DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In der Schweiz könnte man aus 💩 Gold machen – und Millionen damit verdienen



Jährlich gehen in der Schweiz Gold und Silber im Wert von je rund 1.5 Millionen Franken via Abwasser und Klärschlamm verloren. Zu diesem Schluss kommt die Schweizer Forschungsanstalt Eawag in einer Studie zu Schwermetallen in Abwasser und Klärschlamm.

Hochgerechnet auf die Schweiz und das ganze Jahr kommen die Forscher auf beträchtliche Mengen: etwa 3000 Kilo Silber, 43 Kilo Gold, 1070 Kilo Gadolinium, 1500 Kilo Neodym oder 150 Kilo Ytterbium. Dies teilte die Anstalt Eawag in Dübendorf ZH am Dienstag mit.

Ein Hinweisschild an der neuen Abfahrtshaltestelle Richtung Birsfelden Hard der Tramlinie 3 macht darauf aufmerksam, dass die Toilette noch nicht benutzt werden kann, an der Grenzanlage Basel-Burgfelden in Basel am Montag, 31. Juli 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Wieso – weil jemand nach Gold sucht? Bild: KEYSTONE

Laufend würden in der Hightech-Industrie oder der Medizin mehr Spurenelemente genutzt. Zum Beispiel das Übergangsmetall Tantal oder das Halbmetall Germanium in elektronischen Bauteilen, Niob und Titan in Legierungen und Beschichtungen oder Gadolinium als Röntgenkontrastmittel und für Leuchtfarben. Nun sei erstmals untersucht worden, wo und in welchem Umfang diese Elemente landen, wenn sie ihren Dienst getan hätten.

Eine Forschergruppe um die Eawag-Umweltchemiker Bas Vriens und Michael Berg untersuchten mit 64 Schweizer Kläranlagen, welche Elemente mit dem gereinigten Abwasser bachab fliessen oder mit dem Klärschlamm entsorgt werden. Die Studie wurde vom Bundesamt für Umwelt BAFU in Auftrag gegeben.

Viel Gold im Tessin

Im Jura etwa wurden erhöhte Werte von Ruthenium, Rhodium und Gold gefunden – vermutlich aus der Uhrenindustrie. In Teilen von Graubünden und des Wallis wiesen die Forscher erhöhte Arsengehalte vermutlich geologischen Ursprungs nach.

An einzelnen Orten im Tessin sei die Goldkonzentration im Klärschlamm so hoch, dass sich eine Rückgewinnung lohnen könnte, heisst es in der Mitteilung. Die Erklärung dürften Goldraffinerien in der Region sein.

Insgesamt lohnt sich eine Rückgewinnung von Elementen aus Abwasser oder Klärschlamm zur Zeit aus Sicht der Forschenden jedoch kaum, weder finanziell noch mengenmässig.

An den allermeisten Orten seien keine ökotoxikologisch relevanten oder gesetzlich festgelegten Grenzwerte überschritten. Einzig die Schwermetalle Kupfer und Zink lägen in den Abläufen oder Schlämmen an einigen Orten zu hoch, berichten die Autoren der Studie. Sie betonen jedoch, dass von vielen der neuen Elemente noch wenig über ihre mögliche toxikologische Wirkung bekannt sei. (sda)

Ein Ingenieurbüro in Colorado macht aus Abwasser Gold («Gold»)

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Okay, das Covid-Zertifikat ist da – aber brauche ich das jetzt wirklich fürs Restaurant?

Das Covid-Zertifikat ist da. Brauche ich es jetzt für den Restaurant-Besuch? Und für die Ferien im Ausland? Die wichtigsten Antworten.

Nun ist es also soweit: Seit gestern Montag läuft der Pilotbetrieb für das Covid-Zertifikat. Schrittweise werden jetzt die ersten Zertifikate ausgestellt – sowohl in Papierform als auch elektronisch auf der kostenlosen «COVID Certificate App», die per sofort bereit zum Download ist.

Bis am Dienstagvormittag wurden gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) etwas mehr als 260 Zertifikate ausgestellt. Der Pilotbetrieb dauert zwei Wochen, Ende Juni sollen die Zertifikate dann in der ganzen Schweiz zur …

Artikel lesen
Link zum Artikel