Schweiz
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Interview

Aargauer Kantonsärztin: «Die Person hat nach Rückkehr aus Italien erste Symptome gezeigt»

Kantonsärztin Yvonne Hummel nimmt Stellung zur Person, die im Aargau positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.



Im Aargau wurde eine Person positiv auf das Corona-Virus getestet. Wo hat sie sich angesteckt?
Yvonne Hummel, Kantonsärztin: Sie hat sich in Norditalien aufgehalten und danach grippale Beschwerden entwickelt. Die Person hat sich im Spital gemeldet und wurde dort abgeklärt und getestet.

Wie geht es der Person jetzt?
Es geht ihr gut. Sie ist im Kantonsspital in einem Einzelzimmer und dort isoliert. Isolation bedeutet, dass der Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum beschränkt wird. Ärzte und Pflegepersonal tragen Mundschutz, Schutzanzug, Brille und Handschuhe, wenn sie ins Zimmer gehen.

Bild

Kantonsärztin Yvonne Hummel. bild: michael würtenberg

Wie lange dauert die Isolation?
Die Person bleibt isoliert, bis sie vollständig gesund ist und bis die Tests negativ ausfallen.

Muss man davon ausgehen, dass sie weitere Personen angesteckt hat?
Die Person arbeitet und wohnt nicht alleine. Sie hatte also Kontakt zu anderen Personen. Allerdings zeigte die Person bereits drei Tage nachdem sie aus Italien zurückgekehrt war, erste Symptome und wurde darauf hospitalisiert. Es war also eine relativ kurze Phase, in der Ansteckungen möglich waren. Wir konnten deshalb die Leute, mit denen die positiv getestete Person Kontakt hatte, gut eingrenzen. Sie sind informiert und in Abklärung oder bereits abgeklärt worden.

Befinden sich diese auch im Spital?
Nein. Sie sind in Quarantäne. Das heisst, sie sind zu Hause in der eigenen Wohnung, dürfen diese aber nicht verlassen und auch keinen näheren Kontakt zu anderen Leuten haben.

Es ist aber nicht möglich, herauszufinden, wem die Person unterwegs alles begegnet ist.
Das ist so. Aber die Wahrscheinlichkeit ist ausserordentlich klein, dass das Virus in einer solchen Situation übertragen wird.

An der Grippe sterben jedes Jahr Menschen. Warum wird ums Corona-Virus so viel Aufsehen gemacht?
Es bestehen nach wie vor gute Chancen, dass die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden kann. Ausserdem ist das Corona-Virus ein neues Virus. Man kann noch nicht genau abschätzen, wie gefährlich es ist. Neue Viren können sich durch die Übertragung auch verändern. Das heisst sie könnten auch gefährlicher werden. Das können wir alles nicht vorhersehen. Deshalb ergreifen wir alle Massnahmen, um die Übertragungen und die Infektionsrate tief zu halten. (nla) (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • The Count 27.02.2020 06:05
    Highlight Highlight Wie ist es möglich dass man auf etwas positiv getestet wurde, das Resultat jedoch noch nicht definitiv bestätigt wurde?
    • Mat_BL 27.02.2020 10:42
      Highlight Highlight Das ist doch ganz einfach: Das was die Aargauer als positiv getestet haben, muss jetzt noch das Referenzlabor in Genf bestätigen. Und das dauert - isch sicher au vo Kanton zu Kanton verschide - halt einfach lange: Formular ausfüllen, anmelden, Probe versenden,
      Entgegennahme, Analyse - Bewilligung zur Veröffentlichung des Resultats (von wem?) - Puh - ja, das dauert halt.

      Bin gespannt darauf wie lange die gestern von Berset kommunizierten 1000 Analysen pro Tag dann bis zur Veröffentlichung benötigen. Ich rechne mit drei Wochen, da ja Bund, Kanton und Gemeinde zuerst das OK geben müssen.
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 27.02.2020 11:53
      Highlight Highlight Weil es zwei positive Tests braucht. Der erste Test von den beiden war positiv. Deshalb ist die Chance sehr gross, dass der zweite auch positiv ist.
    • The Count 27.02.2020 12:48
      Highlight Highlight Danke für die Antworten
  • Ka R. Ma 27.02.2020 02:08
    Highlight Highlight Dann mal gute Besserung
  • Spargel 26.02.2020 23:52
    Highlight Highlight Klare, konkrete, sachliche Antworten der Aertin. Gefällt und beruhigt. Besser als: Ruhe bewahren und Händewaschen
  • Hömönösnödy 26.02.2020 21:19
    Highlight Highlight Und wo wohnt dieser Mann? Vielleicht hatte ich mit ihm zu tun gehabt und er hat es nicht gemeldet resp. vergessen, und jetzt infiziere ich munter weiter.

    Ich habe ganz leichte Grippesymptome und keine Ahnung wie ich mich verhalten soll. Arbeiten muss ich ja. Und schon ist es passiert mit der Infektion.
    Ich bekam übrigens eine dumme Bemerkung von meinem Chef weil ich in den Arm gehustet habe! Sehr vorbildlich.

    Nächstes mal, liebe Politiker, wenn ihr verdammt nochmal wisst, dass in Italien das Corona ausgebrochen ist, dann fordert alle auf, sich zu melden, die da waren! Oder China.
    • Simsalabum 27.02.2020 09:50
      Highlight Highlight Du hast Syntome, gehst trotzdem arbeiten und regst dich über den vermeintlich fahrlässigen Bund auf? Lass dich doch einfach testen wenn du dich sorgst. Erkrankte an den Pranger zu stellen kann und darf nicht die Lösung sein.
    • Na_Ja 27.02.2020 12:15
      Highlight Highlight Geh zum Arzt, schildere deine Befürchtungen und lasse dich krank schreiben. Dann musst du dir keine Sorge machen andere zu infizieren, erholst dich schneller und dein AG muss den Krankenschein akzeptieren.

Frankreich und Deutschland blockieren weiter Schutzmasken für die Schweiz

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten angewiesen, Lieferungen von Schutzmaterial in die Schweiz nicht mehr zu blockieren. Doch in der Krise zählt das Machtwort aus Brüssel wenig.

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