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Liveticker

Proteste gegen Corona-Massnahmen ++ einheitliche Schul-Massnahmen gefordert

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
07.01.2022, 13:3210.01.2022, 08:36
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitag 28'038 neue Corona-Fälle. 126 Personen mussten ins Spital, 10 Menschen sind verstorben.
  • 67,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind vollständig geimpft.
  • Seit 20. Dezember gilt in der Schweiz eine landesweite 2G-Pflicht in Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben und an Veranstaltungen in Innenräumen. Zusätzlich gilt an diesen Orten eine Maskenpflicht und eine Sitzpflicht beim Konsumieren. Zudem hat der Bundesrat eine Homeoffice-Pflicht beschlossen.
  • Bislang wurden 23,6 Millionen Covid-Zertifikate ausgestellt. Die Details findest du hier, die Android-App hier und die iOS-App hier.
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Liveticker: Corona National+International 09.01.2022

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19:38
Tausende protestieren in Tschechien gegen Corona-Impfpflicht
Tausende Menschen sind am Wochenende in Tschechien gegen die Corona-Massnahmen auf die Strasse gegangen. In Prag protestierten am Sonntag rund 4000 Teilnehmenden gegen eine Impfpflicht gegen Covid-19. Sie hielten Schilder hoch wie «Wir sind keine Versuchskaninchen» und «Wir wollen einen Dialog». Bereits am Samstag hatten sich rund 2000 Menschen in der zweitgrössten Stadt Brünn (Brno) zu einer Kundgebung versammelt.
People hold up a banner as they gather to protest against the governments restrictions to curb the spread of COVID-19 in Prague, Czech Republic, Sunday, Jan. 9, 2022. (AP Photo/Petr David Josek)
Bild: keystone
Die ehemalige Regierung unter dem Multimilliardär Andrej Babis hatte eine Impfpflicht gegen Covid-19 für alle Menschen ab 60 Jahren und bestimmte Berufsgruppen beschlossen. Sie soll im März in Kraft treten. Das neue liberalkonservative Kabinett unter Ministerpräsident Petr Fiala hat noch nicht entschieden, ob es daran festhalten oder die Impfpflicht wieder abschaffen wird.

In Tschechien sind nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC 62,4 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen Covid-19 grundimmunisiert. Das ist weniger als im EU-Durchschnitt. (sda/dpa)
18:53
Rund 5000 Menschen protestieren in Brüssel gegen Corona-Politik
Rund 5000 Menschen haben in Brüssel gegen die Corona-Regeln demonstriert. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie die Verwendung des digitalen Covid-Zertifikats, das den Impfstatus oder einen negativen Corona-Test anzeigt, wie die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Nach Angaben des Senders RTBF gab es mehrere Festnahmen, grösstenteils blieb es jedoch friedlich.

Ende vergangenen Jahres waren Proteste in Brüssel mehrfach in Gewalt umgeschlagen. Im November lieferten sich etwa Randalierer Strassenschlachten mit den Sicherheitskräften, die ihrerseits Wasserwerfer und Tränengas einsetzten. (sda/dpa)
epaselect epa09675719 People take part in a protest against Covid-19 measures in Brussels, Belgium, 09 January 2022. Belgium witnessed an average of 170 covid-related hospitalizations per day in the first six days of 2022. EPA/JULIEN WARNAND
Bild: keystone
16:52
Forscherteam in Zypern entdeckt neue Mischvariante «Deltakron»
Ein Forscherteam an der Universität Zypern hat eine neue Covid-Variante entdeckt. Weil das Virus Proteinstrukturen der beiden Varianten Delta und Omikron aufweise, habe man es «Deltakron» getauft, so Leondios Kostrikis, Professor für Biowissenschaften, gegenüber dem zyprischen Sender «Sigma TV». Der Covid-19-Stamm wurde gemäss den Behörden bei 25 Fällen identifiziert.

