Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Martin Landolt, Parteipraesident BDP, spricht an der Delegiertenversammlung der BDP Schweiz, in Bern, am Samstag, 31. Oktober 2015. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Landolt am Samstag an der BDP-Delegiertenversammlung in Bern.
Bild: KEYSTONE

Er ist «gekommen um zu bleiben»: BDP-Präsident Martin Landolt will aus dem Schatten von Eveline Widmer-Schlumpf hinaustreten



Die BDP will aus dem Windschatten ihrer Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf heraustreten. Das hat Parteipräsident Martin Landolt am Samstag vor den Delegierten in Bern betont. Die BDP habe auch ohne Bundesrätin Zukunft.

«Wir sind gekommen, um zu bleiben», bekräftigte Landolt. Vor den Eidgenössischen Wahlen habe es immer geheissen, dass die BDP um ihre Fraktionsstärke, ja gar um ihr Überleben kämpfe. «Wir sind nicht in diesem Grab gelandet, das uns seit unserer Gründung geschaufelt wird», sagte Landolt.

Die BDP wolle die kommenden vier Jahre nutzen, um die konstruktiven Kräfte zu stärken und dafür zu sorgen, dass «die bürgerliche Vernunft» zurückkehrt.

Keine einfache Legislatur

Landolt räumte ein, dass die kommende Legislatur keine einfache sein wird. Seine Partei werde sich dafür engagieren, dass die bürgerliche Mitte mit einem kompakteren Auftritt und weniger Zersplitterung auftrete. Die BDP werde dabei als Partner auftreten und nicht als Bittsteller. «Und wir werden dafür nicht unsere Eigenständigkeit aufgeben», sagte der Parteipräsident.

Im Rückblick auf die Verluste der BDP bei den Eidgenössischen Wahlen stellte Landolt fest, dass es der Partei nicht im gewünschten Ausmass gelungen sei, den Menschen die geschürten Ängste zu nehmen und genügend Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu mobilisieren.

«Es ist nicht der Fehler der Wahlsieger, dass sie gewonnen haben», gab Landolt zu bedenken. Nun gelte es, eine selbstkritische Analyse zu machen. Diese dürfte etwas breiter ausfallen, da sie auch andere Mitteparteien betreffe.

Respekt, Dankbarkeit und Stolz gegenüber Widmer-Schlumpf

Den Rücktrittsentscheid von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf akzeptiere die Partei «mit Respekt, Dankbarkeit und Stolz», führte Landolt aus. Widmer-Schlumpf habe es nicht nötig, noch irgendetwas zu beweisen oder sich gar an etwas zu klammern. «Sie hat einen Leistungsausweis, der einen fetten Eintrag in die Geschichtsbücher verdient.»

Die scheidende Bundesrätin sass mitten unter den Delegierten, umringt von Fotografen und Kamerateams. Neben Widmer-Schlumpf am Tisch sass Altbundesrat Samuel Schmid. Dem Dank Landolts an die scheidende Bundesrätin schlossen sich die Delegierten mit langanhaltendem Applaus an. (egg/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Eine Demo ist wie Social Media mit viel mehr Kraft – Frauen, geht heut auf die Strasse!

Ein Plädoyer für die Kulturtechnik der Demonstration. Die überraschend oft überraschend viel zu bewegen vermag.

Meine erste Demo erlebte ich mit fünf Jahren. Ich marschierte nicht mit, aber ich stand begeistert am Strassenrand und schaute zu, weil mein Vater gesagt hatte: «Das sind die Guten.» Eine von den Guten drückte mir eine leere Colaflasche in die Hand und sagte: «Sorry, aber kannst du das für mich entsorgen?» Nie vorher oder nachher hat mich ein Stück Abfall so glücklich gemacht.

Die Guten demonstrierten damals gegen den Bau des Atomkraftwerks Kaiseraugst. Und siehe da: Es wurde nicht gebaut! Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel