Schweiz
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Polizisten halten Absperrbaender, um Demonstranten vom Bundesplatz fernzuhalten, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown, am Samstag, 9. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Interview

«Rechtsextreme nutzen mit den Anti-Shutdown-Demos die Gunst der Stunde»

Der Historiker und Rechtsextremismusforscher Damir Skenderovic warnt davor, dass die Anti-Lockdown-Demos den Rechtsextremen Aufschwung verleihen. Im Interview erklärt er, wie dies verhindert werden könnte und warum die Proteste unterschätzt werden.



Heute treffen sich in mehreren Schweizer Städten erneut Menschen, um gegen die Shutdown-Massnahmen zu demonstrieren. Lange war es ruhig und nun folgen diese Aufstände. Was ist passiert?
Damir Skenderovic:
Die Leute sind verunsichert, sie empfinden Kontroll- und Vertrauensverlust. In der Krise suchen sie nach Antworten, obwohl es für viele Fragen keine gibt. Sie suchen nach einfachen Erklärungen und klaren Verantwortlichkeiten. Deshalb auch der Boom an Verschwörungstheorien, diese geben simple Antworten auf komplexe Fragen. Auch haben sie die Funktion, Gemeinschaft zu stiften und eine Gruppe zusammenzuschweissen. Gerade jetzt, wo alles durcheinander ist und wir nicht wissen, woran wir uns halten sollen, ist das eine sehr wichtige Funktion.

Sie sprechen die Verschwörungstheoretiker an. Sie sind aber nicht die einzigen, die an den Demonstrationen teilnehmen.
Tatsächlich fällt die Vielfalt der Demonstrierenden auf. Ihre Motive, der politische Hintergrund und ihre Forderungen sind unterschiedlich. Es gibt solche, die kritisch auf die wirtschaftlichen Folgen schauen oder sich in ihren Grundrechten eingeschränkt sehen. Andere sorgen sich um die Rolle der Technologiekonzerne oder um Überwachung.

«Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus wurden mehr Verschwörungstheorien verbreitet. Diesen Zusammenhang sieht man auch bei den Demonstrationen.»

Ist das die Mehrheit?
Im Moment ist es noch schwierig einzuschätzen. Es scheint aber, dass ein sehr grosser Teil Anhänger von Verschwörungstheorien sind. Dies zeigt sich zumindest in anderen Ländern, vor allem in Deutschland und den USA.

Die Coronakrise hat also einen Verschwörungs-Boom ausgelöst?
Der Aufschwung hat nicht nur mit Covid-19 zu tun. Das ist eine Entwicklung, die wir schon länger beobachten. Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus wurden mehr Verschwörungstheorien verbreitet. Diesen Zusammenhang sieht man auch bei den Demonstrationen. Für Verschwörungstheorien und Rechtspopulismus ist die Behauptung zentral, dass die politische Elite, die Wissenschaft oder die Intellektuellen korrupt sind und das Volk verraten. Dieses sei Opfer und es müsse sich gegen diese angeblichen Eliten wehren.

Wie ist es dazu gekommen?
In den letzten Jahren war es Ziel der Populisten, das Vertrauen in Wissenschaft, Expertise und Fakten zu untergraben. Doch nun hat die Coronakrise gezeigt, dass die Regierung bei der Entscheidung der Massnahmen auf wissenschaftliche Kenntnisse zurückgreift und eine wissensbasierte Politik betreibt. Das entspricht natürlich nicht dem populistischen Politikverständnis.

Kann diese heterogene Gruppe von Protestierenden überhaupt als eine «Bewegung» bezeichnet werden?
Es sind Strömungen, die nicht neu sind. Neu ist jedoch, dass sie gleichzeitig zusammenkommen. Hier muss man wachsam sein, denn von den Rechtspopulisten wie auch Rechtsextremen wird eine Querfrontstrategie verfolgt: Sie zeigen sich kritisch gegenüber Macht und Elite und gleichzeitig tragen sie Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus mit. Diese Strategie von rechts darf nicht aus den Augen verloren werden.

Bild

Historiker und Rechtsextremismusforscher Damir Skenderovic. bild: zvg

Warum?
Weil diese Demonstrationen der rechtsextremen Szene so Aufschwung verleihen. Rechtsextreme nutzen die Gunst der Stunde. Das hat sich in Deutschland bereits gezeigt. Es ist deshalb wichtig, darauf hinzuweisen, wer zu diesen Demonstrationen aufruft und wer dabei ist. Wer instrumentalisiert das Gefühl der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit? Man muss ganz genau hinschauen und herausfinden, wer versucht, seine Interessen zu vertreten oder sich in Szene zu setzen.

Weiss man das nicht bereits?
In der Schweiz gibt es bisher noch zu wenig Informationen, das Bild ist noch nicht klar. Doch auch hier ist wichtig zu wissen, wer die treibenden Kräfte dieser Demonstration sind. So können sich Leute mit einer kritischen Haltung gegenüber gewissen staatlichen Massnahmen oder Technologiekonzernen positionieren und abgrenzen. Sie können dann gefragt werden: Wollen Sie bei dieser Demonstration mitlaufen, wenn Sie wissen, dass neben ihnen ein Rassist und ein Rechtsextremer steht? Denn wenn man kritisch ist gegenüber einer App ist, ist man noch lange kein Rechtsextremer.

