Schweiz
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Alle müssen zur Erstberatungsstelle – so will Berset die Gesundheitskosten senken



Der Bundesrat versucht seit Jahren, die steigenden Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. An seiner heutigen Sitzung hat er nun ein zweites Massnahmenpaket beschlossen, mit dem er dies schaffen will. Das Sparpotenzial beträgt rund eine Milliarde Franken. Die Vernehmlassung dauert bis zum 19. November 2020.

Der Bundesrat hat am Mittwoch eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt. Gesundheitsminister Alain Berset erinnerte vor den Bundeshausmedien daran, dass sich die Kosten zulasten der Krankenkassen seit 1990 verdreifacht haben. Die Prämien sind im Gleichschritt gestiegen. Das sei der Grund, weshalb sich der Bundesrat so stark für eine Dämpfung der Kosten engagiere, sagte Berset. Das lasse sich aber nicht mit einer einzigen Massnahme erreichen.

In den vergangenen Jahren hat der Bund bereits die Medikamentenpreise gedrückt und an den Tarifen geschraubt. Ein erstes Bündel von Sparmassnahmen, das auf die Vorschläge einer Expertengruppe zurückgeht, liegt bereits beim Parlament. Bis am 19. November 2020 ist nun das zweite Massnahmenpaket in der Vernehmlassung.

Hausarzt-Modell für alle

Zu reden geben dürfte insbesondere die Pflicht, sich vor einem Arztbesuch an eine obligatorische Erstberatungsstelle zu wenden. Das kann eine Hausärztin oder ein Hausarzt, eine HMO-Praxis oder ein telemedizinisches Zentrum sein. Solche Modelle hätten sich bewährt und seien breit akzeptiert, sagte Berset.

Heute sind gut zwei Drittel der Versicherten in einem Hausarzt- oder HMO-Modell versichert und profitieren von entsprechenden Rabatten. Weil so unnötige Behandlungen vermieden werden können, fallen die Kosten markant tiefer aus.

Eine Pflicht, sich an eine Erstberatungsstelle zu wenden, kann aber auch als Einschränkung der freien Arztwahl gedeutet werden und auf entsprechenden Widerstand stossen. Berset winkt ab: «Es ist keine Einschränkung der freien Arztwahl. Es ist ein voller Zugang, aber besser organisiert», sagte er.

Die weite Verbreitung alternativer Versicherungsmodelle gibt dem Gesundheitsminister auch Hoffnung, dass sich das Modell dieses Mal durchsetzt: 2012 war die Managed-Care-Vorlage mit der gleichen Stossrichtung an der Urne gescheitert. Dass es eine bessere Koordination brauche, sei damals unbestritten gewesen, sagte Berset.

Auch die koordinierte Versorgung in Netzwerken will der Bundesrat mit dem Sparpaket stärken. Davon können insbesondere Patientinnen und Patienten mit mehreren chronischen Krankheiten profitieren. Neu werden die Netzwerke als Leistungserbringer anerkannt. Die Leistungen werden über Pauschalen abgegolten. Zudem soll der Koordinationsaufwand von den Versicherern vergütet werden.

Zielvorgabe für Kosten

Die zweite zentrale Massnahme ist eine Zielvorgabe für die Kosten: Der Bundesrat legt ein nationales Gesamtkostenziel fest, das dann auf Kostenblöcke wie Spital- und Arztbehandlungen oder Arzneimittel aufgeteilt wird.

Bundesrat Alain Berset aeussert sich an einer Medienkonferenz zu weiteren Massnahmen waehrend der Covid-19 Pandemie, am Mittwoch, 12. August 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Berset will 1 Milliarde Franken sparen. Bild: keystone

Für die Einhaltung der Kostenziele müssen in erster Linie die Leistungserbringer und die Krankenkassen sorgen. Für die Durchsetzung sind die Kantone zuständig. Der Bundesrat lässt es in der Vernehmlassung offen, ob sie bei Überschreitung der Kosten Massnahmen ergreifen müssen oder nicht. Solche Massnahmen würden in erste Linie bei den Tarifen ansetzen.

Das Paket umfasst eine Reihe weiterer Massnahmen: Behandlungsprogramme für chronisch Kranke oder in der Rehabilitation sollen zu besseren Ergebnissen und letztlich zu tieferen Kosten führen. Neu soll der Bundesrat festlegen können, wie und wann Leistungen auf ihre Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

Preisreduktion für teure Therapien

Weiter will der Bundesrat eine gesetzliche Grundlage für Preismodelle schaffen. Es handelt sich um Vereinbarungen, die einen raschen und möglichst kostengünstigen Zugang zu innovativen, teuren Arzneimitteln und Therapien ermöglicht. Dabei müssen Pharmaunternehmen einen Teil der Kosten an die Versicherer zurückerstatten. Die Dokumente im Zusammenhang mit Preismodellen sollen unter Verschluss bleiben.

Weitere Massnahmen sind die Einführung von Referenztarifen, um den Wettbewerb unter den Spitälern sicherzustellen sowie die Verpflichtung, Rechnungen elektronisch nach einheitlichen Standards zu übermitteln. Der Bundesrat schätzt das Sparpotenzial auf rund einer Milliarde Franken, was rund drei Prämienprozenten entspricht. Genau wisse man das aber erst, wenn die Massnahmen umgesetzt seien, sagte Berset. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 21.08.2020 00:01
    Highlight Highlight Lieber Herr Berset

    Bevor wir nicht mehr zum Arzt unserer Wahl gehen dürfen - ein ‚Luxus‘ den wir teuer bei unserer KK bezahlen - denken Sie bitte zuerst darüber nach die exorbitanten Preise für Medikamente auf ein normales Niveau zu senken. Anschliessend dürfen Sie gerne die Finanzierung für mehrfach erwiesen nutzlose homöopathische „Heilmittel“ & co. aus der Grundversicherung streichen.

    Danach können wir gerne über Ihren Vorschlag reden.
  • Fairness 20.08.2020 14:22
    Highlight Highlight Spitäler dürfen nicht Investoren gehören. Das Profitdenken im Gesundheitswesen darf nicht sein. Spitäler sollten nur kostendeckend arbeiten dürfen.
    Von den Lobbyisten- Politikern, Krankenkassen, Aerzte usw. usw. - alle zocken ab was nur geht. Ethik und Moral gleich null wie bald überall.
  • M.aya 20.08.2020 13:15
    Highlight Highlight Wie haben sich in den letzten Jahren eigentlich die Gewinne der KK und Pharma-Aktionäre entwickelt? Und wie die Löhne und Bonis der Manager und CEO's dieser Firmen? Auch das gehört in die Rechnung der Gesundheitskosten. Im Verhältnis und unter Berücksichtigung der Lebensbedingungen der sehr viel zahlreicheren "Normalverdiener" gäbe es an jenen Stellen wahrscheinlich ein erhebliches Sparpotenzial.
    Watson, könnt Ihr dazu mal recherchieren und berichten?
  • Beat Stocker 20.08.2020 11:25
    Highlight Highlight Besser wäre es, wenn unnötige Doppeluntersuchungen vermieden würden, weil Resultate unter den Ärzten (mit)geteilt würden. Jeder Augenarzt hat bei mir bisher seine eigenen Messungen gemacht, statt diejenigen des zuweisenden Arztes zu nutzen und nur die vorgesehene Spezialuntersuchung vorzunehmen.
    Ich habe nun meine Arztbesuche stark reduziert, auf die Gefahr hin, dass ich erblinden und IV-Rentner werden könnte.
    • batschki 20.08.2020 12:37
      Highlight Highlight "mein Vater ist seber Schud, wenn ich meine Hände abfriere - warum kauft er mir keine Handschuhe"
  • Hoci 20.08.2020 11:15
    Highlight Highlight Sicher nicht. Erneute berstaatlichung und gesparze werbegelder sinnvoll einsetzen. Es gibt eine ganzes gewerbe, dass alleine von den Prämien für Neukunden lebt.
    Man rechne.
  • Fandall 20.08.2020 10:18
    Highlight Highlight Solange wir weiterhin das Doppelte für Generika bezahlen (von den "herkömmlichen" Medikamenten mal abgesehen) sehe ich wenig Grund bei den anderen Faktoren weitere Pflästerlipolitik zu betreiben.
    Der günstige Zugang zu teuren, innovativen Medikamenten wird nur eine kleine Minderheit betreffen und deshalb die Gesamtkosten nur sehr begrenzt schmälern. Eine Wirkungshaftung dieser ist jedoch zu begrüssen.
    Wer wirklich sparen will sieht zu dass die Medikamente für chronische Krankheiten günstiger werden und steckt Geld in deren Prävention/Aufklärung.
    • Fairness 20.08.2020 13:35
      Highlight Highlight Habe kürzlich ein Generika gesehen, das war gerade mal 20 Rappen billiger als das Original ...
  • DerewigeSchweizer 20.08.2020 09:28
    Highlight Highlight Ungerecht in der Schweiz ist die Kopfprämie und der Selbstbehalt.

    Für gutverdienende reiche Schweizer ist die Prämie quasi gratis, ohne Selbstbehalt. Gehen zum Arzt für's kleinste Bobo.

    Für normalverdienende Schweizer ist die Prämie mit Selbstbehalt teuer, und trotzdem vermeiden sie unter allen Umständen den Arztbesuch, weil sie ihn selber bezahlen.

    Kein europäisches Land hat Kopfprämie mit Selbstbehalt.
    Die reiche Schweiz ist schon toll ... für reiche.

    Die Prämie muss für alle denselben Protzentsatz des Gehalts sein.
  • Gubbe 20.08.2020 09:24
    Highlight Highlight Wenn ich annehme, dass der durchschnittliche Mensch 150'000 Fr. in 40 Jahren der KK überweist, dann hat der Mensch zB. eine neue Hüfte nötig also 7'000 Fr. auf einmal. Auch braucht er durchschnittlich ~ 50 Fr. mtl. für seine Medis. So hat der Mensch in 40 Jahren 150'000 - 7'000 für die Hüfte - 24'000 für Medis der KK 119'000 Fr. für deren exorbitant hohen Gehälter bezahlt. Einen guten Jahreslohn. Das machen alle Mitglieder der Krankenkasse. Da wird es doch etwas zum sparen geben??
  • SchrtrScks 20.08.2020 08:40
    Highlight Highlight Ich wünsche mir endlich eine Gesundheitspolitik, die den Leuten den Spiegel vor die Nase hält!