Der Deutsche Epidemiologe Klaus Stöhr gibt gegenüber der «Bild» aber Entwarnung: Als Laie würde man meinen, dass die Virusvariante Deltakron beide Eigenschaften von Delta und Omikron vereint. Sich also sehr schnell verbreitet und schwerere Verläufe versursacht. Dem ist aber nicht so, erklärt Stöhr in der Bild. «In der Biologie sind eins und eins nicht unbedingt zwei. Nur weil ein Virus die Oberflächeneigenschaften zweier anderer hat oder sich Mutationen zweier Varianten kombinieren, bedeutet das nicht, dass sie auch die gleichen klinischen Auswirkungen haben.» (ohe)
12:45
Schulleiter fordern vom Bund einheitliche Corona-Massnahmen
Spucktest an der Schule: Nicht alle Kantone handhaben das gleich.
Bild: ZVG
Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter der Schweiz (VSLCH) wünscht sich vom Bundesrat landesweit einheitliche Regeln hinsichtlich des Maskentragens an Schulen. Dies würde auch die Diskussionen zwischen Lehrpersonen und Eltern erleichtern.

Heute müssten in einigen Kantonen bereits Erstklässler eine Maske tragen, andernorts nicht, sagte Thomas Minder, Präsident des VSLCH, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Gerade diese Uneinheitlichkeit treibe Eltern teilweise auf die Barrikaden.

Im Schulalltag sei es für Lehrerinnen und Lehrer «extrem schwierig», wenn einigen Kindern zuhause gesagt werde, sie sollten keine Maske tragen. In der gleichen Klasse habe man dann Kinder mit und ohne Maske, so Minder. Die Schulen könnten Kinder nicht einfach nach Hause schicken, um die Schutzmassnahmen umzusetzen. Denn diese hätten ein Recht auf Bildung.

Die Meinungsverschiedenheiten zur Coronapolitik zeigen sich gemäss Minder in den Lehrerkollegien ebenso wie im Rest der Gesellschaft. Komme es zu einer Spaltung, sei dies sehr bedauerlich. Schliesslich ginge es eigentlich darum, gemeinsam für die Bildung einzustehen. (sda)
11:41
Israel: Über eine Viertelmillion sind viermal gegen Corona geimpft
Binnen einer Woche haben schon mehr als eine Viertelmillion Israelis eine vierte Corona-Impfdosis erhalten. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, bisher seien 254 000 Menschen mit der vierten Dosis geimpft worden. Entsprechend einer Expertenempfehlung bekommen diese bisher nur über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.

Der israelische Regierungschef Naftali Bennett sprach am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung von einer hohen Impfbereitschaft innerhalb der Risikogruppen, «die sehr viele schwere Erkrankungen und Leid vermeiden wird».
Eine Krankenschwester zieht eine Spritze für die Coronaimpfung eines älteren Mannes im Impfzentrum "Pais Arena Sports Complex" auf. Weniger als zwei Wochen nach Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft. Foto: Nir Alon/ZUMA Wire/dpa
Bild: sda
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist in der Omikron-Welle so hoch wie nie seit Beginn der Pandemie. Laut Gesundheitsministerium sind binnen 24 Stunden mehr als 17 500 neue Fälle registriert worden.

Angesichts steigender Infektionszahlen auch bei medizinischem Personal erwägt das Gesundheitsministerium nach Medienberichten, Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenschwestern und -pfleger trotz positivem Corona-Befund arbeiten zu lassen, solange sie keine Symptome haben. Grund sei die Sorge vor einem Pflege-Notstand wegen einer Isolierung von Fachkräften.

Im vergangenen Jahr war Israel immer wieder als Vorreiter beim Impfen gegen das Coronavirus beschrieben worden. Doch nur rund 61 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Booster-Impfung. 30 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei rund neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung schon abgelaufen. (sda/dpa)
11:38
Corona-Tote in Grossbritannien: 150’000-Marke überschritten
Britain's Prime Minister Boris Johnson gestures, during a visit to a COVID-19 vaccination centre, in Northampton, England, Thursday, Jan. 6, 2022. (Peter Cziborra/Pool Photo via AP)
Bild: keystone
Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich betrübt gezeigt über die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land. Am Wochenende hatte die Zahl der Todesfälle bei mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infizierten die Marke von 150 000 überschritten. Grossbritannien ist das erste Land Europas, mit Ausnahme Russlands, das so viele Tote in der Pandemie zu beklagen hat.

«Das Coronavirus hat einen furchtbaren Tribut in unserem Land gefordert (...)», schrieb Johnson am Samstagabend auf Twitter. Den Angehörigen der Gestorbenen sprach der konservative Politiker sein Mitgefühl aus und fügte hinzu: «Unser Ausweg aus dieser Pandemie ist, dass jeder seinen Booster bekommt, oder die erste oder zweite Impfung, wenn noch nicht erhalten.»