Anti-Shutdown-Demo am 9. Mai 2020

Es ist ja grundsätzlich nicht schlecht, staatliche Massnahmen kritisch zu hinterfragen.
In der Tat muss man es kritisch beobachten, vor allem wenn es sich um Notstandsrecht handelt. Doch diese Demonstrationen kritisieren Massnahmen, mit denen man Menschen vor dieser Krankheit geschützt hat. Wissenschaft und Forschung ist sich einig, dass das Virus sehr gefährlich ist. Wenn nun diese Demonstrierenden protestieren, obwohl dies für die Gesellschaft ein gesundheitliches Risiko birgt, ist das unverantwortlich. Und zeigt ein Mangel an Solidarität gegenüber Menschen, die dieser Krankheit ausgesetzt werden können, und auch gegenüber jenen, die im Gesundheitssystem arbeiten und helfen.

Die Demonstrierenden stellen die individuelle Freiheit über die gesellschaftliche Solidarität.
Genau. Das ist ein Gedanke, der im Hintergrund des neoliberalen Wirtschaftssystems in den letzten 20 bis 30 Jahren immer stärker wurde. Und eigentlich glaubte man, dass mit der Coronakrise dieser Gedanke der gesellschaftlichen Solidarität Auftrieb erhalten werde.

«Was jetzt fatal ist: Kritiker behaupten, es wäre alles gar nicht nötig gewesen. Solche Ungewissheiten ebnen den Weg für Verschwörungstheorien.»

Man könnte auch fragen, ob es der Bundesrat verpasst hat, seine Eingriffe in die Freiheitsrechte richtig zu erklären.
Das denke ich nicht. Vor allem in der ersten Phase hat die Kommunikation gut funktioniert – die Entscheidungen wurden basierend auf Expertenwissen klar erklärt. Was jetzt fatal ist: Kritiker behaupten, es wäre alles gar nicht nötig gewesen. Jedoch wissen wir nicht, was geschehen wäre, wenn die Massnahmen nicht ergriffen worden wären. Es sind eben solche Ungewissheiten und Zweifel, die den Weg ebnen für Verschwörungstheorien.

Heute werden erneut hunderte Demonstrierende erwartet. Was denken Sie, wie konsistent ist diese Bewegung?
Es ist entscheidend, was heute ablaufen wird. Werden sich die Leute mit einer anderen Agenda als Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme von ihnen trennen? Eigentlich muss es auf eine Trennung hinauslaufen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Demonstrationen gibt, aber auf getrennten Wegen. Ich hoffe aber vor allem, erst nachdem die gesundheitspolitischen Massnahmen zu Distanz und Versammlungen aufgehoben wurden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kennlar 17.05.2020 13:29
    Highlight Highlight Wo sind eigentlich diese sogenannten Rechtsextreme? Jeder spricht und schreibt über sie, kann sie nicht erkennen.
  • Hoci 17.05.2020 00:02
    Highlight Highlight Ich sehe auch im persönlichen Kontakt, dass recht agressiv bis bösartig hier Leute mit Masken angestart fast rausgeworfen werden, und Distanzen nicht eingehalten. Mir scheint frustrierte Leute können ihren angestauten Agressionen ( die von ganz anderen.Dingen.herrühren, zB Überforderung mit der sich schnell verändernden Welt wie mir scheint) so direkt und persönlich an irgendwem abreagieren.
    Vordergrpndig wegen.Scheissmassnahmen, tatsächlich aber allgemeinem Frust, vor allem wegen Neuem.6
  • Morgenbrot 16.05.2020 22:51
    Highlight Highlight 🤷‍♂️
    Benutzer Bildabspielen
  • Ouvrier 16.05.2020 22:30
    Highlight Highlight @Stefan Morgenthaler-Müller : Sie meinten Rechts sei nicht das selbe wie Links, wer uns vor den Nazi befreit hat, ok das stimmt, aber was hat der Linke Stalin denn gemacht, wissen sie es ? Also ist Rechts- wie Linksextrem katastrophal, das zeigte klar die Geschichte !
  • Altweibersommer 16.05.2020 20:08
    Highlight Highlight Also jetzt mal ehrlich: Es handelt sich hier um ein paar hundert Schwurbler, die nun offenbar jedes Wochenende demonstrieren gehen. Dagegen gibt es über 8 Millionen Schweizer, denen die Massnahmen auch nicht angenehm sind, die jedoch täglich ihr Bestes geben und sich an die Massnahmen halten. Es wäre schön, wenn Watson und andere Medien ihre Verantwortung wahr nähmen und diesen Deppen nicht aus Sensationsgier jedes Wochenende eine Plattform geben würden.
    • SeboZh 17.05.2020 00:38
      Highlight Highlight Auf 20min haben sie eine Demonstrantin befragt.... Hab mich fast bisschen fremdgeschämt.
  • Jetzt 16.05.2020 17:50
    Highlight Highlight Von allen Seiten wird Solidarität gefordert. Nehmt Rücksicht auf die Älteren, auf die Risikogruppen… Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Was bringt denn diese Leute dazu sich dagegen aufzulehnen? Ist es wirklich die Einschränkung der Grundrechte? Ich sehe das Problem eher darin, dass die Solidarität vom Volk erbracht werden muss, während andere sich auch in dieser Krise gesund stossen und Profite einfahren, als wäre nichts geschehen. Von Solidarität ist da gar nichts zu sehen. Diese Ungleichheit macht wütend und treibt viele auf die Strasse. Wir sitzen nicht alle im gleichen Boot.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 16.05.2020 18:55
      Highlight Highlight Wir sitzen alle im gleichen Boot. Die einen sitzen nunmal in der ersten Gold-Klasse, sagen wo es lang geht, geniessen ihre sich verebenden Privilegien und die anderen rudern sich kaputt und glauben auch noch an die Märchen, die man ihnen in die Gratis-Bootszeitung erzählt.
    • Hoci 17.05.2020 00:24
      Highlight Highlight Ich sehe keine Solidarität.Hier haben sich viele um die Massnahmen foutiert+frisch fröhlich Party gemacht. Jetzt fühlen sie sich bestätigt, weil es ja hier keine massenweisen Toten gab, sind wütend wegen der Einschränkungen. Gegenüber denjenigen, die Masken tragen + sich an die Massnahmen.halten, Solidarität einfordern, sind sie aggressiv, halten Distanzen +Massnahmen demonstrativ + aggressiv nicht ein. Mich machte es wütend, zuzuschauen wie sich die Leute treffen , während du dich dran gehalten hast, einsam warst, es machte es noch härter. Es haben sich Gräben aufgetan.
  • NumeIch 16.05.2020 16:25
    Highlight Highlight Wer einen guten Artikel zu dieser Problematik lesen will, dem empfehle ich die Republik.
  • Ouvrier 16.05.2020 16:17
    Highlight Highlight Aha, wider mal der Aufreisser Rechtsextrem, gebt denen keine Platform mehr in den Medien, auch nicht den Linksextermen, stoppt diese beiden Extremistengruppen, grenzt sie aus ❗❗❗
    • Pisti 16.05.2020 17:01
      Highlight Highlight Naja solche Pseudo-Wissenschaftler wie der Herr Skenderovic, sehen doch in allem Rechtsextrmismus was nicht dem linksliberalen Mainstream entspricht.
    • Nick Name 16.05.2020 17:18
      Highlight Highlight @Pisti: Und wie kommen Sie dazu, einem ordentlichen Professor für Zeitgeschichte an der Universität Freiburg das Prädikat «Pseudo-Wissenschaftler» zu verleihen?
    • Nick Name 16.05.2020 17:36
      Highlight Highlight (Meine ......, was ist denn da unterwegs mit dem Blitzfinger [0/7]? Das war nur eine Frage an Pisti ...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cerebra 16.05.2020 16:00
    Highlight Highlight Um Loriot zu zitieren Sinngemäss hab den wortlaut nicht mehr im Kopf