    Wieso haben sich die Gesundheitskosten in den letzen 30 verdreifacht? Sicher nicht wegen der Minderheit, die subito zum Spezialisten rennt - die Minderheit gab es schon früher. Die Kosten sind explodiert weil jede(r) viel aufwändigere Behandlungen verlangt und erhält.

    Die ungemütliche Wahrheit: immer nur ein paar hundert Franken Prämie zahlen und dann mit 60 die Hüften für 30000 machen lassen und mit 80 die Krebsbehandlung für 100000 geht mathematisch nicht auf! Wollen wir es, so zahlen wir es.
    • maude 20.08.2020 10:51
      Highlight Highlight Naja..Basierend auf eigenen Erfahrungen. Oft hat man als Patient ja keine Ahnung, sonst würde man nicht zum Arzt. Was da an Behandlungen und Massnahmen verordnet wird geht zuw.auf keine Kuhhaut. Auch Ops die tlw. total unnötig wären aber Geld bringen. Hätte mir jahrelange Mühlen ersparen können, hätt ich einfach 'Nö' gesagt...aber als Pat. ist man in der doofen Situation, dass man dem Arzt oft einfach vertrauen MUSS...
    • Gopfridsenkel 21.08.2020 13:24
      Highlight Highlight @maude: da geb ich dir Recht. Vor allem, wenn du die Behandlung verweigerst, geschieht das ja auf eigene Gefahr. Wenn dann also wirklich was ist, und es wird schlussendlich durch deine ursprüngliche Verweigerung teurer, kann die Krankenkasse die Zahlung verweigern... du bist also wirklich ausgeliefert als Patient
  • Laracroft/ 20.08.2020 00:01
    Highlight Highlight So ein Blödsinn. Zigmal zum Hausarzt, der Dir nicht weiterhilft und dann doch zum Facharzt...Kosten, die nicht sein müssten. Dazu teure Apparatemedizin - jedes Mal nur eine Idee: MRT. Statt zB die Diagnose von der rechten Schulter (frozen shoulder) auf die linke Schulter anzuwenden, wenn die Symptome 100% identisch sind. Und in den Gruppenpraxen arbeiten nicht unbedingt die besten Ärzte.
    • Gopfridsenkel 21.08.2020 13:25
      Highlight Highlight Gruppenpraxen sind die Erfindung des Verderbens, meiner Erfahrung nach. Jedes Mal bist du bei einem anderen, das gleiche Problem wird also schlussendlich mit 3 verschiedenen Diagnosen abgewimmelt. Und keiner kennt dich und deine Historie, was zu noch mehr Diagnose-Fehlern führt. Wir sind zurück zum Hausarzt-Modell, dieses Gruppen-Praxis-Zeug hat nur noch genervt.
  • Süüpergüatgegange 19.08.2020 23:45
    Highlight Highlight Vielleicht erklärt uns Herr Berset zuerst, warum ein in der CH hergestelltes Medikament hier teurer ist, als wenn ich es irgendwo im Ausland kaufe..
  • Maya Eldorado 19.08.2020 22:56
    Highlight Highlight Vor einigen Jahren wollte man ja auch die Gesundheitskosten senken und hat zu diesem Zweck die Fallpauschalen in den Spitälern eingeführt. Und was ist passiert? Die Krankenkosten sind massiv gestiegen.
    • maude 20.08.2020 10:53
      Highlight Highlight Naja dafür werden Menschen jetzt zuweilen viel zu früh aus dem Spital geschmissen, was oft zu Komplikationen und zu mehr und teurerer Nachsorge führt...
  • klatsch 19.08.2020 22:03
    Highlight Highlight Denke da läuft ganz viel schief im Moment, was die Kosten im Geshundheitswesen anbelangt. Bei mir beispielsweise bezahlt die Krankenkasse lieber ein Medikament für Fr. 1000.- im Monat, anstatt ein Gerät, welches einmalig etwa Fr. 3800.- kostet. Und dies bei einer chronischen Krankheit, wohlbemerkt. Gründe für diesen Entscheid sind bürokratischer Natur, weil das verlangte Gerät nicht auf der Mittel- und Gegenstandsliste der KK steht. Vielleicht sollte man den Hebel bei den Prozessen im Hintergrund ansetzen anstatt immer nur uns Prämienzahler in die Pflicht nehmen?
  • α Virginis 19.08.2020 20:07
    Highlight Highlight Also muss ich dann zuerst zum Hausarzt, bevor er mich, wie meistens, ins Spital zu den Spezis schickt?? Hmm... Seltsame Rechnung, schon alleine der Termin beim Hausarzt generiert Kosten ohne Leistung, dann folgt die Spitalrechnung... Wo ist die Logik???
    Lieber gleich in die Klinik, ist echt günstiger. Ich glaube nicht, dass es soviel Hypochonder hat, dass das eine grosse Rolle spielt. Was allerdings sehr ins Gewicht fällt, ich sind die Medikamentenpreise und DA sollten die sich mal Gedanken machen, aber wer beisst schon die Hand, die ihn füttert?
    • genauleser 19.08.2020 23:59
      Highlight Highlight siehe Punkt "Preismodelle bei Arzneimitteln",
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 20.08.2020 08:42
      Highlight Highlight @Hansdampf_f: Gegen Hypchonder würde ein Facharztdirektkontaktierverbotlimit nützen. So könnte einer drei Fachärzte pro Jahr direkt kontaktieren. Dann wäre für den Hypochonder Schluss. Geht er selbständig zu einem vierten, darf/muss die Kasse die Zahlung verweigern.

      Ich halte es allerdings auch für ein Problem, wenn ich zuerst einen Allgemeinmediziner aufsuchen muss, wenn ich weiss, dass ich bei einem Facharzt direkt an der richtigen Adresse bin.

      Mir macht hingegen die Kompetenz zahlreicher Ärzte grössere Sorgen. Es gibt viel zu viele unfähige Chnorzer. Da sollte man mal ansetzen.
  • Linertas 19.08.2020 19:14
    Highlight Highlight Ich will einen Arzt, der effizient und kostengünstig arbeitet und keine "Beratungsheini". Es wird nur wieder Bürokratie geschaffen, anstelle Anreize für effizientes Arbeiten zu setzen. Wenn das alles ist, was Berset in den Sinn kommt, sollte er abtreten und Platz machen für jemanden, der mit wirklichen Lösungen kommt...
  • Wolk 19.08.2020 18:56
    Highlight Highlight Spart doch mal bei den Privatversicherten. An denen verdienen die Spitäler übermäßig, indem ihnen unnötige Behandlungen aufgeschwatzt werden - zu Lasten der Versicherer.
  • Liserl 19.08.2020 18:29
    Highlight Highlight Typisch, man installiert eine neue Stelle, wer bezahlt eigentlich die Erstberatung ?
  • Chalbsbratwurst 19.08.2020 18:20
    Highlight Highlight Was auch helfen würde die KK-Prämien zu senken wäre die Provisionen für freischaffende KK-Vermittler abzuschaffen. Die Kassen zahlen nämlich bis CHF 1500.- pro vermittelten Vertragsabschluss! Das Geld dafür nehmen sie aus dem Kässeli in das wir unsere KK-Prämien einzahlen. Wir bezahlen also auch noch für den verhassten Telefonterror der Vermittler.
  • Wellenrit 19.08.2020 18:18
    Highlight Highlight Eine Studie in Deutschland hat gezeigt, dass Fallpauschalen nicht zum Sparen im Spital beitragen sondern eher dazu geführt haben, dass die Kosten gestiegen sind. Es könnte ja durchaus sein, dass es in der Schweiz das gleiche Problem gibt.
  • Abendländer 19.08.2020 18:10
    Highlight Highlight Hallo Herr Berset ich denke so langsam solle das Problem auch auf der Ethischen Ebene diskutiert werden. Müssen immerzu die höchsten, neusten und auch teuersten medizinischen Spitzentechnologien zur Anwendung kommen? Merke, eines ist sakrosankt, irgendwann stirbt jeder.
  • Share 19.08.2020 17:52
    Highlight Highlight Gute Business Analysts sind heutzutage wirklich schwer zu finden. Ich hab‘ jetzt echt keine Lust, die IT mitzufinanzieren. Wieviel habt’s ihr beim BTI versenkt? 1 Mia?
  • Garp 19.08.2020 17:36
    Highlight Highlight Es ist halt ein zweischneidiges Schwert mit der Erstberatungsstelle. Es gibt Hausärzte, die meinen, sie können alles selber, schicken Dich nicht zum Hautarzt obwohl Du Hautkrebs hast (bei einer guten Bekannten erlebt und gut meldete sie sich dann selber beim Hautarzt an) . Dann gibt es die Hausärzte, die nichts mehr selber abklären, nicht mal mehr einen Furunkel herausschneiden und Dich gleich zum Spezialisten schicken. Es ist nicht wirklich eine Lösung.
  • Thomas G. 19.08.2020 17:35
    Highlight Highlight Das Problem ist die fehlende Preisdeklarationspflicht der medizinischen Leistungen.

    Nirgendwo sonst würden wir akzeptieren, dass "einfach mal gemacht" wird ohne vorher zu wissen was die Dienstleistung kosten wird (mind. in etwa). Deshalb können die Leistungserbringer den KK einfach munter drauf los verrechnen, ob der Patient die Leistung wollte ist egal.

    Das ist wie wenn im Restaurant der Kellner ungefragt irgendein Menu und Wein, dann noch mal eine Runde serviert. Solange man dieses Problem nicht angeht wird sich nichts ändern an den Kosten.

