Schweiz
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Auf dem Land stehen Wohnungen leer, in den Städten fehlen sie – wie kommt das?

Zuchwil hat leere Wohnungen zuhauf, in Zug fehlen sie. Warum stehen viele Wohnungen am falschen Ort?

Dominic Wirth / ch media



Stefan Hug ist ein Mann voller Visionen, aber wenn er durch sein Dorf fährt, dann landet er schnell auf dem Boden der Realität. Zum Beispiel an der Grabackermatte, einem Stück grünes Land nahe des Dorfzentrums, «unser Filetstück», sagt der Gemeindepräsident von Zuchwil, er hat gerade erst sein Fahrrad abgestellt.

Jetzt lässt er den Blick schweifen, bleibt hängen an den Flachdachbauten, die sich gleich nebenan ausbreiten. Grau und etwas verloren stehen sie da, und so sieht es vielerorts aus in Zuchwil.

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Alt und neu treffen in Zuchwil im Kanton Solothurn aufeinander: Gemeindepräsident Stefan Hug vor der Überbauung «Volaare». Bild: ch media

Hug, der einen Schnauz trägt und einen Pin mit dem Dorfwappen ans Revers seines Sakkos geheftet hat, sagt:

«Irgendwann erreicht jedes Gebäude seine Grenzen, erfüllt die Ansprüche nicht mehr.»

In Zuchwil, Kanton Solothurn, rund 9000 Einwohner, gilt das für viele Mehrfamilienhäuser. Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass in der Gemeinde derzeit um die 300 Wohnungen leer stehen. Das ist etwa jede zwölfte des ganzen Bestands. Und damit fünfmal mehr als im Schweizer Durchschnitt.

So viele leere Wohnungen wie noch nie

In Zuchwil zeigt sich ein Trend, der das Land in den letzten Jahren immer stärker erfasst hat: Die Zahl der Leerwohnungen steigt und steigt. Über 75000 gibt es derzeit, so viele wie noch nie zuvor. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt. Und das just jetzt, wo die Schweiz über eine Initiative abstimmt, die mehr preiswerten Wohnraum verlangt. Der Entscheid fällt am 9. Februar.

Über das ganze Land betrachtet, liegt die Leerwohnungsziffer bei 1.66 Prozent. Höher war sie zuletzt vor über 20 Jahren. In der Schweiz, dem Land der Mieter, wo sechs von zehn Menschen kein Wohneigentum besitzen, sind das auf den ersten Blick gute Nachrichten. Das Problem ist nur, dass viele der leeren Wohnungen nicht dort stehen, wo sie gesucht werden. Für viele Wohnungssuchende ist die Schweiz trotz der vielen Leerstände kein Paradies. Sondern die Hölle.

Anteil leerstehende Wohnungen

Bild: ch media

In dieser Hölle kennt sich Florian Schäfer aus. Schon seit vier Monaten sucht er eine Wohnung im Kanton Zug. Zentral gelegen sollte sie sein, das war die Idee. Doch die hat der 27-Jährige schon längst verworfen. Es geht für ihn jetzt nur noch darum, auch weiterhin ein Dach über dem Kopf zu haben. Die alte Wohnung ist gekündigt, bis Ende Januar muss er etwas Neues finden.

Doch für sein Budget – 3 Zimmer für maximal 1400 Franken – war nicht viel dabei, trotz Aufruf via Facebook, trotz vieler Stunden auf den Portalen der Wohnungsvermittler. Und wenn sich doch einmal eine geeignete Wohnung fand, war die Konkurrenz riesig, 30, 40, manchmal 70 Bewerbungen.

Jetzt überlegt sich Schäfer, der so gerne zurück nach Hause möchte, nach Zug, wo er aufgewachsen ist, wo Familie und Freunde leben, ob er im Kanton Schwyz bleiben soll. Dort zog er einst als junger Mann hin, weil es in seinem Heimatkanton zu teuer war.

Jetzt denkt er darüber nach, vorübergehend beim Vater unterzukommen. «Zug boomt dermassen, dass es für Leute mit kleinerem Budget wie mich keinen Platz mehr hat», sagt Schäfer. Das mache ihn traurig – und auch ein wenig wütend.

Die unwiderstehliche Anziehungskraft der Städte

Zug ist der Kanton mit der tiefsten Leerwohnungsziffer im ganzen Land, 0.42% beträgt sie derzeit. Ähnlich umkämpft ist der Wohnungsmarkt vor allem in den Städten, in Bern etwa oder Lausanne, und vor allem natürlich in der Stadt Zürich, wo die Quote bei nur 0.14% liegt. Die Zahl der Leerwohnungen im Land mag rekordhoch sein. Doch von Entspannung kann gerade in den Ballungszentren keine Rede sein.

Überfluss auf der einen, Not auf der anderen Seite: Was geht hier vor sich? Marie Glaser leitet das Wohnforum der ETH Zürich, und sie sagt, heute ziehe es alle in die Städte. «Früher, in den 1980er-Jahren, wollten die Leute weg aus den Städten. Heute wollen so viele rein, dass die Städte sie nicht aufnehmen können», sagt Glaser.

Gründe für die neue Anziehungskraft sind für die Professorin der aufgewertete öffentliche Raum, verkehrsberuhigte Zonen, das bessere Betreuungsangebot für die Kinder. Oder das kulturelle Angebot und die Nähe zum Arbeitsplatz.

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bild: CH Media

Zuchwil, das Dorf von Gemeindepräsident Stefan Hug, bestand einst nur aus ein paar Bauernhäusern, die unter einem bewaldeten Hügel am Ortsausgang von Solothurn standen. Doch dann kam die Industrie, und das Dorf wuchs. Für die Arbeiter, die ab den 1950er-Jahren etwa in den Sulzer-Fabriken Webmaschinen zusammenschraubten, wurden Siedlungen gebaut, die Zuchwil bis heute prägen.