    Kluge Menschen suchen in einer Krise nach Lösungen
    Dumme hingegen nach einem Schuldigen

    Irgendwie trifft das auf unsere Situation heute zu
    • Ueli der Knecht 16.05.2020 19:26
      Highlight Highlight Gewinner finden für jedes Problem hundert Lösungen.

      Verlierer finden für jede Lösung hundert Probleme.
  • Auric 16.05.2020 15:47
    Highlight Highlight WENN rechtsextreme (woran erkennt man die? eine legale rechtsextreme Partei kenne ich jetzt nicht) die einzige politische Bewegung ist die GEGEN den Lockdown ist...


    Sind dann alle, die auch gegen den Lockdown sind, automatisch RECHTSEXTREME?
    • Juliet Bravo 16.05.2020 15:56
      Highlight Highlight Das wird ja genau beschrieben im Interview oben. Nein sind sie nicht, aber sie laufen Gefahr an einer Demo, die von denen durchsetzt sind mit zu marschieren.
    • locogoa 16.05.2020 16:02
      Highlight Highlight Nein definitiv nicht....
      wer aber mit Rechtsextremen zusammen demonstriert ist zumindest stillschweigender Sympathisant....
    • Walter Sahli 16.05.2020 16:11
      Highlight Highlight Wenn Rechtsextreme die Einzigen sind, die politisch für oder gegen etwas sind, dann sollte man sich besser zweimal überlegen, ob man mit ihnen mitmarschieren will...Und wenn man's doch tut, ist es schon fast unverfroren, wenn man sich darüber beklagt, dass man in den gleichen Topf geschmissen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mijasma 16.05.2020 15:17
    Highlight Highlight Was Passiert ist, wer am Leben ist, wer gestorben ist sieht man erst wenn es Dunkel wird. Wir stehen aber immer noch im Licht des Morgens. Wir sollten warten bis es Abend ist um uns auszuruhen und ein Fazit zu ziehen. Wenn wir das Fazit schon am Morgzen ziehen könnte es sein das wir Falsch liegen. Und am Abend unsere Liebsten nicht mehr da sind um mit ihnen über den Tag zu reden.
  • Varanasi 16.05.2020 15:01
    Highlight Highlight Dazu noch ein hervorragender Artikel in der Republik:

    https://www.republik.ch/2020/05/16/der-tod-gehoert-wieder-den-rechten
    • Projektionsfläche 16.05.2020 15:49
      Highlight Highlight Wieso wird hier so geblitzt, hat jemand die Trolle von der Leine gelassen?

      Danke, Varanasi, der Artikel ist in der Tat hervorragend. 👍
    • Juliet Bravo 16.05.2020 16:18
      Highlight Highlight Die Blitzbrigaden.
    • Randalf 16.05.2020 16:56
      Highlight Highlight
      20min hat die dislike Funktion aufgehoben.
      Vielleicht deshalb?😎
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 16.05.2020 14:30
    Highlight Highlight «Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus wurden mehr Verschwörungstheorien verbreitet.»