    Berset Vorschlag bringt nix. Es wird teurer.
  • Liserl 19.08.2020 17:15
    Highlight Highlight Ansprüche runter, staatlicher Gesundheitsdienst, diesen aber so billig wie möglich ( nicht über 100.- p. M.) ohne Hotelservice, Einheitsessen, Krankensaal mit 10 Betten ( spart viel Personal) sodass die Pat. gerne nachhause gehen, wer mehr will, kann sich zusatzversichern! Staatliche Pflegeversicherung gründen, und Pflege aus Krankenkasse rausnehmen.
    • Thomas G. 21.08.2020 10:08
      Highlight Highlight Ich rate jetzt mal: Du bist knapp 20. Dein letzter Spital Besuch liegt 5 Jahre zurück.

  • EnnoConda 19.08.2020 17:15
    Highlight Highlight Fallpauschale DURCH den Patienten zahlen. Jedes neue Wehwehchen kostet den Patienten CHF 200.- Dadurch rennt man bei ein bisschen Halsweh nicht gleich in die Notaufnahme. Bei einem Krebsleiden sind es die CHF 200.- dem Patienten hoffentlich wert. Das Problem ist, dass die gesellschaftliche Entwicklung momentan weg von der Eigenverantwortung hin zu einer Juristerei und Nanny-state geht. Wer sich selbst um seine Gesundheit sorgt (Sport, Ernährung, WellBeing) wird nicht belohnt, sondern benutzt um die Kranken zu finanzieren.
  • Chalbsbratwurst 19.08.2020 17:09
    Highlight Highlight Wenn ich höre das die KK dadurch günstiger wird dann weiss ich jetzt schon, dass das gelogen ist! Hat man nicht mal diverse Spitäler geschlossen und gesagt dadurch wird die KK günstiger? Und hat man nicht Einheitstarife eingeführt in den Spitälern und gesagt das dadurch die KK günstiger wird? Also bis jetzt ist die KK nie günstiger geworden... nur die Qualität unseres Gesundheitssystems hat dadurch abgenommen.
    • mrgoku 19.08.2020 17:46
      Highlight Highlight Die KK darf ja nicht günstiger werden wenn der Bund jedes Jahr verlangt dass es teurer wird...

      Ich glaube die KK wäre auch froh wenn man bessere Preise anbieten könnte... fakt ist die KK entscheiden das nicht sondern der Bund.
  • Scott 19.08.2020 17:01
    Highlight Highlight Gilt das für die Leute, welche offebar nur die Notaufnahme des nächsten Spitals kennen auch?
  • Loe 19.08.2020 16:53
    Highlight Highlight Wieso spricht eigentlich nie jemand darüber, dass die Prämien auch künstlich steigen?
    Mehr ambulante Eingriffe bedeutet, dass nicht mehr der Kanton einen Teil der Kosten trägt - sie fallen ganz einfach ganz zu Lasten den Prämienzahlers.

    Unser Gesundheitssystem bzw. auch die Kostenverteilung sind veraltet und gehören mmN überholt.
    Punkto Effizienz könnte man sich ja zB mal an Dänemark orientieren. Riiiiiesen Sparpotenziale bei sogar besserer Qualität. Aber Herr und Frau Bünzli brauchen den Maximalversorger im Nachbardorf.
    • bebby 19.08.2020 16:56
      Highlight Highlight Ja, in Dänemark darfst Du gleich das Bett selber beziehen. Entspricht nicht ganz unseren Erwartungen :-)
    • Loe 19.08.2020 17:11
      Highlight Highlight Hab ich da ziemlich anders erlebt. Aber he, jeder soll denken was er will. Hier war schon immer alles am Besten und es gibt keine Alternativen.
      Oder wie man beim VBS gerne sagt: "War so, ist so, bleibt so."
    • mrgoku 19.08.2020 17:47
      Highlight Highlight Der Bünzli ist konservativ. Meckert jeden Tag über jeden und über alles, aber wehe es wird mal was verändert. Da geht die Welt unter!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Carl Carlsson 19.08.2020 16:49
    Highlight Highlight Und wenn ich ein Problem mit meinem BAHA habe, gehe ich zuerst zum Hausarzt damit dieser eine Überweisung schreiben kann, ich zwei oder drei Wochen auf einen Termin beim HNO-Spezialisten warten muss um endlich behandelt zu werden.

    So habe ich mir effektive Gesundheitsversorgung immer vorgestellt.
  • [Nickname] 19.08.2020 16:40
    Highlight Highlight Wie kann man von Kapitalismus sprechen oder gar freiem Markt, wenn die Gesundheitsbranche die grösste Mafia im Land ist, wahrer Protektionismus. Wieso sind wohl sonst Parallelimporte von Medis nicht erlaubt? Die Kassen dürfen auch keine Medis zahlen, welche direkt im Ausland bezogen werden. Allerdings ist das wieder ein Kreislauf, weil auf der anderen Seite die Pharme ihrerseits ihre Korruption in Bern betreibt gemeinsam mit Santesuisse. Beides Verbrecher mit den Politikern.

    Jetzt wirst du gezwungen keine freie Arztwahl mehr zu haben, doch die Prämie bleibt gleich?! Schöne Melkkuh CH-Bürger.
    • mrgoku 19.08.2020 17:49
      Highlight Highlight Word.

      Aber mal ganz ehrlich. Was nützt einem die "freie Arztwahl?

      Bei einer gescheiten Kasse hat man eh Zugriff auf die "anständigen" Ärzte...wer bewusst mehr zahlt nur um "freie Arztwahl" zu haben soll auch nicht meckert. Auf ein alternatives Modell wechseln und alleine dadurch schon locker 60.- im Monat einsparen.
    • Lafayet johnson 19.08.2020 20:58
      Highlight Highlight Kein Mensch braucht Auswahl bei der Grundversicherung.
    • mrgoku 20.08.2020 10:40
      Highlight Highlight wenn du wegen Krebs den Besten Arzt und sonst was willst, dann versichert man sich frühzeitig anständig damit man auch Zugang dazu hat.

      Nur sagt ja jeder. Ich bin ja gesund und brauche nichts... bis dann - BAM - es zu spät ist.
  • Super8 19.08.2020 16:38
    Highlight Highlight Wie wärs wenn man zur Abwechslung mal auf die Eigenverantwortung setzt? Z. b. die Übungen auch zu Hause machen, wie vom Physio aufgetragen, anstatt jahrelang alle 2 Wochen mal ein bisschen in die Physio zu gehen, weil man die Franchise ja sowieso schon ausgenutzt hat.
    • Sharkdiver 19.08.2020 16:58
      Highlight Highlight Die KK bezahlt ohne Ärztliche Verordnung keine Physio. Ihre Aussage würde bedeuten. dass die Hausärzte Physio für Wellneszwecke verordnen 🥴
    • Nekomana 19.08.2020 17:10
      Highlight Highlight In der Regel hat man beides. Ich musste auch 1 Jahr lang 2x in der Woche in die Physio (Knie Probleme). Und man gab mir Übungen die ich täglich machen musste... 6 Monate war ich da um Schmerzen etwas zu lindern + Muskeln zu stärken, damit diese sich nach der OP nicht zu stark rückbilden und nach der OP 6 Monate wegen Nachsorge. Ich fand es auch sch*** und war froh als ich nicht mehr gehen musste. Wie ich Physio bis jetzt noch hasse.... Ich kann leider für mein Knie Problem (Trochlea Dysplasie) auch nichts....
    • Potzholzöpfelondzepfelchappenonemol 20.08.2020 00:17
      Highlight Highlight Krass.. ich hoffe solche sind nicht bei meiner kk!
      Hab ich mir noch nie überlegt! Aber stimmt eigentlich! Noch besser wenn der Selbstbehalt auch aufgebraucht ist - Freifahrtschein für Therapien..
      Obs dazu Statistiken gibt? Das sind dann wohl die Grenzen der hochgelobte Solidarität der Versicherten 🤔
  • dorfne 19.08.2020 16:36
    Highlight Highlight Ein grosser Kostentreiber sind die Apparate. Beispiel: Hausarzt diagnostiziert frozen shuolder. Schickt mich aber noch zum Ultraschall, und anschliessend überflüssigerweise auch noch zum Rheumatologen. Rheumatologe verschreibt entzündungshemmende
    Medis. Ultraschall? Überflüssig bei einer so häufigen und simplen Diagnose. Rheumatologe? Warum verschreibt der Hausarzt nicht selber die entzündungshemmenden Medis, denn eine Infiltration schloss ich von Anfang an aus?
  • Mittelpunk0 19.08.2020 16:35
    Highlight Highlight Was für eine bescheuerte Idee. Ich hatte schon diverse Hautausschläge. Der Hausarzt hat mich jedes Mal an Hautärzte verwiesen. Bei einem Ausschlag gehe ich dank freier Auswahl direkt zum Hautarzt und entlaste so die Gesundheitskosten, damit mein Hausarzt nicht noch doppelt abkassieren kann. Sofern ich mich in der Lage fühle selbst zu urteilen wo das Problem liegt geht's ab zum Spezialisten. Somit entlaste ich eher den Rest.
    • mrgoku 19.08.2020 17:51
      Highlight Highlight Gibt auch Wege wo du direkt zum Hautarzt kannst, ohne die freie Arztwahl zu haben und dann erst noch wesentlich weniger Prämie bezahlst...

      Oft hilft da ein Telefonmodell. Wo ist das Problem kurz 1 Minute zu investieren und ein Anruf zu tätigen? Lieber 60.- mehr im Monat bezahlen? Ok, dann aber nicht jammern die Prämien seien hoch...
  • IMaki 19.08.2020 16:16
    Highlight Highlight Das ist jetzt die neue Tour: das zahlende Volk vor sich hertreiben wie die Schafe. Mit dem Virustheater scheint es salonfähig zu werden, die Menschen für das Fehlverhalten von Institutionen zu bestrafen. Keine Rede mehr, die Krankenkassen-Folklore endlich durch eine Einheitskasse unter Kontrolle zu bringen (auch wenn dies durch die übliche Verblödungsstrategie von eben diesem Volk abgelehnt worden ist, braucht es einen neuen Anlauf).
    Prämien- und Steuerzahler sind offenbar einfacher zu steuern als das Milliardenbusiness.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 19.08.2020 16:14
    Highlight Highlight Hier wird geschrieben, die Gesundheitskosten seien gegenüber 1990 um das 3fache gestiegen. Wie sieht es mit der Geldmenge aus? 100 Franken in 1990 sind wie heute 250 Franken.
    • Toerpe Zwerg 19.08.2020 16:30
      Highlight Highlight Geldmenge?

