Schweiz
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Ärztinnen dürfen ab nächstem Jahr nur noch Geschenke im Wert von 300 Franken annehmen – und nur dann, wenn sie ihrem Beruf direkt zugutekommen. bild: shutterstock

Mittagessen ja, aber keine Gipfeli: Diese Geschenke dürfen Ärzte in Zukunft noch annehmen

Die Pharmabranche verteilt jedes Jahr Gelder in Millionenhöhe an Schweizer Ärzte. Neue Vorschriften sollen ab nächstem Jahr mehr Transparenz schaffen – und der Ärzteschaft im Umgang mit Geschenken und Einladungen helfen. Diese gehen ganz schön ins Detail.



2018 zahlten Pharmafirmen rund 181,4 Millionen Schweizer Franken an Spitäler, Mediziner und weitere Organisationen in der Gesundheitsbranche. Rund sieben Prozent bzw. 12,4 Millionen davon flossen an Ärzte und Apothekerinnen. Die Pharmafirmen buhlen um deren Gunst – mit Einladungen zu Kongressen, bezahlten Hotelaufenthalten und Geschenken. Die Beträge steigen von Jahr zu Jahr. In den letzten vier Jahren haben die Pharmafirmen rund 639 Millionen Franken an Akteure in der Schweizer Gesundheitsbranche gezahlt, das zeigt eine Recherche des Axel Springer Research Network.

Neue Vorschriften im Heilmittelgesetz sollen nun mehr Transparenz schaffen. Ab dem 1. Januar 2020 wird den Ärzten genauer auf die Finger geschaut. So dürfen sie sich beispielsweise nur noch von einer Pharmafirma zum Mittagessen einladen lassen, wenn es sich eindeutig um ein Fachgespräch handelt und die Mahlzeit inklusive Getränke den Betrag von 100 Franken nicht übersteigt.

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Nur maximal 100 Franken darf das Mittagessen kosten: Ab Januar 2020 müssen sich Ärztinnen an neue Transparenzvorschriften halten. bild:shutterstock

Auch bei der Annahme von Geschenken gibt es neu klare Vorschriften: Geschenke dürfen nicht teurer als 300 Franken sein und müssen der Berufsausübung oder der Patientenschaft direkt zugutekommen. Die Schweizerische Ärztezeitung hat einige Beispiele dazu aufgezählt:

Nicht nur bei den Geschenken spricht die neue Verordnung penibel genaue Anweisungen aus, auch bei Einladungen zu Fort- und Weiterbildungskursen müssen Mediziner in Zukunft selbst einen Teil der Kosten übernehmen.

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Schaukelpferde fürs Wartezimmer sind zulässig. Gipfeli nicht – ausser sie werden von den Patienten anstatt den Ärztinnen gegessen. bild: shutterstock

Gemäss der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) werden die neuen Vorschriften allen voran für mehr Transparenz sorgen. Sie sollen vermeiden, dass die Verschreibung, Abgabe, Anwendung oder der Einkauf von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln durch Zuwendungen jedweder Art beeinflusst wird. «Dies ist im Interesse der Patientensicherheit», sagt die FMH.

