Schweiz
International

«10vor10» deckt auf: Schwere Anschuldigungen gegen Sepp Blatter – hat er TV-Rechte viel zu billig an Jack Warner verkauft?

«10vor10» deckt auf: Schwere Anschuldigungen gegen Sepp Blatter – hat er TV-Rechte viel zu billig an Jack Warner verkauft?

11.09.2015, 18:2912.09.2015, 08:22
Mehr «Schweiz»
Sepp Blatter: Er hat persönlich unterschrieben.
Sepp Blatter: Er hat persönlich unterschrieben.
Bild: EPA/KEYSTONE

Das ist ein dicker Brocken, den «10vor10» da ausgegraben hat. Laut der SRF-Nachrichtensendung hat der noch amtierende Schweizer FIFA-Boss Sepp Blatter Fernsehrechte für die WMs in Südafrika und Brasilien massiv unter Wert an seinen ehemaligen Vize Jack Warner verkauft.

Laut dem Bericht verlangte Blatter 250'000 Dollar für die Rechte an der WM 2010 und 350'000 Dollar für jene von 2014. «Das sind rund fünf Prozent des Marktwerts», sagt der australische Unternehmer Jaimie Fuller, der vor einem Jahr die FIFA-kritische Gruppe «New Fifa Now» gegründet hat, im «10vor10»-Interview.

Blatter erstmals persönlich involviert

Für Jack Warner ein Riesen-Geschäft: Er übertrug die Rechte an seine eigene Firma. Von da verkaufte er sie für 15 bis 20 Millionen Dollar an den TV-Sender SportsMax.

Brisant: Die Verträge, die «10vor10» vorliegen, wurden allein von Sepp Blatter unterzeichnet. Und dies sei laut der Nachrichtensendung strafrechtlich relevant. Die Dokumente würden Blatter zudem erstmals persönlich in fragwürdige Geschäfte der FIFA involvieren.

Somit wird auch der abtretende FIFA-Präsident ins Visier der Ermittlungen geraten. Laut Rechtsprofessorin Monika Roth ist ungetreue Geschäftsbesorgung ein Offizialdelikt: «Das heisst, die Strafverfolgung muss von Amtes wegen ohnehin eingreifen», so Roth, «die Bundesanwaltschaft muss ermitteln.» Die Bundesanwaltschaft nahm auf Anfrage von «10vor10» keine Stellung. Auch von der FIFA liegt noch kein Kommentar vor. (aeg)

Die originalen Dokumente und den vollständigen Text gibt's auf srf.ch

Tschau Sepp – Blatters Karriere in Bildern

1 / 30
Tschau Sepp – Blatters Karriere in Bildern
Joseph Blatter, aufgenommen im Jahre 1966: Der Walliser mit Jahrgang 1936 studierte an der Universität in Lausanne Volkswirtschaft und schloss 1958 mit Diplom ab.
quelle: keystone / widmer
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Yonni Moreno Meyer
11.09.2015 20:38team watson
WAS? Sepp Blatter soll Dreck am Stecken haben??
403
Melden
Zum Kommentar
avatar
zombie woof
11.09.2015 20:36registriert März 2015
Das kann gar nicht sein, Sepp würde so etwas nie machen.....
320
Melden
Zum Kommentar
avatar
Rodolfo
11.09.2015 21:08registriert Juni 2014
Schadenfreude ist nicht am Platz. Aber: Endlich hat's Blatter auch erwischt! Man hat es doch immer geahnt, vermutet oder sogar gewusst.
Es ist doch gar nicht möglich, dass Blatter nicht gewusst hat, wie korrumpiert seine unmittelbaren "Untergebenen" sind. Zu Unrecht sind diese nicht verhaftet worden. Und Blatter hat bei dieser gigantischen Korruption mitgemacht. Ein Auge zugedrückt oder gleich beide.
Wieviel Vermögen und "Lohn" versteuert der Sepp eigentlich - vielleicht hat er seine Kohle bei seinen Freunden, z.B. in der Karibik, versteckt?
Mal sehen, wie es weiter geht!
270
Melden
Zum Kommentar
6
«Nur Verachtung übrig»: Oliver Pocher provoziert mit Rammstein-Shirt bei Swift-Konzert
Oliver Pocher provoziert oft und gerne. So auch jetzt bei einem Konzertbesuch von Taylor Swifts «Era Tour». Seine Outfitwahl löst wütende Kommentare aus.

Drei Tage lang hiess die Malocher-Stadt im Ruhrpott nur noch «Swiftkirchen» statt Gelsenkirchen. Insgesamt rund 180'000 Menschen schauten bei drei Konzertterminen in der Schalker Arena vorbei, um Superstar Taylor Swift live zu erleben. Auch Oliver Pocher war darunter. Der Comedian besuchte den Auftritt am Donnerstagabend mit seiner Ex Alessandra Meyer-Wölden.

Zur Story