Und zu einem Problem geworden sind, weil sie renovationsbedürftig sind und oft sowieso nicht das bieten, was den Mietern von heute vorschwebt. Das Ergebnis ist die hohe Leerwohnungsziffer, von der Stefan Hug sagt, man müsse sie «im Auge behalten».

Hug wurde im letzten Jahr 65 Jahre alt. Vor ein paar Jahren, erzählt er, habe ihn seine Partei, die SP, angefragt, ob er in Zuchwil als Gemeindepräsident antreten wolle. Wenn Hug, der auch im Solothurner Kantonsrat sitzt, heute durch sein Dorf führt, klingt er zuweilen wie ein Werber. Spricht von «Unique Selling Points». Zeigt auf die nahen Juraausläufer, das frisch sanierte Freibad, die Eiskunstlaufbahn, über die an diesem Nachmittag viele Kinder kurven. Schwärmt vom nahen Solothurn, der guten Verkehrsanbindung. «Es gibt keinen Grund, nicht hierher zu kommen.»

Zuchwils riskante Wette auf die Zukunft

Hug hat eine Vision für sein Dorf, er nennt sie «die Flucht nach vorne». Er will den Ruf, der hartnäckig an Zuchwil klebt, abschütteln: der des armen Dorfes mit hohem Ausländeranteil. Gute Steuerzahler sollen ins Dorf kommen, etwa die Mitarbeiter der Medtech-Firmen, die sich in der Gegend angesiedelt haben. In Zuchwil arbeiten – und auch dort leben, das schwebt Hug vor.

«Die Wohnungen gehen, wie bei allen neuen Siedlungen, weg wie warme Weggli.»

Hunderte neue Wohnungen sind in Zuchwil in den letzten Jahren entstanden, zum Beispiel in der Überbauung am Dorfrand, für die sich die Vermarkter den Namen «Volaare» einfielen liessen. Sie wurde im letzten Herbst fertiggestellt. «Die Wohnungen gehen, wie bei allen neuen Siedlungen, weg wie warme Weggli», sagt Hug. Allerdings sind laut der Website der Projektentwickler 9 der 83 zur Vermietung stehenden Wohnungen noch frei.

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bild: ch media

In den alten Zuchwiler Häusern wollen die Leute nicht mehr leben, die neuen warten teilweise noch auf Bewohner. Das Dorf ringt mit der Vergangenheit – und wettet auf die Zukunft. Geht der Plan auf, Herr Hug?

«Wenn wir nicht bauen, machen es die anderen», sagt er, und er hat damit nicht Unrecht: Seit Jahren fahren in der Gegend die Bagger auf, stellen Neubausiedlungen auf grüne Wiesen, und wie das alles endet, steht in den Sternen: Die Leerwohnungsquote ist in keinem anderen Kanton so hoch wie in Solothurn. Derzeit beträgt sie 3.4 Prozent. Solothurn führt die Top 3 im Land deutlich an, vor Thurgau (2.65%) und Aargau (2.59%) .

In der Schweiz wird zu viel gebaut

Fredy Hasenmaile beobachtet den Immobilienmarkt schon lange. Er leitet bei der Credit Suisse den Bereich Immobilienanalyse. Hasenmaile sagt, in der Schweiz werde seit Jahren zu viel gebaut – und eben auch an Lagen, an denen die Nachfrage nicht so hoch ist. Grund dafür ist, dass in den Städten grosse Projekte kaum noch zu realisieren sind, weil es an Bauland fehle und die Bauvorschriften zu streng seien.

Und dann sind da noch die tiefen Zinsen, die viel Geld in den Immobilienmarkt spülen – Geld von Investoren wie Pensionskassen, die auf der Suche nach Renditen und Sicherheit sind. Noch sei die Situation nicht alarmierend, die Leerbestände zwar für die Schweiz abnormal, im internationalen Vergleich aber nicht. «Doch der Kurs stimmt nicht, es wird auf Halde gebaut, und wenn nun eine heftige Rezession kommen sollte, könnte es für einzelne Immobilienbesitzer gefährlich werden», sagt Hasenmaile. Ein Ende des Baubooms ist für ihn nicht in Sicht.

Das gilt auch für Zuchwil, wo Stefan Hug am Rand des Fussballplatzes steht. Im Hintergrund ragen die alten Sulzer-Hallen auf. Den Platz hat die Gemeinde vor einiger Zeit verkauft, das hat die Fussballer wütend gemacht und für eine turbulente Gemeindeversammlung gesorgt.

Aber jetzt ist der Weg frei für das nächste Grossprojekt. Es heisst Riverside, im Frühling, sagt Hug, werde wohl der Spatenstich erfolgen. Der längerfristige Plan des Investors, der Swiss Prime Anlagestiftung, die Immobilien im Wert von zwei Milliarden Franken besitzt: 500 weitere Wohnungen für Zuchwil.

Das Mieten ist teurer geworden – doch um wie viel?

Streit

Allmählich läuft er an, der Abstimmungskampf über die Wohnungs- Initiative. Mit ihr will der Mieterverband erreichen, dass der Anteil der Genossenschaftswohnungen im Land steigt. Zehn Prozent der hierzulande neu gebauten Wohnungen sollen künftig von gemeinnützigen Bauträgern erstellt werden. Ein zentrales Argument der Initianten sind die steigenden Mietpreise. Doch wie stark sind diese tatsächlich gestiegen? Die Antwort fällt unterschiedlich aus – je nachdem, wie man die Frage genau stellt und bei wem man die Antwort sucht.

Das Immobilienportal Homegate liefert einen ersten Hinweis. In seinem Mietindex untersucht es die Entwicklung der Angebotsmieten seit 2009, also die Entwicklung bei jenen Wohnungen, die neu auf den Markt kommen oder für die neue Mieter gesucht werden. Diese Kurve steigt zuerst, zwischen 2009 und Anfang 2016, rasant an, um beinahe 14.6 Prozent. Seither hat sich diese Entwicklung beruhigt; derzeit liegt die Zunahme im Vergleich mit 2009 noch bei 14.2 Prozent – und ist damit fast genau gleich hoch wie im Januar 2016.