Die tatsächliche Zahl der Corona-Toten im Vereinigten Königreich dürfte sogar noch höher sein. So wurde bereits bei mehr als 173 000 Totenscheinen in Grossbritannien Covid-19 vermerkt. Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiter fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146 000 Neuinfektionen registriert. (sda/dpa)
10:37
Verstoss gegen Lockdown – Holländische Polizei stoppt Schiffsparty
Die niederländische Polizei hat eine illegale Party auf einem Schiff beendet, zu der trotz des Corona-Lockdowns mit geschlossenen Bars und Diskotheken eingeladen worden war. Nachdem sie in den sozialen Medien einen Hinweis auf die Schiffsparty gefunden hatten, rückten Fahnder am Samstagabend zu der Anlegestelle in Spaarndam bei Amsterdam aus, wie die Polizei mitteilte. Sie stoppten dort ein kleines Boot, das die Gäste zu dem Partyschiff bringen sollte. Gegen 19 Gäste wurden Verfahren wegen Verstössen gegen die Corona-Massnahmen eingeleitet. Auf dem Partyschiff, das auf einem Kanal lag, wurden zahlreiche Bierfässer und 82 Liter der Partydroge Lachgas entdeckt.

Auf einem Firmengelände im nahe gelegenen Haarlem beendete die Polizei ebenfalls am Samstagabend eine weitere illegale Party mit rund 400 Gästen. Mehrere Einheiten seien ausgerückt, um das Event aufzulösen, teilte die Polizei mit. Nun werde gegen die Organisatoren ermittelt. Diese hatten in dem Gebäude für professionelle Akustik, eine Bar samt Preisliste, Toiletten und einen mobilen Geldautomaten gesorgt. Die Gäste hatten für die verbotene Party Eintritt bezahlt. (sda/dpa)
6:10
Vor Olympia: Pekings Nachbarstadt Tianjin meldet Omikron-Fälle
Nach dem Auftreten der ersten lokalen Omikron-Fälle in China hat die nordostchinesische Stadt Tianjin Massentests für die gesamte Bevölkerung angeordnet. Während der Staatssender CCTV am Sonntag zunächst von zwei Omikron-Fällen in der Stadt berichtete, meldete die Staatszeitung «Global Times» bereits 20 Corona-Infektionen, liess dabei aber offen, ob es sich bei allen um die Omikron-Variante handelte.

Tianjin befinde sich im «ersten echten Kampf gegen Omikron auf dem chinesischen Festland», zitierte die Zeitung einen Experten. Zwar waren bereits im Dezember zwei Omikron-Fälle in China gemeldet worden. Allerdings hatte es sich dabei um Reiserückkehrer gehandelt, die sich in Tianjin und in der südchinesischen Metropole Guangzhou in Quarantäne befanden.

Die 15-Millionen-Metropole Tianjin ist eine Nachbarstadt von Peking, wo in wenigen Wochen am 4. Februar die Olympischen Winterspiele beginnen sollen. Athleten und andere Teilnehmer der Spiele sollen sich in Peking nur in einer abgeschotteten «Blase» bewegen dürfen, um ein Einschleppen des Virus zu verhindern.

China, das eine strikte Null-Covid-Politik verfolgt, hat das Virus seit mehr als einem Jahr weitgehend in den Griff bekommen. Das Leben und die Wirtschaft haben sich schon lange normalisiert. Immer wieder gibt es jedoch lokal begrenzte Ausbrüche. Seit mehr als zwei Wochen befindet sich so die zentralchinesische Stadt Xi'an (Provinz Zhejiang) in einem strikten Lockdown. Menschen dürfen dort nur noch in absoluten Ausnahmen ihre Wohnungen verlassen.
Visitors to a shopping mall cast shadows as they walk through a health check point in Beijing, China, Tuesday, Dec. 14, 2021. Chinese state media said Monday, Dec. 13, 2021, that the first case of the omicron variant of COVID-19 has been detected in the country's mainland in Tianjin city just east of Beijing. (AP Photo/Ng Han Guan)
Bild: keystone
Auch die Provinz Henan kämpft mit einer neuen Corona-Welle. Seit Freitag wurden zudem drei Infektionen in der südchinesischen Metropole Shenzhen gemeldet.