    Ein Beispiel mehr, das zeigt, dass die menschen- und umweltfeindliche SVP unserem schönen Land schadet.
    • 2020theyearwelostourrights 16.05.2020 18:11
      Highlight Highlight «Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus wurden mehr Verschwörungstheorien verbreitet.»
      Ist nicht mehr als eine Behauptung irgendeines "Experten". Unbelegbar und abhängig von der Ideologie des Experten
    • Kruk 16.05.2020 23:07
      Highlight Highlight "ist nicht mehr als eine Behauptung" nein, das kann jeder sehen der die Augen aufmacht, dazu muss man kein Experte sein.


    • Juliet Bravo 17.05.2020 03:38
      Highlight Highlight 2020theyearwelostourrights, Wach auf!!😉
  • cal1ban 16.05.2020 14:26
    • bbelser 16.05.2020 15:48
      Highlight Highlight Ich vermute eher, es waren Kriminelle. Wieso findest du es so wichtig, welchem Extremismus sie frönen?
  • swisskiss 16.05.2020 14:25
    Highlight Highlight Wieso sollte man sich Gedanken machen zu Menschen, die ihre Meinung öffentlich vortragen? Ihr gutes Recht und eine wunderbare Gelegenheit Extremisten erkennungsdienstlich zu erfassen.

    Man sollte sich mehr Gedanken machen zu den anonymen Strippenzieher, die schön im Hintergrund solche Schafe steuern und aufhetzen.

    DAS ist die Gefahr und nicht irgendwelche Wirre, die mangels Verstand öffentlich rumplärren.
    • FrancoL 16.05.2020 15:47
      Highlight Highlight Ich glaube du unterschätzt diese „Wirren“. Gerade heute sind die die VT verbreiten ein eminent wichtiger Part für die VT.
    • Nick Name 16.05.2020 17:25
      Highlight Highlight Das Eine sollte das Andere nicht ausschliessen ...
    • swisskiss 16.05.2020 19:05
      Highlight Highlight FrancoL: Mit Sicherheit nicht schätze ich die Masse der Ahnungslosen und Fremdgesteuerten falsch ein. Menschen die zu 99% ihre persönlichen Lebensumstände als von oben gesteuert betrachten, um Eigenverantwortung für das Scheitern ihrer Lebensmodelle zu rechtfertigen, sind harmlos.

      Die Menschen sind gierig nach individuellen Weisheiten anderer. Sie hoffen, die eigenen Lebenslügen bestätigt zu finden. D. Koch
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 16.05.2020 14:23
    Highlight Highlight «Mit dem Aufstieg des billigen Populismus wurden mehr Verschwörungstheorien verbreitet. Diesen Zusammenhang sieht man auch bei den Demonstrationen.»

    Oder pauschalisierend klassifizierend/ kategorisierend:

    «Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus wurden mehr Verschwörungstheorien verbreitet. Diesen Zusammenhang sieht man auch bei den Demonstrationen.»

    ?
  • Locutus70 16.05.2020 14:22
    Highlight Highlight Hier wird eigentlich eine Taktik des linksintellektuellen Lagers sehr deutlich (und nein, die sind nicht links. Die haben ihre eigene elitäre Ansicht über eine Gesellschaft): "Wir sagen den unsrigen (also den eher linksgerichteten Menschen) - wenn ihr hier und dort kritisch demonstriert oder argumentiert und ihr habt da eine gewisse Schnittmenge mit Rechtsextremen, dann gehört ihr nicht mehr zu uns, dann seit ihr selbst rechts- bis rechtsextrem". Bin mal gespannt, wie lange sich die Leute noch diesen Bären aufbinden lassen.
    • Basti Spiesser 16.05.2020 14:50
      Highlight Highlight Diese Methode wird eher kontraproduktiv sein.
    • Juliet Bravo 16.05.2020 14:53
      Highlight Highlight Dass die Leute hier zusammen mir den PNÖSlern demonstrieren, findest du nicht problematisch?
    • Silent_Revolution 16.05.2020 15:43
      Highlight Highlight Linke Werte sind Gleichheit, Gerechtigkeit, Nähe und Freiheit. Sämtliche linke Werte werden momentan per staatlicher Anordnung untergraben.

      Hier auf Watson sind keine Linken, das war einmal. Hier kommentiert derselbe Pöbel wie in den anderen Boulevardspalten.

      Kein linksdenkender Mensch käme je auf die absurde nationalistische Idee, Grenzen zu schliessen um eine staatsübergreifende Pandemie zu bekämpfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heini Hemmi 16.05.2020 14:21
    Highlight Highlight Da bin ich grösstenteils einig mit meinem ehemaligen Dozenten. Ausser, dass er das Verhalten der Corona-Ignoranten nur als unsolidarisch oder egoistisch bezeichnet. Nein, dieses Verhalten ist ein Offizialdelikt. Die Ignoranten bedrohen die öffentliche Gesundheit und somit die ganze Gesellschaft. Da gibt’s nur eins: durchgreifen und wegsperren.
  • Morgenbrot 16.05.2020 14:15
    Highlight Highlight "Ist man automatisch ein rechtsradikaler Spinner, wenn man gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße geht?"
    Ein lesenswerter Beitrag von Jens Berger:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=60952
    • bbelser 16.05.2020 16:01
      Highlight Highlight Nein, aber du bist ein blauäugiges Naivchen, wenn du MIT rechtsradikalen Spinnern zusammen auf die Strasse gehst.
    • Nick Name 16.05.2020 17:31
      Highlight Highlight Nein, natürlich nicht. Was soll die Frage?
    • swisskiss 17.05.2020 10:49
      Highlight Highlight Morgenbrot: Nein, eher ein unreifer Charakter, der wie ein trötzelndes Kind, sinnvolle Massnahmen zum Schutz genau dieser trötzelnden Kinder kategorisch ablehnt und die Sinnhaftigkeit in Frage stellt.

