Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen. Zudem hat ein «unbekanntes Geschoss» ein Containerschiff getroffen, wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) meldete.
Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt. Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.
Heute stehen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus. Dabei dürfte die Inflation in den USA laut Prognosen nur langsam sinken, was den Spielraum für schnelle Zinssenkungen einschränke. Aussedem ist die Ölpreisvolatilität im Februar-CPI noch kaum abgebildet, so dass die Aussagekraft begrenzt sein dürfte.
Anleger nervös
Der SMI fällt bis um 10.00 um 1,28 Prozent auf 12'898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.
Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.
Finanzwerte und Pharma belasten
Bei den Bluechips geben Sandoz (-2,8%) am meisten nach. Über 2 Prozent verlieren zudem VAT, Roche und Sonova. Partners Group (-1,9%) halten sich nicht viel besser. Der Vermögensverwalter hatte gestern Zahlen präsentiert und nach einem volatilen Kursverlauf etwas fester geschlossen. UBS büssen 1,6 Prozent ein.
Ebenfalls tiefer notieren die Novartis (-1,2%) und Nestlé (-1,0%), was den Leitindex zusätzlich belastet.
Auch in den hinteren Reihen dominiert die Farbe Rot. Bei den grössere SMIM-Verlierern sind Galderma mit einem Minus von 1,0 Prozent auf 153 Franken zu finden. Der Hautpflegekonzern hat im Zusammenhang mit einer Platzierung eines grossen Aktienpakets für 1,6 Millionen eigene Aktien zu 143.75 Franken erworben. Der Free Float steigt damit laut Galderma von 65 Prozent auf rund 80 Prozent. (hkl/sda/awp)
