Schweiz
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THEMENBILD ZUR ORGANSPENDE-INITIATIVE --- Die Kuehlbox mit dem Spenderherz kommt im Operationssaal des Kinderspitals Zuerich an, aufgenommen am Dezember 2011 in Zuerich. Es ist in der Schweiz die zweite Herztransplantation an einem Kind im ersten Altersjahr. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Ärzte-Team des Kinderspitals Zürich entnimmt in Frankreich ein Spenderherz. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Heute ist nationaler Organspende-Tag – viele Kranke auf der Warteliste

Zum nationalen Organspendetag am Samstag macht Swisstransplant darauf aufmerksam, dass hierzulande immer noch viele Menschen auf eine Organspende warten.



Über 1400 Personen warten derzeit in der Schweiz auf eine Organspende. Diese hohe Zahl an gesuchten Organen für eine Spende liege unter anderem an der hohen Ablehnungsrate in den Angehörigengesprächen, schreibt Swisstransplant, die Schweizerische Nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, in einer Mitteilung zum Organspendetag vom Samstag. Die Ablehnungsrate von über 60 Prozent sei im europäischen Vergleich eine der höchsten.

In über der Hälfte der Gespräche sei der Wunsch der verstorbenen Person nicht bekannt, da kein Entscheid für oder gegen eine Organspende vorliege. Wenn Angehörige anstelle der verstorbenen Person dann entscheiden müssen, täten sie sich oft schwer und entschieden sich schliesslich mehrheitlich gegen eine Spende von Organen, so Swisstransplant.

Zum nationalen Organspendetag vom Samstag weist Swisstransplant deshalb auf das Nationale Organspenderegister hin. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, in der Personen ab 16 Jahren ihren Entscheid für oder gegen eine Organspende online festhalten können. Vor zwei Jahren gestartet, verzeichne das Register mittlerweile 100'000 Einträge. Der Entscheid ist gemäss der Website der Stiftung Swisstransplant jederzeit wieder änderbar. (dpo/aargauerzeitung.ch)

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Statistiken zu Transplantationen in der Schweiz

Organspender können sich online registrieren

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    Alle Leser-Kommentare
  • Keller Baron 12.09.2020 19:41
    Highlight Highlight Also ich spende, als Kompost unter der Erde hat keiner was davon. Auch wenn ich bezweifele das meine Organe noch frisch sind, wenn ich jemanden eines Tages auch nur wenige Lebensjahre oder nur ein kleines bisschen Lebensqualität schenken konnte, hat es sich mehr als gelohnt!

    Und ich verstehe die ganzen Leute nicht die so krass dagegen sind, ist in der Bibel oder im Quran verboten Organe zu spenden? Lässt Petrus einem nicht durch ohne Organe😂?
  • ernst.haft 12.09.2020 16:34
    Highlight Highlight Würde heut gerne aus Anlass meine Leber spenden, aber ich geh abends in den Ausgang, passt also nicht so.
    • Lami23 12.09.2020 17:36
      Highlight Highlight Du kannst sonst auch nur einen Teil spenden.
  • Rethinking 12.09.2020 14:06
    Highlight Highlight Ich bin seit Jahren eingetragener Organ- und Knochenmark-Spender und gehe regelmässig Blutspenden...

    Ich finde Organspende müsste zum Standard werden. Wer es nicht will, soll sich als Nicht-Spender registrieren und einen Nicht-Spender-Ausweis bei sich tragen...