Auch beim Schweizer Konsumentenschutz begrüsst man die schärferen Regeln: «Sie sind sicher ein Schritt in die richtige Richtung», sagt Ivo Meli, Leiter Gesundheit. In Melis Augen wird aber vor allem die Kontrolle zum Knackpunkt werden. «Das zu überprüfen wird schwierig und aufwendig werden» Zudem müsse unzulässiges Verhalten auch richtig sanktioniert werden, sagt Meli. «Sonst haben die neuen Regeln nur eine begrenzte Wirkung.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Follower 06.12.2019 13:53
    Highlight Highlight Vor 20 Jahren zahlte eine Medikamentenfirma einen Ausflug mit einem Praxisteam von ca. 10 - 12 Personen (Kartbahn für alle und anschliessend Essen in gehobenem Restaurant). Das ist aber schon länger vorbei und das ist auch gut so! Heute tendiert man dazu, emotionale Wärme durch Professionalität zu ersetzen und dabei bleibt wirklich alles auf der Strecke. Gipfeli bringen als Bestechung? Grosses Kopfschütteln! Wer glaubt den so etwas bescheuertes?
  • Macrönli 06.12.2019 13:37
    Highlight Highlight #käluscht äääh #kägipfeli
  • miggtre 06.12.2019 12:11
    Highlight Highlight Und wenn er Weggli mitbringt?
  • Läggerli 06.12.2019 11:40
    Highlight Highlight Wie ist es, wenn der Pharmavertreter ein dutzend Weggli mitbringt und der Arzt eines jemandem im Wartezimmer abgibt? Darf er dann die restlichen elf behalten? Ist es dann auch erlaubt zum Beispiel eine Tausendernote in eines der restlichen Weggli zu stecken? So viele Details...
  • achsoooooo 06.12.2019 11:39
    Highlight Highlight Die Idee finde ich als Medizinstudentin grundsätzlich gut.
    Ausser das mit den Gipfeli!
  • El Vals del Obrero 06.12.2019 11:27
    Highlight Highlight Und was ist, wenn man die Gewohnheit hat als Mittagsessen Gipfeli zu essen?
    • Randy Orton 06.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Dann ist es nur okay, wenn das Gipfeli mehr als 100.- kostet. Doppelte Negativierung und so.
  • Randy Orton 06.12.2019 11:18
    Highlight Highlight Radikal umgesetzt würde man Forschung und Privatwirtschaft trennen und die gesamte Forschung und Entwicklung verstaatlichen. Das Problem liegt in unserem Wirtschaftssystem zugrunde und ist in jedem Sektor der Privatwirtschaft vorhanden. Ob die Allgemeinheit diese Kosten tragen will um ein unabhängiges System zu schaffen ist fraglich.
    • 3klang 06.12.2019 14:00
      Highlight Highlight Ah ja und die Person, welche bestimmt woran geforscht und was entwickelt wird, kriegt dann bestimmt auch keine Gipfeli...

      Das ist Planwirtschaft par excellence, das hat in der DDR auch schon nicht funktioniert.
  • Mutbürgerin 06.12.2019 11:17
    Highlight Highlight Skandal, wie soll man mit 100CHF pro Mahlzeit auskommen.
    • Ass 06.12.2019 12:38
      Highlight Highlight Deshalb erhalten die Nationalräte auch 200.- CHF
  • Medizinerli 06.12.2019 10:01
    Highlight Highlight Was mich noch interessiert: Aber Patienten dürfen den Angestellten noch Schoggi bringen oder gilt das auch schon als Bestechung?
    • Mogli boo 06.12.2019 11:02
      Highlight Highlight Gilt als Bestechung. Dar rein theoretisch nicht angenommen werden...
    • Medizinerli 06.12.2019 14:52
      Highlight Highlight @caere77 Auch beim Schreiner, Metzger oder Anwalt? Ist Trinkgeld beim Garagist auch Bestechung?
  • Medizinerli 06.12.2019 09:57
    Highlight Highlight Ein Mittagessen bis 100.- ist in Ordnung aber ein Gipfeli für die Angestellten und den Arzt/die Ärzte nicht? Finde die Logik. Dann lieber das Mittagessen streichen.
    • Finöggeli 06.12.2019 11:18
      Highlight Highlight Ein Mittagessen im Rahmen eines einen Fachgesprächs. Das ist der springende Punkt
    • Medizinerli 06.12.2019 14:51
      Highlight Highlight @Finöggeli