Einige Beobachter glauben, dass es für China bei einer Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante deutlich schwieriger werden dürfte, die Infektionszahlen landesweit so gering wie bislang zu halten. Auch gibt es Hinweise, dass die chinesischen Impfstoffe einen geringeren Schutz vor Omikron als westliche Präparate aufweisen. Landesweit meldete China am Sonntag 92 neue lokale Corona-Infektionen. (sda/dpa)
21:08
Über 100 000 Menschen protestieren in Frankreich gegen Corona-Politik
Über 100 000 Menschen haben in Frankreich am Samstag gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Allein in Paris gingen 18 000 Menschen auf die Strasse, berichtete der Sender France Info unter Verweis auf das Innenministerium. Landesweit kam es in zahlreichen Städten zu Protestzügen, die wieder auf deutlich mehr Unterstützung stiessen als in den vergangenen Wochen. Vereinzelt musste die Polizei gegen Ausschreitungen vorgehen. Im Fokus der Proteste stehen geplante drastische Einschränkungen für Ungeimpfte. Sie sollen schon bald keinen Zugang mehr zu Kinos, Bars oder Fernzügen haben.
Demonstrators, in opposition to vaccine pass and vaccinations to protect against COVID-19 gather during a rally in Paris, France, Saturday, Jan. 8, 2022. President Emmanuel Macron has publicly berated the minority of French residents who continue to refuse the vaccine and vowed to restrict their social life by pushing the parliament to pass legislation on a new vaccine pass. The Senate will debate the new vaccine pass bill next week. (AP Photo/Adrienne Surprenant)
Bild: keystone
Das Gesetzesvorhaben ist aber noch nicht durch das Parlament. Im Unterhaus hatte es hitzige Debatten dazu gegeben. Aktuell ist Frankreich stark von der Pandemie getroffen. Der Inzidenzwert, also die registrierten Ansteckungen auf 100 000 Menschen innerhalb einer Woche, lag zuletzt bei 2528. Angefacht wurden die Proteste auch von der Ankündigung Macrons in einem Interview, Ungeimpfte in der Corona-Pandemie bis zum Ende nerven zu wollen. Macron hatte dabei eine Vokabel aus der Umgangssprache verwendet, was ihm heftige Kritik aus Opposition und Gesellschaft einbrachte. (sda/dpa)
20:06
Zahl der Corona-Toten in Grossbritannien überschreitet 150'000
Die Zahl der Todesfälle nach einer mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infektion in Grossbritannien hat die Marke von 150 000 überschritten. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein. Auf dem Totenschein wurde bereits bei mehr als 173 000 Menschen in Grossbritannien Covid-19 vermerkt.
Paramedics push a trolley next to a line of ambulances outside the Royal London Hospital in the Whitechapel area of east London, Thursday, Jan. 6, 2022. Health authorities across the U.K. simplified COVID-19 testing requirements on Wednesday, a move designed to cut isolation times for many people and that may ease the staffing shortages that are hitting public services amid an omicron-fueled surge in coronavirus infections. A string of National Health Service local organizations have declared "critical incidents" in recent days amid staff shortages. (AP Photo/Matt Dunham)
Bild: keystone
Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiterhin fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146 000 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) wurde zuletzt mit 1900 angegeben (Stand: 3. Januar). Während die Kurve in London inzwischen aber abzuflachen scheint, steigen die Zahlen im Norden Englands weiterhin stark an. (sda/dpa)
18:48
6000 Unterschriften gegen Maskenpflicht für Kinder in St. Gallen
Im Kanton St. Gallen haben Private laut eigenen Angaben eine Petition mit knapp 6000 Unterschriften gegen die Maskenpflicht für Kinder in der Primarschule eingereicht. Sie forderten den Bildungsrat dazu auf, die entsprechende Vorschrift per sofort aufzuheben.

Die Online-Petition mit 5962 Mitunterzeichnenden liessen die Maskengegner am Freitag dem Kanton zukommen, wie sie am Samstag mitteilten. «Wir als Eltern sind der Auffassung, dass es nicht sein kann, die Kinder einem solchen Zwang zu unterziehen», teilten die Petitionäre mit. Erwachsene seien in der Lage, «mit den Verhaltensregeln rund um Covid 19 umzugehen», Kinder jedoch nicht.

