DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Energy Drinks von Red Bull, Migros Budget, Coop Prix Garantie und Denner stehen auf einem Tisch am Freitag, 28. April 2006 in Zuerich. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Litauer wollen Jugendschutz nicht nur beim Alkohol. Bild: KEYSTONE

Strafen von bis zu 116 Euro

Litauen verbietet Verkauf von Energydrinks an Minderjährige

In Litauen ist seit Samstag der Verkauf von Energydrinks an Minderjährige verboten. Ein neues Gesetz, das im Mai verabschiedet worden war, sieht Strafen von bis zu 116 Euro für den Verkauf der aufputschenden Getränke an Kinder und Jugendliche vor.



Laut einer Umfrage trinken zehn Prozent der litauischen Schüler mindestens ein Mal die Woche einen Energydrink. Die Behörden warnen, dass der hohe Gehalt von Koffein und Taurin in den Getränken zu Hyperaktivität und Abhängigkeit führen könne.

Das Verbot sei weltweit eine Premiere, sagte Almantas Kranauskas, ein ranghoher Vertreter des Gesundheitsministeriums. «Das ist ein revolutionärer Fortschritt in der Welt, kein anderes Land hat eine derartige Massnahme beschlossen.» Die meisten Länder würden sich auf Empfehlungen beschränken. 

Sollen Energydrinks auch in der Schweiz verboten werden?

Verbot umstritten

Allerdings ist das Verbot in Litauen nicht unumstritten: Kritiker werfen der Regierung vor, das Problem zu übertreiben und unnötige Bürokratie zu schaffen.

Die grösste Supermarktkette des Landes, Maxima, hat versichert, Energydrinks künftig «weniger sichtbar» aufzustellen und Warnhinweise anzubringen. Trotz der Schwierigkeiten, die das Verbot den Geschäften bereite, verstünde die Kette dessen Notwendigkeit, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Das Verbot erfolgt drei Wochen, nachdem sich der Getränkehersteller Red Bull in den USA bereit erklärte, eine Millionenstrafe wegen falscher Werbeversprechen zu zahlen. Die Kläger hatten der Firma vorgeworfen, ihre gleichnamige Brause mit dem Versprechen zu beworben, diese steigere die körperliche Leistungsfähigkeit, das Konzentrationsvermögen und die Reaktionsgeschwindigkeit. (pma/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der Bund stoppt den Genderstern: «Bürger*innen» wird nicht amtlich

Die Bundesverwaltung schafft Fakten: Der Genderstern und ähnliche Schreibweisen werden bei den Behörden untersagt. Sie führten zu «einer ganzen Reihe von sprachlichen Problemen», heisst es in einer neuen Weisung.

Es ist ein Reizthema. Sollte man in der deutschen Sprache verschiedene Geschlechter besser berücksichtigen? Immer mehr Unternehmen, Hochschulen und Organisationen verwenden neue sprachliche Formen – allen voran den Genderstern. Bürger*innen, heisst es dann. Oder Wähler*innen.

Damit werde niemand ausgeschlossen, finden die einen: Frauen ebenso wenig wie Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Die anderen befürchten, dass damit das Deutsche …

Artikel lesen
Link zum Artikel