      Ja genau, "Fachgespräch" ;)
  • Bin nur wegen der Kommentare hier 06.12.2019 09:28
    Highlight Highlight #GipfeliGate 😱
  • Rumpelstilzchen 06.12.2019 09:25
    Highlight Highlight Habe ich das richtig verstanden, dass es sich um eine Weisung der FMH (kodex) handelt und nicht um ein eigentliches Gesetz mit juristischen Konsequenzen?
    • Rumpelstilzchen 06.12.2019 09:49
      Highlight Highlight Ah doch... Jetzt hab ichs gesehen... Aus dem Heilmittel Gesetz
  • Markus B 06.12.2019 09:08
    Highlight Highlight Ärzte sollen zukünftig keine Geschenke mehr annehmen dürfen, die der Allgemeinheit keinen Nutzen erbringen. So der Artikel von Helene Obrist.
    Ich denke dieses neue Gesetzt ist hilfreich, damit die Transparenz der Ärzte gewährleistet wird. Jedoch ist es, wie im Artikel erwähnt «Schwierig und aufwendig dies zu überprüfen und unzulässiges Verhalten entsprechend zu sanktionieren». Des weiteren denke ich, dass es ein bisschen übertrieben ist, dass die Ärzte keine Gipfeli mehr annehmen dürfen, denn es ist ja oftmals nur eine nett gemeinte Geste.
  • ingmarbergman 06.12.2019 08:51
    Highlight Highlight Wer über den Tarmed abrechnet (also unsere Krankenkassenprämien mitverantwortet), der sollte überhaupt keine Geschenke annehmen sollen.
  • papaya 06.12.2019 08:30
    Highlight Highlight Dann finde ich dass die Politiker ab sofort vor den Wahlen auch keine Gipfeli mehr verteilen dürften!
  • Usagi 06.12.2019 08:23
    Highlight Highlight Das gibts in der Medtech schon lange und wird auch regelmässig verschärft. Überrascht mich, dass hier innerhalb der Medizinbranche so grosse Unterschiede bestehen.
    • LucyT 06.12.2019 09:30
      Highlight Highlight Ich arbeite für einen Pharma- und Chemiehersteller und zumindest in anderen Ländern gibt es diese Regeln schon lange, die Schweiz ist hier mal wieder ein Nachzügler.
  • DerMedicus 06.12.2019 08:19
    Highlight Highlight ...de Bruefsstand isch ja nöd scho gnueg reguliert, ezz dörfmer nömal Gipfeli esse 🙄
    • ingmarbergman 06.12.2019 09:16
      Highlight Highlight Du meinst zu wenig reguliert.

      Das mit den Gipfeli ist tatsächlich ein Witz, aber wahrscheinlich genau die Strategie. Etwas so lächerliches wie Gipfeli regulieren, dafür ungestraft weiterhin die hohle Hand bei der Pharma machen.
  • Walter Sahli 06.12.2019 08:10
    Highlight Highlight Und was werden die Firmen den Ärzten an ihren Ausstellungsständen an den Kongressen abgeben dürfen? Und sind tatsächlich nur die Pharmafirmen von den neuen Regeln betroffen oder gelten die auch für die MedTech-Firmen (Implantat- und Gerätehersteller?)
  • Oigen 06.12.2019 07:52
    Highlight Highlight Liebe Politiker.

    Gilt dieses Gesetz auch für euch?