Im Kanton St. Gallen müssen Schülerinnen und Schüler seit Ende der Weihnachtsferien ab der vierten Primarklasse eine Maske tragen. Der Bildungsrat reagierte mit der Vorgabe auf die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. In mehreren Kantonen gilt eine Maskenpflicht auf der Primarstufe. Ebenfalls in mehreren Kantonen wurden Petitionen dagegen lanciert. (sda)
17:39
Wieder 40 000 Menschen bei Protesten gegen Corona-Massnahmen in Wien
In Österreich haben erneut Zehntausende gegen die Corona-Massnahmen protestiert. In Wien beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei am Samstag rund 40 000 Menschen an einem Protestmarsch. Die Demonstration verlief weitgehend friedlich. Zur Überprüfung einiger Teilnehmer wurde der Protestzug kurz angehalten. Einige Demonstranten versuchten dabei laut Polizei die Sperre zu durchbrechen. Es habe einzelne Festnahmen gegeben, hiess es. Mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz. Die Demonstranten wandten sich unter anderem gegen die geplante Corona-Impfpflicht, die ab Februar gelten soll. In den vergangenen Wochen war es mehrfach zu ähnlich grossen Protestkundgebungen in Wien gekommen. (sda/dpa)
16:30
Massnahmen-Gegner und Impfkritiker ziehen durch Zürich
Mehr als tausend Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen sind am Samstag durch die Zürcher Innenstadt gezogen. Auf der bewilligten Demo kritisierten sie «unnütze Massnahmen» der Politik, warnten vor Impfungen und warfen den Medien vor, «gekauft» zu sein.
Demonstration gegen die Corona Massnahmen in Zuerich am Samstag, 8. Januar 2022. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Bild: keystone
Verschiedene Gruppen versammelten sich auf dem Helvetiaplatz und zogen anschliessend rund eineinhalb Stunden durch die Innenstadt. Angeführt wurde der Protestzug am Nachmittag von mehr als 60 sogenannten Freiheitstrychlern, begleitet wurde er von der Polizei.

Die Stimmung war friedlich, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Die Teilnehmenden standen und liefen dicht gedrängt und ohne Masken. Sie forderten auf Plakaten und Fahnen «Freiheit», «keinen Impfzwang» und «Nein zu staatlich finanzierten Medien» aber auch «Rave for Freedom» (auf Deutsch etwa «Tanz für die Freiheit»).

Durch den Demonstrationszug wurde der Verkehr in der Stadt stark behindert. Etliche Tramlinien waren unterbrochen.

Zur Demo aufgerufen hatte das Komitee «Bildung für Alle», der Aufruf wurde aber beispielsweise auch vom Aktionsbündnis Urkantone verbreitet. (sda)
10:50
Italien: Corona-Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft getreten
In Italien ist die Corona-Impfpflicht für Menschen im Alter von mehr als 50 Jahren in Kraft getreten. Das am Mittwoch im Ministerrat beschlossene Dekret wurde am Samstag wirksam, nachdem es am Freitag in Amtsblatt erschien. Ungeimpfte haben jedoch noch Zeit, bis ihnen Konsequenzen drohen. Ab dem 1. Februar ist eine Strafe von 100 Euro für diejenigen vorgesehen, die bis dahin noch ungeimpft sind oder ihre zweite Dosis beziehungsweise den Booster nicht erhalten haben, obwohl sie es könnten.

Die Impfpflicht gilt bis zum 15. Juni und für alle Menschen über 50 mit Wohnsitz in Italien, also auch ausländische Staatsbürger. Ab dem 15. Februar greift für die über 50-Jährigen zudem die 2G-Regel auf der Arbeit. Wer ab dann nicht geimpft oder nachweislich genesen ist, kann zum Beispiel nicht mehr ins Büro kommen. Für jüngere Arbeitnehmer reicht ein negativer Test. Wer dennoch erscheint und erwischt wird, muss wie bisher mit einer Strafe zwischen 600 und 1500 Euro rechnen.

Die Massnahme hatte für reichlich Kritik, aber auch Lob gesorgt. Viele Politiker aus den mitregierenden Parteien befürworteten das Vorgehen. Regierungschef Mario Draghi hatte die Massnahmen damit gerechtfertigt, in der Altersgruppe einzuschreiten, die stärker vom Risiko betroffen ist, bei einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert zu werden.