Die regionalen Schwankungen sind allerdings beträchtlich. In der Stadt Zürich etwa sind die Mieten allein seit 2016 um fast sieben Prozent gestiegen; im Kanton Zug waren es 4.5 Prozent. Im Zehnjahresvergleich liegt Genf an der Spitze, dort hat Homegate einen Anstieg der Angebotsmieten um satte 25 Prozent ermittelt. In Luzern waren es 17 Prozent, in St. Gallen 13 und im Aargau 9.

Auch das Bundesamt für Statistik untersucht die Entwicklung der Mietpreise, und zwar mit dem sogenannten Mietpreisindex. Dieser misst nicht die Angebots-, sondern die Bestandesmiete. Und das über einen längeren Zeitraum und mit einem rotierenden Sample, also einer wechselnden Auswahl von Wohnungen. Der Mietpreisindex des Bundes hat dadurch einen repräsentativeren Charakter, weil er nicht nur jene Wohnungen einrechnet, die auf den Markt gelangen. Laut ihm sind die Mieten in der Schweiz seit dem Jahr 2000 um 27 Prozent gestiegen; seit dem Jahr 2010 waren es noch 7.3 Prozent.

Das Bundesamt für Wohnungswesen hat auch ermittelt, wie viel Geld die Miete vom monatlichen Budget wegfrisst. Die durchschnittliche Mietbelastung ist seit 2006 über alle Einkommensklassen gesehen trotz steigender Mietpreise mehr oder weniger stabil geblieben und beträgt etwas mehr als 20 Prozent. Das heisst: Schweizer Haushalte geben im Schnitt ein Fünftel des Bruttoeinkommens für die Miete aus. Bei den Wenigverdienern ist dieser Anteil höher – und er ist in den letzten Jahren auch angestiegen. (Dominic Wirth)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Name_nicht_relevant 14.01.2020 05:59
    Highlight Highlight Aber hex Leute sind wir mal Ehrlich was denkt ihr in Schlieren kostet eine 3.5 Zimmer Wohnung Neubau 2500Fr. one PP, mit Balkon. In Affoltern am Albis ein Haus, Altbau aber Renoviert 5.5 Zimmer 2500Fr. mit Garage und PP mit Gartensitzplatz. Atrbeitsweg plus 30min mit dem Zug nach Winterthur und plus 15min nach Turgi AG. An beiden Orten hat man alle Einkausmöglichkeiten Coop, Migro, Aldi, Ottos, bahaus ect. Was würdet ihr wählen? Seid Ehrlich?
  • Garp 13.01.2020 18:13
    Highlight Highlight Wer eine günstige Wohnung wegen Augenkrebs in Küche und Bad ablehnt, der braucht einfach keine günstige Wohnung.
    Wer meint ein eigener Waschsturm gehört heut zum Standart, der weiss nicht, was es bedeutet auf günstigen Wohnraum angewiesen zu sein.







  • Franz v.A. 13.01.2020 16:11
    Highlight Highlight Die Wohnungen werden schon seit X Jahren knap gehalten. Warum ist das so? Ganz einfach, nur so kann man die Mieten so extrem hoch halten. Angebot und Nachfrage nennt sich das.
  • Neruda 13.01.2020 14:27
    Highlight Highlight Überteuert sind die leeren Wohnungen auf dem Land auch. Es ist ein Witz, wie da an der Nachfrage vorbeigebaut wird. Niemand auf dem Land braucht solche Luxuswohnungen.
    • André Heutschi 13.01.2020 15:37
      Highlight Highlight Nur weil gewisse Leute auf dem Land wohnen heisst das noch lange nicht, dass niemand eine Luxuswohnung will. Oder sind für Sie alle die auf dem Land leben arme Schlucker?
  • Ali G 13.01.2020 12:28
    Highlight Highlight Im Wohnungsmarkt sieht man zur Zeit wunderbar was passiert, wenn die Gier nicht von einer unabhängigen Stelle kontrolliert wird. Es ist eine Schande für unser Land das Wohnungen zu so horrenden Preisen vermietet werden dürfen und verpasste Sanierungen bleiben ungestraft, werden sogar mit Mietpreiserhöhungen belohnt (obwohl die Sanierung im Mietpreis inbegriffen ist).
  • Evan 13.01.2020 12:17
    Highlight Highlight Hab jetzt mal nachgeschaut wo Zuchwil überhaupt ist. Das ist ja praktisch ein Stadtteil von Solothurn. Standort sollte ja nun wirklich nicht das grösste Problem sein. Und falls man den Standort aufwerten möchte, könnte man eine S-Bahn Station an den vorbeiführenden Gleisen hinpflanzen.
    • sottosopra 13.01.2020 12:56
      Highlight Highlight Mit S-Bahn-Station kosten dieselben Wohnungen dann 500 CHF mehr.
    • Pitsch Matter 13.01.2020 13:03
      Highlight Highlight Solothurn hat nur 18K Einwohner. S-Bahn gibt es nicht, der Bus fährt nur alle 30min und nach Bern braucht man stolze 37min mit dem Zug. Solothurn ist also eine klar ländliche Region.
    • Evan 13.01.2020 13:19
      Highlight Highlight @sottosopra, ja weil dann mehr Leute dorthin ziehen wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 13.01.2020 11:46
    Highlight Highlight Wir wollten zuerst Stadt Schlieren ziehen in einer Neubausiedlung mit Park, wir hatten da schon dort eine 2 Zimmer Wohnung mit Hund wurde es zu klein also haben wir weiter vorne noch neurer Bau bezug 2020 uns Beworben und die Wohnung bekommen. 3 Zimmer 2600Fr. also sahen wir uns weiter um und fanden auch Stadt aber Affolten a.A. ein Haus 5 Zimmer, 3 Stockwerke mit Garten und Schwedenofen und 2 PP für 2600. Der Park in Schlieren war verkakt von den Hunden und nie Ruhe, immer was los. Heute haben wir Ruhe und viel Platz egal wie weit der Arbeitsweg ist, lieber 30min mehr fahren dafür Ruhe 24h.
    • Blitzesammler 13.01.2020 15:53
      Highlight Highlight Meine Rede👍 und am Wochenende muss man nicht ,,in die Natur,, fahren, da man mitten drin wohnt. Das ist Lebensqualität. Ich arbeite in Zollikon und wohne an der Seite der Linthebene. Mitarbeitenve, die in der Stadt wohnen brauchen aber länger als ich für den Arbeitsweg.
    • Name_nicht_relevant 14.01.2020 05:50
      Highlight Highlight Ich kann die Menschen verstehen die lieber in der nähe der Arbeit Wohnen, jedoch allein wenn man einen PP will kostet dies bis zu 250Fr. kommt das Abo dazu ist man schenll mal bei über 500 Fr. je nachdem wo man arbeitet. Gubrist und richtung Winterthur muss man schon gar nicht mit dem Auto hin wollen, der Stau ist enorm. Mein Partner geht mit dem Zug und fährt länger, jedoch am Ende kommt es auf selbe. Beide sind um 19 Uhr wieder zusammen und so würde es auch in der Stadt Zürich sein. Dafür halt ein Haus und wie du sagst Natur puur in der nähe.
  • Evan 13.01.2020 11:24
    Highlight Highlight Also stehen dort zwar viele Wohnungen leer, aber trotzdem gehen die neuen Wohnungen weg wie warme Semmeli?