    Oder seid ihr wiedermal was besseres?
    • Hans Jürg 06.12.2019 10:30
      Highlight Highlight Die Politiker bekommen in der Regel keine Geschenke. Dafür aber Mandate, die gut bezahlt sind, und nicht viel Arbeit verursachen. ;-)
  • NurEineMeinung 06.12.2019 07:48
    Highlight Highlight Gipfeli nein? Das geht doch zu weit! Da geht es mehr um eine Geste als um Geld und oder Transparenz. Ich (nicht von der Branche) bringe persönlich immer Gipfeli mit, wenn ich irgendwo ein Treffen oder eine Sitzung um die „Znünizeit“ rum habe.Man kann die Bürokratie auch übertreiben!
  • WID 06.12.2019 07:43
    Highlight Highlight Höchste Zeit! Warum nur für Ärzte? Das sollte auch sonst im Geschäftsverkehr gelten.
  • Linus Luchs 06.12.2019 07:42
    Highlight Highlight Das nächste dringende Thema wäre dann der Einfluss der Pharma auf die Lehre und Forschung. Es wird gezielt die Studie unterstützt, die der Pharma passt, es wird ein Lehrstuhl finanziert, der im Sinne der Pharma doziert, und kürzlich wurde bekannt, dass ein Pharmaunternehmen Geld an Studierende bezahlt hat, damit es seine Produkte im Hörsaal präsentieren kann. Unsere medizinischen Fachkräfte werden schon in der Ausbildung von der Pharma auf die gewünschte Spur gesetzt, was man auch als Gehirnwäsche bezeichnen könnte.
    • LucyT 06.12.2019 09:36
      Highlight Highlight Ich finde es auch nicht gut, dass Pharmafirmen Lehrstühle finanziert und Produkte an der Uni vorstellt. Aber wieso sollten sie nicht gezielt Studien finanzieren? Pharmafirmen bezahlen zig Millionen Franken für die Zulassungsstudien ihrer Medikamente, natürlich finanzieren sie dann nicht auch noch andere Studien.
  • benn 06.12.2019 07:33
    Highlight Highlight Na wow das sind mal strenge regeln - lol! Mich würden die gelder und sonstigen goodies wie beratungsmandate, greminsitze, verbands gelder etc. interessieren die nicht offiziell kommuniziert werden, sind wohl einige mehr womit wir prämien- und steuerzahler hier die korruption finanzieren!
  • Mogli boo 06.12.2019 07:11
    Highlight Highlight wieviele Gelder werden von der Finanzbranche, Baubranche, von der Versicherungsbranche für die Gewinnung der Kunden eingesetzt?! Kundenanlässe, GolfanturniereReisen usw.da werden Gelder ausgegeben für Top Kunden, Prämien jedoch bleiben in allen Versicherungszweigen hoch!
    Wenn ich ins Joggeli gehe leuchtet das Stadion in der Farbe eines Krankenkassenanbieters! Wenn ich die Nachrichten schaue, muss ich mir die Werbung eines KK Anbieters ansehen, zur Primetime!!Das ist alles ein Witz, mit zu viel Einfluss der Versicherungslobbyisten, speziell Krankenkassen, im Bundeshaus..Bitte dort mal hinsehen
  • winglet55 06.12.2019 07:09
    Highlight Highlight Die Maus gebiert einen Elefanten, nimmt mich mal wunder wer den Gipfelipassus mit samt den Anhängen kontrollieren soll und kann.
  • Shikoba 06.12.2019 07:08
    Highlight Highlight 🤷‍♀️
  • Brobdingnagisch 06.12.2019 07:06
    Highlight Highlight Gerne dürfte man auch den Geschenken medizinischer Laboratorien an die Ärzteschaft (welche ihnen ja zu Aufträgen verhelfen) etwas nachgehen: Dom Perignon, Lachs oder gar iPhones sind dort zuweilen nur am unteren Ende des Spektrums...
    • Man-o-Man 06.12.2019 11:24
      Highlight Highlight Ist lange her, dass das solche Auswüchse hatte. Ist längst verboten, jemandem ein iPhone zu schenken. Glaub mir, ich sitze an der Quelle und hätte neulich eins gebraucht. Und (richtigerwiese) nicht bekommen.
    • Brobdingnagisch 06.12.2019 12:35
      Highlight Highlight Ich glaube Dir. Aber bin selbst Arzt und erlebe einiges mit. Auch heute noch. Gerade eben hat eine Kollegin aus einem operativen Fachgebiet ein iPhone von ihrem med. Labor geschenkt bekommen. Bei mir waren es bis anhin Lachs, Autobahnvignette, Champagner, Pralinen. Und gibt es nicht zumindest noch ein Labor, das einen Prozentsatz seines Umsatzes an die Ärzte ‚zurückerstattet‘?
      Etwas Transparenz schadet zumindest nicht auf diesem Gebiet, schliesslich müssen diese Gaben auch finanziert sein.
      Was stört die Blitzer eigentlich an meiner ursprünglichen Aussage?
  • Humbolt 06.12.2019 07:00
    Highlight Highlight Den grössten Einfluss hätte die VITH auf die Medikamentepreise, nicht das irrelevante und nicht kontrollierbare Gipfeli! Ob der Rabatt weitergegeben wurde lässt sich einfach kontrollieren. Jetzt habt ihr was gegen die Preise, berichtet auch darüber statt diesen neidschürenden Clickbait rauszuhauen.
    Hätte Einfluss weil die grossen Spitäler gesagt haben, machen wir nicht mit.
  • Pr0di 06.12.2019 06:55
    Highlight Highlight Das Gesetz mag durchaus sinnvoll sein, aber sorry, das mit den Gipfeli finde ich dann schon etwas lächerlich... Da ist man meiner Ansicht nach übers Ziel hinaus geschossen.
    • Quasi Modo 06.12.2019 07:40
      Highlight Highlight Anklagepunkt: "Er hat ein Gipfeli gegessen".
    • Normal 06.12.2019 07:48
      Highlight Highlight Es steht niergends direkt, dass Gipfeli verboten wären. Es sind allgemeine Regeln. Und Jemand hat die Gipfeli als beispiel genommen

