Schweiz
Gesellschaft & Politik

Sexarbeiterinnen berichten von prekären Bedingungen in der Schweiz

Stealthing und Gewalt: Sexarbeiterinnen berichten von prekären Bedingungen in der Schweiz

14.11.2024, 10:0014.11.2024, 10:02

Sexarbeiterinnen erleben auch in der Schweiz häufig Gewalt. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Im Auftrag der Organisation Procore haben Forscherinnen dafür 24 Personen aus allen Sprachregionen befragt.

Une prostituee attend des clients qui passent en voiture sur un trottoir du centre ville dans la nuit du jeudi 7 au vendredi 8 juillet 2014 a Lausanne. La scene de la prostitution est visible sur la r ...
Eine Sexarbeiterin in Lausanne.Bild: KEYSTONE

Es handle sich nicht um eine repräsentative Befragung, sondern um eine explorative Studie, betonten die Verantwortlichen am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Bern. Die Ergebnisse entsprächen dem, was man aus ähnlichen Erhebungen im Ausland wisse.

Rund 70 Prozent der Befragten berichteten demnach von sogenanntem Stealthing – also dem Entfernen des Kondoms gegen ihren Willen. Rund die Hälfte erlebten Diskriminierung, Beleidigungen oder Diebstähle von Geld oder Gegenständen.

Ursache der Gewalt sei nicht die Sexarbeit als solche, sondern deren Stigmatisierung, argumentierte die Organisation im Communiqué. Entsprechend wendet sich Procore denn auch gegen ein Verbot des Kaufens von Sex und die Bestrafung von Freiern, wie sie unter anderem Schweden und Frankreich kennen. Wo Sexarbeit legal sei, nehme die Gewalt generell ab. (dab/sda)

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