Schweiz
Gesellschaft & Politik

Rund 20'000 Menschen demonstrieren in Lausanne gegen Sparmassnahmen

Des membres de la fonction publique vaudoise manifestent en cortege dans la rue lors de la greve annoncee par les syndicats ce mardi 9 decembre 2025 a Lausanne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Angehörige des Waadtländer öffentlichen Dienstes demonstrieren im Rahmen des von den Gewerkschaften für Dienstag, den 9. Dezember 2025.Bild: keystone

Rund 20'000 Menschen demonstrieren in Lausanne gegen Sparmassnahmen

09.12.2025, 21:3809.12.2025, 21:38

Die Mobilisierung der Waadtländer Kantonsangestellten hält an: Rund 20'000 Menschen sind am Dienstag in Lausanne auf die Strasse gegangen, um gegen das Budget 2026 und die damit verbundenen Sparmassnahmen zu demonstrieren.

Die Demonstrierenden versammelten sich zunächst auf der Esplanade de Montbenon, einem Park im Stadtzentrum, und bewegten sich kurz nach 18 Uhr in Richtung Schloss, dem Sitz der Regierung. Eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schätzte die Anzahl der Teilnehmenden auf 15'000. Die Polizei ging von 21'500 Menschen aus.

Des membres de la fonction publique vaudoise attendent le depart de cortege pour manifester dans les rues de la ville, lors d'une journee d'action et de greve du secteur de la fonction publi ...
Die Polizei ging von 21'500 Teilnehmenden aus.Bild: keystone

«Streik, Streik, Streik und Mobilisierung, das ist es, das ist es, das ist die Lösung», skandierten die Angestellten des öffentlichen und halböffentlichen Dienstes bei der Kundgebung. Sie kritisierten die «Verhandlungen, die nur in der Vorstellung des Staatsrats stattfinden».

Das grosse Defizit

Die Mobilisierung der Staatsangestellten dauert seit Oktober an, zuletzt auch in Form von Streiks. Am Mittwoch soll eine Versammlung über die Fortsetzung der Bewegung entscheiden.

Die Regierung hatte am 24. September ihr Budget für 2026 vorgelegt, das ein Defizit von 331 Millionen Franken und Sparmassnahmen in der Höhe von 305 Millionen Franken vorsieht. Dazu gehören insbesondere Subventionskürzungen im Umfang von 165 Millionen Franken. Das Staatspersonal in bestimmten Lohnstufen soll sich mit einem «Krisenbeitrag» von 0,7 Prozent des Bruttolohns an den Massnahmen beteiligen. (sda)

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