    Das Problem scheint ja somit ziemlich eindeutig. Nicht der Standort ist das Problem, sondern die angebotenen Wohnungen erfüllen die Bedürfnisse nicht.
    • Pitsch Matter 13.01.2020 12:36
      Highlight Highlight In Zuchwil und Umgebung bekommt man eine Neubau 2.5 Zimmer Wohnung für 1250.- und eine 2.5 Zimmer Wohnung von 1965 auch für 1250.-. Also ziehen viele innerhalb der Gemeinde einfach von alt zu neu um.
  • mad_aleister 13.01.2020 10:48
    Highlight Highlight Ein dickes Problem ist das Bauen im Bestand. Altbauwohnungen werden dürftig und zu günstig renoviert, einfach um den Mietzins hochzuschrauben. So verbaut man neue Fenster, Küchengeräte und Badezimmerbatterien, belässt aber veraltete Fassade und Ölheizungen. Das ist sowas wie "photoshoppen" im Baugewerbe. Daraus folgen schlechtes Raumklima (unangenehme Luft, schlechte Akkustik, hohe Ringhörigkeit), womit der Mieter fernbleibt.
    Wichtig wäre es, bestehende Wohnungen von Grund auf zu sanieren und auf den Standart von Neubauten bringen und mit normalisierten Mietpreisen zu vermieten!
    • Bosshard Matthias 13.01.2020 11:23
      Highlight Highlight Man merkt das du noch nie ein altes Haus renoviert hast. Wird das Isoliert fangen gerne die Schimmel Probleme an da dieses Haus die nötige Umwälzung mit dem Feuchtigkeits-Abbau nicht mehr hat sprich so ziemlich das schlimmste was man machen kann ich habe da mit Fachberatung so meine Erfahrungen gemacht. Genau darum Energie-Saniere ich nur noch Fenster+ Dach aber nie Fassade aber das passt Nörglern auch wieder nicht trotz Einsparung von über 1/3 Heizöl. Auf gut Deutsch Abriss und dann lieber Mieter ist die Miete logischerweise höher bin nicht die Heilsarmee der die Wunschträume Finanziert!
    • FrancoL 13.01.2020 13:54
      Highlight Highlight @Bosshard; Das mit der Dichtigkeit ist kein Problem, es gibt genügend Möglichkeiten den minimal nötigen Luftwechsel zu garantieren.
      Was aber Bedenklich ist ist die Aussage das Du darum die Fassade nicht isoliert, also nur Dach und Fenster. Es sind DIE FENSTER, die zur hohen Dichtigkeit führen und nicht die Mauern. Zudem wird die Innentemperatur der alten Innenwände tiefer sein als bei neu isolierten, also erst recht anfällig für Kondensatbildung und damit entsteht Schimmel.

      Deine Aussage könnte verkehrter nicht sein.
    • mad_aleister 13.01.2020 15:24
      Highlight Highlight @bosshard

      Sehr wohl habe ich Häuser saniert und mich insbesondere mit der Planung von Sanierungen befasst. Kommt so mit dem Architektenberuf.

      Eine fachgerechte Totalsanierung macht wohl Sinn. Vor allem in Städten, wo viele Bauwerke mittlerweile geschützt sind oder als Schützenswert eingestuft werden.

      Ich habe zu meiner Studiumszeit in einer Wohnung gelebt, wo nur die Fenster ersetzt wurden. Da durch funktioniert der natürliche Luft austausch, den es in älteren Bauten gibt, nicht mehr. Da muss man mehrmals täglich intensiv lüften um Schimmel zu verhindern.

      Nicht bloss schreien, gell.