      Das ist keine Frage der Ideologie, genausowenig des Glaubens (oder Aberglaubens), sondern solche Handlungsmotive werden nur als pseudorationale Rechtfertigung der persönlichen Egozentrik vorgeschoben.
  • Rellik 16.05.2020 14:09
    Highlight Highlight Ich glaube das Gegenteil ist der Fall. Hier wird eine Gruppe aus ein paar Hundert Vollidioten (sorry not sorry) massiv überschätzt, weil sie in den Medien so viel Aufmerksamkeit erhält. Finde die Polizei sollte ab sofort rigoros durchgreifen, und gegebenenfalls Leute in Haft nehmen. Wenn das mit Ankündigung passiert sind die Leute auch selber schuld wenn sie die Kinder mitbringen.
  • Locutus70 16.05.2020 14:09
    Highlight Highlight Warum sind eigentlich "Rechtsextremismusforscher" immer linksextrem?
    • Amadeus 16.05.2020 14:30
      Highlight Highlight Ich bin nicht linksextrem.

      Lieber Gruss, ein Rechtspopulismusforscher
    • Saraina 16.05.2020 14:33
      Highlight Highlight Gibt es zu dieser Aussage relevante Untersuchungen?
    • Cyrillius 16.05.2020 14:50
      Highlight Highlight Warum werden Forscher oft als linksextrem eingestuft nur weil sie Rechtsextremismus erforschen? 😉
      Aber ernsthaft, was führt sie zur Annahme Herr Skenderovic sei ein Linksextremer?
    Weitere Antworten anzeigen
  • du_bist_du 16.05.2020 14:04
    Highlight Highlight Rechtsextreme sind gefährlich keine Frage. Aber die Tendenz des Artikels, dass man die Demonstranten trennen soll in normale Kritiker und Rechtsextreme verstehe ich nicht. Alle anderen Wirrköpfe sollen doch nicht plötzlich als nette, demokratiefreundliche Mitbürger gelten, nur weil sie sich von Rehtsextremen distanzieren... oder verstehe ich da was falsch?
    • WHYNOT 16.05.2020 15:02
      Highlight Highlight @ du bist du - an 1. Mai-Demos verhält es sich natürlich anders, die netten Linken sind nach deiner Logik ebenfalls nicht von den Chaoten zu trennen. So ein Schwachsinn. Bis dato demonstrieren die Menschen für demokratische Rechte. Ganz anders sieht es bei den ultralinken aus, die huldigen dem Marxismus - igit
  • 7immi 16.05.2020 13:58
    Highlight Highlight Die Rechtsextremen nutzen die Gunst der Stunde beim Lockdown, die Linksextremen die Gunst der Stunde bei Klimademos. Extreme suchen Plattformen, die Personen mit ähnlichen Ansichten anziehen und nutzen die Masse, um zu verschwinden. Ist leider so. Leider wurden die Klimademos hier nie so kritisch hinterfragt, wie mans bei den Antilockdowndemos macht. Was natürlich letzteres nicht in Frage stellt, der Artikel ist spannend.
    • Hiker 16.05.2020 15:03
      Highlight Highlight Für mich gibts nur wenige Parallelen zwischen Klimademos und Anti Lockdown Demos. Wenn Sie die nicht sehen?
    • bbelser 16.05.2020 16:15
      Highlight Highlight Die Klima-Demo-Schüler*innen haben sich bisher immer äusserst deutlich distanziert von jeder Vereinnahmung ihrer Anlässe durch politische Gruppierungen.
      Sehe keinerlei Zusammenhang von Klimademos und Anti-Corona-Massnahmen-Demos.
    • Elina87 16.05.2020 17:15
      Highlight Highlight Tja, die Demonstrierenden bei der Klimabewegung nehmen diese Krise aber ernst. Der grösste Teil der Demos fand online statt. War sehr beeindruckend. Abgesehen davon, dass Demos zum Klimawandel nichts mit Egoismus zu tun haben, sondern mit der nächsten weitaus grösseren Krise, auf die wir hinsteuern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 16.05.2020 13:55
    Highlight Highlight Die heute-show dazu:

    Play Icon


    Enjoy.
    • Basti Spiesser 16.05.2020 14:52
      Highlight Highlight Die Schlussfolgerung dieses Video kennt man doch schon, ohne das Video zu sehen.
    • CalibriLight 16.05.2020 15:23
      Highlight Highlight @Basti Spiesser -- wenn Sie meinen...
    • Basti Spiesser 16.05.2020 15:30
      Highlight Highlight Ja habs noch geschaut, war wie erwartet 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 16.05.2020 13:48
    Highlight Highlight Die wichtigste Aufgabe von Geisteswissenschaftlern scheint zu sein, die Welt in Gut und Böse einzuteilen - natürlich aus dem privilegierten, durch Steuerzahler finanzierten Elfenbeinturm.

