Schweiz
Gesellschaft & Politik

Zahl der Umzüge in der Schweiz bleibt auf historisch tiefem Niveau

A man carries a cardboard box from the van to the new flat during a house moving in Zurich, Switzerland, pictured on January 31, 2009. (KEYSTONE/Urs Jaudas)

Ein Mann traegt am 31. Januar 2009 in Zuer ...
Fast 700'000 Personen haben in der Schweiz 2024 ein neues Zuhause bezogen.Bild: KEYSTONE

Zahl der Umzüge in der Schweiz bleibt auf historisch tiefem Niveau

08.12.2025, 11:0508.12.2025, 12:30

Rund ein Zehntel der Schweizer Bevölkerung ist im letzten Jahr umgezogen. Damit bleibe die Zahl der Umzüge auf historisch tiefem Niveau, ergab die neue Umzugsstatstik des Bundes. Zudem gelte: Je kleiner die Wohnung, desto höher die Umzugswahrscheinlichkeit.

Während international die Umzüge seit 2020 zunahmen, gingen die Umzüge innerhalb der Schweiz stark zurück. Rund 697'000 Personen seien im letzten Jahr umgezogen, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mit. Mit 769'000 Personen war diese Zahl 2020 noch deutlich höher gewesen.

Fast drei Viertel aller Personen, die letztes Jahr umgezogen sind, blieben im gleichen Kanton. Mit 36 Prozent ist die Zahl der Personen, die innerhalb ihrer Gemeinde umgezogen waren fast gleich hoch wie die Zahl der Personen, die im letzten Jahr in eine andere Gemeinde gezogen waren, so das BFS. 16 Prozent wechselten den Kanton und 13 Prozent wanderten ins Ausland ab. Gegenüber 2023 haben sich diese Werte kaum verändert.

Deutlich stärker als die ländlichen Gemeinden, neigten die städtischen Gemeinden zu einem Wohnungswechsel. Nach wie vor am höchsten fiel die Umzugsquote in den Kantonen Basel-Stadt (11,3 Prozent) und Neuenburg (10,6 Prozent) aus – am tiefsten war sie in Nidwalden (7,4 Prozent) und Obwalden (7,4 Prozent). Im städtischen Vergleich zogen 2024 am meisten Menschen in Freiburg und St. Gallen um, am wenigsten in Lancy GE und Vernier GE.

Ledige ziehen öfter um

Laut BFS sind junge Haushalte am häufigsten umgezogen – Ledige nahezu doppelt so häufig wie Verheiratete. Im Vergleich lag die Umzugsquote von Schweizerinnen und Schweizern gegenüber ausländischen Staatsangehörigen deutlich tiefer. Gegenüber Bewohnenden von Einfamilienhäusern ziehen Personen in Mehrfamilienhäusern häufiger um. Ausserdem wechselten Männer, die alleine leben, häufiger die Wohnung, als es bei alleinlebenden Frauen der Fall war.

Darüber hinaus gelte: Je kleiner die Wohnung, desto höher die Umzugswahrscheinlichkeit. Personen in einer 1- bis 2-Zimmerwohnung seien 2024 doppelt so häufig umgezogen, wie es Personen in einer Wohnung mit vier oder mehr Zimmern getan hätten.

Dabei änderte sich bei einem Grossteil der Personen, die 2024 innerhalb der Schweiz umgezogen seien, auch die Grösse der Wohnung, so das BFS. Beim Wohnungswechsel auf ein oder mehrere Zimmer verzichten würden in der Regel junge Erwachsene und Personen über 50. Wer 2024 vom Land in die Stadt gezogen sei, habe mit grosser Wahrscheinlichkeit Wohnungsfläche verloren. (pre/sda)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Dörfu
08.12.2025 11:40registriert Januar 2019
Da Vermieter oftmals die Gelegenheit vom Mieterwechsel für eine Mieterhöhung ausnutzen, verstehe ich, dass nur wenige es sich leisten können die Wohnung zu wechseln.
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Zürcher_
08.12.2025 11:35registriert März 2023
Ohne freie, preiswerte Wohnungen gibts auch keine Umzüge. So weit nicht verwunderlich.
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Krämer Ochsenknecht
08.12.2025 13:36registriert März 2022
Wohin sollte ich auch umziehen? Laut immoscout hats im umkreis von 15km
Gerade mal ZWEI Wohnungsinserate die nicht mehr als 400.- teurer sind als meine jetzige wohnung, bei ähnlicher grösse und schlechterer ÖV anbindung.
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