  • Ökonometriker 13.01.2020 10:27
    Highlight Highlight Heute kann man auch kaum mehr mit dem Auto pendeln und der ÖV ist zur rush hour eine Qual. Klar wollen da die Leute näher bei der Arbeit leben.
    Man müsste die Arbeitsplätze wieder besser verteilen...
  • Nonne 13.01.2020 10:21
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Nonne 13.01.2020 09:19
    Highlight Highlight Roadprizing und teurere SBB Tickets zu Stosszeiten findet die Politik ok. Wenn aber alle in den Städten wohnen wollen, dürfen die Mietpreise nicht höher werden. Staatliche Transportsysteme wie die SBB darf man nicht mit Marktmechanismen steuern und der Staat darf nicht einzelne Bürger mit günstigen Wohnungen beliefern. Wer nicht in einer Stadt arbeitet, sollte dort auch nicht wohnen dürfen, das wäre eine sinnvolle Steuerungsmassnahme. Dann wären die Städte halbleer und nur noch Beamte würden dort wohnen.
    • FrancoL 13.01.2020 13:29
      Highlight Highlight Naja wenn man die Kommentare der Wutbürgerin liest dann ist sie nicht in einer kleinen Frustblase gefangen, sondern in einer ganz grossen, die ihr offensichtlich jegliche Durchsicht nimmt.
    • Evan 13.01.2020 13:36
      Highlight Highlight "Wer nicht in einer Stadt arbeitet, sollte dort auch nicht wohnen dürfen, das wäre eine sinnvolle Steuerungsmassnahme."

      Nordkorea würde dir sehr gefallen.
    • Neruda 13.01.2020 14:44
      Highlight Highlight 😂😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 13.01.2020 09:11
    Highlight Highlight Ich frage mich, weshalb ein 27-jähriger Single eine 3-Zimmerwohnung braucht! Es sollten wieder wie früher mehr 1 1/2-und 5 bis 7-Zimmer-Wohnungen gebaut werden. Die kleinen für Singles, die grossen für WGs und Generationenhaushalte.
    • WhyNotX? 13.01.2020 09:30
      Highlight Highlight Wenn ich schon die meiste Zeit meines Lebens in einer Wohnung verbringe, dann soll diese gefälligst auch genug Platz haben. Ist ja nicht so, dass ich die Miete geschenkt bekomme. Mein Leben, mein Komfort und von diesem möchte ich genug. Ich habe ihn mir erarbeitet, also nehme ich ihn mir auch in Anspruch
    • p4trick 13.01.2020 09:54
      Highlight Highlight 3 Zimmer für Büro, Schlafzimmer und Wohnzimmer natürlich. Aber lieber wäre es mir eine 3.5 mit grösserem Esszimmer!
      Gibt ja bald Tiny houses am Zollikerberg für Leute die gerne eingeengt leben ;-)
    • Evan 13.01.2020 11:27
      Highlight Highlight Hast du jemals als Single in einer 1 bis 1.5-Zimmerwohnung gelebt? Ich denke dann wüsstest du, warum man als 27 Jähriger Single eine 3 Zimmerwohnung braucht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Tubbs 13.01.2020 09:07
    Highlight Highlight tja, dann muss man aufhören alle jobs ständig nach zürich oder basel verfrachten und mehr arbeitsplätze in der provinz schaffen.

    wenn man in zuchwil wohnt, wo will man arbeiten? für viele bleibt nur die pendlerei. die strassen sind ja nicht voll und die öv brechen vor leuten auseinander. die arbeitgeber wollen grösstenteils immernoch nix von homeoffice wissen. also zieht man näher an die arbeit und wird arm beim miete zahlen. die schönen wohnungen gehen an die expats, wo eh die firma zahlt.
    • Fritz N 13.01.2020 09:39
      Highlight Highlight In Solothurn? Das schaffst nämlich sogar zu Fuss ;)

      Aber ja grundsätzlich hast nicht unrecht...
  • Titangirl 13.01.2020 09:07
    Highlight Highlight Wohnungen „auf dem Land“ kosten meistens gleich viel oder gar mehr als in der Stadt. 4,5Zi. ab 2400.- kann sich eine Familie oft kaum leisten. Dazu kommt, dass pendeln heute teuer geworden ist. Oft auch mühselig: kein Sitzplatz, schlechte Verbindungen aus ländlichen Gebieten, mit dem Auto steht man im Stau. Hinzu kommt: kaum Dienstleistungen oder sie werden abgebaut. Läden und Post schliessen, kaum Kulturangebote, wenig Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Trotzdem wird weiter gebaut, die Preise werden aber nicht gesenkt, lieber lässt man sie über Monate leer stehen...
    • p4trick 13.01.2020 14:56
      Highlight Highlight 4.5Zimmer Wohnung 2100, 95m2, modern eingerichtet. Coop, Migros und zahlreiche andere Läden in 5min mit dem Velo erreichbar, 35min direkte Verbindung nach Zürich mit Platzgarantie.
      ich sehe die Problem nicht. und das ist noch nicht mal Land sondern auf der Liste der 30 grössten Städte der Schweiz
  • dorfne 13.01.2020 08:52
    Highlight Highlight Wenn an abgelegenen Orten bezahlbare Mietwohnungen gebaut werden muss der ÖV ausgebaut werden und/oder es ensteht noch mehr Autoverkehr mit Staus. Weil die Leute dort arbeiten wos Jobs gibt, im Grossraum Zürich. Wieder ein Nachweis: der Markt regelt es oft nicht, zumindest nicht zum Guten.
  • Holunder 13.01.2020 08:52
    Highlight Highlight Ich bin seit letztem Jahr Eigentümer eines EFHs. Auch ich habe weiter von der Stadt entfernt gebaut als ich es eigentlich gerne gehabt hätte. Grund war die Verfügbarkeit von Bauland sowie die Bodenpreise.
    Der Boden in Stadtnähe ist beliebt, rar und entsprechend teuer. Den 5er und das Weggli gibt es halt leider nicht. Hier muss jeder für sich Prioritäten setzen und Kompromisse eingehen.
    Günstig wohnen an teurer Lage ist in unserer kapitalistischen Welt illusorisch.
    • dorfne 13.01.2020 09:26
      Highlight Highlight Es ist nicht Illusorisch, wenn der Staat die Immobilienspekulation eindämmt.
      Unbezahlbare Wohnungen in Ballungsräumen treiben die Leute in Orte wie Zuchwil. Von dort aus fahren sie mit Zug oder Auto nach Zürich und bringen irgendwann die ganze Verkehrsinfrastruktur zum Erliegen.
    • who cares? 13.01.2020 09:41
      Highlight Highlight @Holunder und in einer nicht-kapitalistischen Welt wäre es nicht illusorisch? Werden in dieser die Leute einfach im Züri Seefeld gestapelt? Oder per Los wird entschieden, wer da wohnen darf?
    • Bits_and_More 13.01.2020 10:32
      Highlight Highlight @dorfne
      Die leerstehenden Wohnungen in Ballungsgebieten ist ja heute schon sehr niedrig. Ja, ein paar sind deswegen leer, weil sie sehr teuer sind, dass ist aber eine Minderheit.
      Das Hauptproblem liegt in der viel grösseren Nachfrage gegenüber dem Angebot. Es sind einfach zu wenig Wohnungen verfügbar. Da helfen "billige" Mieten auch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 13.01.2020 08:49
    Highlight Highlight Zu einem Teil ist das Problem von der Politik gemacht: je stärker auf den öffentlichen Verkehr gesetzt wird, desto attraktiver werden die Zentren (weil man dort mit dem ÖV schneller hinkommt). Hinzu kommt, dass es immer mehr Doppelverdiener gibt, so dass man oft ins Zentrum ziehen muss, damit beide einigermassen akzeptable Pendeldistanzen haben. Als Einzelverdiener ist es einfacher, in die Nähe seines Arbeitsplatzes zu ziehen.
    • dorfne 13.01.2020 09:33
      Highlight Highlight Stimme Ihnen zu. Aber bei allem Respekt: Das Wort "Doppelverdiener" höre ich im Zeitalter beginnender Gleichberechtigung nicht gerne. Ich weiss nicht, wies den andern dabei ergeht. Es ist auch nötig, dass beide im Erwerbsleben bleiben nach der Heirat - bei dieser Scheidungsrate! Plötzlich steht die Frau wieder allein
      da und sollte wieder Geld verdienen und findet den Anschluss nicht, weil sie zu lange weg vom Beruf war. Nicht gut für die Sozialkassen und das Portemonnaie des Ex-Mannes. Und wir wollen doch weniger Zuwanderung.

