Schweiz
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A sterile female Aedes aegypti mosquito is seen on the forearm of a health technician in a research area to prevent the spread of Zika virus and other mosquito-borne diseases, at the entomology department of the Ministry of Public Health, in Guatemala City, January 28, 2016. REUTERS/Josue Decavele

Bild: JOSUE DECAVELE/REUTERS

«Im Tessin haben wir die Situation nicht zu 100 Prozent im Griff»: Die Zika-Mücke bereitet auch in der Schweiz Sorgen

Das Bundesamt für Gesundheit soll für Infektionen, die auf das gefährliche Zika-Virus zurückzuführen sind, umgehend die Meldepflicht einführen. Dies fordert der Schweizer Mückenexperte Peter Lüthy im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag».

Lüthy rechnet damit, dass sich durch die rege Reisetätigkeit unter anderem auch wegen der Olympischen Spiele in Rio auch bald bei uns die Verdachtsfälle häufen werden.

«Die Situation im Tessin haben wir nicht hundertprozentig im Griff.»

Mückenexperte Peter Lüthy

Das Zika-Virus breitet sich derzeit rasant in Südamerika aus. Alleine in Brasilien sollen laut jüngsten Angaben bis zu 1,5 Millionen Menschen mit dem Erreger infiziert worden sein. Das Virus ist vor allem für Schwangere sehr gefährlich. Es kann zu Missbildungen am Schädel beim Embryo führen. In Brasilien hat sich die Zahl der Verdachtsfälle seit Oktober dramatisch erhöht. Über 4180 Kinder sollen betroffen sein.

Die Weltgesundheitsbehörde WHO prüft, einen globalen Gesundheitsnotstand auszurufen, wie sie das zuletzt im August 2014 wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika getan hat. Dann würden für die betroffenen Länder die Warn- und Vorsichtsmassnahmen deutlich verschärft, womöglich müssten Flugreisende sich auf verschärfte Gesundheitskontrollen einstellen.

Übertragen wird das Virus von der Tigermücke. Diese hat sich auch im Tessin ausgebreitet. Die Tigermücke fliegt zwar nicht weit, sie ist aber nur schwer zu bekämpfen. «Die Situation im Tessin haben wir nicht hundertprozentig im Griff», sagt Peter Lüthy.

Was steckt hinter dem Zika-Virus?

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    Alle Leser-Kommentare
  • kmaloney 31.01.2016 14:19
    Highlight Highlight einige hier Fakten:
    - Der Zika Virus entdeckten Forscher bereits 1947 in Uganda
    - Nur ca. 20 % der Zika-Infizierten erkranken mit grippeähnlichen Symptomen, selbst Menschen mit einer Immunschwäche erkranken nicht schwer.
    - Der Zika Virus kann sich nur in Ländern ausbreiten, in denen die Übertragungsmücken der Gattung „Aedes“ heimisch sind (Tropen und Subtropen).
    - Von den mehr als 4‘000 Meldungen auf Verdacht von Mikrozephalie (von Schwangeren Frauen) wurden erst wenige überprüft, nur bei 0.2 % der gemeldeten Fälle wurde tatsächlich das Zika-Virus nachgewiesen.
  • kmaloney 31.01.2016 05:24
    Highlight Highlight Ich wünsche mir mehr Fakten und weniger Vermutungen. Gibt es starke Hinweise darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen der Mücke bzw. dem Virus und den betroffenen Babys gibt? Aus anderer Quelle ist zu erfahren, dass im Fruchtwasser von zwei Frauen mit betroffenen Säuglinge der Virus nachgewiese werden konnte... Zwei von 4000? Bei über 200 Mio Einwohner in Brasilien?
    Oder wäre auch möglich, dass ein anderer Grund zu den Missbildungen der Säuglinge führt?Wäre z.b. denkbar dass durch die Wirtschaftskrise in Brasilien schwangere Frauen weniger Zugang zu frischem Wasser und hoher Hygiene haben?
    • pedrinho 31.01.2016 10:48
      Highlight Highlight Der verdacht scheint IMHO naheliegend, der grossteil der zika infektionen ist auch in den gebieten brasiliens in welchen dengue "normalerweise wuetet". Ganz klar spielt dabei auch hygiene eine rolle. In diesen gebieten fuehlen sich die muecken im schmutz, abfaellen, pfuetzen etc. wie "gott in frankreich".

      Lichtblick, seit kurzem steht eine impfung gegen alle 4 varianten von dengue zur verfuegung. Das problem dabei sind die immensen kosten, kaum jemand aus den betroffenen zonen wird sich je eine immunisierung leisten koennen, wenn nicht die regierung diese wie zb. HPV zur verfuegung stellt.
    • The Destiny // Team Telegram 31.01.2016 11:14
      Highlight Highlight Naheliegend wäre auch noch, dass dies DNA schäden sind die sich die Leute durch den missbräuchlichen einsatz von Pestiziden und co. eingefangen haben.

      Paracelsus hat dazu wsa gutes gesagt, aber wenn die Giftstoffe sich im Körper akkumulieren dann wird es folgen haben.

Was das Schweizer Sorgenbarometer WIRKLICH über uns aussagt 😉

Unlängst erschien das CS-Sorgenbarometer, das der Schweizer Bevölkerung auf den Zahn fühlen soll. Es liest sich wie der Output eines Heeres roboterähnlicher Gestalten. Werfen wir mal einen Blick zwischen die Zeilen.

Klar, dass es nicht jedem gleich gut geht. Und klar auch, dass viele Einwohner der Schweiz mit existenziellen Problemen zu kämpfen haben. Das ist eine soziale Realität. Leider.

Denkt man aber aus dem Stegreif an einen durchschnittlichen Schweizer, so denkt man mit grosser Wahrscheinlichkeit an einen Menschen mit vielen Problemen – Luxusproblemen, die schlimmer erscheinen, als sie sind. Denn auch das ist eine soziale Realität.

Auch wenn es so wirkt, als stünde die Schweiz finanziell auf …

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