Schweiz
Gesellschaft & Politik

KKJPD-Präsidentin: «Sind ein attraktives Ziel für hybride Angriffe»

Die Nidwaldener Regierungsraaetin Karin Kayser-Frutschi anlaesslich einer Medienfuehrung durch die Sicherheitsvorkehrungen der Nidwaldener Kantonspolizei und der Schweizer Armee im Raum Obbuergen in d ...
Karin Kayser-Frutschi ist Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektorin, Sowie Präsidentin der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren.Bild: keystone

KKJPD-Präsidentin: «Sind ein attraktives Ziel für hybride Angriffe»

17.03.2026, 07:4717.03.2026, 07:47

Cyberangriffe und Spionagevorfälle nehmen in der Schweiz laut Karin Kayser-Frutschi, Präsidentin der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, stark zu. «Das sind keine abstrakten Bedrohungen, sondern faktische Angriffe», sagte sie zur «NZZ».

Spionage richte sich insbesondere gegen Forschungsinstitutionen, innovative Unternehmen, kritische Infrastrukturen und staatliche Verwaltungen. Sie erfolge häufig digital über Cyberangriffe, aber auch durch klassische Auskundschaftung, etwa durch das Beobachten oder Fotografieren sensibler Anlagen.

«Als offene Gesellschaft sind wir ein attraktives Ziel für hybride Angriffe», sagte Kayser-Frutschi im am Dienstag erschienenen Interview mit der Zeitung. Zivile Sicherheitsorganisationen müssten sich dieser Gefahr stärker bewusst werden.

Kooperation statt «Silodenken»

Die Armee könne die Kantone dabei nicht immer unterstützen, da sie sich stärker auf die Landesverteidigung konzentrieren müsse. Deshalb brauche es stärker spezialisierte Polizeikorps und mehr Zusammenarbeit zwischen den Kantonen. «Es ist ineffizient, wenn in einem so kleinräumigen Land alle Polizeikorps alles abdecken wollen», bemerkte die KKJPD-Präsidentin. Sicherheit entstehe heute durch Kooperation und nicht durch kantonales «Silodenken».

Weiter sagte Kayser-Frutschi, die Schweiz sei für andere Länder ein Unsicherheitsfaktor. Man sei weder Teil der EU noch der Nato, befinde sich aber mitten in Europa. Man müsse sich mehr bemühen und den Partnerländern zeigen, dass man wirkungsvoll mit ihnen zusammenarbeiten wolle. Deshalb erhalte die Schweiz heute teilweise nicht alle wichtigen Informationen, die die Kantonspolizeien benötigten, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen. (sda/nil)

Das könnte dich noch auch interessieren:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
EU-Verbot von Ketchup-Säckli und Co.: Die Lage der Schweiz
1 / 6
EU-Verbot von Ketchup-Säckli und Co.: Die Lage der Schweiz

Die EU verbietet ab 2030 kleine Einwegverpackungen.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Arena Schweiz-Iranerin
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
4
PFAS fast flächendeckend in Schweizer Böden vorhanden
Die sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) kommen in Schweizer Böden fast flächendeckend vor, wie eine neue Auswertung von über 1000 Messungen zeigt.
Besonders hohe Belastungen finden sich auf Flächen, auf denen vermutlich Löschschaum oder Klärschlamm zum Einsatz kam.
Zur Story