    • Evan 13.01.2020 19:57
      Highlight Highlight Dem könnte eventuell entgegengewirkt werden, in dem der ÖV ausserhalb der Zentren verstärkt ausgebaut wird. In der Region Zürich könnte das beispielsweise in Form von S-Bahn Tangentiallinien geschen.
  • dorfne 13.01.2020 08:46
    Highlight Highlight Die Mieten sind innert 10 Jahren gestiegen, während Hypozinsen und Inflationsrate sanken. Wir haben eine Binnen- und eine Exportwirtschaft. Die Binnenwirtschaft lebt ausschl. vom Konsum der Inländer/Innen - Coiffeure, Bäcker, Restaurants usw. sind darauf angewiesen, dass wir genug Geld für den Konsum übrig haben. Die hohen Mieten saugen die Kaufkraft auf, zwingen die Leute Im Ausland einzukaufen. Ich frage mich, warum die Binnenwirtschaft sich nicht dagegen wehrt und stattdessen aus rein ideologischen Gründen v.a. die Interessen börsenkotierter Globalplayer vertritt.

  • Borki 13.01.2020 08:45
    Highlight Highlight Mit etwas Wille lässt sich die Situation ja schon mit den heutigen Möglichkeiten steuern: Bauvorschriften in den Städten so lockern, dass eine qualitativ gute Verdichtung möglich wird. Und auf dem Land bei hohem Leerwohnungsbestand endlich einmal aufhören, auf Teufel komm raus einzuzonen.

    Die letzte RPG-Revision hat schon etwas geholfen, es bleibt aber noch Luft nach oben!
    • dorfne 13.01.2020 09:34
      Highlight Highlight Volltreffer. Für diesen Kommentar danke ich Ihnen.
  • Firefly 13.01.2020 08:42
    Highlight Highlight Wieso? Na, anstatt die Städte wohnbar zu machen, hat man dem Auto gehuldigt und die Schweiz zersiedelt.

    Offensichtlich wollen nun die Leute jedoch wieder vermehrt in den Städten leben... dort mehr Lebensqualität und Wohnungen.

    Die Planer haben diesen Trend wohl verschlafen
    • Streuner 13.01.2020 12:08
      Highlight Highlight Was für ein Quatsch.... möchten Sie ein Grosstadt mit ca 8.7 Mio Einwohnern??
    • Firefly 13.01.2020 12:59
      Highlight Highlight Was für ein Quatsch... nein, 5-6 Städte mit ~1 Mio Einwohnern.

      Eine grosse Einfamilienhäuschenstadt mit 8.7 Mio Einwohnern und 22222 Strassen in jeden Chrachen, haben wir bereits über die ganze besidelbare Fläche der Schweiz hinweg.
    • Truth Bot 13.01.2020 13:11
      Highlight Highlight Warum nicht? Mit der Dichte von z.B. Monaco hätte diese Grossstadt die Fläche von ca. 1/4 des Kantons Zürich. Mit einem effizienten Eisenbahnsystem wärst du innerhalb weniger als 30 Minuten auf dem Land. Ein Grossteil der Schweiz wäre wieder ohne versiegelte Flächen und ein Natur- Tourismus- und Bauernparadies ;)
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  • Altweibersommer 13.01.2020 08:40
    Highlight Highlight Warum werden immer die Pensionskassen als Beispiel vorgeschoben wenn es um Immobilieninvestoren geht? Mich würde mal interessieren wie hoch der Anteil der PKs am Markt insgesamt bzw. Den Neubauten im Vergleich zu anderen Investoren tatsächlich ist. Könntet ihr da mal einen Artikel schreiben?
    • dorfne 13.01.2020 09:37
      Highlight Highlight Im Markt tummeln sich viele ausländische Grossinvestoren, die fleissig die Schlupflöcher in unseren Gesetzen nutzen, um unser Bauland in Besitz zu nehmen.
  • Posersalami 13.01.2020 08:20
    Highlight Highlight Die Leute haben eben keinen Bock mehr, jeden Tag ewig lang im Stau zu stehen. Darum ist es schwer, ausserhalb der Zentren Wohnungen zu vermieten. So lange es eine S Bahn hat, ist die Leerziffer ja auch deutlich kleiner. Wer will den Leuten das auch verübeln?
  • poltergeist 13.01.2020 08:17
    Highlight Highlight Wohnraum in Städten ist überall auf der Welt knapp und teuer, in wirtschaftlich boomenden sowieso. Und ja, es hat auch etwas mit der Zuwanderung zu tun. Man kann nicht alles haben.
    • dorfne 13.01.2020 09:05
      Highlight Highlight Sie stoppen die Zuwanderung nicht, indem Sie die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen. Die Wirtschaft findet andere Wege Leute rein zu holen! Das Problem ist das weltweite Bevölkerungswachstum und das Streben nach Wirtschaftswachstum, das die SVP ja auch will.
    • poltergeist 13.01.2020 13:46
      Highlight Highlight Wer hat was von stoppen gesagt? Weiter so! Wenn das Mittelland von Genf bis Romanshorn zugebaut ist wird alles Agglo, dann werden sich auch die Preise harmonisieren.
  • Asmodeus 13.01.2020 08:12
    Highlight Highlight Kurz mal nachgesehen was so die Mietpreise sind.