    • Waseli 19.08.2020 20:36
      Highlight Highlight @Toerpe:
      STM meint wohl Inflation. Was aber eigentlich in jeder anständigen Rechere bereinigt sein sollte.
    • K1aerer 19.08.2020 20:49
      Highlight Highlight Die Inflationsrate in diesem Zeitraum beträgt ca. 40%. Das ist nichts im Gegensatz zu +200%.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 19.08.2020 16:12
    Highlight Highlight Im planwirtschaftlichen Markt mit festgeschriebenen Leistungen, politisch festgesetzten Preisen, Vertragszwang, Zulassungspflicht, Obergrenze von Leistungserbringern ... explodieren die Kosten? Überrascht das jemanden?

    Und die Pille dagegen von Berset ist noch mehr Regulierung?
    • illoOminated 19.08.2020 17:10
      Highlight Highlight Au ja, komm lass uns das Gesundheitswesen deregulieren, dann hat's bald die Qualität des US-Systems!

      ... welches übrigens pro Person wesentlich höhere Kosten zu tragen hat bzw "verursacht" .
    • Thomas G. 19.08.2020 17:38
      Highlight Highlight Das ist bei Planwirtschaft immer so. Die Planer sind überzeugt, dass es den perfekten Plan geben muss, der die Realität so formt wie man sie haben möchte. Funktioniert natürlich nie, macht aber alles sehr teuer und langsam. Am Schluss kollabiert das System unter der eigenen Last.
    • landre 19.08.2020 18:03
      Highlight Highlight (@Toerpe ...Ein "Markt" ohne minimale "Rahmenbedingungen"?..."Wild West"? Echt jetzt?
      ...Grüsse an alle Knien...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolk 19.08.2020 16:03
    Highlight Highlight Warum soll ein zusätzlicher Arztbesuch die Kosten senken?
    • Sharkdiver 19.08.2020 17:00
      Highlight Highlight Weil Menschen zu Spezialisten gehen für Sachen, die der Hausarzt machen kann, und er kostet wesentlich weniger.
    • Martin Fluxus 19.08.2020 17:37
      Highlight Highlight Steht im Artikel. Alternativ kannst du auch mal überlegen, wieso du als Kunde beim Hausarzt-Modell WENIGER Prämien zahlst.
    • batschki 20.08.2020 05:08
      Highlight Highlight Weil ein Arzt bei Symptomen und Befindlichkeitsstörungen besser triagieren kann, als die nicht medizinisch ausgebildeten Alleswisser.
      Es gibt ein paar "red flags", Alarmzeichen, die auf eine gefährliche Situation hinweisen - alles andere kann nämlich warten.
  • smarties 19.08.2020 15:58
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach wird zu selten bei den Menschen direkt im Spital/ Praxen nachgefragt, wie Geld eingespart werden könnte.
    Spontane Einfälle wären
    - E-Dosier -> aktuelle Medi und Diagnoselisten sparen Zeit, verhindern Doppelabklärungen und vermindern gefährliche Situationen (ist in der Schweiz im Aufbau)
    - Administration von Spitalgruppen verkleinern
    - Menschen rufen an, bevor sie auf dem Notfall erscheinen. Ggf können sie an eine geeignetere Stelle verwiesen werden (Rückenschmerzen seit 3 Wochen ist sehr selten eine Notfallsituation).
    • iudex 19.08.2020 16:25
      Highlight Highlight @smarties: die Notfallkosten sind praktisch irrelevant für die Gesamtgesundheitskosten. Allenfalls blockieren Bagatellen die echten Notfälle.
    • Loe 19.08.2020 16:48
      Highlight Highlight Einer der wenigen sinnvollen Kommentare hier. Aber am der Realität will man sich besser nicht orientieren.
      Vielleicht sollten sich die lieben Verantwortlichen zusätzlich mal noch kurz mit Gesundheitsökonomie beschäftigen. Dann wüssten sie nämlich, dass die herkömmlichen Wirtschaftstheorien im Gesundheitswesen nicht gelten - der Markt wird NICHT durch Angebot und Nachfrage geregelt.
    • smarties 19.08.2020 17:22
      Highlight Highlight @iudex
      Das mag sein. Aber es blockt meine Zeit als Ärztin und die der Pflege. Einerseits mit effektiver Arbeit am Patientenbett, andererseits mit der Administration bzw Berichtenwesen. In meinen Augen Ressourcenverschwendung auf allen Ebenen. Plus es kostet Nerven.
      Ein weiterer Vorteil des Anmelden, gerade in der Peripherie, ist, dass direkt gesagt werden kann, ob es vor Ort behandelt werden kann. Beispielsweise Augennotfälle werden in kleinen Spitälern auch sehr rasch weitergeleitet, da dies in der grossen Mehrheit eine Fachperson benötigt, die Hand anlegt.
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  • Alju 19.08.2020 15:45
    Highlight Highlight Problem 1: viele Leistungerbringer (Ärzte, Spitäler, ...) vermeiden es, die Behandlungkosten zu kommunizieren. So weiss man nicht, wie teuer ein einzelner Behandlungspunkt ist und hat keine Kontrolle über die Kosten

    Problem 2: Leistungserbringer sind sehr „grosszügig“ bei der Verschreibung von Medikamenten oder der Verordnung von weiteren Behandlungen. Natürlich freut sich der Patient über die billigen Medis, aber was bedeutet dies für die Prämien?

    Ein Röntgenbild (inkl. dazugehöriger Diagnostik) meines Knies wäre sicher nicht schlecht, aber will ich dafür mehrere 100 Franken zahlen?

    • Tom79 19.08.2020 16:02
      Highlight Highlight Billige Medis?!
    • Loe 19.08.2020 16:49
      Highlight Highlight Als Arzt kennst du häufig die Kosten gar nicht - und das ist auch richtig so.
      Probieren kosten zu vermeiden: ja. Aber dafür verantwortlich sein ist ganz klar nicht Teil dieses Berufes.
    • Toerpe Zwerg 19.08.2020 18:18
      Highlight Highlight "Als Arzt kennst du häufig die Kosten gar nicht"

      Schwachsinn. Tar-Med gibt die Kosten vor .
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  • regen 19.08.2020 15:44
    Highlight Highlight die gesundheit ist ein geschäft und damit ein objekt für investoren, die kapitalgewinne sehen wollen. das ist die treibende kraft für immer höhere gesundheitskosten und prämien.
    • landre 19.08.2020 16:23
      Highlight Highlight Nicht mal in Kuba (wo gemeinsame so wie individuelle Gesundheit ernster als sonstwo genommen wird) ist das Gesundheitssystem für die Bevölkerung bzw für die Patientinnen und Patienten "gratis" an sich...

      Unser System ist auch alles andere als schlecht, vielleicht nur zu extrem Kosten generierend (schlecht getrimmt). Und mit einem aufgezwungenem "Erstbesuch bei wem der Staat es exklusiv entscheidet", löst man die Kostendynamiken wahrscheinlich hiesig nicht.
    • Toerpe Zwerg 19.08.2020 16:33
      Highlight Highlight Demgegenüber sind Telekommunikationsunternehmen karitative Organisationen, weshalb deren Preise stetig gesunken sind ...

    • landre 19.08.2020 21:16
      Highlight Highlight @Toerpe Telekommunikation mit Gesundheit (-System) zu vergleichen, gelingt aber nur ideologisierten Geister...
      "Preis" bist Du Lob?
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  • JoJodeli 19.08.2020 15:20
    Highlight Highlight Die einzige Lösung wäre eine Einheitskasse für die Grundversicherung. Aber nein das haben wir ja abgelehnt weil die Lobby uns Angst eingejagt hat 🤦‍♀️ Dazu die Prämien von den Steuern abziehen können, dann hätte der Staat mal ein Interesse an tieferen Prämien 🤗
    • Toerpe Zwerg 19.08.2020 16:34
      Highlight Highlight Eine Einheitskasse hat null Einfluss auf die Kosten, solange der Vertragszwang besteht und die Preise politisch fixiert sind.
    • Sharkdiver 19.08.2020 17:02
      Highlight Highlight 🤦🏼‍♂️ 95% der KVG Prämie gehen zu Lasten von Behandlungen. Mit einer Einheitskasse sind alle plötzlich gesünder🤦🏼‍♂️
  • B-Arche 19.08.2020 15:13
    Highlight Highlight Die grösste Gefahr kommt von Seiten der SVP. Da gibt's einige Apologeten die das Krankenkassenobligatorium abschaffen möchten. Damit man als junger Selbständiger oder Startup auf Kosten der Gesundheitsrisikos erstmal weniger Kosten hat und wer sich später keine Krankenkasse leisten kann muss eben selbst zahlen oder sterben.

    Die wollen auf der Schweiz eine Trump-USA machen.
    • Liserl 19.08.2020 17:24
      Highlight Highlight Als es noch kein Obligatorium in der Schweiz gab, wurde jeder Schweizer behandelt, keiner wurde diskriminiert und die Kosten für die wenigen wurden von der Fürsorge übernommen, das war allemal billiger als jetzt, wo ein Drittel der Bevölkerung Prämienzuschuss bekommt. Fr. Dreifuss SP BR hat mich seit dieser Reform über 30.000.- Franken gekostet, die könnte ich jetzt besser gebrauchen, übrigens ich komme aus der Spitalbranche und weiss von was ich rede und wo man sparen könnte!
    • Siggi 19.08.2020 17:46
      Highlight Highlight Bitte Quellen liefern. Finde ich interessant.
  • Garp 19.08.2020 15:08
    Highlight Highlight Es werden ganz viele unnötigen Operationen gemacht. Man sollte erst mal dort ansetzen, aber die Spitäler müssen halt rentieren, gell ;-) .
  • Toerpe Zwerg 19.08.2020 14:48
    Highlight Highlight Was für ein Schwachsinn. Mein Knie kann der Hausarzt nicht flicken.
    • MeinSenf 19.08.2020 15:13
      Highlight Highlight Es geht auch nicht um deine Knie, sondern darum, dass man wegen einer leichten Erkältung gleich zum HNO rennt...
    • De-Saint-Ex 19.08.2020 15:26
      Highlight Highlight Und wieso verdient ein HNO an „Deiner“ Erkältung mehr als ein Hausarzt, wenn überhaupt (war oder musste noch nie wegen einer Erkältung einen aufsuchen)?
    • landre 19.08.2020 15:39
      Highlight Highlight @MeinSenf

      Abgesehen davon dass es ganz klar auch um die Knie von @Toerpe geht...

