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Plagiats-Vorwurf gegen Bigler: Denn der Plan B stammt aus der «Weltwoche»

CAPTION CORRECTION --- Matthias Mueller, Vizepraesident Jungfreisinnige Schweiz, Sylvia Flueckiger-Baeni, Nationalraetin SVP-AG, Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat FDP-ZH und Direktor Schweizerischer Gew ...
Der Plan B des Gewerbeverbandes stammt aus der Weltwoche.Bild: KEYSTONE

Plagiats-Vorwurf gegen Bigler: Der Plan B für die SRG stammt aus der «Weltwoche»

Der Gewerbeverband hat die Berechnungen seines Plan B bei einem Journalisten kopiert, ohne ihn zu informieren. Direktor Bigler wehrt sich.
11.01.2018, 15:2311.01.2018, 15:44
Antonio Fumagalli / Aargauer Zeitung

Unter Journalisten ist Kurt W. Zimmermann, «Weltwoche»-Kolumnist und Chefredaktor des «Schweizer Journalist», nicht eben als Mimose bekannt. Umso mehr erstaunte es, als er gestern auf Twitter eine «rufschädigende Falschmeldung» anprangerte und sich zudem überlegte, «wegen Plagiats» gegen den Gewerbeverband (SGV) vorzugehen.

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Was war geschehen? Am Dienstag hatte der SGV seinen Plan B für die SRG vorgestellt. Zusammengefasst ist er überzeugt, dass das öffentliche Medienhaus auch bei einem Ja zur «No Billag»-Initiative am 4. März weiterhin existieren könnte.

Das entsprechende Szenario untermauerte Verbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler mit detaillierten Zahlen. Die Berechnungen dazu hat er jedoch nicht selbst erstellt, sondern hat sie einem «Weltwoche»-Artikel von Zimmermann von November 2017 entnommen. In der Medienmappe ist dies auch so deklariert.

SGV-Direktor Bigler hat es nicht für nötig erachtet, den Autor im Vorfeld der Veranstaltung darüber zu informieren, dass ein zentraler Strang der Kampagne auf dessen – umstrittenen – Zahlen basiert. «Dafür gab es keinen Grund. Sie sind öffentlich zugänglich und plausibel», sagt der Zürcher FDP-Nationalrat.

Zimmermann hingegen hätte «mindestens eine Kontaktaufnahme» für angebracht gehalten. Auch wenn er das Anliegen des Gewerbeverbands teilt, fühlt er sich instrumentalisiert und wird Bigler nun einen «unfreundlichen Brief» schreiben.

Sozusagen als Kollateralschaden des Hahnenkampfs vermeldete das Medienportal Persoenlich.com, dass Zimmermann sein Zahlen-Szenario «im Auftrag des SGV» errechnet habe – was allerdings nicht den Tatsachen entspricht und Zimmermann deshalb erzürnte, weil er sich in seiner journalistischen Unabhängigkeit angegriffen fühlte.

Das Branchenportal korrigierte die entsprechende Textpassage – dem Vernehmen nach nach einer Intervention des gefürchteten Medienanwalts Andreas Meili – in der Folge und entschuldigte sich zudem öffentlich für die «Fehlinformation durch eine externe Quelle».

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