    4,5 Zimmer Wohnung. 85 Quadratmeter
    1500 CHF

    Dieselbe Wohnung in der Stadt Bern?
    1700 CHF


    Um zwischen den Standorten zu pendeln ist mindestens ein GA fällig.

    Steuern sind in etwa gleich hoch.

    Also aus Bern wird vermutlich niemand nach Zuchwil ziehen wollen.
    • Lami23 13.01.2020 09:14
      Highlight Highlight Hui, wusste gar nicht, dass es sich in Bern so günstig wohnt.
    • natalie74 13.01.2020 09:20
      Highlight Highlight Eine 4,5-Zimmer-Wohnung für 1700 Franken in Bern?
      Die würd ich gerne sehen :-)
    • Blitz Gordon 13.01.2020 09:36
      Highlight Highlight Du bist mir ja ein lustiger. Ich glaube die Wohnungen gefunden zu haben, die da vergleichst. Die in Bern ist halt einfach neben den Bahngleisen (aber nicht am Bahnhof) und praktisch unter einer Autobahnbrücke. Die in Zuchwil ist 5min zu Fuss vom HB Solothurn entfernt und dennoch ohne Zuglärm. Ist schon nicht so das selbe, oder?
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  • Blitz Gordon 13.01.2020 08:11
    Highlight Highlight Hach ja, ich hätt gern eine Wohnung, 1400.- maximal, 3,5 Zimmer, mit Balkon, und Garagenparkplatz und zentral soll sie sein und ruhig und nahe am Erholungsgebiet... man möchte immer alles und das möglichst gratis. Aber guess what, es gibt kein Grundrecht darauf in der Stadtmitte zu leben. Dabei sind unsere Städt derart gut per ÖV zu erreichen, dass das Wohnen 10 Zugminuten ausserhalb mehr als nur zumutbar wäre. Aber das ist dann halt nicht mehr so hip...
  • koks 13.01.2020 08:07
    Highlight Highlight Faustregel: Eine Wohnüberbauung rentiert für die Investoren, wenn 1/3 der Wohnungen von Anfang an vermietet werden kann. Für den Rest der Wohnungen reicht es, wenn sie in den nächsten 20 Jahre vermietet werden.

    Da kann man, wenn man die Risiken ausblendet, gar nichts falsch machen als Spekulant.
  • Karoon 13.01.2020 07:58
    Highlight Highlight 3 Zimmer für 1400 Franken in Zug? In welcher Traumwelt lebt der Gute? Man kann auch sehr gut ein bisschen ausserhalb zu guten Konditionen wohnen. Aber nein, es müssen alle immer uns Verrecken in die Zentren.
    • Tomtom64 13.01.2020 13:28
      Highlight Highlight Und dann auch noch von den tiefen Zuger Steuern profitieren ....
  • Scaros_2 13.01.2020 07:45
    Highlight Highlight Als pragmatiker sehe ich die Sache sehr einfach.

    Man baut eben dort wo man günstig Land bekommt. Pensionskassen oder andere bauen dort Wohnungen etc. // Man macht sich gar nicht gedanken darüber ob es sie braucht sondern man sieht nur die Rendite und die ist dort eben besser als in den Städten wo das Bauland exorbitant gross ist. Der ROI ist dort härter. Gleichzeitig kalkuliert man auch schon so, dass man mit 50% Leerwohnungen auskommt. Bei uns in den 3 Wohnblöcken standen 70% aller 4 1/2 Zimmer wohnungen für 2000 Fr. Miete 3 Jahre lang leer. Trotzdem hat es rentiert für die PK
    • dorfne 13.01.2020 09:07
      Highlight Highlight Wenn der Markt funktioniert, geht ein Teil der Wirtschaft dorthin wo viel gebaut wird.
    • Scaros_2 13.01.2020 09:40
      Highlight Highlight Der Markt funktioniert aber nicht so. Ein Unternehmen mit 15'000 Mitarbeiter "zügelt" nicht einfach so. Auch zieht der Markt nicht dort hin wenn Logistik etc. sich dort als Negativ herausstellen. Warum soll ein Logistikunternehmen das viel verschickt wegziehen von der Nähe am Flughafen und damit die Fahrtwege der Pakete erhöhen?