      War und ist die Zielsetzung der Bundespolitik/ des Bundesrats also nicht die zu hohen und stetig steigenden Kosten zu senken, sondern nur darum das Modell Hausarzt zu fördern (koste es was es wolle)?

      ...Wir PrämienbeiträgerInnen und somit KostenträgerInnen können die aktuellen und seit längerem andauernden Kostendynamiken nicht mehr lange stemmen, mit mehr oder weniger Hausärztinnen und -Ärzte inbegriffen...
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  • Tom79 19.08.2020 14:48
    Highlight Highlight Bei uns Kostet fast jedes Medikament zu viel. Der Schweizer wirt gemolken. Paralelimporte und einfacheren Zugang zum Medikamentenmarkt im Ausland würde bessere Konkurenz schaffen. Aber das will man nicht weil Roche und Novartis so weniger am Heimischen Folk verdienen. Und all die spriessenden Privatkliniken müssen ja grosse Dividenden Generieren. Alles was Grundversorgung betrift und privatisiert wird ist am Ende nicht billiger sondern wird immer Teurer. Energie, Krankenversorgung, Wasser, ÖV etc. In der Regel wirt das Angebot nicht wirklich besser und für gewisse Gruppen sogar schlechter.
    • Toerpe Zwerg 19.08.2020 16:38
      Highlight Highlight Darum war die PTT unschlagbar günstig und innovativ ... und hat bis in die frühen 90er Bakalit Wählscheiben Telefone für 30 Stutz im Monat zwangsvermietet.
    • karl_e 19.08.2020 23:25
      Highlight Highlight Toerpe, die 30 Stutz im Monat waren ein wahrlich geniales Geschäftsmodell: 30 Franken Ertrag für ein paar Rappen Aufwand. Traumhaft!
    • Tom79 20.08.2020 00:53
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Dafür kostete das Abo/Anschluss fast nichts. Die Kosten waren/sind da fast gleich geblieben. Nur etwas anders Aufgeteilt.
      Und ich habe deswegen die Komunikation weggelassen weil da der einzige Zweig ist wo die Preise in etwa gleich blieben. PTT konnte früher Briefpost und Telefon Infrastruktur Kosten quersubwensionieren und ausgleichen. Heute serbelt Post und Swisscom boomt. Poststellen schliessen, Service public wird schlechter.
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  • Swen Goldpreis 19.08.2020 14:34
    Highlight Highlight Mir scheint das eher eine Garantie für eine Kostenexplosion zu sein.

    Mein Arzt schickt mich sowieso zu einem Experten, wenn ich wirklich was habe. Würde ich direkt zum Experten gehen, kostet das 200 Franken weniger.

    Das grosse Problem ist aber, dass diese Regel vermutlich dazu führt, dass noch mehr Leute wegen Kleinigkeiten in die Notaufnahme rennen.

    Ach, was wünschte ich mir fähige Politiker...
    • bebby 19.08.2020 15:53
      Highlight Highlight Es geht darum, möglichst hohe Hürden für den Gang zum Arzt aufzubauen. Gerade diejenigen mit Minimalfranchise haben kaum Anreize nicht zum Arzt zu gehen.
      Komischerweise hat Berset die Prämienrabatte für hohe Franchisen gekürzt, obwohl dies der effektivste Anreiz ist. Was nichts kostet ist nichts wert.
    • Wolkensprung 19.08.2020 16:00
      Highlight Highlight Du sagst es: Hausärzte machen auch primär Triage, es ändert also gar nicht viel...
    • dorfne 19.08.2020 16:42
      Highlight Highlight Die Hausärzte machen im Gegensatz zu früher fast nichts mehr. Sie schreiben nur noch Überweisungen zu Spezialärzten, Physiotherapien und Rezepte für Medis. Einen Dermatologen um eine Alterswarze zu entfernen? Es braucht mMn einen Pflichtenkatalog für Hausärzte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 19.08.2020 14:26
    Highlight Highlight Stellt euch vor, die Firmen müssten die Krankenkassenprämien der Angestellten bezahlen.

    Das ginge ruckzuck und innert zehn Jahre wäre der Gesundheitsmoloch, wegen immensem Druck der Wirtschaftsverbände, von 90 Milliarden auf 70 - 75 Milliarden reduziert.

    Aber solange wir Blödmänner das bezahlen und das Parlament von Lobbyisten durchdringt ist..

    Ist klar, dass diese Lösung nicht praktikabel ist, aber wäre die Wirtschaft gleich selber verantwortlich für die Kosten.. die Kosten gingen schlank nach unten.
    • Jonas der doofe 19.08.2020 15:14
      Highlight Highlight Aha, so wie in US und A, the land of the free!?
      Wo dann im Verhältnis zum BIP alles grad nochmals doppelt so teuer ist wie bei uns jetzt schon, aber gut 1/3 keinen Zugang zu Medizin hat?

      Ich weiss ja nicht ob das besser wäre....
    • N. Y. P. 19.08.2020 15:29
      Highlight Highlight Ich schreibe ja, nicht praktikabel.

      Ich finde beide Systeme funktionieten nicht.
    • HerbertBert 19.08.2020 15:54
      Highlight Highlight Natürlich, dann ist man beim Jobverlust nicht nur arbeitslos, sondern hat auch keine Krankenversicherung mehr.

      Leute mit Familien können sich dann gleich vom Arbeitgeber versklaven lassen. Den Amerikanern gehts ja so gut in Sachen Gesundheitsversorgung.


      --
      Breaking Bad wäre bei uns nur eine Folge gewesen: "Sie haben Krebs, morgen fängt die Chemo an. The End"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Son Hala 19.08.2020 14:21
    Highlight Highlight Die wo sich die Prämien kaum oder gar nicht leisten können, haben schon längst entsprechende Modelle wo die freie Arztwahl eingeschränkt, inkl. hohe Franchiesen. Die Rabatte für die Modelle werden dann wohl wegfallen und das wird genau die Leute treffen, wo sonst schon finanziell belaset sind.
    Doch Herr Berset das ist sehr sozial.
  • Wolkensprung 19.08.2020 14:19
    Highlight Highlight Der Vorschlag ist IMHO zumindest prüfenswert.
    Das Gesundheitswesen ist ein Anbietermarkt, die Nachfrager haben (fast) keinen Einfluss. Es gibt genug Beispiele von unnötigen Behandlungen, ineffizienten (Un)Zuständigkeiten und natürlich auch von Patient/innen, welche von Pontius zu Pilatus rennen, bis sie die ihnen genehme Diagnose erhalten.
    Und für alle Verfechter der Hausarztmodelle (bin auch einer): Es gibt schlicht nicht mehr genug Hausärzt/innen, um den ganzen Ansturm zu bewältigen, zudem sind diese zu einem grossen Teil kurz vor der Pensionierung. Da gäbe es noch einiges zu tun...
  • Nate Smith 19.08.2020 14:18
    Highlight Highlight Schade. Als Selbstzahler mit ab und zu Sportverletzungen fand ich es angenehm einen Sportarzt aufsuchen zu können und habe deshalb bewusst auf das Hausarztmodell verzichtet. Jetzt muss ich einfach erst 200 Fr. zahlen um mich direkt an einen Sportarzt überweisen zu lassen, bevor ich zu einem Sportarzt kann.
    Bezahlt habe ich bis jetzt immer alles selber.

    Überhaupt einen Hausarzt zu finden, wird nicht einfach sein.
    • Malaga 19.08.2020 15:40
      Highlight Highlight Wir sind in einem Hausarztzentrum. Oft reicht es, wenn wir anrufen, das Problem schildern und die uns eine Überweisung schicken. Oder im Zweifelsfall habe ich auch schon einfach der KK angerufen und mir grünes Licht geholt, dass ich zb. mit einem Hörsturz direkt zum HNO gehen. Ging bis jetzt immer.
  • De-Saint-Ex 19.08.2020 14:14
    Highlight Highlight Diese Entwicklung ist brand gefährlich. Damit ist schon mal nicht mehr sichergestellt, dass dem Patienten die bestmöglichste Versorgung zugute kommt. Ist das die Vorstufe zum britischen „Modell“? Versorgung nur bis zu einem gewissen Alter und nur was „überlebensnotwendig“ ist? Mit dem Resultat, dass nur noch Vermögende sich z.B. den „Luxus“ einer Hüftoperation leisten können? „Bist halt alt und brauchst entsprechend nicht mehr rumzulaufen“. Kann man so haben wollen, dann muss man dies aber auch ehrlich kommunizieren. Und all das, nur damit es nicht noch teurer wird?!
  • Fairness 19.08.2020 13:54
    Highlight Highlight Sieht so aus als müsse alles noch teurer werden. Soll mal nach Spanien schauen, was für eine Katastrophe diese Gesundheitscenters sind. Geht gar nicht!
    Berset soll zuerst mal im BAG aufräumen! Eine Einheitskasse wäre sinnvoller, Medikamentenpreise dem Ausland angleichen (6 x teurer ist zu viel), Aerzte für verpfuschte OPs Garantiearbeit (wie in allen anderen Branchen) leisten lassen, enorm viele Fehldiagnosen genauso, Arztsaläre begrenzen, Werbung und Maklergebühren der Krankenkassen und VR-Honorare etc. deckeln bzw. Maklergebühren ganz verbieten. Usw. usw.
  • Parteilos 19.08.2020 13:44
    Highlight Highlight Also für diesen Vorschlag verdien die Politiker zu viel Geld.
    Das ist altes einfach neu Verpackt.

