Schweiz
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ARCHIV - ZUR WERTBERICHTIGUNG DES ENERGIEKONZERNS AXPO FUER DAS PUMPSPEICHERWERK, PSW, LIMMERN UM 540 MILLIONEN FRANKEN STELLEN WIR IHNRN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - CEO Andrew Walo, links, spricht auf der Staumauer Muttsee des Pumpspeicherwerks Limmern der Axpo Holding AG, beobachtet von Pfarrer Josef Kohler und Landammann Rolf Widmer, von rechts, am Freitag, 9. September 2016, in Linthal. Die Bauarbeiten fuer die laengste Staumauer der Schweiz und die hoechstgelegene Europas dauerten fuenf Jahre. Die Axpo beziffert die Investitionskosten mit 2,1 Milliarden Franken. Das unterirdisch angelegte Pumpspeicherwerk pumpt Wasser aus dem Limmernsee in den gut 600 m hoeher gelegenen Muttsee hoch, das bei Bedarf wieder zur Stromproduktion genutzt wird. Das neue Werk soll eine Pumpleistung und eine Turbinenleistung von je 1000 MW aufweisen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)..

Axpo-CEO Andrew Walo. Bild: KEYSTONE

Axpo droht Bund mit 4-Milliarden-Klage im Falle eines Atomausstiegs

Die grossen Stromkonzerne fahren schweres Geschütz auf. Falls die Atomausstiegsinitiative angenommen würde, will Axpo den Bund auf vier Milliarden Franken verklagen. Auch Alpiq kündigt Entschädigungsforderungen an.



4,1 Milliarden Franken: So viel will Axpo-Chef Andrew Walo vom Bund fordern, sollte die Atomausstiegsinitiative angenommen werden. Man habe für eine Laufzeit von 60 Jahren investiert, wenn nun nach 45 Jahren den AKW der Stecker gezogen werde, würden dem Energiekonzern Erträge fehlen. Das sagte Walo gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Auch Alpiq befürchtet einen wirtschaftlichen Schaden. Man rechne mit 2,5 Milliarden Franken Einbussen, die entschädigt werden müssten. 

Dass die Stromfirmen klagen dürfen, ist unbestritten. Die Frage ist allerdings, wie erfolgreich diese Klagen vor Gericht sein könnten. SP-Nationalrat Beat Jans sagt, die Konzerne könnten keinen Schadenersatz fordern, wenn sie nicht schon heute Gewinn mit Atomstrom machen würden.

Wird die Initiative angenommen, müssen nächstes Jahr die AKW Beznau I und II sowie Mühleberg vom Netz. 2024 würde Gösgen abgeschaltet, 2029 als letztes AKW Leibstadt. (dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • herschweizer 31.10.2016 11:07
    Highlight Highlight Dann kauft sich die Schweiz dann halt diesen Ausstieg.... diesen Fritzlis können dann ab SoFOrt die Rückbaukosten monatlich verrechnet werden. Wird sicher billiger... Klagen? Gegen wen? Wer ist hier der Staat?
    2 0 Melden
  • Raphael Stein 31.10.2016 10:15
    Highlight Highlight @DerTarna: ....Das positive daran, die Stromindustrie hätte dann das Geld um in Alternativen zu investieren. ...

    Ne, das Geld brauchen die doch um die Werke rückzubauen. Irgendwo muss doch der Sondermüll hin. Die möchten bloss das Problem auf die nächste Generation verschieben.
    3 0 Melden
    • Raphael Stein 31.10.2016 11:06
      Highlight Highlight @Pokus, aha, das hatte ich gar nicht bedacht, ich alter Esel. Ja dann aber hoppla
      2 0 Melden
  • Takapuna 31.10.2016 09:39
    Highlight Highlight Ein Ausstieg ja, aber bitte Europaweit. Solange es in Europa noch AKWs gibt, wird der Strom einfach von dort teuer bezogen. Bei einem Unfall sehen wir dann trotzdem nicht besser aus.
    Dann doch lieber die AKWs noch in der Schweiz. Irgendwie habe ich zu diesen doch noch mehr Vertrauen.
    6 7 Melden
    • Tooto 31.10.2016 10:33
      Highlight Highlight Nach dieser Logik gibt es die anderen AKWs in Europa also nicht, wenn wir noch welche haben? :D
      3 2 Melden
  • patnuk 31.10.2016 08:42
    Highlight Highlight 4 Milliarden, das 3fache wenn wir nicht aussteigen...
    18 4 Melden
  • c_meier 31.10.2016 08:37
    Highlight Highlight Die Axpo (Eigentümer sind Kantone, also indirekt das Volk) droht also dem Bund (indirekt wieder das Volk) mit einer Milliarden-Klage... schöne neue Welt...
    30 0 Melden
    • herschweizer 31.10.2016 11:10
      Highlight Highlight Wart mal... sind das nicht Verwalter die den Cash schon weiterinvestiert haben und jetzt ihre Sicherheit verlieren? Ist sicher legal oder?
      1 0 Melden
  • Radesch 31.10.2016 08:31
    Highlight Highlight Lächerlich diese Drohung...
    Da sieht man, dass die Betreiber der AKWs gar nie ein Interesse haben werden, die AKWs Abzuschalten. Anstatt mit neuen und innovativen Lösungen zu kommen heult man beim Richte...
    Muss denn erst etwas passieren, damit es die Leute begreifen?? Ich hoffe nicht.
    23 3 Melden
    • Radesch 31.10.2016 08:49
      Highlight Highlight Das sollte natürlich Richter heissen ;)... Ich hasse Smartphone Tastaturen.
      4 0 Melden
  • Tiefstapler 31.10.2016 08:27
    Highlight Highlight Die Axpo macht sich damit sehr beliebt beim Volk!
    Macht ja nichts: dannach haben sie ja die finanziellen Mittel für eine grosse Werbekampagne!
    11 1 Melden
  • atomschlaf 31.10.2016 08:26
    Highlight Highlight Whatever. 4 Milliarden sind billiger als ein verseuchten Mittelstand.
    18 3 Melden
    • atomschlaf 31.10.2016 08:38
      Highlight Highlight Sch... Autokorrektur!
      Hätte natürlich "verseuchtes Mittelland" heissen sollen.
      Sorry!
      17 0 Melden
  • DerTaran 31.10.2016 08:24
    Highlight Highlight Ich bin für den Ausstieg, da die Risiken den Nutzen übersteigen. Aber ich bin auch der Meinung, das AXPO und co. recht haben und das der Bund sie entschädigen müsste. Das positive daran, die Stromindustrie hätte dann das Geld um in Alternativen zu investieren.
    3 14 Melden

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