    Man kann diese depperten Demonstranten ja wegen allem möglichen kritisieren - aber immer diese Rechtsextremenkeule für alle Andersdenkenden ist doch irgendwann mal langweilig.
    • Juliet Bravo 16.05.2020 14:26
      Highlight Highlight Wenn da Leute von der PNOS dafür werben und dabei mitmachen? Die Demos durchsetzt sind mit Leuten, die Mythen über „jüdische Verschwörungen“ raushauen, dann hat das mehr als eine rechtsextreme Note. Tut mir leid.
    • stadtzuercher 16.05.2020 14:41
      Highlight Highlight Dann wäre also Dürrenmats Tochter rechtsextrem, weil sie auch da war? Tolle Logik.
      Hauptsache wir können Andersdenkende simpel Etikettieren. Momol. Chapeau.
    • Basti Spiesser 16.05.2020 14:53
      Highlight Highlight @Juliet

      Und wenn man jetzt alle diese Demonstranten als rechtsextrem bezeichnet, hilft oder schadet das der PNOS?
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 16.05.2020 13:48
    Highlight Highlight Grundsätzlich gilt:
    Wenn Nazis an deine Demo gehen dann schick sie weg.
    Wenn du an eine Demo gehst und plötzlich merkst, dass die von Nazis organisiert wurde dann geh du weg.
    Ansonsten gehörst du dazu... 🤷‍♂️
    • Basti Spiesser 16.05.2020 14:54
      Highlight Highlight Sag das nicht zu laut, sonst marschieren die plötzlich an jeder Demo mit.
    • locogoa 16.05.2020 16:11
      Highlight Highlight Dann sollen sie doch.... entweder haben Sie dazugelernt und unterstützen die Themen für die ich auf die Strasse gehen würde, oder sie werden sehr freundlich gebeten woanders spielen zu gehen...
  • Randalf 16.05.2020 13:45
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob es für Kuhhornbefürworter auch noch einen Platz hat bei diesen Demos?
    Chrut und Rüebli laufen da mit (sogar mit Babykarotten).
    Jede Gruppierung für sich kann ich ja verstehen, wenn sie ihren Unmut äussern wollen. Sich deswegen gleich mit allen ins Bett zu legen finde ich jedoch bedenklich und auch ein wenig "grusig".
    Wer manipuliert hier wen?
    Sie sagen:"täglich werden wir mehr". Doch wer sind diese wir?
    Rechte, Linke, Impfgegner oder etc.
    • Zyniker haben es leichter 16.05.2020 14:42
      Highlight Highlight Keine Ahnung, was daran so schwer zu verstehen sein soll? Es zeugt doch von einer gehörigen Portion Intoleranz und Totalitarismus dazu es als "grusig" zu bezeichnen. Unterschiedlichste Menschen können ein gleiches Ziel verfolgen, wenn sich diese Ziele decken können Sie auch bei dem Thema "zusammen" arbeiten... Ich weiss, für SPler und Grüne, die einzigen Retter der Welt und der Menschen, ist das regelrecht ein Verbrechen. Nur weil man 1 gemeinsames Ziel hat und daran arbeitet, unterstützt man nicht automatisch alle anderen Themen...
    • Auric 16.05.2020 15:50
      Highlight Highlight wer diese "wir" sein könnten??

      Menschen die GEGEN den Lockdown sind??
    • andy y 16.05.2020 16:11
      Highlight Highlight In der Schweiz hat alles Platz, noch sind wir eine Demokratie. Was für uns unsinnig erscheint ist für andere wichtig. Was für dich, für mich wichtig ist mag anderen unsinnig erscheinen. So ist das nun mal. Wenn du was anderes möchtest hat Kim sicherlich noch Platz für dich
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 13:41
    Highlight Highlight 3) Zum anderen ist Sicherheit nicht alles und wir tendieren als Gesellschaft in meinen Augen schon heute dazu, Sicherheitsbedenken über die Freiheit zustellen.
    Stichworte sind zB Terrorismus, 5G und Gentechnik, Sicherheitsverwahrung von Straftätern, überwachung von Sozialhilfeempfänger. Dies nur ein paar Beispiele.
    Freiheit ist ein Wert an sich, der gepflegt sein muss.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 13:57
      Highlight Highlight Meine Gentechnisch veränderten Tomaten werden gerade von einem Blitzgewitter geröstet...;-)
    • Garp 16.05.2020 14:01
      Highlight Highlight Du wirst grad sehr vieles in einen Topf, wenn ich Deine Gedanken auch nachvollziehen kann und manches des Sicherheitsdenken das du erwähnst auch in Frage stelle.