    Die Versicherung Schluckt das meiste Geld. Eine Stattliche Soziale Versicherung und die Kostenberechnung lauft Über diese Versicherung, somit können dann Fachleute diese Rechnung absegnen und mit dem Franchisen abrechnen wie bisher. Das Land hat bessere Kontrolle von den Zahlen, Statistiken usw.

    Das wäre mein Vorschlag✌️
  • Dr no 19.08.2020 13:39
    Highlight Highlight Warum nicht die Löhne der Ärzte deckeln ? Der Wettbewerb wird durch den Vertragszwang der Krankenkassen ausgeschaltet.
  • code-e 19.08.2020 13:36
    Highlight Highlight Ich bin Typ 2 Diabetiker und habe von meiner Diabetologin Semaglutid verschrieben bekommen. Dies müsste ich eigentlich mit Metfin zusamme nehmen, nur dass mir das Semaglutide vollends reicht und ich in Kombination mit Metfin extreme Blähungen und Aufstossen bekomme. Die KK will es aber nur mit Metfin übernehmen. Ergo, ich muss Metfin beziehen, welches ich nicht vertrage und mir keinen zusätzlichen Nutzen bringt und entsorge es nachher. Wie wärs, wenn man da mal ansetzten würde Herr Berset?
    • echter Züricher 19.08.2020 14:20
      Highlight Highlight Wie wärs mit Ernährung umstellen?
    • code-e 19.08.2020 14:53
      Highlight Highlight @Karl Marx: Stell dir vor, das habe ich bereits getan und 50 Kilo an Gewicht verloren und jetzt kümmere dich bitte wieder um deine eigene Angelegenheiten
    • genauleser 19.08.2020 15:02
      Highlight Highlight Das gehört auch zum Kapitel "differenzierte Prüfung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit".
      Allerdings frage ich mich, wie diese (eigentlich essentielle) Riesenaufgabe bewältigt werden soll.
  • Scrat 19.08.2020 13:32
    Highlight Highlight Ich war in einem HMO-Modell und bin wieder raus, weil ich generell eher schlechte Erfahrungen gemacht habe damit. Zuerst zum Hausarzt (obwohl ich wusste, dass ein Spezialist das besser beurteilen kann), dieser macht zuerst ein bisschen klassische Hausmedizin, welche nichts bringt, und überweist erst dann an den Spezialisten. Voilá: ich bekomme sowohl vom Spezialisten wie auch vom Hausarzt (für seine nutzlosen Behandlungsversuche und die Überweisungskonsultation) eine Rechnung und es wurden somit massive Mehrkosten generiert.
    • maude 19.08.2020 15:03
      Highlight Highlight Hab ich hier auch so. Ich geh nur noch zum Arzt wenn ich unter dem Lastwsgen hervorkriechen muss, alles andere ist schlicht zu teuer.
      Ich frag mich immer, woher die Menschen das Geld nehmen, die andauernd zum Arzt gehen...
    • Ezi 19.08.2020 17:49
      Highlight Highlight @maude: mach ich genau so. Erfahrungsgemäss erledigen sich die meisten Bobos und Auas von alleine, ist einfach eine Frage der Zeit. Heilung braucht Zeit, mit und ohne Medis und Physio. Wenns dann gar nicht besser wird, kann ich immer noch zum Arzt.
    • karl_e 19.08.2020 23:35
      Highlight Highlight Es stimmt, zuerst den Hausarzt konsultieren, der einen zum Spezialisten überweist, ist meist nix als ein teurer Leerlauf. Ich weiss selbst, dass ich wegen chronischer Magenschmerzen nicht zum HNO gehe, sondern zum Gastroenterologen. Dessen Behandlungsmethoden sind nicht so angenehm, dass man das aus Jux und Dollerei macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hangover 19.08.2020 13:28
    Highlight Highlight Die Bundesratsalphöhis haben den Satz bei Amtseinführung brav und fleissig auswendig gelernt; und davon rücken sie ganz bestimmt nicht ab:

    "Die Pharmaindustrie ist schon so am darben, so lasst sie weiter an den Bundesgeldtöpfen laben!"






  • mrmikech 19.08.2020 13:27
    Highlight Highlight Paralelimport für Medikamente erlauben, damit wir nicht mehr die höchste Medikamentpreise der welt haben.
    • Kolo 19.08.2020 15:31
      Highlight Highlight Haben wir nicht. Schau mal nach Amerika. Du wirst staunen. Und ich rede hier nicht von Aspirin und ein wenig Antibiotika. Sondern das richtig teuere Zeug...
  • rburri38 19.08.2020 13:27
    Highlight Highlight Bitte auch den Selbstbehalt abschaffen. Gemäss neueren Studien kann man viel Geld sparen, wenn jeder eben eher früh als spät zum Arzt geht, auch wenn es sich dann oft nur um eine Bagatelle handelt. Das hilft, um z.B. Krebs früh zu erkennen und dadurch kann man Millionen sparen. Gerade Krebstherapien können heute in die Millionen gehen. Und evtl rettet man so am ende auch noch Leben.
  • Gubbe 19.08.2020 13:26
    Highlight Highlight Ich habe schon lange dieses Hausarztmodell. Mit diesem spare ich laut meiner Versicherung Visana, jeden Monat 100 Franken. Wenn dieses Modell alle haben, wird die Versicherung diese 100 Franken sicher nicht mehr gewähren. Also wird die Versicherung teurer - für mich! Das bedeutet, die Versicherung verdient mehr, der Hausarzt verdient mehr und die Spezialisten werden mehr verdienen, weil der Hausarzt die Patienten eher weitervermitteln wird. Frage: Wo wird den was eingespart? Genau, der Patient bezahlt. Super Lösung Herr BR Berset!
  • MasterPain 19.08.2020 13:25
    Highlight Highlight Na toll, also wenn ich weiss, dass ich in ein Schlaflabor oder einem Hautarzt muss, muss ich erst zum Hausarzt, der mich dann ans Schlaflabor/den Hautarzt überweist. Ich habe also einen unnötigen, zusätzlichen Schritt... und wie genau hilft das nun «sparen»?
    • batschki 20.08.2020 05:48
      Highlight Highlight Woher wissen Sie, dass Sie in ein Schlaflabor (oder zum Hautarzt) MÜSSEN? das sind doch eher luxuriöse Beschäftigungen, welche selten NOTwendig sind (und deshalb einer sauberen Indikationsstellung bedürfen).
      Der Vorschlag von silent revolution ist gut. Passt aber offensichtlich gewissen Abklärungskonsumenten nicht.
    • Gubbe 20.08.2020 09:02
      Highlight Highlight batschki
      Ironie und Sarkasmus, sind nicht jedem dein Ding.
  • mrgoku 19.08.2020 13:24
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Mira Bond 19.08.2020 13:22
    Highlight Highlight Das Hausarztmodell hilft eindeutig, die Gesundheitskosten zu senken; ich will nicht wisse, wieviele Personen gleich zum teuren Spezialist rennen. Funktioniert übrigens auch bei chronisch kranken Personen bestens.
    • landre 19.08.2020 14:22
      Highlight Highlight @Mira

      Nicht nur Du und ich sind aus vielzähligen Gründen BefürworterInnen des Hausarztmodells. Und mit dem heutigen Entscheid des BR wird dieses Modell (das bezüglich Überkosten aber eher nur eine kleinere Baustelle im Gesundheitssystem ist) sicherlich gefördert.

      ...Bzw, weil der Bundesrat mit diesem Modell herumdökterlt, wird Deiner Meinung nach das Problem "zu hohe und steigende Gesundheitskosten" irgendwie auch nur ansatzweise gelöst?
    • Nate Smith 19.08.2020 14:22
      Highlight Highlight Als ich das das letzte mal was hatte wurde ich vom Hausarzt direkt an zwei Spezialisten überwiesen. Ausser dass ich noch 200 Fr für den Hausarztbesucht bezahlen musste, hat sich nichts geändert.

