Medienminister Albert Rösti stellt sich hinter eine Austragung des Eurovision Song Contest in der Schweiz. als bedeutende Chance für die Schweiz. «180 Millionen Zuschauer: Das ist ein riesiger Anlass und eine grosse Chance für die Schweiz», sagt er gegenüber den Tamedia-Zeitungen. Den politischen Widerstand dagegen bezeichnete er als «Ideologie». Röstis Departement bestätigte am Donnerstag auf Anfrage entsprechende Aussagen.
Laut der schriftlichen Stellungnahme von Röstis Departement bietet die Ausrichtung dieses internationalen Events für Rösti der Schweiz die Möglichkeit, sich sowohl Europa als auch der Welt zu präsentieren.
Darüber hinaus eröffne der Eurovision Song Contest (ESC) bedeutende wirtschaftliche Chancen durch Tourismus, hiess es weiter. Den Tamedia-Zeitungen sagte Rösti an einem Anlass in Kandersteg BE, er könne die Bedenken, dass so viele Steuergelder in den Anlass fliessen sollen, verstehen. Vielleicht könnten sich private Sponsoren beteiligen.
Die Frage nach einer allfälligen Kostenbeteiligung des Bundes könne nur auf Grundlage konkreter Anfragen beurteilt werden, schrieb das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) weiter. Im Rahmen dieser Beurteilung würde auch die Frage geklärt, welche Verwaltungseinheit in welchem Umfang Unterstützungsleistungen erbringe.
Nach der Jungen SVP hatte am vergangenen Mittwoch auch der Bund der Steuerzahler in Zürich das Referendum gegen den ESC-Kredit ergriffen. Die EDU forderte derweil, dass alle Kredite für die Durchführung des ESC dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. Referendumsdrohungen stehen zudem auch in der Stadt und im Kanton Bern im Raum.
Mehrere Schweizer Städte bewerben sich für die Austragung des ESC. Es sind Basel, Bern - zusammen mit Biel - Zürich und Genf. Der ESC 2025 findet in der Schweiz statt. (dab/sda)