      Man hätte höchstens ein Kleinbetrag festlegen können, wo direkte Schenkungen ok sind.

    • michiOW 06.12.2019 08:20
      Highlight Highlight Es wurden grundsätzliche Regeln beschlossen. Und da Gipfeli keine medizinische Geräte sind, müssen sie den Patienten zugute kommen oder abgelehnt werden.

      Lieber so etwas als 100 Ausnahmen, was man doch annehmen darf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 06.12.2019 06:48
    Highlight Highlight Anstelle solche Lumpenbeträge (300 Franken für Software? Von was reden wir da, Microsoft Office plus Youtube Premium?)und Gipfeli zu Regulieren, sollte man sich doch um die Transparenz bei grossen Beträgen bemühen und diese dann aber auch umsetzten, sprich nachverfolgen, überwachen und nötigenfalls sanktionieren.
  • Mr. Freeze 06.12.2019 06:14
    Highlight Highlight Bin selbst Hausarzt. Die Einladung zu Kongressen etc. gehen vor allem an wenige Spezialisten, die dann an Kongressen Vorträge halten und für neue Medikamente werben sollen. Da gibt es in den Firmen eigene Beauftragte die sich nur um diese Leute kümmern. Dies wird sich nicht ändern.Hier findet echte Manipulation statt. .... Dass man auf der anderen Seite keinen Kugelschreiber oder Postit mehr mit Medikamentenlogo annehmen darf, ist wahr finde ich aber ziemlich lachhaft. Aus meiner Sicht sollten die Medikamentenpreise gesenkt werden und die Verwendung von Generika aktiv beworben werden.
  • imposselbee 06.12.2019 06:02
    Highlight Highlight Ein krasses Beispiel war doch in Italien, wo den Kindern Wachstumshormone verschrieben wurde, obwohl sie diese nicht brauchten, nur weil es einen besonders hohen Bonus gab.
    https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/novartis-tocher-sandoz-in-italien-in-korruptions-skandal-verwickelt-125473652

    Mein Hausarzt gab mir auch zu schnell einen Cholesterinhemmer aus einer Schublabe nicht einmal 1 Meter von seinem Stuhl weg, mit einer täglichen Dosis, obwohl dieser das eigentliche Problem nie beheben würde. Es könnte durchaus sein, dass er diese Medikamente zu ‚Vorteilskonditionen’ erhalten hat.
  • Zyniker haben es leichter 06.12.2019 06:01
    Highlight Highlight Es ist lächerlich. Mit solchen Mitbringseln besticht man in der Schweiz keine Ärzte, die Regelflut gehört endlich eingedämmt, nur noch krankhafter Wahn.
  • Baba 06.12.2019 05:37
    Highlight Highlight «Das zu überprüfen wird schwierig und aufwendig werden» Zudem müsse unzulässiges Verhalten auch richtig sanktioniert werden, sagt Meli. «Sonst haben die neuen Regeln nur eine begrenzte Wirkung.»

    Genau das ist der springende Punkt. Das sind Regeln Modell "Zahnloser Tiger".

    Aber netter Versuch.
    • bebby 06.12.2019 07:10
      Highlight Highlight Bei angestellten Ärzten lässt sich das schon überprüfen, nicht aber bei Selbstständigen. Dieses Modell gibt ja bereits in anderen Branchen und dort funktioniert es.
    • Trouble 06.12.2019 07:37
      Highlight Highlight "Polizeizentrale. Wie kann ich Ihnen helfen?"
      "Sie, ein Arzt hat gerade ein Gipfeli gegessen. Bitte schicken Sie ein Team vorbei."

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