      Aber wahrscheinlich hilft es bei Leuten die wegen jedem Wehwehchen hingehen schon... Keine Ahnung...
    • Malaga 19.08.2020 15:43
      Highlight Highlight Es hilft auch bei Menschen die Ärzthopping betreiben, es dann bei keinem Arzt eine genaue Krankengeschichte gibt und jeder Arzt dann wieder die gleichen Untersuchungen und Labortests veranlasst.
  • Ruffano 19.08.2020 13:13
    Highlight Highlight Dann müssen aber auch die Prämien angepasst werden. Wie es jetzt schon ist wenn man das Hausarztmodell wählt. Im übrigen gibt es im Moment andere Zahlen die man besser anschauen sollte...
  • Kant 19.08.2020 13:11
    Highlight Highlight Ein weiteres Problem ist Intransparenz bei den Rechnungen und Offerten. Die verstehen nur spezialisierte Fachleute.
  • Satanite 19.08.2020 13:08
    Highlight Highlight Ich bin selber im Hausarztmodell halbprivat versichert und warte jedes mal, wenn ich zum Arzt gehe eine gute Stunde bis ich dran komme.... Wenn jetzt alle zuerst zum Hausarzt müssen wird sich die Wartezeit stark verlängern, da auch je länger je weniger Hausärzte ausgebildet werden.
  • benn 19.08.2020 13:07
    Highlight Highlight Was für eine augenwischerei, keine selbstverantwortung, keine beschneidung der abzocker ärzte und pharma. Stattdessen die lüge mit 3% der prämie, mit der prämie zahlen wir nicht mal die hälfte der kosten der rest wird über die steuern, also auch wieder uns finanziert. Mit 80mrd gesundheitskosten sind mehr als genug im topf stoppt endlich die selbstbedienung und die selbstverantwortungslosigkeit von patienten!
  • Eron Thiersen 19.08.2020 13:05
    Highlight Highlight Dann müssen alle obligatorischen Kassen zuerst unter einem Dach zusammengefasst werden und nur Private Zusatzversicherungen dürfen durch Gesellschaft verkauft werden, ohne die Querfinanzierung der obligatorischen Kassen. Hr. Berset, das ist Sozialismus. Senken Sie zuerst die Kosten in den Kassen und nicht die Wahlfreiheit der Klienten. Diese Kostenexpolosion ist eine direkte Folge der Zuwanderung und einem Fehlverhalten des Systems durch Unwissen, fehlender Migrations- und Integrationsmassnahmen. Ohne diese PFZ wäre das System nie so teuer geworden, das von uns finanziert wird.
  • Itallion 19.08.2020 13:05
    Highlight Highlight Der mit der Kostensenkung...möchte gerade Lachen....
  • De-Saint-Ex 19.08.2020 13:04
    Highlight Highlight Nachdem so ziemlich alles dafür getan wurde, dass es bei weitem nicht mehr genügend Hausärzte mehr gibt?
    Hupet‘s?
    • Garp 19.08.2020 13:28
      Highlight Highlight Telemedizin heisst das neue Schlagwort. ;-)
    • De-Saint-Ex 19.08.2020 14:55
      Highlight Highlight 👍 was vereinzelte KK‘s eigentlich gar nicht mehr anbieten wollten... weil‘s nix gebracht hat 😂
    • Garp 19.08.2020 15:07
      Highlight Highlight Vielleicht war es für die Kasse auch zu teuer? Telemedizin und dann schicken die Dich doch zum Hausart oder Spezialisten.
  • Tomara 19.08.2020 12:59
    Highlight Highlight Wieder mal was vom Super-Alain. Und wer leitet diese Erstberatungsstelle? Muss dieses Amt neu erschaffen werden? Aus welchen berufen werden Angestellte rekrutiert? Werden es wie beim BAG vorwiegend Juristen sein, anstatt geschultes Personal aus medizinischen Berufen? Fragen über Fragen! - Dann noch eine letzte: wann reicht der Super-Alain seinen Rücktritt ein??
  • Antichrist 19.08.2020 12:58
    Highlight Highlight Warum macht man die Ärzte nicht alle zu Staatsbeamten und deckelt deren Löhne?
  • Eyla 19.08.2020 12:56
    Highlight Highlight Wir haben 2 Probleme in unserem System.

    1) die Abrechnungen erfolgen infolge Leistung heisst, jede Klinik/Arzt versucht aus jedem Fall das max. zu Erwirtschaften.

    2) durch die zunehmende Privatisierung ist eine gewinnstrebende Medizin entstanden. Aktionäre (wie zb bei der Gruppe Hirslanden) scheren sich nicht um die Gesundheitskosten, sie wollen fette Dividenden (wie alle Aktionäre) was wiederum ein weitere Faktor ist um möglichst hohe Fallkosten zu erzeugen.

    Einzige Lösung ist die Verstaatlichung mit pauschalisierter Kostenabrechnung.
    • Toni.Stark 19.08.2020 13:17
      Highlight Highlight Warum hier der Kapitalismus hinhalten muss verstehe ich nicht. Es besteht eben kein freier Markt, darum steigen die Kosten. Die völlige Liberalisierung wäre das Beste!
    • landre 19.08.2020 13:17
      Highlight Highlight Es würde wahrscheinlich genügen mehr und/ oder effizientere Kontrollmechanismen und -Funktionen ins Gesundheitssystem einzugliedern um so Missbräuche und andere destruktive Faktoren aufzudecken und/ oder zu verhindern.

      Aber dafür scheinen die beauftragten PolitikerInnen entweder zuwenig Gerechtigkeitssinn und haltbare Ethik zu besitzen oder dann eben sind diese sogar verfangen bis vielleicht sogar willkürlich verknüpft mit Entitäten mit denen sie es nicht sollten oder sogar nicht dürften.
    • Garp 19.08.2020 13:47
      Highlight Highlight Pauschalisierte Kostenabrechnung find ich nicht gut, den Nachteil haben dabei vor allem chronisch Kranke oder kompliziertere Fälle, wo die Diagnose nicht klar ist.
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  • Frausowieso 19.08.2020 12:53
    Highlight Highlight Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, dass Krankenkassen nicht mehr Unmengen in Werbung, Provisionen, Management etc investieren würden. Würde man eine Einheitskasse einführen, würden die Kosten für den Wettbewerb wegfallen. Alle hätten die gleiche Leistung und würden gleich viel dafür bezahlen (auch gleicher Selbstbehaltsstufe). Aber nein..... ein flächendeckendes HMO, welches ignoriert, dass wir zu wenige Hausärzte haben und die Kosten bei chronisch Kranken massiv steigen werden.
  • du_bist_du 19.08.2020 12:53
    Highlight Highlight Habe ich das richtig verstanden. Der Bund zwingt mich zu einer Erstberatungsstelle und ich bekomme weniger Rabatt als jetzt mit meinem Hausarztmodell. Also sieht die Kostenersparnis so aus, dass ich mehr bezahle??? Öhhh ok...
    • Mäni99 19.08.2020 13:09
      Highlight Highlight Ich befürchte schon: immer wenn der Bund was rumwurstelt wird es für Durchschnitts – Bürger teurer.
    • Pesche Buri 19.08.2020 13:29
      Highlight Highlight Hausarztmodell = Hausarzt als Erstberatungsstelle
    • Toni.Stark 19.08.2020 13:30
      Highlight Highlight Das ist noch offen.
  • Kanuli 19.08.2020 12:50
    Highlight Highlight Finde es schon seit jeher erstaunlich, wie gradlinig die Kosten steigen. Man würde annehmen in einem Jahr hat es mal mehr oder weniger Krebskranke, oder Geburtsfehler, oder andere Notfälle. Seltsam ist auch wie gradlinig auch die Gewinne der grossen Pharmafirmen steigen. Ich würde mal den Aktionären und Lobbyisten erklären, dass ewiges Wachstum nicht möglich ist. Ärzte und Pharma besser kontrollieren, dann würden faire Preise angeboten, und Ärzte verkommen nicht zu bezahlten Händlern der Pharmaindustrie. Notfälle würde ich den Selbstbehalt hochschrauben, vor allem wenn kein echter Notfall.
  • landre 19.08.2020 12:49
    Highlight Highlight Ich verstehe es nicht und kann es nicht nachvollziehen.
    (So wie in der Finanzwirtschaft, im Baugewerbe und unzählig vielen anderen Branchen...)

    Anstatt die Missbräuche, Dekadenzen und Abscheulichkeiten die im Gesundheitssystem exorbitante Summen abknüpfen/ rauben anzugehen, wird einfach pauschalisierend Sippenhaftung auf dem Buckel der anständigen PrämienbeiträgerInnen und Patientinnen und Patienten umgesetzt.

    Und so meint der Bund Probleme im Gesundheitssystem nachhaltig zu lösen?
    • Mäni99 19.08.2020 13:10
      Highlight Highlight Will er doch gar nicht
    • invisible 19.08.2020 13:15
      Highlight Highlight Kosten senken, nicht Probleme lösen... 😉
  • Bär51 19.08.2020 12:49
    Highlight Highlight Zielvorgabe? Nein danke! Und im November hat der Arzt sein Kostendach erreicht und kann bis Ende Jahr keine Patienten mehr behandeln... Eine starke Qualitätsverschlechterung der medizinischen Versorgung. Nein zur versteckten Zweiklassenmedizin!
    In anderen Ländern hat sich dieser Schritt gar nicht bewährt. Billiger wurde es sort auch nicht, aber die Patientenzufriedenheit nahm stark ab.
  • CalibriLight 19.08.2020 12:49
    Highlight Highlight Man könnte in den Spitälern eine Arztpraxis als "Permanance" einrichten, die zur Untermiete ist. Da kommen alle hin, die wegen allem sofort ins Spital zur Notaufnahme rennen. Und man bezahlt da sofort und kann nachher mit der Kasse abrechnen.
    Das würde schon einiges bringen.

    HMO könnte teurer als das jetzige System werden, weil man ja je nachdem sehr schnell zum Spezialisten geschickt wird.
  • Rookie 19.08.2020 12:48
    Highlight Highlight Lieber Herr BR Bersst! Sie wollen uns dem Diktat der Pharmaindustrie vollständig unterwerfen. Ohne Kontrollmöglichkeit! Sozialismus pur! Sie können abtreten!!!
  • Ass 19.08.2020 12:48
    Highlight Highlight Mit einer zusätzlichen Kostenstelle Geldsparen?!?!?! Ausser natürlich diese Stelle erklärt Kranke als gesund und dadurch müssen die Kranken dann alles selber zahlen. Dieser Fuchs 🦊
  • Meine_Meinung 19.08.2020 12:47
    Highlight Highlight Sieht man doch schon in Deutschland wie gut das Hausarzt-Modell lief: es wurde wieder abgeschafft! 😅
    Was soll der Blödsinn, zuerst zum Hausarzt zu müssen, wenn ich zur Leberfleckkontrolle eh zum Hautarzt muss... zahl ich dann sinnlos den Hausarzt mit?!
    Sinnvoll ist es schon, wenn die Daten der Untersuchungen auch der Hausarzt bekommt, aber net das ich doppelt zahl!
  • Starforrze 19.08.2020 12:43
    Highlight Highlight Schön. Eine Milliarde eingespart. Und dann geben wir Milliarden für Kampfjets aus... Ich glaube, hier liegen gewisse Prioritäten falsch. Gesundheitsversorgung und Bildung gehen schlicht und einfach vor.
    • crocoo 19.08.2020 13:13
      Highlight Highlight Man kann auch einfach 11 Milliarden ins Ausland verschenken. Machts auch nicht besser.
    • Toni.Stark 19.08.2020 13:31
      Highlight Highlight Echt jetzt? Das sind zwei völlig fremde Gebiete. Wenn jetzt alles gemischt wird, kommen wir nirgends hin!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.08.2020 12:41
    Highlight Highlight Das klingt erst mal sinnvoll, insbesonders die zwingende Erstberatung.
    Unten eine Folien aus den Hausärzte(Propaganda)-Vorlesungen. Nur eine Minderheit der Patienten muss zum Spezialisten oder in den Notfall, deshalb ist es auch sinnvoll, dass man die Hausärztinnen fördert.
    Mal schauen, was es davon durchs Parlament schafft.
    Benutzer Bild
  • Phö 19.08.2020 12:41
    Highlight Highlight Sprich einfach Zwangs HMO für alle. Komisch ist das ich von meiner Kasse fast 20% Rabatt bekommen würde mit HMO und der Bund spricht von 3%. Für 3% geringere Prämien bin ich nicht bereit dies auf mich zu nehmen.
    • ARoq 19.08.2020 12:50
      Highlight Highlight Das liegt daran, dass heute fast nur Leute das HMO-Modell wählen, die selten zum Arzt gehen.

