Schweiz
International

Schweiz bei der Ausgestaltung des EU-Migrationspaktes mit dabei

Schweiz bei der Ausgestaltung des EU-Migrationspaktes mit dabei

28.07.2020, 16:0728.07.2020, 16:07
Bundesraetin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenoessischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), spricht an einer Medienkonferenz im Hinblick auf die Volksabstimmung vom 17. Mai 2020 ueber d ...
Karin Keller-SutterBild: KEYSTONE

Die Schweiz sitzt bei der Ausgestaltung der europäischen Asyl- und Migrationspolitik mit am Tisch. Das hat der deutsche Innenminister Horst Seehofer am Dienstag in Berlin Bundesrätin Karin Keller-Sutter zugesichert.

Sie setze grosse Hoffnungen auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, sagte die Justizministerin vor den Medien in Berlin nach einem Treffen mit Seehofer. Der Schweiz als assoziiertem Mitglied des Schengen-Dublin-Raumes sei die Teilnahme an den Diskussionen sehr wichtig. Die Schweiz verfüge über viel Expertise, als Beispiel mit Vorbildcharakter nannte Keller-Sutter die rasche Vorprüfung von Asylanträgen.

Man sei sich in allen Punkten einig, und sie traue Deutschland den Erfolg im Ringen um einen europäischen Migrationspakt zu, es sei «eine Frage des politischen Handwerks», sagte die Bundesrätin. Sie sei «vorsichtig optimistisch».

Seehofer skizzierte fünf Punkte, auf die man sich seiner Einschätzung nach in der EU sollte einigen können: Erstens eine bessere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Flüchtlinge und Migranten, zweitens eine bessere Unterstützung der Transitländer, drittens eine gemeinsame Rückführung durch die europäische Grenzagentur Frontex, viertens die Öffnung legaler Wege der Migration zum Beispiel durch mehr Arbeitsbewilligungen und fünftens den verstärkten Schutz der EU-Aussengrenzen.

Keller-Sutter und Seehofer lobten die «ausgezeichneten Arbeitsbeziehungen» zwischen der Schweiz und Deutschland. Neben der europäischen Migrationspolitik kamen auch die aktuelle Pandemielage zur Sprache und Themen der inneren Sicherheit und der Polizeizusammenarbeit. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Ziele des Uno-Migrationspakts
1 / 12
Die Ziele des Uno-Migrationspakts
Auf der Suche nach Frieden und einem besseren Leben verlassen immer mehr Menschen weltweit ihre Heimat. Mit dem «Globalen Pakt für Migration» legten die Vereinten Nationen im Sommer 2018 erstmals Grundsätze für den Umgang mit Flüchtlingen fest. Daraus neun Ziele:
quelle: epa/efe / esteban biba
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Sommaruga auf der griechischen Flüchtlingsinsel Lesbos
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Missbraucht ihn Trump als «Sündenbock»? Selenskyjs Antwort lässt tief blicken
Der ukrainische Präsident fordert von der EU 70 Milliarden Euro zusätzlich, um den Krieg weiterführen zu können. Und er hat eine Antwort an Donald Trump bereit, weshalb es mit ihm «schwieriger» ist als mit Putin.
Neuer Tag, neuer Schlagabtausch zwischen Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskyj. In einem Interview mit dem erzkonservativen TV-Sender «Newsmax» sagte der US-Präsident, es sei «schwieriger mit Selenskyj zu verhandeln als mit Putin». Er bezeichnete den Ukrainer als Hindernis für den Frieden und sagte, einen Frieden werde es nur ohne Selenskyj geben.
Zur Story