegen möglicher Widerhandlungen gegen das Exportkontrollrecht eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass jemand bewusst gegen das Gesetz verstossen habe, schreibt die Behörde.

Die BA hat das Strafverfahren daher rechtskräftig eingestellt, wie sie am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Zudem habe sie die Rückgabe der sichergestellten Chiffriergeräte an die betroffenen Firmen verfügt.

Beim Verfahren ging es um die Frage, ob Personen aus dem Umfeld der Crypto AG «manipulierte» Chiffriergeräte zum Export beantragt haben. Konkret musste abgeklärt werden, ob diese Personen bei den Ausfuhrbewilligungen den Sachverhalt verschleiert und wichtige Informationen falsch deklariert haben.

Nach ihrer Untersuchung kommt die BA zum Schluss, dass es keine Anhaltspunkte für «bewusste und nicht legitimierte Widerhandlungen gegen das Exportkontrollrecht» gebe. Die mit dem Export der Chiffriergeräte beauftragten Personen hätten davon ausgehen müssen, dass dieser Export rechtmässig sei. Daher habe die BA die Einstellung des Verfahrens verfügt.

Die Geheimdienst-Affäre war Anfang Februar ins Rollen gekommen. Recherchen verschiedener Medien ergaben, dass die Zuger Firma Crypto AG jahrelang an verschiedene ausländische Regierungen und Armeen Chiffriergeräte verkauft hat, die manipuliert worden waren, damit die Geheimdienste der USA und Deutschlands, CIA und BND, die darüber laufende Kommunikation ohne grossen Aufwand entschlüsseln konnten.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hatte daraufhin Ende Februar wegen möglicher Widerhandlungen gegen das Exportkontrollrecht bei der Bundesanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. (aeg/sda)

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quelle: wikicommons/gemeinfrei
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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pafeld
21.12.2020 11:05registriert August 2014
Ah, das lief noch? Da hat wohl eh niemand damit gerechnet, dass einer der grössten Spionageskandalen aus der Endphase des kalten Krieges irgendwelche Konsequenzen hätte.
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PhilippS
21.12.2020 11:35registriert September 2016
„...Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass jemand bewusst gegen das Gesetz verstossen habe...“

Ist heute der 1. April oder was?

Bei der nächsten Verkehrsbusse verlange ich auch, dass sie mir den bewussten Verstoss beweisen müssen.

Somit fallen mal minimal alle Parkbussen weg. Man vergisst diese ja nie bewusst. Hat „vergessen“ so an sich...

Oder mit 100 auf der Hauptstrasse. Hach, dass wir mit jetzt aber wirnicht bewusst, dass die Nationalstrasse vor 20km fertig war... Läuft 😳🤦🏻‍♂️
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Posersalami
21.12.2020 13:57registriert September 2016
"Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass jemand bewusst gegen das Gesetz verstossen habe, schreibt die Behörde."

Was für einen Bananenrepublik wir doch sind! Nie wieder dürfen Vertreter der Schweiz etwas gegen Russland, China oder Simbabwe sagen! Nie wieder! Jede Glaubwürdigkeit wurde verspielt.
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