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10 Länder fordern Verhandlungen im Libanon – darunter die Schweiz

A boy walks through debris as others work in the background at the site of a building destroyed in an Israeli airstrike last Wednesday in central Beirut, Lebanon, Tuesday, April 14, 2026. (AP Photo/Ha ...
Durch den Krieg im Libanon zwischen dem israelischen Militär und der proiranischen Hisbollah-Miliz wurden rund 2000 Menschen getötet und 1,2 Millionen Menschen vertrieben.Bild: keystone

10 Länder fordern Verhandlungen zum Libanon – darunter die Schweiz

15.04.2026, 07:3415.04.2026, 07:50

In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Grossbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten «ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon» gefordert. Die Länder seien «zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon», heisst es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.

Die Länder begrüssten die jüngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch im Libanon müssten nun die Waffen schweigen.

Die Aufforderung folgt auf ein erstes Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington, die zur Aufnahme direkter Verhandlungen der Kriegsparteien führen sollen.

Im Zuge des Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Libanon wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.

Staaten: das humanitäre Völkerrecht achten

Die zehn Länder mahnten in ihrer Stellungnahme zu dem Konflikt auch eine «Achtung des humanitären Völkerrechts» an, um die Menschenwürde zu wahren, Schäden für die Zivilbevölkerung gering zu halten und humanitäre Hilfe zuzulassen. «Wir verurteilen aufs Schärfste Handlungen, die zum Tod von UN-Friedenstruppen geführt und die Risiken für humanitäres Personal im Südlibanon erheblich erhöht haben», hiess es weiter.

Bei mehreren Vorfällen Ende März waren im Südlibanon drei UN-Blauhelmsoldaten getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen der UN-Friedensmission Unifil erfolgte ein Angriff am 29. März durch einen Panzer der israelischen Armee, ein zweiter am 30. März durch eine von der libanesischen Hisbollah-Miliz gelegte Sprengfalle.

Die UN-Mission gerät immer wieder zwischen die Fronten. Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7'500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.

Zu den Verfassern der Mitteilung gehören Australien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Indonesien, Japan, Jordanien, Sierra Leone, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. (nil/sda/dpa)

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