Der Gründer der grössten Parlamentspartei Fünf-Sterne-Bewegung, Berufskomiker Beppe Grillo, kritisierte, die Kontrolle der Zentralregierung rufe «orwellsche Bilder» hervor, die schwer auf der Psyche lasteten. Liguriens Regionalpräsident und Mitbegründer der konservativen Partei Coraggio Italia (Mut Italien), Giovanni Toti, sprach sich in der Zeitung «La Repubblica» (Samstag) dafür aus, die 2G-Regel auszuweiten. Bei einer Impfpflicht hätte man alle Erwachsenen einbeziehen müssen. (sda/dpa)
epa09101030 A close up shows a pin reading  in Italian " I am vaccinated" after he received his COVID-19 vaccine at the Madre Museum in Naples, Italy, 27 March 2021. A new COVID-19  vaccination center for the Campania Region has opened in the  Madre Museum of Naples on 27 March, it is due to vaccinate some 700 people per day.  EPA/CIRO FUSCO
Bild: keystone
6:17
Booster schützt Ältere zu 90 Prozent vor schwerem Verlauf bei Omikron
Booster-Impfungen gegen das Coronavirus bieten Senioren laut einer aktuellen Analyse auch bei einer Infektion mit der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Verlauf.

Drei Monate nach der Drittimpfung liegt der Schutz vor Einlieferung ins Spital bei rund 90 Prozent, wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA zu Beginn des Wochenendes mitteilte. Nach nur zwei Impfdosen liege der Schutz vor schweren Verläufen drei Monate nach der Impfung bei rund 70 Prozent, nach sechs Monaten noch bei 50 Prozent.

Der Schutz vor einer Corona-Infektion mit milden Symptomen lag auf Omikron bezogen drei Monate nach der Booster-Impfung noch bei rund 30 Prozent.

Für die Studie wertete die britische Behörde die Daten von Senioren ab 65 Jahren aus, bei denen die Booster-Impfung bereits einige Monate zurücklag. Auch in Grossbritannien werden für die Booster-Impfungen, die im vergangenen Herbst starteten, in allen Altersgruppen die Impfstoffe von Biontech und Moderna verwendet. (sda/dpa)
03:38
Mexiko überschreitet Marke von 300 000 Corona-Toten
Als fünftes Land der Welt hat Mexiko in der Coronavirus-Pandemie inzwischen mehr als 300 000 Todesopfer registriert. Der nordamerikanische Staat meldete am Freitag 131 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl bei 300 101 lag. Mehr Todesopfer infolge einer Covid-19-Erkrankung haben bisher nur die USA, Brasilien, Indien und Russland verzeichnet.

In Mexiko wird äusserst wenig auf das Coronavirus getestet. Dennoch nahm die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen zuletzt deutlich zu. Am Freitag stieg sie um 28 023 auf 4 083 118.

Mexiko hat nach Angaben der OECD vom November die höchste Übersterblichkeit ihrer 38 Mitgliedstaaten. Nach Zahlen der Regierung starben in den vergangenen beiden Jahren in Mexiko bis zum 13. Dezember gut 646 000 mehr Menschen als nach dem Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre zu erwarten gewesen wäre.

Rund 56 Prozent der etwa 126 Millionen Einwohner - die zehntgrösste Bevölkerung weltweit - gelten als vollständig geimpft mit einem der zehn zugelassenen Vakzine. Eine Auffrischungsdosis bekommen bislang nur Menschen im Alter von mehr als 60 Jahren und Gesundheitspersonal.

Einen Lockdown hat es während der Pandemie in dem lateinamerikanischen Land nie gegeben, die Grenzen blieben weitgehend offen. Weder bei Einreise aus dem Ausland noch an öffentlichen Orten werden Nachweise einer Impfung oder Genesung verlangt.

Der populistische Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador (im Bild unten), der auch in der Pandemie eine Austeritätspolitik betreibt, hat die Gefahr durch das Coronavirus immer wieder heruntergespielt und falsche Informationen verbreitet - etwa, dass nicht zu lügen und zu stehlen vor einer Infektion schütze. Im Januar vergangenen Jahres, als Mexiko seine bislang tödlichste Corona-Welle erlebte, erkrankte auch López Obrador an Covid-19. Eine Maske trägt der 68-Jährige fast nie. (sda/dpa)
Mexico's President Andrés Manuel López Obrador says Mexico will not respond to U.S. President Donald Trump's threat of coercive tariffs with desperation, but instead push for dialogue, during his daily morning press conference at the National Palace, in Mexico City, Friday, May 31, 2019. (AP Photo/Ginnette Riquelme)
Bild: Ginnette Riquelme/AP/KEYSTONE
20:38
Luzerner Gesundheitsdirektor bringt Fünf-Tage-Quarantäne ins Spiel
Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf anlaesslich der Medienkonferenz zur aktuellen Covid-19 Situation und einer moeglichen Triage in der Intensivmedizin bei ausserordentlichen Ressourcenknappheit im Kanton Luzern, am Dienstag, 28. Dezember 2021 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: keystone
Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (Mitte) stellt die mittlerweile in den meisten Kantonen geltende Sieben-Tage-Quarantäne für Kontaktpersonen von Covid-Infizierten in Frage. Es gebe Diskussionen und Forderungen seitens der Kantone, die Quarantäne auf fünf Tage zu verkürzen.