      Mit hohen Rabatten können damit Krankenkassen mehrheitlich gesunde Versicherte anlocken.
  • Mogli boo 19.08.2020 12:40
    Highlight Highlight Und wo sind die Massnahmen der Krankenkasse ? Wo können die noch Geld sparen, Monsieur in den Fängen der Santésuisse Lobbyisten...
    Sparen müssen wieder die Patienten, die Ärzte und die Pharmafirmen. Die Krankenkassen wüten weiter, sanieren weiter Ihre Gebäude, schenken den Mitarbeiter Prämien, organisieren Werbeanlässe, spannen grosse Banner an Events, setzen Werbung in der TV Primetime und und und...
    Monsieur Berset le Conseille Federale, ich hoffe sie können sich mal aus diesen Fängen befreiein, und schauen auch mal auf dessen Hände. Denn die sind schmutzig.
  • Brägen 19.08.2020 12:39
    Highlight Highlight Mit der telefonischen Erstberatung habe ich gute Erfahrungen gemacht. So wurde ich direkt an den Spezialisten überwiesen und konnte mir so den in diesen Fällen unnötigen Gang zum Hausarzt und damit die Kosten für den Termin sparen. Meiner Meinung nach ein sinnvolles Instrument um Kosten zu sparen.
    Allerdings muss das so nicht für jeden passen, insbesondere für Personen, die den persönlichen Kontakt mit ihrem bekannten Hausarzt schätzen bzw. brauchen.
  • pop_eye 19.08.2020 12:38
    Highlight Highlight Eigentlich typisch für unsere Regierungsvertreter! Das Rad muss neu erfunden werden, aber rund bleibt es trotzdem.
  • Marco Rohr 19.08.2020 12:32
    Highlight Highlight Das Konzept mit den Erstberatungsstellen ist gut und überfällig. Entscheidend dabei ist, dass immer zuerst angerufen und tel. beraten wird, bevor die Patienten in die Kliniken oder Spitäler strömen. Notfälle natürlich ausgenommen. Damit lassen sich schon mal die ganzen 'Mir tut da etwas ein bisschen weh'-Fälle aussortieren. Ich bin überzeugt, dass sich damit sehr viel Geld einsparen lässt. Zudem können durch ein koordiniertes Vorgehen die Kapazitäten intelligenter genutzt werden.
  • Bukepasul 19.08.2020 12:30
    Highlight Highlight Wie wäre es wenn man endlich die Europäische Zulassung für Medikamente auch in der CH akzeptiert! Die zusätzliche Schweizer Zertifizierung ist der Grund für teure Medikamente.
  • Butschina 19.08.2020 12:28
    Highlight Highlight Der Vorschlag der Erstberatungsstelle wird zumindest bei chronisch Erkrankten zu Mehrkosten führen. Ich bin nicht sicher ob das in der heutigen Situation noch Sinn macht. Für sehr viele Probleme wird man vom Hausarzt zum Spezialisten geschickt. Früher hatten Hausärzte noch eher eine breitere Fachrichtung als heute. Ich habe das bei mir schon oft erlebt. Da ich etliche Baustellen habe schickt mich mein Hausarzt praktisch immer auf den Notfall oder zum Spezialisten. Würde ich zum Beispiel bei jedem neuen Dekubitus oder Abszess erst zum Hausarzt gehen, wären die Kosten deutlich höher.
    • Mr. Hoffmann 19.08.2020 12:42
      Highlight Highlight Auch mit Hausarzt oder Telemedizinmodell kannst du bei einer chronischen Erkrankung bereits heute direkt zu deinem Spezialisten. Wird zumindest von der Swica so gehandhabt. Ich gehe nicht davon aus, dass sich das ändert.
    • SeboZh 19.08.2020 12:46
      Highlight Highlight Ich denke nicht dass dies für chronisch kranke gilt. Was soll es denn bringen wenn man schon eine Spezialisten hat, jedesmal zum hausarzt zu rennen? Jedoch sehe ich potential, dass leute nicht von sich aus selber die notaufnahme stürmen wegen bisschen fieber
    • Amboss 19.08.2020 12:46
      Highlight Highlight Aber bei deiner Krankheitsgeschichte wäre das ja keine "Erstberatung", sondern ein bekanntes Leiden. Und somit müsstest du ja auch nicht jedes Mal zum Hausarzt
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  • Matti_St 19.08.2020 12:28
    Highlight Highlight Für mich tönt das nach altem Wein in neuen Schläuchen, soweit es den Patienten betrifft. Schon heute geht man in der Regel zum Hausarzt, bevor man den Spezialisten über den Hausarzt kontaktiert.
    • _andreas 19.08.2020 12:55
      Highlight Highlight Das ist so. Meine Krankenkasse(CSS) bezahlt nicht wenn ich vorher nicht zu meinem Hausarzt gehe. Es sei denn, es ist ein Notfall.
    • passiver Überströmer 19.08.2020 12:56
      Highlight Highlight Das mag bei Dir der Fall sein, bei mir auch. Kürzlich war aber jemand bei uns im Notfall im Spital wegen eines Zeckenbisses. Die kann man selber ziehen und die Bissstelle danach regelmässig kontrollieren. Häufig handelt es sich um Menschen aus dem Ausland, welche unser Hausarztmodell nicht kennen und wegen jedem Bobo ins Spital rennen.
    • Alnothur 19.08.2020 12:57
      Highlight Highlight Ein Blick in eine Notfallaufnahme genügt, um das zu widerlegen.
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  • aye 19.08.2020 12:28
    Highlight Highlight "weitere Massnahmen: die differenzierte Prüfung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Arzneimitteln"
    Also nehmen wir Homöopathie & Co. wieder aus dem Katalog der Grundversicherung heraus? 🤔
    • deepmind96 19.08.2020 12:40
      Highlight Highlight Hoffentlich, wir schmeissen X Millionen für diese möchtegern Medizin aus dem Fenster
    • Mogli boo 19.08.2020 12:43
      Highlight Highlight Nö sicher nöd! Das ist ja günstig für die Krankenkassen! Lasst das Zeugs drin, auch wenns nicht wirkt!
      "Ironie Ende."
    • Abraham Colombo 19.08.2020 12:51
      Highlight Highlight Ich würde sagen das ist eine gute Idee alle Medikamente aus dem Katalog die nicht Evidenzbasiert sind.
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  • Pollo Loco 19.08.2020 12:28
    Highlight Highlight Bin kein Fan vom Hausarztmodell, zahle jetzt ja auch mehr Prämie, dass ich sofort zu einen Spezialisten kann. Ich würde eher mal den administrativen Aufwand im Spital analysieren, welches teils unnötige Kosten verursacht. Zudem sollte man ja nicht wegen jedem bisschen in die Notaufnahme rennen, vielleicht auch hier mal ansetzen und die Leute selber zahlen lassen.
    • Bee89 19.08.2020 12:40
      Highlight Highlight Deinen letzten Punkt finde ich gut. Die Mutter meiner Schwägerin arbeitet auf dem Notfall, bei der Hitzewelle kam einer rein und meinte er hätte sehr hohes Fieber... temperatur war 36.8, er hatte einfach nur heiss 🙄 solche Leute treiben u.a auch die Kosten hoch
    • Amboss 19.08.2020 12:53
      Highlight Highlight @Pollo: Sorry, dein Vorschlag mit Notfall selbst Zahlen ist Unsinn. medizinische Hilfe muss man dann holen, wenn es nötig ist. Wenn man zuwartet führt das dazu, dass die Krankheit schlimmer wird und die Heilung letztlich teurer.
    • Roger Zürcher 19.08.2020 12:55
      Highlight Highlight @bee89
      Falsche Betrachtungsweise.
      Die Frage ist doch warum ein Patient, der nichts hat, so viel kostet.
      Die Krankenschwester untersucht den Patienten mit dem Fieberthermometer, sieht das er nichts hat, gibt ihm Traubenzucker und tschüss.
      Effektive Kosten = 20.00 CHF
      Krankenhausrechnung = 100.00 CHF
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  • Tschowanni 19.08.2020 12:23
    Highlight Highlight Wer denkt man kann mit verkomplizieren und Mevraufwand sparen, hat schon verloren
  • chrissy_dieb 19.08.2020 12:22
    Highlight Highlight Super - endlich wird etwas unternommen gegen die steigenden Kosten (und Ausgaben - es geht nicht nur ums mehr einsammeln).
    Weiter so. Eine Neujustierung tut auch andernorts Not.
  • Tschowanni 19.08.2020 12:20
    Highlight Highlight Und weiterhin wird mit solchen Ideen Pglästerl7politik betrieben. Unser BR hat 3infach nicht die Eier nur schon bei denn Preisen für Medikamente anzusetzen, damit diese 3ndl7ch denselben Einkaufspreis aufweisen wie in der EU. Eine Erstberatungss53lle mag vielleicht einige Arztbesuche verhindern, bei denen die danach doch zum Arzt müssen wird es teurer. Auch diese zusätzliche Stelle arbeitet nicht umsonst
  • rundumeli 19.08.2020 12:17
    Highlight Highlight eine zusätzlicher stellen-apparat spart mittelfristig selten was ... neigen diese vehikel zur aufblähung

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