Schweiz
Gesundheit

Erst nach vier Tagen warnt Bund vor Salmonellen in Käse

Französischer Camembert in Stücken, Frankreich French Camembert in pieces, France Copyright: imageBROKER/JürgenxPfeiffer ibxjpf16488111.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutsch ...
In einem Kräuterbrie fand die Käserei Landbrügg Salmonellen (Symbolbild).Bild: www.imago-images.de

Salmonellen schneller als Bund: Käsewarnung erst nach vier Tagen

10.04.2026, 11:3610.04.2026, 11:36

Eine Luzerner Käserei fand kurz vor Ostern Salmonellen in einem Weichkäse, wie der «Tages-Anzeiger» berichtete. Am Karfreitag rief die Käserei Landbrügg ihr gesamtes Käsesortiment zurück. Migros und Coop verbreiteten die Warnung am selben Tag, der Bund erst am Dienstag – vier Tage später.

Nach einer Infektion mit Salmonellen kommt es meist innerhalb von 6 bis 72 Stunden zu heftigem Durchfall. Für geschwächte und ältere Menschen sowie für Kleinkinder kann dies schnell gefährlich werden.

Verantwortlich für Rückrufe seien Hersteller, Importeure und Verkäufer. Sie melden sich beim zuständigen kantonalen Amt, welches wiederum den Bund informiert. Gemäss Susanne Losio, stellvertretende Luzerner Kantonschemikerin, erfolgte die Meldung des Rückrufs an den Bund bereits am Karfreitag, wie sie im «Tages-Anzeiger» erklärt.

Beim Bund entstünden keine Verzögerungen, sagt Mediensprecherin Yasmin Matthys des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) dem «Tages-Anzeiger». Bei akuten Gesundheitsrisiken veröffentliche das BLV umgehend eine Warnung.

Verzögerung kein Einzelfall

Laut dem «Tages-Anzeiger» sei es nicht das erste Mal, dass sich das BLV mit Rückrufen Zeit lasse. Auch im internationalen Vergleich scheint der Bund eher langsam zu reagieren, wie das Beispiel der Babymilch mit Spuren des Giftstoffs Cereulid zeigt. Dabei griff der Bund erst Wochen nach anderen Länder ein.

Braucht ein effizienteres System

Konsumentenschützerin Sara Stalder kenne das Problem und kritisiere es schon lange. Im «Tages-Anzeiger» fordert sie ein effizienteres System. Sie hofft auf das Abkommen zur Lebensmittelsicherheit mit der EU, welches Teil der Bilateralen III ist. Laut dem «Tages-Anzeiger» sehe auch das BLV sehr positive Auswirkungen auf die Verzögerungen, sollte das Abkommen zustande kommen. (nil)

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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Vorwärtser
10.04.2026 12:03registriert Dezember 2020
Das ist doch absoluter Standard. Bund arbeitet zu Bürozeiten und die sind sehr sehr knapp. Geschätzt Di bis Do von 09:30 bis 15:30 Uhr. In der restlichen Zeit hat die Welt gefälligst ruhig und friedlich zu bleiben. Lieben Gruss aus der CH
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