      Derzeit ist es unvernünftig sich um die Distanzregeln zu foutieren (als angehender Arzt sollte doch das kümmern) und es ist diskriminierend, wenn man sich gar nicht mehr um die Sicherheit des vulnerablen Bevölkerungsanteils kümmern will. Das ganz egal aus welcher Ecke man kommt.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 15:26
      Highlight Highlight @Garp
      Ich male mit einem sehr groben Pinsel, dass ist so, liegt aber auch in der Natur der Sache. Mir geht es langfristig auch nicht um die einzelne Massnahme, diesen können, müssen aber nicht teilweise gut begründet sein.
      Nein mir geht es um die grosse Linie, in welcher das Primat der Sicherheit vor dem Primat der individuellen Rechte und Freiheiten tritt.
      Schlussendlich ist es eine Frage der Verhältnismässigkeit, und in meinen Augen schwappt diese gerad sehr stark in Richtung Schutz, teilweise zu stark. (Beispiele wären Demos in Zh und Bern bezüglich Migration und Klima).
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 13:39
    Highlight Highlight 2) Dem Bundesrat ist gar nichts vorzuwerfen, der hatte in einer schwierigen Situation zu entscheiden und hat das in meinen Augen gut gemacht.
    Aber man muss doch über konkrete Massnahmen streiten dürfen.
    Wirtschaftsfreiheit, Bewegungs- und Versammlungsfreiheite und viele andere Verfassungsrechte (siehe Artikel Republik) sind eingeschränkt. Und wenn man das jeweils spezifisch Begründen kann, ist das auch oke. Was nicht geht, sind pauschalaussagen wie, es dient dem Schutz oder dem Schutz der Schwachen.
    Zum einen muss man aufzeigen, dass einzelne Massnahmen effektiv können.
  • Locutus70 16.05.2020 13:38
    Highlight Highlight In dem Interview geht es um keine neutrale Bewertung, sondern um die subjektive Sicht des Individuums Damir Skenderovic auf die Gesamtthematik, die er dann als allgemein verbindlich darstellen will.
    Wieder einmal so ein Interview wo ich mich im nachhinein frage, ob Geisteswissenschaften überhaupt als Wissenschaften bezeichnet werden können.
    • äti 16.05.2020 13:55
      Highlight Highlight ... dann müssten alle Interviews in Frage gestellt werden.
    • Walter Sahli 16.05.2020 14:01
      Highlight Highlight Geisteswissenschaftler sind genauso Wissenschaftlicher wie Naturwissenschaftler auch. Sie müssen sich bei ihren Studien auch an anerkannte Standards halten und können sich die Wahrheit nicht einfach so zurechtbiegen, wie es ihnen gerade passt, wenn sie ernst genommen werden wollen. Sie sind ja schliesslich keine Politiker.
      Was Du also hier tust, ist nichts Anderes als das oben beschriebene Experten-Bashing, das auf der rechten Seite so beliebt geworden ist.

      Verständlich, wenn man bedenkt, dass Rechtspopulisten auf eine möglichst ungebildete Bevölkerung angewiesen sind.
    • FrancoL 16.05.2020 14:04
      Highlight Highlight Ich denke, dass auch Dir beim genauen Durchlesen Aspekte eröffnen die es nicht zu übersehen gilt.
      Nicht alles was Du nicht verstehst ist dann keine Wissenschaft. Es kann ja auch vorkommen dass Du den Durchblick nicht hast, ist ja auch eine Variante.
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  • Silent_Revolution 16.05.2020 13:37
    Highlight Highlight Grotesker Beitrag.

    Es sind gerade die Lockdown-Befürworter, die eine globale Pandemie mit nationalistischer Abschottung lösen wollen, sie sind es, die Grenzzäune mit Stacheldraht bejubelten, die sich momentan einen Dreck um Flüchtlinge scheren und Gelder im Inland marktführenden Firmen zukommen lassen, während jene am Existenzminimum verlumpen.
    • FrancoL 16.05.2020 14:45
      Highlight Highlight Nun ich kenne etliche Firmen, weit weg von den grossen Massstäben die Du nennst, die Hilfe bekommen haben und dies recht grosszügig. Wer vor der Krise knapp unterwegs war hat sicherlich mit der Krise es schwerer, ein guter Teil der finanziellen Schwierigkeiten sind aber Altlasten.
      Ich kenne aber auch kleine kMUs die sich übermässig bedient haben.
      Es ist zudem ein Unterschied, ob man gemeinsam Grenzen schliesst um dem Virus Herr zu werden oder um andere auszugrenzen.
      Wirst Du wohl kaum verstehen, aber man könnte sich ja Gedanken machen.
    • Silent_Revolution 16.05.2020 15:29
      Highlight Highlight Du sprichst von gemeinsam und gleichzeitig von Grenzen? Gehören die Deutschen nicht zu deiner Vorstellung von gemeinsam?

      Du redest von Firmen die Hilfe bekommen, ich rede von Menschen an und unter dem Existenzminimum.

      Sollte doch kein Problem sein, auch den "Altlasten" wie du sie nennst, etwas von der Solidarität abzugeben, bevor man überflüssigem Nonsense wie der Swiss Milliardenkredite nachwirft.

      Und wo sind staatliche Neuprojekte um Opfer der von euch verschuldeten, ansteigenden häuslichen Gewalt zu unterstützen? Plakate habt ihr aufgehängt - Bravo!!
    • FrancoL 16.05.2020 16:37
      Highlight Highlight Für Polemik weit ab vom Thema ist kein Platz und sie dient niemanden. Temporäre Grenzen können Sinn machen, erst recht wenn sie von beiden Seiten gewollt und geachtet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 13:36
    Highlight Highlight 1) Ich mache dem Bundesrat keinen Vorwurf, aber eine solche Argumentation ist verheerend: "Doch diese Demonstrationen kritisieren Massnahmen, mit denen man Menschen vor dieser Krankheit geschützt hat."
    Damit kan de facto jeder Eingriff in die Grundrechte legitimiert werden, der "schützen" soll. Nur wegen der Gefahr von Terroranschlägen respektiere ich auch nicht jeden Ausbauschritt der Geheimdienste, obwohl das potenziell Leben schützen könnte.
    • äti 16.05.2020 13:58
      Highlight Highlight ... es ist eben auch die Menge, das Ausmass ein Faktor.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 14:35
      Highlight Highlight Genau, Verhältnismässigkeit ist das Stichwort, und man wird wohl unterschiedlicher Meinung sein können, wann diese gegeben ist?
    • FrancoL 17.05.2020 18:29
      Highlight Highlight Schlechter Vergleich mit dem TERROR, ausser Dir sagen Zahlen nicht all zu viel.
  • Amadeus 16.05.2020 13:35
    Highlight Highlight Wissenschaftler: Wir betreiben emprische Forschung und haben jahrelange Erfahrung. Die Forschungsergebnisse sind transparent und der Diskurs ist öffentlich. Das Virus ist gefährlich.

