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Schweizer UNRWA-Chef Lazzarini gibt Abgabe seines Amts bekannt

epa12194060 Commissioner-General of the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) Philippe Lazzarini attends a news conference in Berlin, Germany, 24 June  ...
Philippe Lazzarini, der Leiter des Uno-Palästinenserhilfswerks UNRWA, hat nach zwei Amtszeiten genug.Bild: keystone

Schweizer UNRWA-Chef Lazzarini gibt Abgabe seines Amts bekannt

22.08.2025, 11:4322.08.2025, 11:43

Philippe Lazzarini, der Leiter des Uno-Palästinenserhilfswerks UNRWA, legt sein Amt im März nächsten Jahres nach Ablauf seiner Amtszeit nieder. Der 61-Jährige aus La Chaux-de-Fonds steht seit 2020 an der Spitze der Uno-Agentur.

Lazzarini gab dies am Donnerstag auf einer vom Schweizer Presseclub organisierten Konferenz in Genf bekannt. Die Zeitungen «Le Temps» und «Le Courrier» berichteten darüber. «Zwei Amtszeiten, ich denke, das reicht», erklärte der UNRWA-Chef auf eine Frage zu seiner Zukunft. Und in Bezug auf die aktuelle Offensive der israelischen Armee auf Gaza-Stadt:

«Nie waren wir weiter von einer Zwei-Staaten-Lösung entfernt als heute.»
Philippe Lazzarini

Die Lage der palästinensischen Bewohner der Enklave ist dramatisch. Eine «extrem geschwächte» Bevölkerung sieht sich nun mit einer neuen gross angelegten Militäroperation konfrontiert.

Schwierige Beziehung zu Israel

«Es ist ein Konflikt, in dem wir bald alles gesehen haben werden, eine dystopische Welt», betonte Lazzarini. Ihm zufolge leidet jedes dritte Kind in Gaza an Unterernährung. Wenn nicht schnell etwas unternommen werde, stürben Kinder mit Sicherheit, warnte der Leiter der UNRWA.

epa12086657 Internally displaced Palestinians gather to receive a portion of food from a charity kitchen, in Jabalia refugee camp, northern Gaza Strip, 09 May 2025. According to the UN Palestinian ref ...
Eine Essensausgabe im Norden des Gazastreifens.Bild: keystone

Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas ist die Uno-Agenturim Visier der israelischen Behörden. Diese werfen UNRWA-Mitarbeitern vor, Verbindungen zu islamistischen Gruppen zu haben. Israel hindert die humanitären Konvois der UNRWA daran, nach Gaza zu gelangen.

Darüber hinaus haben mehrere Geberländer der UNRWA, darunter die USA, ihre Zahlungen an die Flüchtlingsagentur ausgesetzt. Eine Entscheidung, die die Organisation nach den Worten von Lazzarini in eine «existenzielle Finanzkrise» gestürzt hat. (leo/sda)

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