      Dein Statement ist zu einfach gedacht.
    • dorfne 13.01.2020 11:27
      Highlight Highlight @scaros. Wohl wahr. Warum baut die Pensionskasse eines Unternehmens mit 15'000 MA's nicht selber günstige Wohnungen in Produktionsnähe! Siehe die Firma Franke in Aarburg. Dieser Weltfirma genügt der Bahn- und Autobahnanschluss.
  • Frausowieso 13.01.2020 07:35
    Highlight Highlight Auffallend ist, dass es auf dem Markt vorallem zwei Arten von Wohnungen gibt. Entweder sind es teure Neubauten oder dann veraltete Wohnungen mit Augenkrebs Bädern und Küchen. Offenbar haben es viele Eigentümer versäumt, ihre Immobilien zu renovieren. Bei uns in der Region hat es ein sehr hohes Angebot von Neubauten. Die alten Wohnungen lassen sich jetzt kaum mehr vermieten. Beliebt sind die Wohnungen dazwischen, die zwar einen gewissen Standart bieten, jedoch nicht so teuer wie Neubauten sind. Nur gibt es die relativ selten.
    • x4253 13.01.2020 07:53
      Highlight Highlight "Offenbar haben es viele Eigentümer versäumt, ihre Immobilien zu renovieren." was wohl auch daran liegt, dass von ca. 1993 bis mitte 2000er die Bautätigkeit in der Schweiz (u.A. wegen der Rezession) massiv zurück ging und schlicht keine Nachfrage bestand.
    • Frausowieso 13.01.2020 08:46
      Highlight Highlight @x4253
      Ja, das war so. Nun ist dies jedoch schon einige Zeit her. Viele Eigentümer dachten jedoch wohl, dass sie ihre Wohnungen eineweg vermietet bekommen, auch wenn diese noch so alt sind. Sie haben die veränderten Bedürfnisse der Mieter (z.B. eigener Waschturm) unterschätzt. Nun bleiben sie auf den Wohnungen sitzen oder müssen sie günstiger an eine Mieterschaft vermieten, die man sonst eher nicht auswählen würde.
  • who cares? 13.01.2020 07:35
    Highlight Highlight Wieso braucht ein Alleinstehender 3 Zimmer?
    • Lami23 13.01.2020 09:15
      Highlight Highlight Frage ich mich auch. Wir bewohnen zu zwei 2.5 Zimmer.
    • who cares? 13.01.2020 09:32
      Highlight Highlight Wäre ja auch schon ökologischer Schwachsinn wenn jeder Single in der Schweiz eine 3-Zimmer-Wohnung besitzen und heizen würde.
    • fidget 13.01.2020 11:50
      Highlight Highlight Das gehört auch zu den gestiegenen Ansprüchen der Mieter. Heute tendiert man gerne zu viel Wohnraum mit grossen Zimmern. Dass da Wohnblöcke aus den 1960ern nicht ganz so beliebt sind ist verständlich. Trotz vieler Zimmer eine geringe Quadratmeterzahl und oft noch mit gleichem Ausbaustandard, wie damals.
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  • J-ME 13.01.2020 07:26
    Highlight Highlight Lieber grün als grau in der Stadt.
    • Mutzli 13.01.2020 10:37
      Highlight Highlight @J-ME

      Und wenn alle fröhlich nach der Devise leben würden, gäbe es gar kein richtiges Grün mehr in der Schweiz. Stattdessen millionenmal 2.5x2.5 m Vorgärtchen vorm Einfamilienhaus.

      Ich besuche meine Eltern immer noch sehr gerne auf ihrem Bauernhof im Emmental, aber so zu leben ist eine eigene Art von Luxus, welche unmöglich für alle wäre. Zusätzlich ist mit einem Minimum an Einsatz in praktisch jeder Schweizer Stadt Natur sehr einfach & umweltverträglich erreichbar. Geht aber nur dank verdichtetem Bauen in der 'grauen Stadt'.
    • Evan 13.01.2020 11:48
      Highlight Highlight Grün ist schön und gut, aber wenn man dafür jeweils 3 Stunden am Tag pendelt, dann hat man auch nicht mehr viel vom Grün, oder ganz allgemein vom Leben. Dannt man mehr vom Leben, wenn man zum Leben Grau vorzieht, und gründ für die Freizeit reserviert.
    • Maragia 13.01.2020 14:03
      Highlight Highlight Wer viel Grün will, der soll eben aufs Land wohnen gehen... In der Stadt soll verdichtet und viel gebaut werden.
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  • Todesstern 13.01.2020 07:17
    Highlight Highlight Ganz einfach, dort wo die Jobs sind ziehen die Leute hin. Dort wo keine sind ziehen sie weg.
  • fools garden 13.01.2020 07:10
    Highlight Highlight Pendeln wird für viele zur Qual, zu Fuß, Velo , oder nur ein paar Stationen ÖV zur Arbeit hat für mich auch Lebensqualität und verlängert die Freizeit.
    • WhyNotX? 13.01.2020 09:42
      Highlight Highlight Längerer Arbeitsweg = kürzere Freizeit. Wenn ich zwei Stunden Pendle, kann ich nur schwer in diesen zwei Stunden schwimmen gehen oder am PC gamen, oder Kochen und Backen!
  • S.Potter 13.01.2020 07:06
    Highlight Highlight wohnung in Zug, zentral gelegen, 3,5 Zimmer 1400.- Fr. Genau hier liegt das Problem jeder will in der Stadt wohnen aber kosten darf es nichts. Das kann nicht funktionieren.

Die Schnauze voll von Zürich-Mieten? Hier wohnst du billiger – und trotzdem «städtisch»

2500 Franken. So viel kostet eine 3,5-Zimmer-Wohnung in der Stadt Zürich pro Monat (Medianwert.) Wer sich das nicht mehr leisten kann oder will, findet in Pendlerdistanz zu Zürich günstigere Wohnorte, wie eine Studie von Comparis.ch zeigt.

Nur rund 30 bis 40 Minuten sind es mit dem ÖV von Kleinstädten wie Olten, Frauenfeld und Aarau nach Zürich. Und bereits fallen die Preise massiv: Die Mietpreise von 3.5-Zimmer-Wohnungen betragen dort im Median 1540, 1590 und 1670 Franken.

Wer noch ein bisschen …

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