«Eine schweizweite Vereinheitlichung der Quarantäneregelung begrüsse ich sehr», schrieb Graf in einem am Freitag veröffentlichten Blogbeitrag. Ein kantonaler Flickenteppich sei für die Menschen im Land kaum nachvollziehbar. Graf ist Präsident der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (ZGDK).

Keine Option für Taskforce
Eine Verkürzung auf der Quarantäne auf noch fünf Tage verlangte kürzlich auch der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Er begründete dies mit den Personalausfällen in Unternehmen. «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der geltenden Regeln bezüglich Isolation und Quarantäne sollte hinterfragt werden», schrieb der Verband.

Laut Urs Karrer, Vizepräsident der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes, ist eine kürzere Quarantäne indes keine Option. «Das ist wissenschaftlich nicht mehr zu begründen», sagte er am Freitag in der «Tagesschau» von SRF. Es gäbe sonst zu viele Leute, die nach der eigentlichen Quarantäne noch positiv werden könnten.

In Frage gestellt
Graf warf in seinem Blogbeitrag die Frage auf, ob die Quarantäne bei einer Verkürzung auf fünf Tage «nicht gleich ganz aufgehoben werden sollte». Er verwies dabei auf die Zeitspanne von etwa fünf Tagen zwischen Ansteckung, dem Vorliegen des positiven Testresultats und der Benachrichtigung der Kontaktpersonen.

«Ob eine anschliessende Quarantäne von fünf Tagen dann noch Sinn macht, ist aus meiner Sicht fraglich», schreibt Graf. Allenfalls müsste über eine Aufhebung der Quarantäne diskutiert werden. Damit würde dann aber sozusagen eine «stille Durchseuchung» toleriert.

Diese hätte dann aber Folgen für die Gesundheitsversorgung, Dienstleistungen von beispielsweise Polizei und Feuerwehr und auch die Wirtschaft. Da Omikron zwar hoch ansteckend sei, aber zu weniger schweren Verläufen und Hospitalisierungen zu führen scheine, «ist dies vielleicht sogar vertretbar, weil wir so rasch eine Herdenimmunität erlangen könnten.»

Am Freitag befanden sich nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit rund 90'000 Personen nach einem positiven Test auf das Coronavirus in Isolation. Rund 28'000 weitere Menschen befanden sich nach Kontakten mit Infizierten in Quarantäne. Die Daten bezogen sich auf 17 Kantone und Liechtenstein. (sda)
18:39
Omikron-Variante: Erster Toter in Brasilien gemeldet
Brasilien hat den ersten Toten durch die Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag entsprechende Medienberichte. Demnach litt das 68-jährige Opfer an Vorerkrankungen. Berichten zufolge war der Mann dreimal gegen das Coronavirus geimpft.

In Brasilien waren Ende November bei brasilianischen Missionaren, die in Südafrika leben, die ersten beiden Fälle mit der Omikron-Variante festgestellt worden. Im grössten Land in Lateinamerika haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 618 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - eine der höchsten Todeszahlen der Welt. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner.

Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne sank die Zahl der neu hinzukommenden Toten stark. Inzwischen sind fast 70 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Zuletzt stieg die Zahl der positiven Tests, auch beeinflusst durch Weihnachten und Silvester, wieder an. (sda/dpa)
epa09672292 Health professionals carry out COVID-19 detection tests on people at a public school in Rio de Janeiro, Brazil, 07 January 2022. Brazil, one of the countries most affected by the pandemic, is studying reducing the isolation period for asymptomatic patients with COVID-19 from ten to five days, as announced this 07 January by the Brazilian Minister of Health, Marcelo Queiroga.  EPA/Antonio Lacerda
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
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