    Demonstranten: Lügen-Forscher!!! Niemand braucht Experten!!!1!! Wir haben Bauchgefühl und youtube.
  • zimtlisme 16.05.2020 13:33
    Highlight Highlight Sehr guter und differenzierter Beitrag.
  • Dave1974 16.05.2020 13:33
    Highlight Highlight Und fast gleichzeitig ein Artikel der lautete: "Die Schweiz hätte die Kurve auch einfacher gekriegt".

    Hier die Antworten darauf, weshalb man nicht jetzt schon über möglich gewesene Szenarien werweisen sollte - jedenfalls nicht in der breiten Öffentlichkeit.

    Ich bin auch nicht für die strenge Hand, aber in einer Situation, die uns alle(!) betrifft und die man noch gar nicht im ganzen Ausmass versteht dermassen die Disziplin segeln zu lassen und wider allen im Moment geltenden Regeln zu handeln - das ist purer Egoismus und eben auch gefährlich.
    • Blubber 16.05.2020 13:37
      Highlight Highlight Würde gerne 100 Herzen geben :-)
  • Stinkstiefel 16.05.2020 13:32
    Highlight Highlight Dass der Gedanken der Individuellen Freiheit im Neoliberalen Wirtschaftssystem in den letzten Jahren immer stärker wurde, das ist hanebüchener Unsinn!

    Der Sozialstaat wurde in den letzten Jahrzehnten klar ausgebaut, die Staatsquote steigt jährlich und die auf-Pump-Finanzierung der Sozialausgaben ist eine ziemliche Hypothek für die Folgegeneration.

    Das Wort Solidarität wurde in der Krise einfach für jedwede Forderung benützt und damit verwässert. Die Individuelle Freiheit war die letzten Jahre nicht auf dem Auf- sondern auf dem Abstieg. Was die Demos zeigen, ist dass es langsam zu viel wird.
  • Peter R. 16.05.2020 13:25
    Highlight Highlight In den letzten Tagen und Wochen wurde viel über die Solidarität gesprochen, welche hier herrsche!
    Es ist übel, was sich diese Demonstranten leisten, ein Mangel an Solidarität gegenüber Risikopersonen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Die Demonstranten sind richtige Egoisten die sich einen Dreck um ihre Mitmenschen kümmern - das Schlimmste von allem ist, dass die auch noch meinen dies sei der richtige Weg sich zu verhalten. Ich hoffe sehr, dass die Ordnungskräfte einschreiten.
    • FrancoL 16.05.2020 14:04
      Highlight Highlight Dem kann ich zustimmen.
  • combativelyrebird 16.05.2020 13:19
    Highlight Highlight Beeindruckend in wie wenigen Jahren die ehemals vierte Macht im Staat ihre Rolle des kritischen Hinterfragens der Regierung in die Rolle des Erklärens der Regierungspolitik und des Diffamierens von Regierungskritikern gewechselt hat. Es ist als ob die 4. und 2. Macht im Staat fusioniert haben.

    Ich bin nicht der Meinung der Demonstranten, doch dieses systematische in die rechtspopulistische Ecke und Verschwörungstheoretiker-Ecke Stellen der Demonstranten kann ich nicht nachvollziehen und ich bin überzeugt, dass es unserer Demokratie, unserem Rechtsstaat und unseren Grundrechten enorm schadet.
    • El Vals del Obrero 16.05.2020 13:44
      Highlight Highlight Wenn man Kritik gegen die einen übt, ist es "kritisch hinterfragen".

      Wenn man andere kritisiert ist es "diffamieren". Sehr konsequent ...

      "Kritik ist wichtig. Aber wehe, jemand nimmt dieses Recht auch gegen mich in Anspruch!"
    • Samurai Gra 16.05.2020 13:45
      Highlight Highlight Sorry aber die Demonstranten haben mit Rechtsextremen zusammen Demonstriert und diese nicht Abgewiesen oder sich vor ihnen Distanziert, also ist deren Mithilfe entwender still geduldet oder gar erwünscht was bei den Diffusen Schnittmengen von VTlern, Esoterikern und Rechtsextremen auch nicht wundert.

      Die PNOS ist Rechtsextrem daran gibt es nichts zu deuteln.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.05.2020 13:50
      Highlight Highlight 1) Das ist mir zu Pauschal. Watson hat schon von Beginn an härtere Massnahmen gefordert und auch jetzt mahnt man zur Vorsicht.
      Ich würde eher sagen, dass sowohl ihr als auch zB in der Republik verfolgt man eine Linie, die sich damit zusammenfassen lässt, dass Sicherheit und der Schutz der Gesundheit alles ist. Und dem Staat wird dabei relativ Freihe hand gegeben. Fällt ja auch auf, wie wenig Kritik aus der SP und den Grünen kommt. Dies deckt sich per se nicht mit dem Bundesrat, aber antagonisiert alle Positionen, die Gewichtung zwischen Freiheitsrechten und Gesundheitsschutz anders legen.
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