Schweizer Touristen müssen in Nahost ausharren – das sagt das EDA
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat am Montag an einer Medienkonferenz über die aktuelle Lage im Nahen Osten informiert. Rund 4000 Schweizerinnen und Schweizer sitzen dort fest, wie Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion im EDA, erklärte. Die meisten von ihnen sind in Doha und Dubai gestrandet. Es handelt sich auch um Durchreisende, die nun nicht mehr nach Hause kommen.
Da der Luftraum derzeit gesperrt ist, gibt es keine Möglichkeit, die Betroffenen mit dem Flugzeug nach Hause zu holen. Man stehe mit mit den Krisenzellen von Partnerstaaten und der Swiss in Kontakt. Diese wiederum sei mit den Passagieren im Austausch. «Bisher zeichnet sich leider noch keine konkrete Lösung ab, solange der Luftraum gesperrt ist», sagt Jenni. Heisst: Die Schweizerinnen und Schweizer müssen weiter ausharren.
Viele Helpline-Anfragen
Einige wenige Flüge seien am Montag zwar von Abu Dhabi aus vorgesehen, jedoch unter speziellen Sicherheitsvorschriften, sagt sie weiter. Auch auf dem Landweg gibt es keine Möglichkeit, aus der Region herauszukommen. Zu gross ist die Gefahr eines Raketeneinschlags. Und im Fall eines Partnerstaates hätten dessen Bürgerinnen und Bürger Vorrang. Es handelt sich etwa um Deutschland, Frankreich, Italien und weitere Länder.
Rund 2400 Anfragen habe es bisher bei der Helpline gegeben – die Hälfte davon wurde persönlich beantwortet. Die meisten würden jedoch Verständnis zeigen, von Panik sei keine Rede, sagt Jenni. Auch über verletzte oder tote Schweizer Staatsbürger gebe es keine Kenntnis.
Das können Betroffene tun
Wichtig sei, dass sich Betroffene auf der Travel Admin App des EDA registrieren. Ausserdem soll man sich an die Anweisungen der lokalen Behörden halten. Auch Hotelpersonal könne allenfalls helfen, so Jenni. Sobald es neue Informationen gebe, würden Betroffene informiert.