    Blutspende sollte durch Firmen und Vereine unterstützt werden. Z.B. Indem grosse Firmen dies an einem Tag in der Firma machen oder dass dafür Arbeitszeit zur Verfügung gestellt und sensibilisiert wird...
  • Mitläufer 12.09.2020 12:20
    Highlight Highlight Das Thema kommt so oft in allen Medien, wie kann man da familienintern nicht darüber sprechen? Was ich auch nicht verstehe: selbst nicht Spender sein, aber im Notfall ein Organ wollen? Passt zur heutigen Zeit
    • Kirschbaum 12.09.2020 19:48
      Highlight Highlight Ich würde nie ein fremdes Organ annehmen. Jeder Mensch soll in Ruhe sterben können und nicht an einen fremden Menschen gebunden sein und irgendwo in einer Schattenwelt hängen. Aber ich gebe dir Recht. Es gibt nur "ja oder nein", mit allen Konsequenzen. Wer den Spuk mitmachen will, der soll es tun.
  • Costinivos 12.09.2020 12:16
    Highlight Highlight Die Frage ist doch ganz einfach: Würde man selber ein Organ wollen wenn man eines benötigt? Wenn die Antwort ja sein sollte ist die Antwort auf die Spende die selbe. Alles andere ist egoistisch und moralisch verwerflich.
  • N. Y. P. 12.09.2020 11:24
    Highlight Highlight Falls ich in Kolumbien auf der Strasse plattgefahren werde, dürfen mich die örtlichen Behörden gleich ausräumen, wenn ich so einen Spenderausweis habe?

    Bzw, ist dieser Ausweis international?
    Benutzer Bild
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.09.2020 20:52
      Highlight Highlight Erst nach eingetretenem Hirntod.
      Sprich vollständiges und unwidernringliches erlöschen sämtlicher Gehirnfunktionen.
  • landre 12.09.2020 10:48
    Highlight Highlight Habe die Organspende-Karte, wusste aber nichts von einem direkt interaktivem nationalen Organspenderregister. Merci für die Info @Watson
    • Lioness 13.09.2020 00:32
      Highlight Highlight Ich habe seit ich 18 bin einen Organspendeausweis. Letztes Jahr liess ich mich auch online registrieren. Alle meine näheren Angehörigen wissen, dass ich ihnen den schwierigen Entscheid bereits abgenommen habe und spenden will. In der Patientenverfügung steht es auch so drin.
  • Lami23 12.09.2020 10:37
    Highlight Highlight Wichtig ist eine klar kommunzierte Entscheidung. Weil im Fall x kann das sehr belastend sein für die Angehörigen.
  • w'ever 12.09.2020 10:27
    Highlight Highlight egal ob ihr organe spenden wollt oder nicht. teilt diese entscheidung euren liebsten mit.
  • Sprachrohr 12.09.2020 10:09
    Highlight Highlight Die Widerspruchslösung würde zig Leben retten.

    Jeder der gegen eine Organentnahme ist, soll sich zuerst mit der Frage auseinandersetzen und ausdrücklich dagegen votieren.

    Ich akzeptiere auch, wenn jemand keine Organe spenden will, nur sollte er dann konsequenterweise auch hinten anstehen, wenn er selbst ein Organ benötigt!
    • ikbcse 12.09.2020 10:35
      Highlight Highlight Eigentlich hängt dies doch überzeugungs- bzw. empfindungsmäßig zusammen:

      Wenn ich mir nicht vorstellen kann, meine Organe jemand anderem zur Verfügung zu stellen, würde ich auch nie ein Organ von jemand anderem in meinem Körper haben wollen.
    • Snowfall 12.09.2020 10:57
      Highlight Highlight Wiederspruchslösung ist das letzte dass wir brauchen. Nicht nur jeder der gegen Organspende ist soll sich damit auseinandersetzen sondern JEDER.
      Organe spenden und empfangen ist alles andere als selbstverständlich. Es ist schlicht ein Teil von einem Menschen der in einen anderen Menschen weiterlebt. Dieser muss dann lebenslang Medikamente einnehmen so dass es nicht zur Abstoss kommt...
    • 7immi 12.09.2020 11:43
      Highlight Highlight @sprachrohr
      das fände ich falsch. Man soll Werbung machen und die Leute sensibilisieren, allerdings nicht für sie entscheiden. Es ist Sache der Einzelperson, seine Organe zu spenden oder nicht. Mit der Widerspruchslösung steht der Entscheid schon fest. Mit der derzeitigen Lösung ist es Sache der Hinterbliebenen. Das ist teil einer freien Gesellschaft und gilt zu respektieren.
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